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  Berufsorientierung am gymnasium (bogy)

                  Inhalt       Einleitung                                                                                                              S. 2   Tagesberichte                                                                                                      S. 2   Berufe in der Zahnarztpraxis                                                                           S. 5   Fazit                                                                                                                        S. 6                                                                 Einleitung   Ich interessiere mich schon seit längerem für das Fachgebiet Medizin und bemühte mich deshalb in diesem Bereich um meinen Praktikumsplatz. Durch meine Mitarbeit im Schulsanitätsdienst und die ehrenamtliche Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz habe ich auch schon einige Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Zuerst habe ich mich in drei Stuttgarter Krankenhäusern beworben; Im ersten Krankenhaus bekam ich eine Absage auf Grund von Personalmangel, im zweiten eine Absage da bereits alle Praktikumsplätze vergeben waren und im dritten trotz mehrfacher Nachfrage gar keine Antwort. Auf meine Bewerbung in einer Ditzinger Arztpraxis erhielt ich leider auch keine Antwort und erfuhr von einer Freundin, dass die Praktikumsstelle vergeben wurde. Zur Zahnarztpraxis von Herrn Dr. Bobbert kam ich, weil ich ihn bereits kannte. Ich bin seine Patientin und er wohnt in unserer Nachbarschaft . Die Bewerbung musste deshalb nicht sehr förmlich sein und es reichte eine mündliche Absprache.

Durch meine Großmutter, die bis zu ihrem Ruhestand vor vier Jahren Zahnärztin war, hatte ich schon eine gewisse Vorstellung vom Beruf des Zahnarztes. Mich hat interessiert, ob das, was ich gehört hatte, auch der Realität entsprach und wie eine moderne Praxis aussieht und funktioniert. Auch die vielen Zahnerkrankungen, von denen ich gehört hatte, wollte ich einmal selbst sehen.       Tagesberichte     1.Tag   Am ersten Tag war ich um viertel vor acht in der Praxis und wurde von den bereits anwesenden Helferinnen empfangen. Sie stellten sich mir vor und zeigten mir die Räumlichkeiten.

Zuerst im Untergeschoss einen Raum, wo alle Helferinnen sich umziehen konnten und ihre Sachen ablegen konnten. Im Erdgeschoss gibt es die vier Behandlungszimmer, den Empfang, das Wartezimmer und ein kleines Labor. Um kurz vor acht traf auch Herr Dr. Bobbert ein. Ihm konnte ich bis um 10.00 Uhr bei seiner Arbeit zuschauen: Wie er bohrte um Karies zu entfernen, zahlreiche Zähne zog oder einfach nur nachschaute, ob alle Zähne in Ordnung seien, was aber eher die Ausnahme war.




Danach war ich bis zur Mittagspause um 12.00 Uhr im Labor und habe gesehen, wie Abdrücke ausgegossen und bearbeitet wurden. In der Mittagspause bin ich nach Hause gegangen und war dann um 14.00 Uhr wieder in der Praxis. Am Nachmittag konnte ich mir meine Tätigkeit selbst aussuchen. Ich habe geholfen, die Behandlungsräume zu richten, die Patienten zu setzen, das heißt in den Behandlungsraum zu bringen, Instrumente gereinigt und weiter zugeschaut.

Kurz vor Feierabend wurde alles aufgeräumt und für den nächsten Tag vorbereitet. Außerdem durfte ich helfen, das Aquarium im Wartezimmer zu putzen, das jeden Montag gereinigt werden muss. Um 18.00Uhr bin ich nach Hause gegangen.           2.Tag   Am zweiten Tag war ich um 8.

00 Uhr zusammen mit Herrn Dr. Bobbert in die Praxis gekommen. Schon um diese Zeit saßen bereits drei Patienten im Wartezimmer. Zwei davon waren schon am Vortag da gewesen und kamen zur Nachkontrolle. Den ganzen Tag über durfte ich mir aussuchen, in welchen Zimmern ich zuschauen wollte und war somit nicht immer bei Herrn Dr. Bobbert, sondern schaute den Helferinnen zu und durfte auch mal beim Zahnsteinentfernen assistieren und absaugen.

Ansonsten habe ich auch wieder Geräte in andere Zimmer gebracht und weiter Patienten gesetzt. Zwischendurch bin ich wieder im Labor gewesen und habe beim Schleifen von Zahnprothesen zugesehen. Nicht mehr gut sitzende Prothesen wurden auf diese Weise bearbeitet und damit besser angepasst. Im so genannten "Steri"-Raum, wo ein Gerät zum Sterilisieren der Instrumente steht, konnte ich ab und zu mit den Helferinnen zusammen sitzen und sprechen oder einfach nur mal die Beine entspannen. An diesem Tag wurde bis 19.00 Uhr gearbeitet und auch ich blieb bis zum Schluss.

      3.Tag   Am Mittwoch war die Praxis nur am Vormittag geöffnet, allerdings begann die Arbeitszeit bereits um 7.00 Uhr. Dafür hatte man dann den Nachmittag ab 14.00 Uhr frei. Obwohl man denkt, dass dieser Tag am kürzesten ist, war er am anstrengendsten! Wie an den anderen Tagen konnte ich mir aussuchen, wo ich zuschauen wollte.

An zahlreichen Fällen konnte ich miterleben, wie eine Wurzelbehandlung durchgeführt wird. Das Zahnfleisch wird aufgeschnitten und zur Seite gezogen, damit man mit dem Bohrer die Wurzel bis in den Kiefer hinein entfernen kann, und anschließend wird der Wurzelkanal des Zahnes mit einer speziellen Wurzelfüllung verschlossen. Eine häufige Behandlung war das Beschleifen von Zähnen, das Aufsetzen oder Anpassen von Kronen, sowie das Zahnstein entfernen und Bohren bei Kariesbefall. Bei knapp der Hälfte der Patienten mussten Zahn- oder Kieferabdrücke gemacht werden. Am Nachmittag war musste ich meinen Rücken entspannen um wieder normal stehen zu können. Die Körperhaltung bei der Arbeit ist extrem anstrengend und für mich auch völlig ungewohnt.

      4.Tag   Der Donnerstag wurde auch wieder von 8.00 - 12.00 Uhr und von 14.00 - 19.00 Uhr gearbeitet.

Da ich Praktikantin war, durfte ich schon eine Stunde früher gehen. An diesem Tag durfte ich mit einem kleinen Spatel auf einem speziell beschichteten Papierblock den Zement für eine Krone mischen. Dabei musste man sehr schnell arbeiten, damit der Zement nicht trocknet bevor man die Krone einsetzt. Mit einem Implantat wurde ich zum nahe gelegenen Techniker geschickt, der es trennte und bearbeitete. So konnte ich die Zähne direkt wieder mit in die Praxis nehmen. Ich konnte in der Praxis am Behandlungsstuhl assistieren und Speichel, Blut und Spülflüssigkeit absaugen, Instrumente putzen und die Zimmer nach der Behandlung aufräumen, desinfizieren und neu bestücken.

Im Laufe der Woche hat sich für mich eine Lieblingsbeschäftigung entwickelt. Ich habe sehr gern die Gefäße gereinigt, in denen die Abdruckmasse gemischt wird. So langsam bekam ich bei einigen Arbeiten eine gewisse Routine und der Rücken tat von Tag zu Tag mehr weh. Um mich für die freundliche Aufnahme beim ganzen Praxisteam zu bedanken, hatte ich an diesem Tag eine selbstgebackene Schokoladentorte mitgebracht. Alle waren sehr erfreut, da sie so den Tag über etwas zum Naschen für die kleineren Pausen hatten.       5.



Tag   Der letzte Tag war am interessantesten. Irgendwann am Morgen rief Dr. Bobbert mich zu sich in ein Behandlungszimmer und ich durfte bei einer Weisheitszahn-Operation zuschauen. Er erklärte mir, welche Gefahren es dabei gäbe. Im Unterkiefer verlaufen große Nervenstränge und die darf man natürlich nicht verletzen. Im Oberkiefer muss man vorsichtig sein, denn es kann passieren, dass der Zahn nach oben in die Kieferhöhle rutscht und dann muss der Kiefer aufgetrennt werden und der Zahn herausgeholt werden.

Dies müsste dann ein Kieferchirurg machen. In diesem Fall ging aber wie meistens alles gut. Es wurden alle vier Weisheitszähne entfernt, die noch unter dem Zahnfleisch im Kiefer waren und somit erst freigelegt werden mussten. Ich denke, das erfordert sehr viel Kraft, Geschick und Erfahrung, denn man musste die unteren Zähne mit einem Bohrer zerteilen und in Stücken mit der Zange herausziehen und -hebeln. Die oberen Zähne konnten im ganzen herausgeholt werden. Anschließend wurde das Zahnfleisch wieder zugenäht.

Zitat Dr. Bobbert: "Du musst jetzt endlich lernen, was eine Saumnaht ist." Ich hatte bis dahin nicht gewusst, wie stark und beißend durch das Bohren erhitzter Knochen bzw. Zahnbein stinkt! Auch der nächste Eingriff war relativ blutig: Ein Implantat wurde eingesetzt. Dabei wird das Zahnfleisch aufgeschnitten und ein Loch in der Kiefer gebohrt. Anschließend wir eine Art Gewinde in das Loch geschraubt und das Ganze wieder zugenäht.

Wenn das Implantat nach ca. 3 Monaten fest eingewachsen ist kann der künstliche Zahn eingeschraubt werden und hält dadurch fest wie ein eigener. Bis dahin muss der Patient mit einer kleinen Lücke herumlaufen. Gegen Mittag wurde dann alles aufgeräumt und die Zimmer für das Wochenende vorbereitet, das heißt: Alle Instrumente in den Zimmern wurden gereinigt und einsortiert, die Absaugschläuche mit einer Lösung durchspült und die Behandlungsstühle nach oben gefahren, damit am Wochenende alle Räume gründlich sauber gemacht werden können.       Die Woche   In dieser Praktikumswoche ist mir aufgefallen, dass das Verhältnis zwischen den Helferinnen fast freundschaftlich ist und sehr locker und sie sich gegenseitig duzen. Sie müssen auch alle einheitliche Kleidung tragen.

Sie haben ca. 30 Tage im Jahr an Urlaub zur Verfügung, die Termine müssen mit den Kolleginnen und dem Chef bzw. der Chefin abstimmen. Die Ärzte hingegen wurden gesiezt und die Stimmung war manchmal etwas gespannt, wenn sehr viel gleichzeitig zu tun war und nicht immer alles sofort klappte. Trotzdem arbeiten alle gut zusammen. Wenn die eine Helferin noch den Patienten zum Empfang bringt, fängt die andere schon wieder an, das Zimmer für den nächsten Patienten vorzubereiten.

In meiner Praktikumswoche war offensichtlich besonders viel zu tun, was vielleicht auch damit zusammenhing, dass Frau Dr. Berger einige Tage im Urlaub war und erst am Donnerstag zurückkam. Wenn man mit den Patienten zu tun hat, muss man immer Latexhandschuhe und Mundschutz tragen. Anfangs hatte ich Probleme mit dem Geräusch der Bohrer und dem Ultraschallgerät zum entfernen des Zahnsteins (ein unangenehmes, hohes Pfeifen). Zum Glück habe ich es relativ schnell nicht mehr so stark wahrgenommen. Was mich auch unerwartet beeinträchtig hat, waren die verschiedenen intensiven Gerüche, zum Beispiel die Desinfektionsmittel, "chemischer" Geruch von Füllmaterial etc.

und der Mundgeruch mancher der Patienten mit kranken und/oder sehr ungepflegten Zähnen. Einigen Patienten merkte man ihre Angst vor der Behandlung deutlich an, meistens beim Bohren. Das traf vor allem auf die Erwachsenen zu. Die Kinder freuten sich mehr auf ein kleines Spielzeug, das sie nach der Behandlung bekamen. Alle Mitarbeiter der Praxis unterliegen der Schweigepflicht. Wer gegen sie verstößt, verliert nicht nur seine Arbeit, sondern kann auch vor Gericht kommen.

        Berufe in der Zahnarztpraxis     Zahnarzt/Zahnärztin   Der Beruf erfordert das Abitur und ein Studium der Zahnheilkunde. Die Mehrzahl der Zahnärzte promoviert nach dem Examen. Nach einer Assistentenzeit kann man sich mit einer eigenen Praxis selbstständig machen oder als angestellter Arzt in einer Praxis, einem Krankenhaus oder im öffentlichen Dienst (z.B. Schulzahnarzt) arbeiten. Lebenslanges Weiterlernen und Fortbilden ist notwendig und sinnvoll.



Herr Dr. Bobbert hat sich zusätzlich auf folgende Tätigkeitsschwerpunkte spezialisiert: -     Implantate -          Kinder- und Jugendheilkunde -          Prophylaxe       Zahnmedizinische Fachangestellte Nur wenige Ausbildungsberufe sind so vielseitig wie der der Zahnmedizinischen Fachangestellten: Als "rechte Hand" der Zahnärztin bzw. des Zahnarztes assistieren Sie bei der Behandlung, führen mundhygienische und prophylaktische Maßnahmen durch, fertigen Röntgenaufnahmen an, tragen zum reibungslosen Kommunikationsfluss innerhalb des Praxisteams bei und sind vor allem in ständigem Kontakt mit den Patientinnen und Patienten. Auch Aufgaben wie die Dokumentation von Behandlungsabläufen, die Erfassung erbrachter Leistungen für die Abrechnung, die Organisation und Optimierung von Praxisabläufen, Terminplanung oder das Erledigen des Schriftverkehrs gehören zu Ihrem Arbeitsalltag.Die Aufgaben erfordern vielseitiges Wissen, ein praktisches Händchen, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Von der Zahnmedizinischen Fachangestellten bieten sich Aufstiegschancen zur Zahnmedizinischen Fachassistentin oder zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin.

Die höchste Ausbildungsstufe stellt gegenwärtig das Berufsbild der Dentalhygienikerin dar. (aus: Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg / Internetlink) In der Gemeinschaftspraxis von Herrn Dr. Bobbert und Frau Dr. Berger habe ich in meiner Praktikumswoche neun Mitarbeiterinnen kennen gelernt: eine Auszubildende drei Prophylaxehelferinnen zwei Mitarbeiterinnen im Labor eine Zahnarzthelferin eine Mitarbeiterin an der Rezeption           Ist dieser Beruf für mich interessant, habe ich von der Woche pofitiert?   Die Woche war für mich sehr aufschlussreich. Ich habe neue Einblicke in den Beruf des Zahnarztes bekommen. Herr Dr.

Bobbert hat mir vor allem viel praktische Arbeit am Patienten gezeigt. Über den Bereich Verwaltung, Praxisführung und Abrechnung habe ich so gut wie nichts erfahren, was in der Kürze der Zeit auch nicht möglich war. Der Zahnarztberuf beansprucht wie viele andere Berufe, bei denen man sehr viel stehen muss, sehr stark den Rücken und die Beine. Die Ohren werden durch Bohr- und Sauggeräusche, die Nase durch den Mundgeruch der Patienten oder beim Verschmoren von Wunden stark beansprucht. Ich weiß, dass meine Großmutter nach 42 Berufsjahren als Zahnärztin bestimmte Frequenzen nicht mehr hört und große Schulter- und Rückenprobleme hat. Die Ferien sind im Verhältnis zu meiner jetzigen Schulzeit sehr kurz.

Eine Helferin hat etwa 30 Tage Urlaub im Jahr. Ich denke, dass Zahnärzte immer noch recht gut verdienen und dafür aber auch sehr viel arbeiten müssen. Einen konkreteren Betrag konnte ich nicht erfragen. Die Helferinnen sagten mir gegenüber, dass sie gut verdienen. Jedoch ist auf Grund der Gesundheitsreformen nicht sicher, ob dies auch so bleiben wird. Was mich weniger gestört hat, aber für andere bei der Wahl der Stelle zu bedenken ist, dass man ständig Mundschutz und Handschuhen trägt und es wirklich nichts für schwache Gemüter ist, denn man sieht , wie zum Beispiel das Zahnfleisch vom Kiefer gekratzt wird, der faulige Zahn unter knackenden Geräuschen herausgerissen wird oder ein Kind erbärmlich weint, weil es Angst hat - was ich zum Glück nicht erleben musste.

Durch das Praktikum habe ich erkannt, dass der Beruf der Zahnärztin sehr interessant und wichtig ist, ich ihn aber später, vor allem wegen der körperlichen Belastung, wohl nicht ausüben werde.

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