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  Rumänien und die eu- osterweiterung

Rumänien Rumänien ist eine, im Südosten Europas liegende, präsidiale Republik. Auf einer Fläche von 238.391 km² leben ca. 22,5 Mio. Menschen, davon 2,03 Millionen in der Hauptstadt Bukarest (Bucureşti). Emil Constantinescu wurde am 28.

11.1996 zum Präsidenten gewählt und seit dem 02.04. 1998 ist Radu Vasile Premierminister. Rumänien unterhält zu 176 Staaten diplomatische Beziehungen und ist Mitglied der UNO, des GATT (General Agreement on Tariffs and Trade; allg. Zoll und Handelsabkommen, 1947), der UN-Sonderorganisation, WTO, IWF, Weltbank und Europarat(1993).

1. Naturraumstruktur Die Oberflächenstruktur stellt sich wie folgt dar: Gebirge (31%), Hügelland (36%) und Ebene (33%). Rumänien verfügt über eine abwechslungsreiche Oberflächengestalt, die gleichmäßig über das Land verteilt ist. Durch die Mitte verläuft der waldreiche Karpatenbogen (höchster Gipfel 2544m), der mit dem Westsiebenbürgischen Gebirge das Hügelland von Siebenbürgen (400-1000m) umschließt. Außerhalb der Karpaten liegt das Tiefland der Kleinen- und Großen Walachei und das lößreiche Hügelland der Moldau. Die früheren Steppen Muntenia und Oltenia sind heute meist Ackerland.

Die meisten Flüsse entspringen in den Karpaten und münden in die Donau, die auf 1075km die Grenze Rumäniens bildet und mit ihrem Delta in das Schwarze Meer mündet. Dieses 5500 km² große Donau- Delta, eines der größten Schilfgebiete der Erde, von dem 4340 km² auf rumänischem Staatsgebiet liegen, ist außerordentlich reich an Wasservögeln und Fischen (Karpfen, Hecht Zander u.a.). Störe als Kaviarlieferant sind am Unterlauf der Donau anzutreffen, während Delphine, Makrelen, Heringe und Seebarben im Schwarzen Meer heimisch sind. Früher war Rumänien größtenteils bewaldet.

Heute ist noch etwas über ein Viertel der Landesfläche durch Wälder bedeckt in denen Eichen, Buchen und Nadelgehölze überwiegen. 1.1. Klima Es herrscht das für Zentraleuropa typische gemäßigte Kontinentalklima mit mittleren Wintertemperaturen von -3°C, im Sommer von 22 bis 24°C. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 637mm, wobei im Bergland höhere (über 1000mm), im Tiefland geringere Niederschläge zu verzeichnen sind. Temperaturen im Juli 22°-23°C in den Ebenen 15°-16°C im Gebirge Niederschlag Osten 350-400mm Süden 450-500mm Westen 500-650mm 2.

Bevölkerungsstruktur In Rumänien leben derzeit 22,520 Mio. Menschen(01.01.1998). Abgesehen von unbedeutenden Minderheiten, wie Serben, Ukrainern, Kroaten, Bulgaren, Slowaken und Juden, sind 89,4% der Einwohner Rumänen, 7,1% Ungarn und 675.600 Deutsche.

Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt so 94,0 EW/km² und sie liegt damit unter z.b. der Bevölkerungsdichte von Deutschland (230 EW/km²). 55% der Bevölkerung lebt in den großen Städten wie Bukarest, Iasi, Constanta, Timisoara und Cluj Napoca. In der 228 km² großen Hauptstadt des Landes, Bukarest, leben 2.027.

500 Menschen. Die Rumänen bekannten sich in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zum Christentum und sind das einzige romanische Volk, das den byzantinisch- orthodoxen Ritus praktiziert. Daher bekennen sich 86,8% der Einwohner Rumäniens zur rumänisch- orthodoxen Kirche, 3,5% zur römisch- katholischen und 1,0% zur griechisch- katholischen Kirche.

Es gibt noch kleinere Minderheiten wie die Protestanten und Juden, außerdem leben über 8 Millionen Rumänen im Ausland, die hier nicht berücksichtigt sind. Die Altersstruktur 0- 14 Jahre 20,2% 15-59 Jahre 62,3% 59 Jahre 17,5% Anteile der Sektoren (1999 auf 90,5%) Primärer Sektor Sekundärer Sektor Tertiärer Sektor 16,0% 36,7% 37,8% Arbeitslosenquote (in %) 1995 1997 1998 9,5 8,9 10,3 3.Wirtschaftsstruktur Rumänien gehört innerhalb der ehemaligen Ostblockstaaten zu den Ländern mit dem niedrigsten industriellen Entwicklungsstand und Lebensstandard. Besondere Schwierigkeiten sind im Bereich der Energieversorgung, der Verkehrswirtschaft und der Telekommunikation zu verzeichnen. Weiterhin sorgen die mangelnde Versorgung der Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln für Unzufriedenheit innerhalb des Staates. 3.

1. Agrarstruktur Auf Grund des fruchtbaren Bodens ist Rumänien bereits seit dem Mittelalter ein bedeutender Produzent und Exporteur von Getreide und Rindern. Ende der 80er Jahre, vor dem Sturze Ceauşescus, gab es 411 Staatsbetriebe, die eine Fläche von 2,1 Mio. ha bewirtschafteten. Die 3800 Produktionsgenossenschaften nutzten weitere 9 Mio. ha.

Private Nutzung erfolgte nur auf etwa 5% des Ackerlandes und 10% der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Im Januar 1991 wurde ein neues Bodengesetz verabschiedet, welches erstmals wieder eine private Nutzung des landwirtschaftlichen Bodens erlaubte. Bis Anfang 1995 waren dann über 70% der Nutzfläche reprivatisiert. Ein Kritikpunkt dieses Gesetzes ist, dass sich die Reprivatisierung auf maximal 10 ha pro früheren Eigentümer begrenzt ist, jedoch die zugeteilten Flächen durchschnittlich deutlich kleiner waren. Ende August 1999 wurden 62,1% der Fläche Rumäniens landwirtschaftlich genutzt: 63,1% Ackerland 32,9% Weideland/ Heuwiesen 2,0% Weinanbau/ Baumschulen 2,0% Obstplantagen Landwirtschaftliche Produkte: Weizen, Mais(an 1. Stelle in Europa), Zuckerrüben, Sonnenblumen, Sojabohnen, Kartoffeln, Tabak, Gemüse, Baumwolle, Flachs, Wein und Obst Landwirtschaftliche Produktion 1994 1998 (in 1000 t) Getreideproduktion (Weizen/Gerste) 18.


184 15.453 Zucker aus Zuckerrüben 191 189 Milch 3.855 1.058 Käse 47 36 Speiseöl 194 211 Viehbestand (1000 Stück; Jahresanfang) 1995 1999 Rinder 3.481 3.143 Schweine 7.

758 7.194 Schafe 10.897 ------ Ziegen 745 ------ Pferde 784 ------ Geflügel 70.157 69.480 Fischfanggebiete befinden sich in der Donau und am Schwarzen Meer, wobei der Schwarzmeerhafen in Constanta die Hauptumschlagstellung einnimmt. Forstwirtschaft Die Wälder bedecken ca.

66.749,5 km², das heißt etwa 28% des Landes. Ein langfristiges Landesprogramm sieht bis 2010 Schutzmaßnahmen für die Wälder vor, um die Bestände zu bewahren und die Wiederaufforstung und die Aufrechterhaltung eines optimalen Verhältnisses zwischen Aufforstung und Abholzung. Der Holzeinschlag betrug 1998 12,642 Mio.m³ womit eine Menge von 1,337 Mio. m³ Schnittholz (Bretter, Bohlen) gewonnen wurde.

3.2. Industriestruktur Bodenschätze Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Bodenschätze, daneben sind noch Vorkommen an Eisenerz, Blei-, Zink-, Kupfer- und Manganerz zu nennen. Mitte der 70er Jahre wurden durchschnittlich 14, 7 Mio.t Erdöl gefördert, jedoch nimmt die Förderung stetig ab und 1998 wurden nur noch 6,287 Mio. t gefördert.

Die Erdgasförderung ist ebenfalls, nach 39 Mrd. m³ in den Achtziger Jahren, auf 14,582 Mrd. m³ gesunken. Die Steinkohlevorkommen werden auf ca. 50 Mio. Tonnen geschätzt und 1998 wurden 26,124 Mio.

Tonnen Braunkohle und 4,8 Mio. Tonnen Steinkohle gefördert. Im Südwesten des Landes wurde ein Lignitvorkommen (holzartige Braunkohle), welches auf 150 Mio.t geschätzt wird. Außerdem gibt es Vorkommen an Uran, Chrom, Wolfram, Molybdän, Bauxit, Eisen, Kupfer und Zink. Energiewirtschaft Rumäniens Energiewirtschaft ist zu einem großen Teil von Importen abhängig, denn nur 64,3% der Primärenergie stammen aus eigener Produktion.

1998 konnte man dennoch ein Plus von 1.919 SKE verzeichnen. 1998 hatte Kohle einen Anteil von 22,1% an der Primärenergiepro- duktion, Rohöl 29,7%, Gas 35,9% und Wasserkraft 6,4%. An private Haushalte wurde von der Elektroenergie jedoch nur 12% geliefert und der größere Teil von mehr als 59% fiel an die Industrie. Die Elektroenergieerzeugung im Jahre 1998 belief sich auf 52,49 Mio. kWh und war seit 1997 wieder leicht rückläufig.

Wie viele Industrieanlagen in Rumänien sind auch die Kraftwerke stark sanierungsbedürftig. 1994 gab es 33.824 Industrieunternehmen mit 2,7 Mio. Beschäftigten, vor allem im verarbeitenden Gewerbe. Von diesen Betrieben befanden sich 91% in Privatbesitz, trotzdem wurde 1996 ein Gesetz über die beschleunigte Privatisierung der restlichen Betriebe erlassen, da der größte Teil der Beschäftigten noch in Staatsbetrieben arbeite. Bis zum Mai 1999 ist die Beschäftigtenzahl auf 4,8236 Mio.

gestiegen. Zunahme der Produktion in % 1997 Industrie 9,9 Agrarwesen -1,3 Die Entwicklung des LEU mit der realen Aufwertung führte in den vergangenen Jahren zu einem \"Importboom", ohne das die Exportwirtschaft Schritt halten konnte. Daher schnellte das Handelsbilanzdefizit von 411 Mio. US$ (1994) auf 1150 Mio. US$ (1995) und mit gezielten Maßnahmen (Eindämmung der Importe, Abwertung des Leu)versuchte man 1996 das Defizit auf 470 Mio. US$ zu drücken.

Im Mai 1999 hatte man mit Einnahmen im Wert von 2356,5 Mio. US$ und Ausgaben im Wert von 2617,7 Mio. US$ das Haushaltsdefizit auf 261,20 Mio.US$ gesenkt. Handelsbilanz 1995 1998 Exporte 7547,8 8302 Importe 9423,9 11836 Export Import Textilien und Bekleidung 20,0% 11,9% unedle Metalle und Waren daraus 19,2% 5,3% mineralische Stoffe 9,5% 24,8% chem. Produkte 9,3% 9,1% Maschinen, Apparate u.

elektrische Erzeugnisse 7,9% 19,5% Beförderungsmittel 5,9% 3,6% landwirtschaftliche Produkte und lebende Tiere 5,6% 9,2% Schuhe, Kopfbedeckungen u.ä. 5,4% ------- Holz u. Holzwaren 3,3% ------- Kunststoffe u. Kautschuk ------- 3,7% 3.3.

Tourismus In Rumänien gab es 1994 924 Hotels oder Motels, 1279 Ferienhäuser, 133 Campingplätze sowie 504 weitere touristische Einrichtungen. Daraus resultierten 292479 Übernachtungsmöglichkeiten, wo 1994 23,3 Mio. Übernachtungen (1990: 44,6 Mio.), darunter 2,8 Mio. durch ausländische Reisende. 7,0 Mio.

Touristen besuchten 1994 hauptsächlich die großen Städte (66,1%), oder die Schwarzmeerküste (11,7%)und übernachteten dann zu 95,4% in Hotels. Die meisten der 5,9 Mio. ausländischen Besucher kamen vor allem aus Bulgarien(1,0 Mio.), Moldawien(0,8 Mio.), dem ehem. Jugoslawien(0,63 Mio.

) und aus Ungarn(0,63 Mio.). Aus Deutschland trafen 203000 Personen ein. 4. Infrastruktur Im Juni 1999 umfasste das öffentliche Straßennetz eine Länge von 71.816 km.

(Dtschl.: 266.900 km) Davon a) Fernverkehrsstraßen 14.638 km davon - Autobahnen 113 km Dtschl. : 10.300 km - Europ.

Str. [E] 4680 km b) Staatsstraßen 27.035 km c) Hauptstraßen 31.142 km Die Dichte des öffentlichen Straßennetzes beträgt 0,64 km/ km². Durch die Weltbank, der EBRD und der EIB wird die Sanierung der Straßen seit 1993 finanziell unterstützt. 1994 waren in Rumänien 2,02 Mio.

PKW, 330.222 LKW und Transporter, 28.862 Busse sowie 11.155 Kleinbusse, 200.600 Mopeds und 121.205 Mottoräder registriert.

Bei schweren Verkehrsunfällen kamen 11.075 Personen zu Schaden und es waren 2.877 Verkehrstote zu beklagen. Die Eisenbahn wird von der SNCFR betrieben. Bis Juni 1999 gab es 11.380 km (Dtschl.

: 44.000 km) Eisenbahnlinien, wovon 3.866 km elektrifiziert waren. Lediglich 26,1% des Netzes ist zweispurig und rund 13% aller Güter wurde 1998 mit der Eisenbahn transportiert. Außerdem gibt es noch die Trassen 4/9 mit einer Länge von 1.476,4 km, sind jeweils über 98,2% doppelgleisig und fast 100% elektrifiziert.

Das Netz der Bukarester Untergrundbahn hat eine Länge von 59,2 km mit 3 Linien, die 41 Stationen anfahren. Die Dichte des Eisenbahnnetzes beträgt 48 km/ km². Über die Binnenschifffahrt wurden 1998 nur noch 8,0 Mio.t Güter transportiert und sie trug damit zu 1,0% zur Gesamttransportleistung bei (1989: 37,4 Mio.t). Die Gründe für diese rapide Stagnation der Beförderung über die Binnenschifffahrt liegen in der Überalterung der Schiffe und im Leistungsabfall der rumänischen Wirtschaft.

Rumänien besitzt 3 Hochseehäfen, einer davon ist der Hafen in Constanta, mit einer Gesamtfläche von 3626 ha und 282 Liegeplätzen. Der Hafen ist außerdem zum Entladen von europäischen Normalspurzügen geeignet. Das Kanalnetz der schiffbaren Wasserwege hat eine Länge von 1.690 km. Von diesen Kanälen entfallen 1.075 km auf die Donau und 524 km auf schiffbare Seitenarme der Donau.

Künstlich schiffbare Kanäle sind nur 91 km, wovon einer der 1984 eröffnete Donau- Schwarzmeer- Kanal ist. Dieser ist jedoch nicht voll ausgelastet, aber mit dem Ausbau des Hafens in Constanta (Hafen mit Sonderwirtschaftszone)erhofft man sich eine steigende Nutzung des Kanals, da er den Weg ins Schwarze Meer um 400km verkürzt, er selbst aber nur 64 km lang ist. Rumänien besitzt 17 Flughäfen, von denen 6 von internationalen Fluggesellschaften und wo aber auch Binnenflüge abgewickelt werden. Auf den 11 weiteren Flughäfen findet ausschließlich Binnenflugverkehr mit internationalem Gelegenheitsverkehr statt. 5. Fazit Auf Grund der oben dargestellten Ausführungen über die derzeitige Wirtschaftslage in Rumänien sehe ich eine Aufnahme in die EU als eher unwahrscheinlich an.

Obwohl Rumänien sicher einen großen Nutzen daraus ziehen würde, müssten die Investitionen von Seiten der EU in einem ziemlich großen Umfang erfolgen, um die wirtschaftliche Situation auf lange Sicht hin zu verbessern. Es würde lange dauern um aus diesem Land, im Rahmen der EU, ein konkurrenzfähiges Mitglied zu schaffen, welches auch selbständig in der Lage ist, seine finanziellen und wirtschaftlichen (BIP/EW 1.697 US$; 1998) Probleme bzw. Defizite zu lösen.

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