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  Scientology

1. Scientology ? ihre Philosophie / ihr Glaubensbekenntnis / ihre Ziele Scientology sieht ihre Hauptaufgabe darin, ?eine bessere Welt zu erschaffen?. Dieses Ziel wird in Scientology in zwei Teilziele aufgeteilt. Hauptsächlich geht es Scientology um den einzelnen Menschen, ihm muss geholfen werden, er muss ?geistig befreit werden, um ihn in die Lage zu versetzen, sein Leben in den Griff zu bekommen und seine Probleme selbst zu lösen, ihn subjektiv und objektiv ein besseres Leben zu ermöglichen?. Das zweite Teilziel bezieht sich mehr auf die Gesellschaft, so geht es Scientology darum, ?eine Bessere Welt zu erschaffen ohne Behinderte, ohne Verbrecher und ohne Krieg, in der fähige Wesen erfolgreich sein können.? Auch wenn Scientology kaum konkrete Möglichkeiten aufzeigt, wie man dies schaffen kann, gibt es bezüglich des ersten Punktes, der Verbesserung des Lebens, eine ganze Menge Konkretes.

Scientology ist nämlich der Meinung, dass die Menschen zuwenig über sich selbst und ihre Mitmenschen wissen. Durch ein gesteigertes Verständnis des eigenen Ichs, der Mitmenschen und des Universums wird man laut Scientology in die Lage versetzt, ein glücklicheres Leben zu führen. Außerdem maßt sich Scientology an, die Urfragen der Menschheit, wie ?Woher kommen wir??, beantwortet zu haben, das Gleichgewicht zwischen den Geisteswissenschaften, die lange Zeit vernachlässigt wurden, und den Naturwissenschaften wiederhergestellt zu haben und im Gegensatz zu allen früheren religiösen Strömungen der Vergangenheit wirksame Methoden der Anwendung zur Verbesserung des Lebens gefunden zu haben. Die Philosophie Scientology gründet sich auf 50.000 Jahre religiöse Geschichte und Scientology behauptet, dass sie das Beste aus allen Religionen vereint hätten und ihre Philosophie deshalb in vielen Punkten nichts Neues darstellt. Scientology macht durch das Buch ?Das Religiöse Erbe der Scientology? deutlich, dass viele der früheren religiösen Strömungen, die das gleiche Ziel wie Scientology aufweisen, kläglich versagt haben.

Als Beispiel ist hier nur Siddharta Gautama genannt, der laut Scientology keine wirklich nachvollziehbaren Methoden hinterließ, um den von ihm beschriebenen höheren Bewusstseinszustand zu erreichen. Genau an diesen Stellen setzt dann Scientology ein: ?Siddharta Gautama ... hat versagt, aber wir liefern anwendbare Methoden?. Scientology versucht so einen Vergleich zu ziehen zwischen dem, was vor Scientology war und ihrer eigenen Religion selbst.

Und sie kommen immer zu dem Ergebnis, dass entweder Scientology etwas besser gelöst hat, oder dass Scientology im Grunde nichts Neues ist, da schon frühere Religionen sich mit dem gleichen schon befasst haben. Als Beispiel sei nur die Magna Charta angeführt, die laut Scientology nur darauf basiert, dass der Mensch eigentlich gut ist, was ebenfalls ein wichtiger Punk in der Scientology Philosophie ist. Außerdem ist z.B. die Kreuzigung Christi für die Menschheit zum Symbol für den Sieg des Geistes über den materiellen Körper geworden, was auch in der Scientology Philosophie wieder auftaucht, dass nämlich der Geist unsterblich ist. Scientology besitzt auch wir z.

B. die Christen eine Art Glaubensbekenntnis. Dieses Glaubensbekenntnis entspricht in vielen, um nicht zu sagen, allen Punkten unseren Wert- und Moralvorstellungen, so ist z.B. der erste Punkt, dass ?alle Menschen, welcher Herkunft oder Hautfarbe oder welche Unterschiede sie auch haben mögen, mit gleichen Rechten geschaffen wurden?. Außerdem wird deutlich gemacht, dass ?die Gesetze Gottes dem Menschen verbieten, das Leben seiner Kameraden oder seiner Gruppe zu zerstören oder in irgendeiner Art zu verschlechtern.

An diesem Punkt merkt man schon wie stark der Gruppenzwang in der Sekte Scientology ist, der es vielen sehr erschwert aus dieser Sekte auszutreten geschweige denn zu entkommen und es wird auch deutlich, dass Scientology auch an Gott glaubt. Scientology ist also nur im Prinzip eine Religion, inwieweit man es auf das Irdische Bezieht: Versteht man unter Religion den Glauben an etwas Überirdisches, dann ist die Bezeichnung Religion für Scientology nicht richtig. Die Scientologen selbst verstehen unter dem Begriff Religion die positiven Auswirkungen auf den Menschen. D.h. dass Religion den Menschen helfen soll ein besseres und erfüllteres Leben zu führen.

Für Scientology ist Religion nicht gleich Glauben, denn in Scientology muss man nichts glauben, da Fakten und Tatsachen vorlegbar sind. ?Genau hier kann man dann erkennen, warum sich Scientology allen anderen Religionen überlegen und voraus fühlt, da andere Religionen auf Glauben basieren, währenddessen Scientology auf ?Tatsachen? basiert und Scientology anwendbare Methoden zur Verbesserung des Lebens anbietet. Dies fehlt den meisten anderen um nicht zu sagen allen Religionen. Scientology kann nun nach eigenen Aussagen dem Krieg, der Kriminalität und der Geisteskrankheit ein Ende setzen und die abwärts gehende Spirale des Lebens unserer Erde umkehren. (Meinungsäußerung von Professor Stephen A. Kent aus ?Die Weltreligion?) Äußerst interessant sind auch der Ehrenkodex und der Kodex eines Scientologen, da sie einen guten Einblick in die Einstellung zum Leben eines wahren Scientologen bieten.




So geht es Scientology hauptsächlich darum, ihre Mitglieder zu skrupellosen Egoisten zu erziehen, die nur Scientology Rechenschaft schuldig sind. Ziel dieser Umerziehung ist es natürlich, die Mitglieder von der Außenwelt zu isolieren, sodass sie sich voll und ganz auf Scientology und die Durchsetzung ihrer Ziele konzentrieren können. So beinhaltet der Ehrenkodex z.B. Punkte wie ?Ziehe nie ein Treueversprechen zurück?, ?Verlasse niemals eine Gruppe, der du deine Unterstützung schuldest?, ?Deine Selbstbestimmung und deine Ehre sind wichtiger als dein unmittelbares Leben?, ?Sehne dich nicht danach, gemocht oder bewundert zu werden? oder ?Fürchte dich nie davor, einem anderen in einer gerechten Sache weh zu tun? (aus dem Der Kodex eines Scientologen enthält dann die Regeln bezüglich des Verhaltens gegenüber der Gesellschaft. (aus den überaus guten Berichten auf www.

relinfo.ch). Einige dieser Punkte wie z.B. ?Wahrhaft humanitäre Bestrebungen auf dem Gebiet der Menschenrechte sind zu unterstützen? oder ?Die Religionsfreiheit ist zu unterstützen?. Diese Punkte sind durchaus zu befürworten und entsprechen auch unseren Vorstellungen, aber es gibt auch ganz andere für Scientology typische Punkte, wie z.

B. ?Die Größe und Stärke der Scientology auf der ganzen Welt ist anzuheben? oder ?Scientology-Organisationen und -Gruppen sind so zu unterstützen, sich mit öffentlichen Gruppen zu verbünden?. An diesem letzten Punkt wird vor allem auch deutlich, was in Deutschland zurzeit heiß diskutiert wird, ob nämlich Scientology Einfluss auf den Staat nimmt(aus der Spiegelberichtszusammenfassung Dein Problem, löse es!). Ich denke dieser Punkt zeigt die Absichten von Scientology sehr deutlich. Was Scientology nun genau erreichen will ist schwer zu sagen, jedoch gibt es ein paar erklärte Ziele, so suchen sie keine Revolution, sondern nur Evolution für die einzelnen Menschen und für die Gesellschaft (?WE SEEK NO REVOLUTION. WE SEEK ONLY EVOLUTION TO HIGHER STATES OF BEING FOR THE INDIVIDUAL AND FOR SOCIETY?).

Außerdem sind sie davon überzeugt, dass sie ihre Ziele erreichen werden, sie niemals untergehen werden und dass sie ihrem Ziel mit jeder Revolution auf der Erde ein Stück näher kommen (?WE ARE ACHIEVING OUR AIMS?; ?THE SUN NEVER SETS ON SCIENTOLOGY?; ?AND WE WILL SUCCEED, AND WE ARE SUCCEEDING AT EACH NEW REVOLUTION OF THE EARTH?) und dass ihre Ziele einfach, aber dafür großartig sind (?OUR AIMS ARE SIMPLE, IF GREAT?). Diese Ziele, die L.Ron Hubbard damals verfasst hat, zeigen deutlich auf, dass Scientology sich über den ganzen Erdball ausbreiten möchte und alle anderen Religionen am liebsten verdrängen bzw. ein für alle Mal beseitigen möchte. Mit welcher Absicht sie dies tun, ist natürlich reine Spekulation ? ist es Geld, Macht oder wirklich die Ideologie, die allen ein besseres Leben verspricht, L.Ron Hubbard mag die Antwort gewusst haben, wir werden sie wahrscheinlich nie erfahren.

Vor allem nicht ich. 2. Was bietet Scientology? Scientology bietet, wie schon mehrfach erwähnt, konkrete Lösungen für die Probleme der Menschen. So gibt es auf der ganzen Welt, mehrere sog. Narconon-Organisationen, die die Drogenabhängigkeit bekämpfen. Laut Scientology soll dies auch äußerst erfolgreich geschehen.

Außerdem gibt es auch noch Organisationen zur ?Bekämpfung? des Analphabetentums oder auch ganz einfache Nachhilfeinstitute. Was diese einzelnen Organisationen genau machen und inwieweit ihre Taten auch aus unserer Perspektive als gut zu bezeichnen sind, kann ich nicht sagen. Es gibt aber darüber hinaus eine Menge Literatur von Scientology, die Lösungen zu allen möglichen Problemen der Menschheit aufzeigt. So gibt es u.a. Texte über Probleme am Arbeitsplatz, Studier-, Lernschwierigkeiten und auch ein Leitfaden über die Erziehung von Kindern.

Die meisten dieser Texte sind so ausgelegt, dass man nicht auf Anhieb erkennen kann, dass sie von Scientology sind. Die meisten Aspekte in diesen Texten entsprechen auch unseren Vorstellungen, jedoch gibt es überall ein paar Punkte, die für Scientology typisch sind. Am besten lassen sich diese Punkte an dem Text ?Wie erziehe ich meine Kinder? erkennen. 2.2 Beispiel ?Wie erziehe ich meine Kinder ?? Die Erziehung von Kindern in Scientology beschränkt sich eigentlich auf einen Punkt, nämlich gehe mit ihnen so um, wie mit einem Erwachsenen. Für Scientology sind Kinder ?kleine Erwachsene, die ihre Probleme, ihre Wünsche und Sehnsüchte selbst mit sich ausfechten?.

Mit anderen Worten basiert also die ganze Erziehung auf einer sehr liberalen antiautoritären Erziehung. So sollten einem Kind weder Vorschriften, noch Regeln gemacht werden, er muss seine Erfahrungen selbst machen. Man soll ihm also so z.B. nicht vorschreiben, irgendetwas nicht zu tun, weil er sich verletzen könnte, sondern er muss diese Erfahrung selbst machen. Dies geht dann zum Teil soweit, dass ein Jugendlicher, der z.

B. offen Selbstmordgedanken hegt, mit einem ?Das liegt allein in deiner Verantwortung? begegnet wird. Ebenso sind Sachen, die man einem Kind schenkt dann auch sein Eigentum, was bedeutet, dass man ihm bezüglich dieses Eigentums auch nichts mehr vorschreiben darf und dass zum anderen falls das Kind dieses kaputt macht, das allein in seiner Verantwortung liegt und dies die Eltern nicht zu kümmern hat. Genau so muss man dem Kind das Recht gewähren, seinen Beitrag zu leisten, was bedeutet, dass man ihm z.B. nicht das Rasenmähen vorschreiben darf, sondern man ihn alleine auf die Idee kommen lassen muss, dass er etwas zur Familie beitragen sollte.

Da nun die ganze Verantwortung für alles und jedes auf dem Kind liegt, so ist es unter Scientologen auch üblich, dass ein Kind, sofern es Schreiben kann, auch selbständig sich zur Schule o.ä. anmelden muss. Jeder einzelne Erziehungsschritt wird in diesem Text dann noch z.B. mit einem ?Wie würden sie sich als Erwachsener fühlen, wenn ihnen einer etwas verbieten würde?? erläutert.

Wie schon oben gesagt, basiert dies natürlich alles auf der Annahme, dass Kinder im Grunde schon Erwachsene sind oder wie Scientology es ausdrückt, Erwachsene und Kinder sind beide geistige Wesen. Die Richtigkeit dieser Erziehungsmethoden ist natürlich äußerst fragwürdig, jedoch erfüllt sie für Scientology mit Sicherheit ihren Zweck. (Die Infos für diesen letzten Abschnitt meines Parts des Referates hab ich fast ausschließlich aus dem Bericht ?Dein Problem, löse es!?)

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