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  M a k r o o x o ~ o ~ r r

M A K R O Ö K O N O M I E      1. Kapitel: Theorie des Marktversagens     2. Kapitel: Volkswirtschaftliches Rechnungswesen     3. Kapitel: Konsumfunktion     4. Kapitel: Investitionsfunktion     5. Kapitel: Die Konjunktur     6.

Kapitel: Das Geld     7. Kapitel: Die Geldwertstabilität     8. Kapitel: Außenwirtschaftstheorie     Es gibt im Wesentlichen 3 Unterschiede zwischen Mikro- und Makroökonomie:   l. Aggregation: verschiedene Bereiche werden zu Aggregaten zusammengefaßt.   Bsp.: Aggregat Unternehmen, Haushalt Staat, Außenhandel, u.

ä.;   Andererseits werden auch die Güter aggregiert zu sogenannten Gütergruppen. Bsp.: Investitionsgüter, Konsumgüter, Exporte, Importe:   2. Einbeziehung des Staates: 2/5 des Marktes werden nicht durch den Markt koordiniert, sie sind der Anteil der öffentlichen Hand am BIP.   3.

Andere Fragestellung: Betrachtung der durchschnittlichen Nachfrage der Haushalte nach Konsumgütern.   Man unterscheidet heute folgende ökonomische Richtungen:   Klassiker: Vertreter: Adam Smith, David Ricardo, u.v.a.; Sie sind für freien Wettbewerb in der VW und damit gegen jede Art von Staatslenkung. Grundlagen: Wettbewerb, Vertragsfreiheit, Privateigentum: Die Ideen der Klassik (Smith) fußen auf der Aufklärung und dem Naturrecht des 18.

Jh.; Quelle des Reichtums ist nicht Geldvorrat oder landwirtschaftliche Produktion, sondern die geleistete Arbeit. Die Arbeitsleistung kann durch Arbeitsteilung gesteigert werden, wofür ein funktionierender Marktautomatismus Voraussetzung ist, der durch den Marktpreis ANGEBOT und NACHFRAGE regelt. Eigennutz ist die treibende Kraft der Wirtschaft. Keynesianer: sie interpretieren und entwickeln die Lehre von John M. Keynes, der 1936 sein erstes Werk anläßlich der Weltwirtschaftskrise schrieb.

Manche bezeichnen ihn als Schöpfer der Makroökonomik (Lukesch ist Keynesianer).   Keynesianische Orthodoxie: Keynes als Mittel zur Interpretation der Planwirtschaft.   Postkeynesianismus: Verbindung von Keynes mit Mikroökonomik.   Neue Makroökonomik: Keynes Theorien + klassische und neoklassische Theorien.   Monetarismus: zeigt Schwächen von Keynes, sowie Möglichkeiten des Staates durch Planwirtschaft (= Begründung von klassischen Theorien).   1.

Kapitel: THEORIE DES MARKTVERSAGENS     Der Markt ist ein sozialer Entscheidungsmechanismus wie das Parlament. Die ökonomischen Probleme löst der Rationellere (Staat bzw. Markt).   Rousseau: am Anfang war der Kampf aller gegen alle. Es ist daher ökonomisch vernünftig, den einzelnen durch ein staatliche. Gefüge zu entlasten.

  A. Smith: Staat ist ein Instrument der Bürger. Er ist in manchen Bereichen kostengünstiger als der Markt (ökonomisch erklärbar).   Marktversagen gibt es in folgenden Bereichen:   1. Öffentliche Güter   2. Externe Effekte   3.

Existenz von natürlichen Monopolen   4. Sicherung eines funktionsfähigen Wettbewerbs   5. Ordnung des Geldwesens (diskutabel)   6. Stabilisierung der WIPOL (sehr umstritten)   7. Umverteilung der Einkommen zur Verhinderung von Not   Funktionen des Staates: - Allokationsfunktion -Distributionsfunktion -Stabilisationsfunktion Öffentliche Güter:   Kennzeichen: - Keine Rivalität im Konsum - Ausschlußprinzip nicht anwendbar - individuelle Präferenzen nicht aufgedeckt     a) geborene öffentliche Güter: alle 3 Kennzeichen gegeben:   Wenn diese von Privaten angeboten werden, dann taucht das Problem der Trittbrettfahrer auf, d. h.

zu viele würden konsumieren und sich an den Kosten nicht beteiligen. Bsp.: jemand läßt sein Haus bewachen; auch die Nachbarn profitieren davon und leben sicherer, zahlen aber nicht dafür.   Rein theoretisch wäre die Anwendung des Ausschlußprinzips möglich, wäre aber mit erheblichem Aufwand verbunden (z.B. Maut an jeder Brücke, Straße,).

  Deshalb werden öff. Güter hauptsächlich vom Staat angeboten. Der Nutzen eines öff. Gutes kann nur schwer bestimmt werden, da die Präferenzen nicht offengelegt sind.   Problem des polit. Systems der Demokratie: Abstimmung bringt den Nachteil, daß die, die zu zahlen bereit wären, aber die Minderheit bilden, werden überstimmt, und haben keine Möglichkeit, das Gut zu bekommen.




  Kosten-Nutzen-Analyse: Nutzen schätzen und Berechnung der Kosten. Bsp.: anhand eines Bildungsprojektes.   Nutzen Kosten     Direkt tangibel erhöhte Zukunfts- entgangene Einkommen einkommen der Studenten, Lehrer- gehälter, Gebäude und Lernmittelkosten, intangibel Lebensbereicherung Freizeitverlust     Indirekt tangibel verminderte Kosten für Verbrechensbe- kämpfung intangibel intelligentere Wählerschaft     pekuniär relative Steigerung der Lehrergehälter     b) gekorene öffentliche Güter: = meritorische Güter (merit goods).   Keine öff. Güter im technischen Sinn, es gibt einen Markt.

Da aber viele von diesem Markt ausgeschlossen wären, erzwingt der Staat aus sozialpolitischen Gründen den Konsum (Bsp.: Schulpflicht, Schulbücher,...). Dimerit goods: z.

B. Rauschgift. p   B   D1 + 2     D2 A   D1 C p*   p2 p1   x 0 x* x1+2 Sättigung   Beim Preis p* würde die Menge x* nachgefragt (gemäß dem Grenznutzen von D2). Nachfrager 1 kann kostenlos an diesem Gut teilhaben, da das Ausschlußprinzip nicht gilt.   Würden die beiden übereinkommen, die Meinung x1+2 nachzufragen und würden sie die Bezahlung gemäß ihren jeweiligen Grenznutzen übernehmen (p1, p2), gäbe es eine insgesamt bessere Versorgung mit dem öffentlichen Gut x (statt x* ---> xl+2).   Gesamtnutzen: zuerst 0x*AB, dann 0x1+2CB.

  1.2. Externe Effekte:  Entstehen dann, wenn bei Erzeugung oder Verbrauch eines Gutes irgendwelche - positiv oder negativ beurteilte - Auswirkungen auf andere Personen als die Produzenten oder Konsumenten desselben verbunden sind. Es entsteht eine Differenz zwischen individuellem und sozialen Nutzen. Bsp.: Umweltproblematik; Ursache von externen Effekten liegt in der ökonomisch mangelhaften rechtlichen Begründung von Eigentumsrechten.

Diese lassen sich nur schwer zuordnen (nur teilweise Haftung für Schäden, Nichtklagbarkeit,..). Externe Effekte technologische pekuniäre    Bereich des Auftretens Ursachen   - Produktionsbereich - produktionsniveauabhängig (Abwasser) - Konsumbereich - produktionsfaktoreinsatzabhängig (Rasenmäher) - zwischen den beiden - inframarginale Bereichen (Transit)   Positive externe Effekte: Bsp.: positive Auswirkungen der landwirtschaftlichen Tätigkeit auf Fremdenverkehr. Auswirkung: es wird zu wenig von diesem Gut produziert, Preis ist zu hoch.

  negative externe Effekte: Bsp.: Umweltverschmutzung: Abwasser kommt in Fluß, Konsument kann nicht mehr schwimmen. Auswirkung: Preis zu niedrig, Angebot zu hoch.   Gegenmaßnahmen:   a) COASE-THEOREM: 1960; Durch Vertrag werden gegenseitige Rechte und Pflichten festgelegt, so daß bisherige externe Effekte voll in die Kalkulation der Wirtschaftsobjekte eingehen. Es gibt 2 Möglichkeiten, wie die ex. Effekte durch das COASE-Theorem internalisiert werden: -Schadenshaftung: Verursacher zahlt (Umweltabgabe).

-Laisser-faire: jeder hat Recht auf Nutzung, Geschädigter muß Abstandszahlungen leisten (Bsp.: Schipisten). vw05   GX1 GXB             D S       E1 E* E2 Emissionen   A ist Umweltbelaster, B ist davon Betroffener, GKA sind die Grenzkosten der Vermeidung der Umweltbelastung für A, GKB sind die Grenzkosten des Schadens für B. Bei größerer Emissionsmenge sind die Schadenersatzzahlungen größer als die Vermeidungskosten (SE2 > RE2). Betrieb wird in Vermeidungstechnologie (Bsp.: Filter) investieren.

Links von E wird er lieber Schadenersatzzahlungen leisten (CE1 < DE1).   b )Auflagen: Bsp.: Auflage für eine Fabrik, nicht mehr als ..Tonnen SO2 zu emittieren. Auflage, Filter einzubauen.

Drosselung/Verbot der Produktion (Smogalarm).   Vorteile: - Wirkung einsichtig - schnelle Wirksamkeit Nachteile: - wirtschaftlich ineffizient (es wird nicht berücksichtigt, daß es bei den einzelnen Emittenten unterschiedliche Möglichkeiten zur Vermeidung gibt). - kein Anreiz zu mehr Umweltschonung, als es die Auflage vorschreibt (---> kein umwelttechnologischer Fortschritt). - Interessenteneinflüsse bei Diskussion der Grenzwerte (Wo sollen sie liegen).   c) Abgaben: Idee: Einhebung einer Abgabe je Einheit umweltbelastender Emission (Bsp.:.

..$/Tonne SO2).Entspricht faktisch einem Preis für die Inanspruchnahme der Umwelt (Internalisierung der externen Effekte). Entscheidungssituation des Unternehmers: Zahlung der Abgabe oder Vermeidung der Emission durch techn. Einrichtung.

    Vorteile: - wirtschaftlich effizient: Vermeidung dort, wo es am kostengünstigsten ist, Zahlung dort, wo keine Vermeidungstechnologie. - Anreiz zur Forschung: Unternehmen wollen sich die Zahlung der Abgaben natürlich ersparen.   Nachteile: - Festlegung der Abgabenhöhe. - Interessenteneinflüsse bei dieser Festlegung. - Probleme bei Inflation. - Meßbarkeit der Emission (Bsp.

: Hainburg). - Mittelverwendung (Abgabeneinnahmen) meist nicht zur Milderung der externen Effekte. - letztendlich zahlt der Konsument die Abgaben (da sich das Endprodukt durch Abgabe verteuert).   d.) Lizenzlösung: ACHTUNG: ist für alle Prüfer das beste Umweltinstrument, deshalb sollte es auch für euch das Beste sein.   Idee: Bei der Lizenzlösung (= Zertifikatlösung) gibt es die Vorgabe von Höchstbelastungen/Schadstoff.

Wer verschmutzen will, muß eine Berechtigung dafür erwerben (Lizenz, Zertifikat = Wertpapier); in USA.   Entscheidungssituation des Unternehmers: entweder Kauf des Berechtigungspapiers oder Vermeidung durch technische Investitionen.  Vorteile: - Obergrenze der Belastung genau fixiert. - dort Verschmutzung, wo Beseitigung am teuersten wirtschaftlich effizient. - Anreiz zur Forschung, um sich Wertpapier zu ersparen.   FÜR TRANSIT MÖGLICHE LÖSUNG !!!!!!! e) flexible Auflagenlösung: in der BRD, USA; Wesentlicher Bestandteil der folgenden Umweltinstrumente ist die Sanierung von Altanlagen.

  AUSGLEICHSPOLITIK: seit 1977 in den USA angewandt in Gebieten, in denen die Belastung durch Luftverschmutzung sehr groß ist (Bsp.: Los Angeles). In solchen Belastungsgebieten dürfen sich neue Unternehmen nur ansiedeln, wenn sie - die beste Technologie verwenden - sicherstellen, daß bestehende Betriebe ihre Emissionen so weit reduzieren, daß die Belastung durch den neuen Betrieb mehr als ausgeglichen wird. Vorher: 3 Betriebe emittieren 2 Tonnen SO2. Nachher: 4 Betriebe emittieren 1,9 Tonnen SO2.     2t   1,9             A B C D A B C D  GLOCKENPOLITIK: über mehrere Emissionsquellen, auch verschiedener Unternehmen, wird eine gedachte Glocke gestülpt.

Die zulässige Emissionshöchstmenge wird nun nicht mehr für jedes Einzelunternehmen, sondern als Gesamtmenge für alle unter der Glocke befindlichen Anlagen vorgeschrieben. Durch welche einzelnen Maßnahmen die Unternehmen die den festgesetzten Emissionsgrenzwert erreichen, bleibt ihnen überlassen. Die Altanlagenbetreiber haben somit die Möglichkeit, Vermeidungstechnologien bei denjenigen Emissionsquellen einzusetzen, bei denen die Kosten pro vermiedener Schadstoffeinheit am niedrigsten sind; Bsp.: 2 Anlagen emittieren je 5 t SO2 im Jahr, macht insgesamt 10 Tonnen. Bei einer herkömmlichen Auflage würde das neue Ziel lauten, nur mehr 3t/Jahr je Einheit auszustoßen. Bei der Glockenpolitik ist es jedoch möglich, daß das Unternehmen mit der billigeren Umwelttechnologie nur 1 Tonne, das andere aber weiterhin 5 t emittiert (insgesamt kommt man in beiden Fällen auf 6 t).

  10 t 10 t   6 t         A B A B    UMWELTBANKEN: seit 1979 in den USA. Ein Unternehmer, der sich in einem Belastungsgebiet ansiedeln wollte, muß einen Altanlagenbetreiber finden, der den notwendigen Ausgleich verwirklichen konnte (siehe Ausgleichspolitik). Das war nicht immer möglich. Mit der Einführung des "Emission-Reduction-Banking" können Firmen, die eine Reduktion ihrer Emissionen freiwillig vornehmen, sogenannte Guthaben an Emissionsminderung erwerben. Diese Emissionsminderungsguthaben können später für Eigenbedarf verwendet oder veräußert werden.  1.

3. Existenz von natürlichen Monopolen:   Bei fallenden Grenzkosten läßt sich für Produzenten keine Angebotskurve ableiten, da sich hier Kein gewinnmaximierendes Angebot feststellen läßt. Daher gibt es Tendenzen zur Entstehung eines Monopols. Regulierung des Monopols: - durch Preisfestsetzung, meist mit Subventionen gekoppelt; (in den USA) Nachteil: schwierig zu regulieren, keine Vergleiche möglich, weil dazu Kosten notwendig sind; - Verstaatlichung: in Europa. Wettbewerb um Markt: öffentliche Ausschreibung, wer das Monopol kaufen oder mieten will. Es wird demjenigen zugesprochen, der den Monopolpreis am niedrigsten halten kann, also am effizientesten produziert.

  4. Sicherung eines funktionsfähigen Wettbewerbs:   = Wettbewerbspolitik: gegen Tendenzen, die zu einem Monopol führen (Kartellbildung, Oligopole,...). Bestimmungen gegen solche Mißstände enthält die Wettbewerbsordnung (siehe Wipol-Skriptum S.

20/21).   5. Ordnung des Geldwesens:   ehemalige Auffassung: Geld kann nicht durch Markt erzeugt werden, der Markt würde zuviel Geld schaffen. ---> heute umstritten.   6. Stabilisierung der WiPol.

:   Bsp: Konjunkturpolitik: Reihe von Maßnahmen der öffentlichen Haushalte zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit, da der Markt das Problem nicht lösen kann. (heute sehr umstritten).   7. Umverteilung der Einkommen:   siehe auch WIPOL S. 12/13. Regelung auf dem Markt mittels Preismechanismus ist ungerecht (Behinderte, Kranke, Alte).

Das Marktversagen wird zu kompensieren versucht durch Steuern, öffentliche Ausgaben, etc. und wirtschaftspolitische Eingriffe.   Finanzwissenschaft: Ihr Untersuchungsgegenstand sind die wirt. Entscheidungen der öff. Haushalte, also einer bestimmten Gruppe von Wirtschaftssubjekte, und deren Auswirkungen (Bund, Länder, Gemeinden, Fonds). Parafisci: = private HH.

Im Gegensatz zu öff. Haushalten keine Steuerhoheit (Bsp.: Versicherungsanstalten).   Gebarung: haben alle öffentlichen HH. Das Budget ist ein Voranschlag, in dem vorausgeplant wird. Der Gebarungserfolg sind echte Bilanzzahlen (wird durch den Rechnungshof kontrolliert).

Budgetgrundsätze: - Wirtschaftlichkeit - Transparenz - Sparsamkeit - Vollständigkeit - Einheitlichkeit - Nonaffektation = Gesamtdeckung (Summe der Einnahmen muß ident sein mit Summe der Ausgaben. Die Staatsausgaben werden durch die einzelnen Behörden erfaßt und durch den Rechnungshof zusammengefaßt. Jedes Ressort hat Kreditrahmen, Ausgaben nur innerhalb dieses Rahmens möglich. Budgetvoranschlag muß spätestens 10 Wochen vor Ende des Haushaltsjahres vorliegen, sonst Budgetprovisorium.   Budgetfinanzierung: sie erfolgt durch: marktwirtschaftliche Mittel: - Betriebseinnahmen: früher sehr großer Teil.- Kreditaufnahme: Staat kann sich verschulden, auch bei eigener Notenbank.

Der Bund vergibt Bundesschatzscheine. Der Staat kann und soll Kredite aufnehmen, wenn er zusätzliche Dinge schafft (Straßen,...), die gewinnbringend sind (es werden positive, externe Effekte geschaffen). Problem ist die Verschiebung der Last auf eine spätere Generation.

Steuern: Einhebung nach 2 Prinzipien: - Äquivalenzprinzip: jeder leistet an den Staat soviel, wie er bekommt - spezifische Entgeltlichkeit des einzelnen. - Leistungsprinzip: früher Kopfsteuer (jeder zahlt gleich viel), heute PROGRESSIVE EINKOMMENSSTEUER (mit steigendem Einkommen wächst die Steuer). Weitere Unterscheidung bei Steuern: Direkte: Lohn- und Einkommenssteuer Körperschaftssteuer u.a.;Indirekte: Verbrauchssteuer: der Angebotspreis wird um einen fixen Satz erhöht. Diese indirekten Verbrauchssteuern liegen z.

B. auf Öl, Kaffee, Tee, Bier, Zucker; Wenn sich diese Steuern auf Gütermengen beziehen, so nennt man sie Mengensteuer bzw. Stücksteuern (Mineralöl). Wertsteuer: bezieht sich auf Werte (Kosten oder Umsatz).Gesetz der wachsenden Staatstätigkeit: 1863 von Wagner; Wenn Staatstätigkeit steigt, sinken die Möglichkeiten für privates Handeln. Vordergründig leuchtet ein, daß verschiedene Bereiche der Infrastruktur von der Gemeinschaft errichtet werden.



Staatstätigkeit gemessen am Volkseinkommen:1920-1930......

.....14 - 26% heute.

......

......

.....54% Baumol'sche Krankheit: Anwendung des Problems der geringen Produktivitätssteigerung auf den Staat.

Annahme: Keine Produktivitätssteigerung im staatlichen Bereich, aber die Gehälter der Staatsbeamten steigen in dem Maße der Arbeitsproduktivitätssteigerung im privaten Bereich. Folge: Absolut steigende, aber relativ zum Sozialprodukt gleichbleibende Staatsausgaben führen nur zu im Wirtschaftswachstum real genau gleichbleibenden Staatsleistungen.   Mehrwertlehre von Marx: es gibt 2 Klassen: Besitzer + Besitzlose. Preis der Arbeitskraft ist durch Markt geregelt, er ist abhängig von Angebot und Nachfrage. Das Ziel des Kapitalismus ist der Gewinn. These: Arbeit kostet einen bestimmten Preis.

Die Kosten für die Arbeitskraft sind meist nach wenigen Stunden abgedeckt, alles was der Arbeiter mehr und länger arbeitet, ist der sogenannte Mehrwert (Gewinn). Bsp.: die Arbeitskraft deckt in 4 h die Kosten des Unternehmers, die ihm durch den Kauf entstanden sind, ab. Die anderen 4 h, die er arbeitet, sind der Mehrwert des Unternehmers.Mehrwert ist für Marx Ausbeutung. 2.

Kapitel: VOLKSWIRTSCHAFTLICHES RECHNUNGSWESEN   Quesnay publiziert 1758 ökonomische Tafeln, in denen er das franz. Sozialprodukt darstellt. Seine Überlegungen wurden 150 Jahre vernachlässigt (außer Marx) und spielten erst wieder bei Keynes eine zentrale Rolle. SNA: System of National Accounts (1968), im Rahmen der UNO. Es soll einen internationalen Vergleich der Volkswirtschaften ermöglichen. ESVG: europäisches System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (1970).

Guter Vergleich zwischen westeuropäischen Ländern möglich. MPS: Material Product System. Weicht im Gegensatz zum ESVG von der SNA stark ab, die öffentlichen Dienstleistungen werden nicht berücksichtigt. Das MPS wurde für zwischenstaatliche Vergleiche unter den ehemaligen Ostblock-Volkswirtschaften verwendet.Definition: die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ist eine systematische, periodische, zahlenmäßige Erfassung des Wirtschaftsprozesses nach genau abgegrenzten Konventionen.   Gliederung in 5 Teilrechnungen: (l) Volksvermögensrechnung (2) Input-Output-Rechnung (3) Volkseinkommensrechnung(VER): - Entstehungsrechnung - Verteilungsrechnung - Verwendungsrechnung (4) Geldstromrechnung (5) Zahlungsbilanz = Bestandsrechnung   Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ist immer nur eine partielle Wohlfahrtsmessung.

Intertemporale und interlokale (Österreich - Chile). Vergleiche sind nur sehr schwer anzustellen, auf jeden Fall aber sehr ungenau und unzureichend.   Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung eignet sich auch als Hilfsmittel für Diagnosen: -Konjunkturdiagnose -Wachstumsdiagnose -Finanzierungsdiagnose (l) Volksvermögensrechnung:   Es wird versucht, das gesamte Vermögen einer Volkswirtschaft durch eine Zahl darzustellen. Bei der Vermögensrechnung werden die Größen zu einem bestimmten Zeitpunkt erfaßt. In Österreich gibt es keine richtige Volksvermögensrechnung.   Realvermögen: umfaßt z.

B. Maschinen, Grundstücke, Gebäude, dauerhafte Konsumgüter, u. a.; Reinvermögen: = Realvermögen + Forderungen an andere Sektoren - -Verbindlichkeiten an andere Sektoren. Es gibt 4 Sektoren: private Haushalte, öffentliche HH, Unternehmen, Ausland Volksvermögen = Realvermögen der Sektoren (private HH, öffentliche HH, Unternehmen) + Forderungen an den Sektor Ausland - Verbindlichkeiten gegenüber dem Sektor Ausland.   (2) Input-Output-Rechnung:  Sie untersucht die Liefer- und Bezugsstrukturen einer VW, also die Verflechtungen der einzelnen Konzerne.

Sie wurde von dem Ökonomen W. Leontief (Nobelpreis 1973) für Planungs- und Prognosezwecke entwickelt. Sie ist eine linear-limitationale Produktionsfunktion (---> keine Substitution möglich).  a) Input-Output-Tabelle: umfassende statistische Darstellung der vielfältigen Liefer- und Bezugsvorgänge in einer VW. b) Input-Output-Analyse: beschreibende und analytische Auswertung der Tabelle. Planung eines effizienten Wirtschaftsablaufes auch ohne Preise möglich.

(3) Volkseinkommensrechnung (VER):   Die 4 Aggregate der VER sind: private HH, öffentl. HH, Unternehmen, Ausland; Für jedes Aggregat gibt es 4 Konten: Produktionskonto Einkommenskonto Finanzierungskonto Vermögensveränderungskonto  Die VER wird vom Österreichischen Statistischen Zentralamt erstellt. Es geht darum, die gesamte Produktion von Gütern und Dienstleistungen in einem bestimmten Zeitraum zu erfassen. Begründer: Quesnay;  Inlandskonzept: Bsp.: BIP: = alle im Inland erstellten Güter und Dienstleistungen, gleichgültig, ob von Produzenten mit Wohnsitz im Ausland(Gastarbeiter) oder Inland.   Inländerkonzept: Bsp.

: BSP: = alle im Inland und Ausland erstellten Güter und Dienstleistungen, die von Produzenten mit Wohnsitz im Inland geschaffen wurden.   Arten der Berechnung: nominelle: die Größen werden zu laufenden Preisen des jeweiligen Jahres berechnet. reale: auch die realen Größen werden mittels Preisen auf einen Nenner gebracht (hierzu werden die gleichbleibenden Preise der Basisperiode als Gewichte herangezogen). Damit wird der Einfluß von Preisniveauveränderungen (Inflation, Deflation) ausgeschaltet.   Wachstumsrate: = periodische Steigerung des realen BIP, ist also die prozentuale Vermehrung des mengenmäßigen Güterangebots in einer Periode. Kennt man die nominelle Wachstumsrate einer Periode und zieht man von dieser die durch den Deflator (= Preisindex aller im Inland angebotenen Güter) ab, so erhält man die reale Wachstumsrate.

Abkürzungsverzeichnis: BIPm Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen NIPm Nettoinlandsprodukt zu M. NIPf Nettoinlandsprodukt zu Faktorpreisen C privater Konsum T Staatseinnahmen Cst öffentlicher Konsum (durch Staat) B Budgetdefizit BI Bruttoinvestitionen x Exporte Im Importe D Abschreibungen Ti Indirekte Steuern Su Subventionen S Sparen Y Volkseinkommen W Bruttoentgelte für unselbstständige Arbeit P Bruttoeinkünfte aus Besitz + Unternehmung BSPm Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen NSPm Nettosozialprodukt zu Marktpreisen NSPf Nettosozialprodukt zu Faktorpreisen     Entstehungsrechnung: (Nettoproduktionswerte):   (Netto)-Wertschöpfung = NIPf + (Indirekte Steuern - Subventionen) = NIPm + Abschreibungen = BIPm   Bruttoproduktionswert: = Nettoproduktionswert + Vorleistungen (1 + 2 + 3 + 4).   BIP = Summe der Nettoproduktionswerte (2 + 3 + 4). Bsp. anhand eines Unternehmens: (Bruttoproduktionswert):   1.) Vorleistungen   2.

) Abschreibungen Bruttoproduktionswert 3.) Indirekte Steuern minus Subventionen   4.) Wertschöpfung: - Löhne - Zinsen, Mieten - verteilter Gewinn - unverteilter Gewinn   ad 1.) Vorleistungen: man versteht darunter den Wert der Güter, die inländische Wirtschaftseinheiten von anderen (aus- und inländischen) Wirtschaftseinheiten bezogen und im Berichtszeitraum im Zuge der Produktion verbraucht haben.   Verfügbares Leistungs- und Gütervolumen im Inland + Außenbeitrag (X-Im) = BIP zu Marktpreisen (Summe der Nettoproduktionswerte) -----> Inlandskonzept   IPm + a) Faktoreinkommen von Inländern aus dem Ausland = Saldo F - b) Faktoreinkommen von Ausländern im Inland = BSPm -----> Inländerkonzept   Umrechnung von NIPm in NSPm und von NIPf in NSPf erfolgt analog mit Hilfe des Saldo F.   Statt Bruttosozialprodukt kann man auch den Ausdruck Bruttonationalprodukt verwenden.

Verteilungsrechnung   Primärverteilung: Bruttoentgelte für unselbständige Arbeit(W) + + Bruttoeinkünfte aus Besitz und Unternehmung(p) (darunter: unverteilte Gewinne der Kapitalgesellschaften Einkommen des Staates aus Besitz/Unternehmung sonstige Einkommen der Haushalte aus Besitz und Unternehmung) = Volkseinkommen (NSPf) Sekundärverteilung: Volkseinkommen - Einkommen des Staates aus Besitz und Unternehmung - Unverteilte Gewinne der Kapitalgesellschaften - Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung - Körperschaftssteuer + Transfereinkommen an Haushalte(z.B.: Pensionen,..) = Persönliches Einkommen - Direkte Steuern (inklusive Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung) = Verfügbares persönliches Einkommen   Verwendungsrechnung privater Konsum (C) ~ öffentlicher Konsum (Cst) + private Bruttoinvestitionen (BIpr) + öffentliche Bruttoinvestitionen (BIöff) + Lagerveränderungen (und statistische Differenz) = Verfügbares Güter- und Leistungsvolumen (VGLV) + Exporte (X)P Leistungsbilanzsaldo(X - Im) - Importe (Im) = BIPm + F = Bruttosozial- (Bruttonational-)produkt zu Marktpreisen (BSPm) Hauptaggregate der Volkseinkommensrechnung:   A.) Verfügbares Güter- und Leistungsvolumen im Inland B.

) + Leistungsbilanzsaldo(X - Im) C.) = BIPm (Summe der Nettoproduktionswerte) D.) - Abschreibungen E.) = NIPm F.) - Indirekte Steuern G.) + staatliche Transfers an Unternehmen(Subventionen) H.

) = Volkseinkommen oder NIPf(Summe der Wertschöpfungen) I.) - Einkommen des Staates aus Besitz und Unternehmung J.) - unverteilte Gewinne der Kapitalgesellschaften K.) - direkte Körperschaftssteuer und Sozialversicherungsbeiträge von Kapitalgesellschaften als Arbeitgeber L.) + Transfereinkommen an Haushalte von Staat und Unternehmen M.) = Persönliches Einkommen N.

) - private direkte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge natürlicher Personen 0.) = Verfügbares persönliches Einkommen P.) = Konsum (privat)) und Sparen (privat)   Volkseinkommen (Y) = Summe der Leistungsentgelte der Wirtschaftssubjekte Konsum (C) = Summe der Verkäufe an Letztverbraucher Sparen (S) = Nichtkonsum von Einkommen während der Einkommensperiode   Zu den Hauptgrößen nach dem Inländerkonzept gelangt man, wenn man zu C.), E.), H.) jeweils die Faktoreinkommen an Inländer aus dem Ausland abzüglich der Faktoreinkommen an Ausländer aus dem Inland hinzuzählt.

So erhält man: anstelle von C.) das BSPm(BNPm) anstelle von E.) das NSPm(NNPm) anstelle von E.) das NSPf(NNPf) Kreislaufidentitäten (nur von und Lukesch verlangt)   Entstehungs-, Verteilungs-, Verwendungsrechnung hängen logischerweise miteinander zusammen:   BSPm (Entstehungsrechnung) = W + P + Ti + D (Verteilungsrechnung) = = C + CSt + BI + (X - Im) (Güterverwendungsrechnung) = = C + S + D +Ti + Td (Einkommensrechnung) Td direkte Steuern I...

......

. Nettoinvestitionen   - einzelnes Unternehmen: Wir gehen von einer geschlossenen Wirtschaft aus(kein Außenhandel). Verkauf (= Ausstoß) = Einkäufe von Gütern und Dienstleistungen von anderen Unternehmen(Vorleistungen). + laufende Innenkomponente(Löhne, Gehälter, Mieten;..).

+ Anfangs- minus Endbestand des im Unternehmen vorhandenen Kapitals. + Restgröße (Unternehmergewinn) Alle 4 Punkte ergeben den Bruttoproduktionswert, die letzten 3 Punkte alleine sind der Nettoproduktionswert. - Aggregation aller Unternehmen: Die Summe der Ver- und Einkäufe zwischen allen Unternehmen ist notwendig null. Summe aller Einkommen = Summe aller Verkäufe an HH + Summe der Nettoinvest Y = C + I andererseits gilt auch: Y = C + S daher erhält man durch Subtraktion: C = I (gilt ex post in geschlossener Wirtschaft). - Einbeziehung des Auslandes: (0) Y = C + I + X - Im = C + S daraus folgen folgende Gleichungen: (1) I + X = S + Im (2) I = S + Im - X (3) S - = X - Im - Einbeziehung des Staates:   (4) B = Cst + Ist (5) T = Cst + SSt (6) B - T = ISt - SSt ..

... B - T ist das Budgetdefizit Der Staat wird in diesen 3 Gleichungen als ein spezieller Haushalt angesehen.Wenn wir in der Gleichung (0) Konsum und Investitionen in private und öffentliche aufteilen und die Gleichungen (4) und (5) in (0) einsetzen, so können wir folgende Gleichung ableiten, die eine Identität in der außenwirtschaftlich verflochtenen Volkswirtschaft mit Staatssektor ausdrückt:(7) Ipr + X + B = Spr + Im + T (8) (Spr - Ipr) = (X - Im) + (ISt - SSt) In Worten ausgedrückt sagt Gleichung (8): Der private Sparüberschuß (über die privaten Investitionen) ist gleich dem Leistungsbilanzüberschuß plus dem Budgetdefizit.   Schlußfolgerungen aus den Kreislaufidentitäten: Exporte, Staatsausgaben, Investitionen und Konsum haben Kreislauf theoretisch analoge Funktionen: Sie SCHAFFEN Einkommen Sparen, Importe und Steuern hingegen VERMINDERN Inlandsausgaben oder heimische Faktorbeschäftigungsmöglichkeiten.



Das Say'sche Gesetz: man nahm die Identität von Spar- und Investitionsfunktion an, derzufolge es nie zu einer Ungleichheit von gesamtwirtschaftlichem Angebot und Nachfrage kommen kann. Wenn jemand spart, wird er aus Ertragsgründen des Gesparte sofort veranlagen. Der Empfänger wird diese Mittel aus demselben Grund sofort investieren. Erst Keynes fand 1936 das durchschlagende Gegenargument: Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen kann die Veranlagung von Ersparnissen hemmen. Die Hoffnung auf günstigere Preise in der Zukunft, also erhoffte Vermögenswertsteigerungen oder umgekehrt die Angst vor Vermögenswertverlusten kann eine augenblickliche Veranlagung als nicht ratsam erscheinen lassen. 4.

)Finanzierungs-(Geldstrom-)Rechnung  Sie zeigt Finanzierungsverflechtungen auf. Es werden monetäre anstatt nur reale Ströme in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt: Wohin fließt Geld? Aus welchen finanziellen Mitteln werden Investitionen gespeist? u . s . w.   Es erfolgt eine detaillierte Gliederung des Vermögensveränderungskontos, sowie seiner Unterform des Finanzierungskontos.   Im Gegensatz zu allen anderen Arten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung werden Ein- und Auszahlungen berücksichtigt, es wird also neben der Realvermögensrechnung eine Geldvermögensrechnung erstellt.

  Identität der Geldstromrechnung: die Summe der Geldvermögensänderungen ist gleich null.   In einer offenen Wirtschaft können mehr Verpflichtungen als Forderungen durch Kapitaleinfuhr entstanden sein.   In der geschlossenen Wirtschaft, wo eben die Identität der Geldstromrechnung gilt, ist besonders interessant, welche Sektoren Schuldner(Staat?) oder Gläubiger sind. Je nach dieser Struktur richten sich die einzelwirtschaftlichen Risiken, die für Ausgaben und Kapitalbildung bedeutsam sind!   5.) Zahlungsbilanz  Ist eigentlich keine Bilanz (Aufstellung von Vermögen zu einem bestimmten Zeitpunkt), ist keine Aufstellung von Zahlungen. Sie umfaßt alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inland und Ausland in einer bestimmten Zeitspanne.

Bsp.: die Zahlungsbilanz enthält etwa einen Export, egal ob die Zahlung tatsächlich erfolgt oder nicht. Sie ist somit eine "Bilanz" von Finanztransaktionen (unabhängig von der tatsächlichen Bezahlung), in der Zahlungsverpflichtungen eine sehr große Rolle spielen.   Die ganze Zahlungsbilanz ist in 2 große Positionen unterteilt: Leistungsbilanz und Kapitalbilanz. 1.) Handelsbilanz: ist die Gegenüberstellung der Im- und Exporte.

Sie beträgt derzeit ca. -70 Mrd.!!! 2.) Dienstleistungsbilanz: = Fremdenverkehr; gleicht Handelsbilanz nahezu aus. 3.) Nicht in Waren oder Dienstleistungen unterteilbare Transaktionen: = Export von Nebenleistungen(z.

B.: VOEST baut Anlage in ?). 4. Transferleistungen (Transferbilanz): = Entwicklungshilfe. In Österreich nur O,O9 % des BIP, das ist eine der niedrigsten Raten unter allen Industrieländern.   Punkt 1.

) bis 4.) ergeben die Leistungsbilanz. 5 Langfristige Kapitalbilanz: =Direktinvestitionen,Wertpapierkäufe; Es sind die Kredite, die Unternehmen im Land aufnehmen. Sie erfaßt nicht die gesamte Höhe der Verschuldung im Ausland, sondern nur Veränderung. 6.)Kurzfristige Kapitalbilanz: = kurzfristige Kredite zur Exportfinanzierung, etc.

; Ihre Laufzeit ist kürzer als 1 Jahr (im Gegensatz zu den langfristigen), sie entstehen oft durch Spekulationen. Punkt 5.) und 6.) ergeben die Kapitalbilanz. 7.) Reserveschöpfung und Bewertungsänderung 8.

) Statistische Differenz: Bsp- Kufsteiner in Rosenheim nicht erfaßt. 9.) Veränderung der Währungsreserven: = Devisenbilanzsaldo   Punkt 1.) bis 9.) ergibt die Zahlungsbilanz Der Saldo der Leistungsbilanz entspricht dem Saldo der Kapitalbilanz. Bei doppelter Buchung aller Salden MUSS als Ergebnis NULL sein.

Grundbilanz: = Punkte 1.) bis 5.) Der Saldo der Leistungsbilanz drückt sich in der Veränderung der Gold- und Devisenbestände aus. Ausgleichstransaktionen sind alle Transaktionen eines Landes im internationalen Wirtschaftsverkehr, die von Währungsbehörde oder Regierung des Landes zum Zweck des Ausgleiches von Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt erfolgen (Zahlungsbilanzgleichgewicht = keine Ausgleichstransaktionen notwendig).   Arten des Finanzausgleiches: Definition: Finanzausgleich Gesamtheit der Maßnahmen, welche die finanziellen Wechselbeziehungen zwischen Gebietskörperschaften regeln.   Arten: - Aufteilung der Steuerobjekte auf Gebietskörperschaften - Beteiligung mehrerer an einem Steuerobjekt möglich - Vertikaler Finanzausgleich: durch Dotation, Matrikularbeitrag, u.

ä. - Horizontaler Finanzausgleich .   Österreich: Finanzierungsgesetz 1948: sogenannte verbundene Steuerwirtschaft; Bundesabgaben werden einheitlich geregelt und eingehoben. Diese werden nach Bedarf auf Gebietskörperschaften aufgeteilt.     Wohlfahrtsmessung:   Mit der Berechnung des Sozialprodukts ist eine Wohlfahrtsmessung nur teilweise möglich. Bsp.

: Junggeselle heiratet seine Haushälterin, zahlt nun statt Lohn Haushaltsgeld. Dieses scheint aber im Sozialprodukt nicht mehr auf - Erniedrigung des Sozialproduktes.   Nettosozialwohlfahrt: von Tobin und Nordhaus(1973). In ihr Konzept wird ein Wertanschlag für das Ausmaß der Freizeit aufgenommen, da ja ein Land, das sein Sozialprodukt in kürzerer Zeit erwirtschaftet (35 h - Woche statt 40 h, sich offensichtlich höherer Wohlfahrt erfreut. Dagegen werden die Kosten einer Umweltverschlechterung in Abzug gebracht.   Sozialindikatoren: anstelle des eindimensionalen Volkseinkommens verwendet man ein mehr-dimensionales Konzept.

Hierzu werden unter anderem Lebenserwartung, Unfallhäufigkeit, bzw. deren Entwicklung in einer VW, sowie Angaben über die Infrastruktur herangezogen.   Kuznets (Nobelpreis 1971): er schlug vor, nicht nur die Sozialkosten (Beseitigung der Umweltschäden) aus dem Sozialprodukt auszuklammern, sondern auch viele Staatsleistungen, weil diese nur notwendige Voraussetzung(= Vorleistung) für die Wertschöpfung seien. Bsp.: Gerichtsbarkeit, Militär,..

... aber: viele Dienstleistungen (Bildung,..) lassen sich nicht als bloße Vorleistungen sehen.

3.) Kapitel: KONSUMFUNKTION   Bedingung für ein Gleichgewicht: Y* = A* geplante Produktion = geplante. Gesamtausgaben Das Say’ sche Theorem: Das nach Jean Baptiste Say benannte Theorem ist einer der zentralen Lehrsätze Klassisch-Neoklassischer Ökonomie.   Eine der bekannten Formulierungen lautet: Jedes Angebot schafft sich selbst seine Nachfrage. Denn durch die Ausweitung der Produktion entstehen zusätzliche Faktoreinkommen die von den Empfängern zur Güternachfrage verwendet werden.   Die Bedingung für ein Gleichgewicht ist im Say'schen Theorem immer erfüllt!   Wer alle bisher vorgebrachten Argumente der Klassiker und Neoklassiker akzeptiert, der muß auch das Say'sche Theorem akzeptieren.

Denn wie sollte es angesichts folgender Annahmen zu einer Überproduktion, bzw.zu einer Nachfragelücke kommen? - Spontane Hortung von Geld kommt als Grund fehlender Güternachfrage nicht in Betracht, da das Horten nach Klassisch-Neoklassischer Auffassung ein höchst unvernünftiges Unterfangen wäre. Auch ist die Geldmenge eine exogene Bestandsgröße, die nicht zufließen oder abfließen kann. Aber selbst wenn wir diese Möglichkeit zugestehen, verändert sich dadurch lediglich die umlaufende Geldmenge, was der Quantitätstheorie zufolge über eine Deflation zu einem neuen Gleichgewicht führt. - Die Bildung realer Ersparnis kann erst recht nicht als Ursache fehlender Nachfrage in Frage kommen, da der Ersparnis auf Dauer ein Investitionsvolumen in gleicher Höhe gegenübersteht. Das Say’ sche Theorem sagt letztendlich: niemand plant zu produzieren, der nicht gleichzeitig plant, das dadurch erzielte Einkommen irgendwie zu verwenden.

Es wird aber auch abgeschwächt: kurzfristig kann die Identität von Angebot und Nachfrage nicht gegeben sein. Es können Störungen auftreten, weil etwa die Produzenten die Nachfrage falsch eingeschätzt haben. Es wird auch die Möglichkeit zeitweiliger Krisen nicht bestritten (sehr wohl jedoch die These einer andauernden Absatzkrise aufgrund von Rationalisierung oder Kapitalakkumulation). Sie argumentieren hierzu: Jedermann bietet nur deshalb Güter und Faktorleistungen an, weil er mit dem Erlös andere Güter zu kaufen gedenkt. Deshalb kann infolge von Kapitalakkumulation oder Rationalisierung auf Dauer nur die Produktion steigen, während eine Marktsättigung schlicht undenkbar ist. Wären alle Menschen in allen ihren Bedürfnissen gesättigt, würden sie auch keine Güter mehr anbieten: Das ökonomische Problem wäre aufgehoben.

Bis heute gibt es erbitterte Diskussionen um die Aussagen des Say'schen Theorems. Versuchen wir uns Einblick zu verschaffen: Zuerst einmal bezieht sich das Say'sche Theorem auf geplante Größen, nicht aber auf die im nachhinein identische Übereinstimmung von Verkäufen und Käufen. Zweitens ist das Say'sche Theorem kein Axiom, sondern eben ein Theorem (= abgeleitetes Gesetz). J. St. Mill: Er hinterfragt das Say'sche Theorem folgendermaßen: Ist es möglich, daß aus Mangel an Mitteln zur Bezahlung die Nachfrage nach all den Waren zu gering ist? Wer das denkt, kann nicht richtig betrachtet haben, worin die Mittel zur Bezahlung von Waren bestehen.

Es sind einfach wieder Waren. Die Mittel eines jeden, die Erzeugnisse von anderen zu bezahlen, bestehen aus den Erzeugnissen, die er selbst besitzt. Alle Verkäufer sind unvermeidlich und logischerweise Käufer. Demnach erweist sich ein allgemeines Überangebot über die Nachfrage als unmöglich. Mill kommt also wie alle Klassiker zu der für sie typischen Auffassung: JEDES ANGEBOT SCHAFFT SICH SELBST SEINE NACHFRAGE !!!!! Klassiker sind: Smith, Ricardo Say Mill Marx (mit Einschränkungen)   DER KONSUM IST EINE FUNKTION DES ANGEBOTES !!!!! Die Keynesianische Konsumfunktion:  Konsumfunktion = Darstellung des Zusammenhanges zwischen dem geplanten mengenmäßigen Konsum entweder eines einzelnen privaten HH, einer Gruppe von solchen oder auch allen HH einer VW und den objektiven Bestimmungsgründen dieses Konsums. Keynes kritisiert die Klassik, er glaubt nicht an eine Identität von Angebot und Nachfrage.

Seine Konsumfunktion ist eine Einkommens - Konsumfunktion, welche die Beziehung zwischen Einkommen und Konsum untersucht (das Realeinkommen erklärt 90% der Schwankungen des Konsums).  Keynes'sche Konsumfunktion für den Zeitraum t: Ct(Y) = a + bYt   Laut Keynes hängt also der Konsum von der absoluten Höhe des Einkommens der laufenden Periode ab. Konstante a....

Existenzminimum, wird als positiv angenommen: Konstante b....stellt das Ausmaß der Abhängigkeit des Konsums (C) vom Einkommen (Y) dar (Steigung der Konsumgeraden).Sie gibt an, welcher Bruchteil einer zusätzlichen Einkommenseinheit für Konsumzwecke aufgewendet wird.

0<b<1     Y   S C ( f(y) )     a       Die Keynesianische Konsumfunktion gibt an, wieviel in einer VW gespart und konsumiert wird. Sie kann als relativ stabil angenommen werden. aber: Diese Rechnung ex post berücksichtigt viele Faktoren nicht, wie z.B. eine plötzliche Einkommenssteigerung. .

Keynes’ absolute Einkommenshypothese (fundamentales psychologisches Gesetz). Je höher das Einkommen, desto höher der Sparanteil (siehe Graph). Begründung von Keynes, warum Angebot nicht gleich Nachfrage sein MUSS: Spontane Hortung von Geld sehr wohl möglich. Sein Gegenargument: Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen kann die Veranlagung von Ersparnissen hemmen. Es wird gespart mit der Hoffnung auf günstigere Preise in der Zukunft, also erhoffte Vermögenswertsteigerungen oder umgekehrt kann eine Angst vor Vermögenswertverlusten eine augenblickliche Veranlagung als nicht ratsam erscheinen lassen siehe Vorsichtskassa, Spekulationskassa, Liquiditätskassa in diesem Skript).   Reaktionsschema der Keynesianischen Analyse:  Beschäftigung (Produktionsfunktion) ­ Produktion und Volkseinkommen (Einkommensfunktion) ­ Gesamtnachfrage (Ausgabenfunktion) ­   ­ ­ ­ ­ Nachfrage nach Nachfrage nach Nachfrage des Staates Nachfrage des Konsumgütern Investitionsqütern (Staatsausgabenfun.

) Auslandes (Konsumfunktion) (Investitionsfunktion) (Exportfunktion)   (1) C = a + bY .... Keynesianische Konsumfunktion (2) Y = C + S ..

..Verwendung des Einkommens (3)S = Y - a - bY in Gleichung (2) wurde für C die Gleichung (1) eingesetzt. (3a) S = (1 - b)Y - a 1 - b = s marginale Sparneigung dS/dY marginale Sparneigung: ist der Bruchteil eines zusätzlichen Einkommens, der für die Alternative Sparen aufgewendet wird. (Die andere Alternative wäre Konsum). Bestimmung des Gleichgewichtseinkommens: A* ideale Ausgabenquote Y* ideales Einkommen = Gleichgewichtseinkommen vw27a   A 45° - Linie .



.... Y = A C + I + G + X = C + E C + I + G E C +I in Y* : Y* = A* erfüllt C E = R   45° R R = S + T + M     Y* Y     S + T + Im = R ..

... Kontraktionsgrößen I + Cst + X = E ...

.. Expansionsgrößen (4) Y* = A* = C + I + Cst + X = C + T + S + Im (5) I + Cst + X = T + S + Im (6) A* = Y = a + bY* + E Konsumfunktion (6a) Y* - bY* = a + E (7) (1 - b)Y* = a + E (8) Y* = ((1 / (1 - b)) (a + E) ® es existiert nur ein Gleichgewichtseinkommen.   Das Keynesianische System ist durch ein labiles Gleichgewicht gekennzeichnet. Das Angebot schafft sich die Nachfrage nicht selbst, vielmehr bestimmt die effektive Nachfrage das Angebot. Das Gleichgewichtseinkommen muß nicht gleich sein dem Einkommen bei Vollbeschäftigung.

vw27b   A Y = A   C + E +DE C + E C     Y Y* Y Vollbeschäftigung       Der Multiplikator: Komparativ - statische Analyse: Idee: dauerhafte autonome Steigerung einer Expansions-größe führt über indirekte Effekte zu einer vielfachen Steigerung des Einkommens.   (8) Y* = 1 / (1 - b) (a + E) = 1 / (1 - b) a + 1 / (1- b) E (9) dY*/dE = 1 / (1- b) = Multiplikator = 1 / s Bsp.: b=0,8 DE = 100 l.) Runde: DY1 = dE = 100 2.) Runde: DY2 = 100 . 0.

8 = 80 3.) Runde: DY3 = 80 . 0.8 = 64 usw. Durch die autonome Steigerung einer Expansionsgröße kommt es zu einer vielfachen Steigerung des Einkommens, es kommt zu einer unendlichen geometrischen Reihe: dY = dYl + dY2 + dY3 + dY4 +..

.... 100 + 80 + 64 + 51 +..

.... Die Summenformel lautet: dY = dE / (1 - b) = 1 / (1 - b) dE Bei diesem Beispiel: dY = 1/ (1 - 0,8) 100 = 500   Kritik zum Multiplikator: - folgende notwendige Bedingungen sind meist nicht gegeben: Marginale Konsumneigung muß stabil sein. unausgelastete Kapazitäten müssen vorhanden sein (sonst nur Preiseffekt) - die zusätzliche autonome Ausgabe muß finanziert werden, das dämpft den Multiplikatoreffekt (Restriktionsgrößen muß man ebenso beachten) t .

.... Dämpfung durch zusätzliche Steuerbelastung m ..

... Dämpfung durch zusätzliche Importe Zahlenbeispiel: c = 0,8 t = 0,3 m = 0,3 Multiplikator: (a) 1 / (1 - b) = 1 / 0,2 = 5   (b) 1 / ((1 - b) + t) = 1 / 0,5 = 2 (c) 1 / ((l - b) + t + m) = 1 / (0,2 + 0,6) = 1,25 (d) 1 / ((1 - b) + t + m - (1 - b) t) = 1 / (0,2 + 0,6 - 0,06) = 1,35   - Kritik ergibt sich auch aus den neueren Konsumanalysen (s29).   Einkommensmultiplikatoren sind: - Investitionsmultiplikator: ein autonomer Investitionsstoß wirkt auf Volkseinkommen. - Exportmultiplikator: Export als zusätzlicher autonomer Anstoß.

- Budgetmultiplikator: öffentl. Budgetdefizit wirkt auf Volkseinkommen.   Beschäftigungsmultiplikator: Die Beschäftigung von Arbeitskräften ist sowohl Anstoß wie Letztveränderung. Wie hoch ist die zusätzliche Beschäftigung insgesamt, die durch eine bestimmte zusätzliche Beschäftigung als Anstoß bewirkt wird.   Es gibt 2 Möglichkeiten der Finanzierung zusätzlicher Ausgaben: - erhöhte Steuern Kreditaufnahme     Neuere Konsumanalysen: a.) Relative Einkommenshypothese (Duesenberry): Konsum eines HH hängt von dessen relativer Position in der gesellschaftlichen Einkommenspyramide ab, wobei ein HH mit einer höheren Position eine höhere Sparquote aufweist.

  b.) Dauereinkommenshypothese (Friedman): Langfristig erwarteter Einkommensdurchschnitt („Dauereinkommen'') bedingt die Konsumplanung.   c.) Lebenszyklushypothese (Modigliani): ist eine Dauereinkommenshypothese. Bestreben, den Konsum über das Leben gleichmäßiger zu halten als das Einkommen. Konsum richtet sich also nach dem über ihre erwartete Lebenszeit vorraussehbaren Vermögenswert   d.

) Brown’sche Konsumfunktion: der Mensch ist ein "Gewohnheitstier". Bei einer Einkommenserhöhung zur Verzögerung der Reaktion (im Konsum). Der Konsum ist abhängig nicht nur vom gegenwärtigen Einkommen, sondern (durch die Macht der Gewohnheit) auch vom Konsum der Vorperiode. Der Mensch muß sich bei einer Einkommenserhöhung erst an seine neue Situation (größere Konsummöglichkeit) gewöhnen.   Stagnationsthese von Hansen:   Eine langfristig zum Konsum fallende Durchschnittsneigung (siehe Graph bei Keynes) bedeutet, daß der Sparanteil steigen muß, wenn das Volkseinkommen steigen soll. Der Unternehmer wiederum wird bei relativ schwach steigendem Konsum nicht investieren, weil er keine Investitionschance sieht (gilt nur in einer geschlossenen Wirtschaft, bei der I = S angenommen werden kann).

Folge: bei Schwierigkeiten in der Faktorsubstitution muß das Volkseinkommen mangels Nachfrage stagnieren (bei Unterbeschäftigung). Der einzige Ausweg aus der Unterbeschäftigung scheint mangels privater Nachfrage der von zusätzlichen Staatsausgaben zu sein.   4.) Kapitel: INVESTITIONSFUNKTTON     S = I , wie es in einer geschlossenen Wirtschaft gilt, ist nicht gleichbedeutend mit der volkswirtschl. Investitionsfunktion. Die Investitionsfunktion hat im Gegensatz zur Konsumfunktion ( hat nur eine Bestimmungsgröße, nämlich das Einkommen) einen multivariaten Charakter; Diese Unabhängigkeit von I und S hat ihren Grund darin daß Konsum- und Investitionsfunktionen Verhaltensbeziehungen sind, die eine Planung ex ante darstellen, während Volkseinkommensidentitäten Definitionen für das sind, was bereits verwirklicht wurde (sie sind eine ex post Feststellung).

Daraus ergibt sich die große Schwiergkeit ökonomischer Prognosen: Investitionen lassen sich nur sehr schwer abschätzen.   Probleme der Investitionen: - es gibt starke Schwankungen der Investitionsgüternachfrage im Vergleich zu C, X, Cst; ® dadurch Auslösung von gesamtwirtschaftl. Kontraktions- und Expansionseffekten. - Einkommens- und Kapazitätseffekt von Investitionen: Investitionen haben somit eine Doppelwirkung auf das Volkseinkommen wie auf das volkswirtschaftliche Produktionspotential. Einkommenseffekt: Produktion von Investitionsgütern schafft über den Einkommensmultiplikator hinaus eine zusätzliche Einkommenssteigerung bei den Produktionsfaktoren. Die Nachfrage wird größer.

Kapazitätseffelt: die Betriebsreife zusätzlicher Investitionsgüter erhöht die Produktionskapazität (das Kapital) und schafft daher zusätzliche Güter.   Der Einkommenseffekt ist früher am Markt wie der Kapazitätseffekt. Er ist umso früher am Markt, je länger die Produktion dauert. Wenn Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage, dann muß gelten: Einkommenseffekt (Nachfrage) = Kapazitätseffekt (Angebot) Typisierung von Investitionen nach dem Kapazitätseffekt: l.) Möglichkeit: - Erweiterungsinvestitionen (Kapazitätseffekt fast 1) Rationalisierungsinvestitionen (KE < 1) 2.) Möglichkeit: - Lageraufstockung (KE = l) ® weil jederzeit verfügbar - Ausrüstungsinvestitionen (KE < 1) Bsp.

:Maschinen - Bauten: längste Nutzungsdauer und kleinster Nutzungswert (KE fast 0) Je länger die Nutzungsdauer, desto geringer der Kapazitätseffekt. Denn bei langer Nutzung wird in jeder Periode nur ein kleiner Teil eines Kapitalgutes zum Endprodukt.   Bestimmungsgründe für Investitionen: 1.)Nachfrageänderungen: Die erwartete Nachfrage, das erwartete Wachstum des Volkseinkommens haben Einfluß auf die Investitionstätigkeit. Akzelerator: er drückt die gewünschte Veränderung des Kapitaleinsatzes zum Zwecke einer nachfragebedingten Produktionsveränderung aus. marginaler Kapitalkoeffizient: DK / DY = I /DY = Akzelerator   Die techn.

erforderliche Veränderung des Kapitaleinsatzes, um eine bestimmte Produktionsänderung zu ermöglichen, wird als marginaler Kapitalkoeffizient bezeichnet. Zur Gleichung gelangt man, wenn man bedenkt, daß die Nettoinvestitionen üblicherweise als Veränderung des Kapitals gesehen werden (I= K); so erkennt man, daß der Akzelerator wie oben definiert wird.   Die Akzeleratorgleichung besagt: die Investitionen hängen ab von der Veränderung der Nachfrage, ausgedrückt durch die Veränderung des Volkseinkommens. Bsp.: Es sei unterstellt, daß pro Periode für die Produktion von 10000 Konsumgütern (z.B.

: Hosen) neben dem Einsatz anderer Produktionsfaktoren eine Maschine erforderlich sei. Diese hat eine Lebensdauer von 10 Jahren und muß im 11.Jahr durch eine neue ersetzt werden. Die Ersatzinvestition umfaßt also in den Jahren 11 bis 20 je eine Maschine. Jahr Konsum- Leistung in Anzahl der Netto- Ersatz- Brutto- nachfrage Konsum- eingesetzen investi- investi- investi in Stück gütern pro Maschinen tionen tionen tionen Maschine 11 100 000 10 000 10 0 1 1 12 100 000 10 000 10 0 1 1 13 100 000 10 000 10 0 1 1 14 110 000 10 000 11 1 1 2 15 130 000 10 000 13 2 1 3 16 160 000 10 000 16 3 1 4 17 170 000 10 000 17 1 1 2 18 170 000 10 000 17 0 1 1 19 160 000 10 000 16 -1 1 0   Im Jahr 11, 12, 13 bleiben bei gleichbleibender Nachfrage auch die Bruttoinvestitionen gleich und konstant. Im Jahr 14 erhöht sich die Nachfrage um 10%, durch die neue Nettoinvestition nehmen die Bruttoinvestitionen aber gleich um l00% zu.

® geringe Nachfrageschwankungen verursachen starke Investitionsschwankungen, wobei die Nettoinvestitionen noch stärker schwanken als die Bruttoinvestitionen. Achtung: genauere Untersuchung der Tabelle ratsam!!!   Akzelerator und Multiplikator: Der Einkommensmultiplikator sagt aus, daß das Volkseinkommen durch die Höhe der Investitionen (als autonomer Anstoß) bestimmt wird. Der Akzelerator hingegen sagt, daß die Veränderung des Volkseinkommens die Höhe der Investitionen bestimmt. formaler Unterschied: In der .Multiplikatortheorie bestimmen die Investitionen das Volkseinkommensniveau, in der Akzeleratortheorie führt Volkseinkommensveränderung zur Investition. 2.

) Gewinne und Gewinnerwartungen   - zukünftig erwartete Gewinne als Kapitalertrag machen investitionsfreudig; sie erhöhen den Investitionswillen. - vergangene und laufende Gewinne sind Finanzierungsquelle einerseits im Wege der Selbstfinanzierung und andererseits die Basis für zusätzliche Kreditgewährung. Gewinne erhöhen also die Investitionsmöglichkeit.   3. Kreditverfügbarkeit und Liquidität ( Abschreibungspolitik): Sie sind ein weiterer Bestimmungsfaktor. Man unterscheidet 2 Formen: - Innenfinanzierung: aus dem Erlös von Unternehmen sind einbehaltene Gewinne, Abschreibungen und steuerliche Investitionsbegünstigungen zu nennen.

- Fremdfinanzierung: betrifft Erhältlichkeit von Krediten. - lineare Abschreibungen: teilen die Anschaffungskosten des Kapitals oder den Wiederbeschaffungswert (in AUT nicht zulässig) über die ganze erwartete Nutzungsdauer in absolut gleich große Kostenbeträge pro Periode (Jahr) auf. - Degressive Abschreibungen: sie ist wie die lineare Abs

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