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  Ebola-virus - symptome und vorkommen

700 Kilometer südlich von Maridi, wütete eine Seuche bei der die Todesrate bei über 90 Prozent lag. Über die 60 000 Einwohner große Stadt Yambuku verhängte der zairische Gesundheitsminister eine Quarantäne. Ein Team von Epidemiologen schwärmte aus und sammelte Blut und Gewebeproben. Diese gingen an die großen Forschungslabors der Welt. Aus Johannesburg kam die eilends alarmierte Virologin Margaretha Isaacson zu Hilfe. Die Südafrikanerin hatte ein Jahr zuvor aus dem Blut zweier vom Marburg-Virus genesenden Touristen Antikörper gewonnen.

Mit dem Blutplasma versuchte die Ärztin, eine Missionsschwester zu retten, die streng isoliert in einem Hospital von Kinshasa lag; es mißlang jedoch. Offenbar wies der Erreger aus Yambuku andere Oberflächenmerkmale auf wie das Marburg-Virus. Vorläufig nannte man diesen Erreger Super-Marburg. Experten des Seuchenzentrums CDC aus Atlanta kamen nach Kinshasa und übernahmen das Seuchenkommando. Die Quarantäne wurde auf die gesamte Zone im Nordwesten Zaires ausgedehnt. 270 000 Bewohner des Bumbagebietes waren davon betroffen.

Man stellte die Schiffahrt auf dem Kongo ein, sämtliche Flugplätze und Pisten in der Region wurden gesperrt. In den Krankenhäusern der Region war das Grauen eingekehrt. Am 18. Oktober 1976 begann das CDC die aufwendigste Seuchenexpedition, die die Welt bis dahin gesehen hatte. Sie sollten auch das gefährlichste und tödlichste finden was die Welt bis dahin gekannt hatte. Das Ebola-Virus trägt seinen Namen nach dem Ebola, einem Nebenfluß des Kongo, der im Norden Zaires den Abfluß eines Regenwaldgebietes bildet und sich an verstreut liegenden Dörfern vorüberwindet.

Das erste bekannte Auftreten von Ebola-Zaire, dem gefährlichsten Typ des Ebola-Virus, ereignete sich im September 1976, als die Krankheit gleichzeitig in 55 Dörfern am Oberlauf des Flusses ausbrach. Sie schien aus dem Nichts zu kommen und tötete neun von zehn Betroffenen. Ebola-Zaire ist das gefährlichste Filovirus im Lager der CDC und bei USAMRIID13. In diesen Instituten herrschte allgemein die Auffassung: ,,Wer mit Ebola arbeitet, ist verrückt." Der Umgang mit dem Erreger galt schlicht als selbstmörderisch. Der Ebola-Erreger ist entfernt mit dem Tollwutvirus verwandt, auch mit dem Masernviren und den Parainfluenzaviren, die bei Kindern Erkältungen hervorrufen.

Es ist recht einfach gebaut. Es tötet Menschen schnell, mit einer Inkubationszeit von einer, maximal aber drei Wochen, wirksam und mit katastrophalen Krankheitserscheinungen. Das Ebola-Virus enthält sieben verschiedene Proteine - sieben große Moleküle. Drei davon sind nur ungenau bekannt, und über die vier anderen weiß man überhaupt nichts - ihre Strukturen und Funktionen sind ein Rätsel. Ein einzelnes Ebola-Virusteilchen mit einem deutlich ausgeprägten ,,Schäferstab" an einem Ende. Das Foto wurde von Frederick A.

Murphy, der damals an der CDC arbeitete, am 13. 10. 1976 aufgenommen. Vergrößerung: 112 000fach Offenbar suchen sich die Ebola-Proteine das Immunsystem als Ziel eines besonderen Angriffes aus, ähnlich wie HIV, das ebenfalls das Immunsystem zerstört. Anders als beim AIDS-Virus erfolgt der Angriff durch das Ebola-Virus schnell und plötzlich. Wenn der Erreger den Körper überschwemmt, versagt das Immunsystem, und der Organismus kann auf den Angriff der Viren nicht mehr reagieren: Er ähnelt einer eroberten Stadt mit weit geöffneten Toren, in die eine feindliche Armee eindringt, um sich auf öffentlichen Plätzen niederzulassen und alles in Brand zu stecken.

Von dem Augenblick an, in dem das Virus ins Blut gelangt, ist der Krieg verloren: Der Mensch ist dem Untergang geweiht. Den Ebola-Erreger wird man nicht los wie eine Erkältung; er tut in zehn Tagen das, wozu HIV zehn Jahre braucht. Wie das Virus von einem Menschen zum anderen übertragen wird, ist nicht genau bekannt. Nach der Ansicht von Armeeforschern wird es durch direkten Kontakt von Blut und Körperflüssigkeiten weitergegeben, also auf den gleichen Wegen wie das AIDS-Virus. Aber beim Ebola-Virus scheint es auch andere Infektionswege zu geben. Viele Menschen die in Afrika an Ebola erkrankten, hatten Leichen angefaßt, die mit dem Virus infiziert waren.

Offenbar verläuft der Ansteckungsweg von den Toten zu den Lebenden, über die Rinnsale aus nicht geronnenem Blut und Schleim, die aus den toten Körpern quellen. Während des Ausbruchs von 1976 in Zaire küßten und umarmten die trauernden Angehörigen die Toten, oder sie bereiteten die Leichen für das Begräbnis vor - und erkrankten drei bis vierzehn Tage später selbst. Das Ebola-Zaire-Virus greift alle Organe und Gewebe des menschlichen Körpers an, mit Ausnahme der Skelettmuskulatur und der Knochen: Es ist der perfekte Parasit, denn es macht aus dem ganzen Körper einen aufgelösten Schleim aus Virusteilchen. Während das Virus Kopien von sich selbst herstellt, tauchen in den Adern kleine Blutgerinnsel auf. Das Blut wird dicker und fließt langsamer, und allmählich bleiben die Klumpen an den Wänden der Blutgefäße hängen. Sie bilden auf der Innenseite der Adern ein Mosaik, das immer dicker wird, neue Klumpen lösen sich ab und treiben mit dem Blut in die kleinen Haargefäße, wo sie sich festsetzen.




Auf diese Weise kommt die Blutversorgung verschiedener Körperbereiche zum Erliegen, und in Gehirn, Leber, Nieren, Lunge, Darm, Hoden und Brustgewebe14 sowie überall auf der Haut sterben Teile des Gewebes ab. Die Haut bekommt rote Flecken, Petechien genannt, die durch Blutungen unter der Haut entstehen. Besonders heftig greift das Ebola-Virus das Bindegewebe an: Es vermehrt sich im Kollagen, dem wichtigsten Protein des Gewebes, das Haut und Organe zusammenhält. Das Kollagen wird zu Brei, die unteren Hautschichten sterben ab und verflüssigen sich. Die Haut verwandelt sich in ein Meer aus winzigen roten und weißen Blasen und bekommt Risse, aus denen Blut tropft. Die roten Punkte auf der Haut dehnen sich aus und werden zu großen Blutergüssen, die Haut wird weich und schwammig, so daß sie beim geringsten Druck reißen kann.

Im Mund blutet es rund um die Zähne und aus den Speicheldrüsen - Blut kommt buchstäblich aus allen Körperöffnungen, und seien sie auch noch so klein. Die Zungenoberfläche wird leuchtend rot, schält sich ab und wird verschluckt oder ausgespuckt. Dieses Ablösen der Zungenhaut soll besonders schmerzhaft sein. Ähnliche Hautablösungen beobachtet man im Rachen; die abgestorbenen Hautreste gelangen dann in die Luftröhre und werden ausgehustet. Wenn der Herzmuskel weich wird und nach innen blutet, quillt bei jedem Herzschlag Blut aus den Herzkammern in die Brusthöhle. Das Gehirn wird von abgestorbenen Blutzellen verstopft.

Der Erreger greift auch die Innenwand der Augäpfel an. Wenn es dort zu Blutungen kommt, wird der Betroffene blind. Blutige Tränen stehen auf den Augenlidern und laufen die Wangen hinunter, weil das Blut nicht gerinnt. Manchmal wird eine Körperseite durch einen halbseitigen Schlaganfall gelähmt, was bei einer Ebola-Infektion unausweichlich zum Tode führt. Während die inneren Organe von Blutgerinnseln verstopft sind, kann das Blut, das nach außen fließt, nicht gerinnen. Wenn man es im Reagenzglas betrachtet, sieht man, daß es zerstört ist: Die roten Blutzellen sind aufgelöst und abgestorben.

Einen großen Teil des Gewebes tötet das Virus ab, während der Betroffene noch am Leben ist. Die Leber schwillt an und wird gelb, verflüssigt sich allmählich, reißt und stirbt ab. Die Nieren versagen, so daß alle Giftstoffe im Blut bleiben. Die Milz wird zu einem großen, harten Blutklumpen, und der Darm kann sich ebenfalls völlig mit Blut füllen. Die Darmschleimhaut stirbt ab und wird in den Darminnenraum abgestoßen, so daß sie mit großen Blutmengen nach außen gelangt. Bei Männern schwellen die Hoden an; sie werden schwarzblau, die Samenflüssigkeit ist mit Viren gesättigt, und oft bluten die Brustwarzen.

Bei Frauen beobachtet man bläuliche Verfärbungen und Schwellungen der Schamlippen, und häufig kommt es zu starken Scheidenblutungen. Wird eine schwangere Frau infiziert, erleidet sie eine Fehlgeburt, weil der Fötus im Inneren ausblutet. Das Ebola-Virus zerstört das Gehirn noch gründlicher als das Marburg-Virus, und die Ebola-Infizierten bekommen im letzten Krankheitsstadium häufig epileptische Anfälle. Durch die Krämpfe und Zuckungen des Patienten verteilt sich das Blut in der Umgebung. Möglicherweise ist das epileptische Blutspritzen ein Erfolgsrezept des Ebola-Virus - das Opfer stirbt, dabei verteilt sich sein Blut, so daß das Virus eine größere Chance hat, auf einen neuen Wirt überzuspringen. Das Ebola-Virus vermehrt sich so schnell und heftig, daß in den infizierten Körperzellen kristallartige, mit Viren angefüllte Blöcke auftauchen.

Diese sogenannten Kristalloide sind Virusvorräte, die sich bald aus der Zelle befreien. Sie tauchen zunächst in der Mitte der Zelle auf und wandern dann zu ihrer Außenwand. Wenn ein solches Kristalloid die Zellmembran erreicht hat, zerfällt es in mehrere einzelne Virusteilchen, die wie Haare durch die Zellmembran gleiten und vom Blut des Wirtes weggetragen werden. Nach dem Tod zerfällt der Leichnam sehr schnell: Die inneren Organe, die schon einige Tage vorher fast oder ganz abgestorben waren, lösen sich auf, und es kommt zu einer Art Kernschmelze: Bindegewebe, Haut und Organe, die bereits mit toten Abschnitten durchsetzt, vom Fieber aufgeheizt und durch den Schock geschädigt sind, verflüssigen sich. 1.4.

1. Auftreten und Folgen des Ebola-Virus - Tabelle: Datum: Ort: Zahl der Fälle: Sterberate in %: 1976 Zaire 276 93% 1976 Sudan 280 53% 1977 Zaire 1 100% 1979 Sudan 34 65% 1989 Reston, USA 4 0% 1995 Zaire 315 77%

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