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  Kinder und jugendliche in industrie und entwicklungsländer

Kinder und Jugendliche in Industrie und Entwicklungsländer   1) Definitionen: Industrie und Enwicklungsland Nach einer Definition der Vereinten Nationen sind alle Länder Entwicklungsländer, deren Einkommen pro Kopf unter dem der USA, Kanadas, Australiens und Westeuropas liegt. Als Maßstäbe gelten weiterhin Sozialprodukt und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die meisten Entwicklungsländer befinden sich in den Tropen und Subtropen. Gemeinsame Merkmale vieler Entwicklungsländer sind u.a.: niedriger Lebensstandart, unzureichende Ausbildung (hohe Analphabetenquote), hohes Bevölkerungswachstum, Rohstoffproduktion, aber fehlende -verarbeitung.

Hauptgrund für die hohe Zahl der Entwicklungsländer ist die Tatsache, daß bei den Bestimmungskreterien europäisch-nordamerikanische Maßstäbe angelegt werden. Die Entwicklungsländer, früher generell als Dritte Welt bezeichnet werden wieder unterteilt in: Dritte Welt = rohstoffreiche Entwicklungsländer mit beginnender Industrialisierung Vierte Welt = rohstoffarme Entwicklungsländer mit kaum Industrialisierung, aber Ansätzen einer wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung Fünfte Welt = Entwicklungsländer auf besonders niedriger Entwicklungsstufe und kaum Aussicht auf eine Verbesserung ohne massive Unterstützung von außen 2) Kinderarbeit Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation) müssen weltweit 250 Millionen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren arbeiten. Fast die Hälfte von ihnen sogar den ganzen Tag. Sie schuften in der Teppich- und Schuhindustrie. Auf Sisal- und Orangenplantagen. In Kohle- und Steinminen und in der Bauindustrie.

An vielen Kindern geht die oft schwere körperliche Arbeit nicht spurlos vorüber: Gebrochene Arme oder Beine, Verbrennungen, Hauterkrankungen, Blindheit, Taubheit, Atem-, Kopf- oder Magenschmerzen sprechen eine deutliche Sprache. Die Ursachen für Kinderarbeit stehen in engem Zusammenhang mit der Armut ihrer Familien. Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung, Verschuldung, Preisverfall der Rohstoffe, fehlende soziale Absicherung und Kürzungen der Sozialausgaben vieler Regierungen lassen aber auch erkennen, dass eine direkte Verbindung zwischen der Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern und der Entwicklung der Weltwirtschaft besteht. Ein Beispiel dafür wäre Kolumbien: Alles ähnelt einer ganz normalen, friedlichen Großstadt, nichts lässt vermuten, dass Kolumbien einen der grössten Kindermärkte der Welt unterhält, nichts einem argwöhnen, dass man auf dem heissesten Pflaster Lateinamerikas unterwegs ist: Rund die Hälfte des Bruttosozialprodukts, so schätzen Experten, wird in Kolumbien über den Rauschgiftmarkt erzielt. 80% aller Kinder der Hauptstadt Bogotá müssen arbeiten, trotz einer Arbeitslosigkeit, die, weil Zahlen fehlen, auf rund 40% geschätzt wird. Eine US- Amerikanische Tabakfirma hat es geschafft, den Zigarettenmarkt des Landes auf den Kopf zu stellen: Trotz eigener kolumbianischer Tabakmanufaktur hat eine bekannte US-Marke eine einsame Spitzenstellung erreicht.

Der Trick war einfach: Man heuerte ganze Heerscharen von Kindern an, die nur diese eine Marke verkauften, nichts sonst. . Um ein weiteres Beispiel anzuführen, möchte ich Bogotás Blumenplantagen erwähnen. Dort arbeiten kleine Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren. Die Mädchen verdienen etwa 50 Schilling pro Tag- Schutzhandschuhe gibt es nicht, das Essen müssen sie von zu Hause mitbringen und die Hygienischen Verhältnisse sind so schlecht, dass die meisten sich erst waschen können wenn sie wieder daheim in ihren Armenvierteln sind. Die Blumen werden anschließend in die 1.

Welt, nämlich in die USA, nach Europa und der grösste Teil geht nach Deutschland. Früher gingen die Blumen auch nach Österreich, dann engagierte sich eine Aktionsgruppe von Frauen aus Wien und forderte einen Boykott. Doch geändert hat sich für die Mädchen leidergottes gar nichts, ganz im Gegenteil: einige wurden sogar entlassen. Aber Fakt ist, dass die Kinder fast alles arbeiten was sie nur irgendwie an Arbeit bekommen. In den Elendvierteln von Bogotá hat man inzwischen begonne, sich gegen die verschiedenen Formen der Ausbeutung zu organisieren. Kinder und Erwachsene haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen und veranstalten Kurse für die, die keine Schulbildung bekommen haben und ansonsten irgendwo in der Stadt arbeiten würden.

Man braucht das Geld, dass die Kinder durch ihrer Hände Arbeit hereinbringen könnten, kann sich den Schulbesuch der Halbwüchsigen nicht erlauben.   3) Die Bildung Schulische Bildung:   Etwa 20% der schulfähigen Kinder des Südens können nicht zur Schule gehen. Viele Familien können sich den Schulbesuch für ihre Kinder nicht leisten (auch wenn die Kinder zusätzlich ein kleines Tageseinkommen mit nach Hause bringen). Auch die staatlichen Schulen sind nicht überall kostenlos. Insbesondere die hochverschuldeten Länder des Südens können weder durch ihr Steueraufkommen noch durch ihre wirtschaftlichen Aktivitäten am Weltmarkt genügend Mittel erwirtschaften, um Schulen und Ausbildungsstätten von hoher Qualität für alle Kinder und Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Selbst die Besoldung der Lehrkräfte ist für viele Länder ein großes Problem.





Die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Länder des Südens macht es den Regierungen unmöglich, die bestehenden Schulgebäude ausreichend in Stand zu halten, zu modernisieren oder neue Schulgebäude und Klassenräume zu errichten. Bildung ist Hilfe zur Selbsthilfe Nur eine gute Grundbildung und eine qualifizierte Berufsausbildung ermöglichen es jungen Menschen, ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten, ihre Familien zu unterstützen und einen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes und seiner Gesellschaft zu leisten. In einigen Ländern des Südens werden weniger als die Hälfte der schulpflichtigen Mädchen eingeschult. Zwei Drittel aller Schulabbrecher sind Mädchen. Ohne Schulbildung sind sie auch von der Berufsausbildung ausgeschlossen. Sie heiraten früh und bekommen früher Kinder.

Durch mangelnde Bildung fehlt den jungen Frauen eine wichtige Voraussetzung, um bewusste Entscheidungen über ihr Leben treffen zu können. Berufliche Bildung: „Mindestens 1,7 Milliarden zusätzliche Arbeitsplätze müssen bis zum Jahr 2050 weltweit geschaffen werden - allein um das heutige Beschäftigungsniveau zu erhalten." So das Ergebnis einer internationalen Studie. Und das, obwohl in vielen Ländern des Südens der Bedarf an Erwerbsarbeit aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums bereits heute erheblich schneller zunimmt, als Arbeitsplätze geschaffen werden können. In den Ländern des Südens ziehen immer mehr Menschen vom Land in die Städte, weil die Erträge der Landwirtschaft sie nicht mehr ernähren. Noch sind knapp 60 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft beschäftigt, aber eine dramatische Verschiebung zum industriellen und vor allem zum Dienstleistungssektor des städtischen Raums zeichnet sich deutlich ab.

Die Niedriglöhne in Entwicklungsländern begünstigen diesen Trend noch, der die heute schon hohe Arbeitslosigkeit und die prekäre Armut in vielen Städten noch verschlimmert. Berufliche Qualifizierung bereits in der Grundschule? Der größte Teil der Jugendlichen in den Länder des Südens hat nicht die Möglichkeit, mehr als sechs Jahre eine Schule zu besuchen und somit auch kaum die Chance zu einer beruflichen Qualifizierung außerhalb der Schule. Die vorberufliche Bildung in den letzen Klassen der Grundschule ist sehr wichtig, da sie oft die einzige berufliche Qualifizierung bleibt. In den Schulsystemen vieler Länder ist dies bereits in den Lehrplänen der Grundschulen vorgesehen, kann aber auf Grund von unzureichender Ausstattung der Schulen, fehlendem Lehrpersonal und knappen Mitteln der Schulbudgets nicht umgesetzt werden. 70 Prozent der Armen in der Welt sind Frauen, dabei leisten sie weltweit mehr als die Hälfte aller Arbeitsstunden und produzieren gerade in den Ländern des Südens den größten Teil der Nahrungsmittel. Mädchen und Frauen arbeiten größtenteils im häuslichen oder ungeschützten Bereich der Wirtschaft.

Sie haben keine rechtlich geschützte Stellung und sind ohne Renten- und Krankenversicherung. Ihre vielen Arbeitsstunden bleiben "unsichtbar", sie werden in keiner Wirtschaftsstatistik aufgeführt. 4) Gewalt an Kindern   Gewalt gehört zur Tagesordnung Mehr als 20 Prozent der Mädchen und Frauen und auch sehr viele Jungen leiden unter Gewalt in der Familie. In ungeschützten Arbeitsverhältnissen, zum Beispiel als Hausmädchen, ist der sexuelle Missbrauch junger Mädchen nicht selten. Mehr als zwei Millionen minderjährige Mädchen sind prostituiert, aber auch eine erschreckende Zahl von Jungen werden für pornographische Zwecke missbraucht. Täglich werden rund 6 000 Mädchen auf grausame Weise beschnitten, das heißt, nach alter Tradition werden ihre Genitalien verstümmelt.

  5) Unterernährung bei Kindern   In Entwicklungsländern werden 30 Millionen Mädchen und Jungen (etwa ein Viertel aller Kinder) mit Unterernährung geboren. In Südasien hat die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren Untergewicht, in Afrika südlich der Sahara über 40 Prozent, in Lateinamerika und der Karibik unter 20 Prozent. 6) Strassekinder   Man unterscheidet drei Gruppen von Straßenkindern: Kinder, die tagsüber auf der Straße arbeiten, aber noch bei ihren Familien leben; Kinder, die die Woche über auf der Straße arbeiten und nur an Wochenenden zu ihren Familien zurückkehren, z. B. weil der Weg vom Arbeitsort bis nach Hause zu weit ist; Kinder, die keinen Kontakt mehr zu ihren Familien haben, die nicht nur auf der Straße arbeiten, sondern auch leben.   Zur letzten Gruppe sollen Schätzungen zufolge rund 80 Millionen Mädchen und Jungen gehören.

Die meisten von ihnen leben in den Großstädten Lateinamerikas. Die jüngsten sind erst fünf Jahre alt. 7) Hilfsorganisationen:   Organisationen, wie beispielsweise die UNICEF oder die Kindernothilfe beschäftigen sich mit der Problematik der Kinder der 3. Welt. Die Kindernothilfe unterstützt zur Zeit zum Beispiel weltweit 30 Straßenkinderprojekte. Neben der direkten Unterstützung dieser Mädchen und Jungen in Projekten wirken diese Einrichtungen indirekt auch auf das Umfeld: Als Anlaufstelle für junge Menschen, die die Straße zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben, bleiben die Kinder und Jugendlichen nicht anonym und erfahren nicht nur Gewalt und Ablehnung in der Gesellschaft.

Die Projekte werden zum Sprachrohr für die Rechte der Kinder und Jugendlichen gegen Willkür von Polizei oder Killerkommandos, thematisieren die Gewalt in der Gesellschaft und stellen Werte und gesellschaftliches Verhalten in Frage. Sie beschäftigen sich aber auch mit lebenswichtigen Dingen wie die Bildung, Gewalt, Kinderarbeit und mit der Ernährung der Kinder. Zum Thema Ernährung hat die Kindernothilfe einige Projekte auf die Beine gestellt, wie zum Beispiel, dass es wichtig ist, Kinder schon frühzeitig mit landwirtschaftlichen Praktiken vertraut zu machen (da eine ausgewogene Ernährung ja sehr wichtig ist) und in einigen Projekten wird auch versucht, besonders Mütter zu schulen und ihre Kenntnisse in Bezug auf Anbau und Verwertung von Nahrungsmitteln zu verbessern.      

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