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  Der geschlechtsverkehr

VOM SEX ZUM BABY  Der Geschlechtsverkehr   Beim Zeugungsakt werden ~500 Millionen Spermien in die Scheide geschossen, die dann über den Gebärmutterhals zur Gebärmutter wandern. Sie werden durch das Scheidenmillieu aktiviert.. Sie müssen 15-19 Zentimeter zum Eileiter wandern, daß dauert ~ 1 Stunde. Auf dem Weg erhalten sie die Befruchtungsfähigkeit. Dann schwimmen sie hin und her, und warten auf das Ei, so dieses noch nicht da ist.

Die Befruchtung kann bis zu 4 Tage nach dem Akt stattfinden. Wenn Akt und Eisprung zeitgleich passieren, ist eine Befruchtung wahrscheinlicher, da der Gebärmutterschleim dann besonders geschmeidig ist. Hunderte Millionen Spermien bleiben stecken, oder werden von weißen Blutkörperchen (Makrophagen und Granulozyten) getötet, da diese alle Fremdkörper eliminieren. Im Kopf des Spermiums befinden sich 23 Chromosomen, welche die Hälfte des Erbgutes beinhalten. Es existieren X- und Y- Chromosomen, welche über das Geschlecht des Kindes entscheiden, dabei ist X weiblich und Y männlich.   2 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr   Erste Begegnung der Spermien mit dem Ei.

Von den 500 Millionen kommen 100 durch zum Versuch, die Eischale zu durchstoßen und regen das Ei dazu an, sich im Uhrzeigersinn zu drehen. Die Kappe des Spermas löst sich auf, und Enzyme werden freigesetzt, die die Nahrungszellen, welche das Ei umgeben, zersetzen. Ca. 10 Spermien versuchen dann, die Eischale zu durchbrechen, eines schafft dies, die restlichen werden von der Eizelle ausgeschlossen, welche eine chemische Veränderung ihrer Schale unternimmt. Die restlichen Spermien umschwimmen das Ei noch mehrere Tage, der Grund dafür ist unbekannt. Man nimmt jedoch an, das dies ein besonderes Milieu für das Ei erzeugt, und daß dadurch der ganze Prozeß beschleunigt werden soll.

Das siegreiche Spermium verliert seinen Schwanz. Der Kopf des Spermiums enthält DNA-Informationen wie Körpergröße, Hautfarbe, Haarfarbe, ...   20 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr   Sperma und Eikern verschmelzen, dabei fällt die Entscheidung über eventuelle Erbkrankheiten, außerdem werden minimale Reparaturen an der möglicherweise beim Transport beschädigten DNA vorgenommen. Die Frau kriegt zu diesem Zeitpunkt von ihrer Schwangerschaft noch nix mit.

  30 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr   Das Ei bewegt sich auf die Gebärmutter zu. Die DNA-Mittelungen werden kopiert, und es kommt zur ersten Zellteilung, danach erfolgt eine Zellteilung alle 12-15 Stunden.   Damit ist die Zeugung abgeschlossen, und die Entwicklung des Kindes nimmt ihren Lauf.   Ab der 4. Woche ist eine Bestätigung der Schwangerschaft durch einen Test möglich. In der 5.

Woche ist der Embryo vorhanden, er ist etwa Apfelsamengroß. Plazenta und Nabelschnur arbeiten bereits. Eine Woche später beginnt der Herzschlag, der Embryo ist etwa ½ cm groß. In der 7. Woche bilden sich Arme, Beine, Augen, Nase und Ohren. Wieder eine Woche darauf kommen Augenlider und Ellbögen dazu, und Herz und Gehirn werden komplizierter.

In der 9. Woche verschwindet das Embryoschwänzchen, und die Organogenese, also die Ausbildung der Organe, setzt ein. In der 10. Woche sind Arme, Beine und Genitalien bereits vorhanden. Eine Woche später ist der Embryo zwischen 4-5 cm groß, Nägel und Haare fangen an, zu wachsen. Im 3.

Monat ist der Embryo zum Fötus geworden, die Knochen beginnen sich langsam zu härten. In Woche 13 bildet sich das Gesicht aus, und das Wachstum beschleunigt sich. Ab der 14. Woche kann man der Frau ihre Schwangerschaft ansehen. Ab Woche 15 ist das Baby mit einer hauchdünnen Haarschicht, der Languo, umgeben, und einige seiner Muskeln fangen an, zu funktionieren. Eine Woche später bekommt das Kind Lichtsensivität und einen schlimmen Schluckauf, ein Vorläufer der Atmung.

Eine Woche später ist das Baby so groß wie eine Avocado, und sein Kreislauf funktioniert bereits. In der 18. Woche bewegen sich Augen und Ohren an den Platz, an den sie gehören. 5 Monate nach der Zeugung ist das Geschlecht das Babys mit Ultraschall bestimmbar, außerdem bildet das Gehirn Zentren zur Sinneserfassung aus. Woche 21 : Das Baby ist von einer schützenden Fettschicht, der vernix caseosa umgeben, die es schützt. In der 23.

Woche wiegt das Kind schon fast ein halbes Kilo. Die ersten Zähne bilden sich im Zahnfleisch. Nach 6 Monaten kann das Baby bereits schlucken. Nach 25 Wochen bilden sich die Geschmacksnerven aus, und das Baby entwickelt eine Lust nach Süßem, welche sich bei der Mutter in einem Süßigkeiten-Heißhunger zeigt. In der nächsten Woche beginnen sich die optischen Nerven auszubilden, und es reagiert auf Berührungen und Druck. 7 Tage später kann das Baby bereits hören, seine Augen öffnen sich, und es wiegt bereits über ein Kilo.


Im 7. Monat könnte das Kind mit Hilfe eines Beatmungsgerätes bereits atmen, wiegt 1 ½ Kilo und hat einen Schlafrhytmus. Woche 30 : Sollte das Baby männlich sein, Bewegen sich die Hoden von den Nieren über die Leistengegend zum Hodensack. Bei einem Mädchen ist die Klitoris relativ sichtbar, da sie noch nicht von den Schamlippen bedeckt sind, welche sich erst in den letzten Wochen der Schwangerschaft bilden. In der 31. Woche sind Lungen und Verdauungstrakt fast vollkommen funktionsfähig.

Am Ende der 32. Woche wiegt das Baby fast 2 Kilo. Bei Jungen sollten die Hoden jetzt im Hodensack sein. Sollte einer fehlen, ist das aber nicht tragisch, denn er sollte bis zum 1. Geburtstag nachkommen – Als Geburtstagsüberraschung, sozusagen. Woche 34, das Baby sollte jetzt mit dem Kopf nach unten liegen.

Zwischen der 38. und 42. Woche sollte die Geburt stattfinden, alles vor der 38. ist eine Frühgeburt, alles nach der 42. eine Spätgeburt.   Die Entbindung   Es gibt drei Zeichen, welche die Geburt ankündigen :   Regelmäßige Wehen   Wenn die Wehen im Abstand von 10 Minuten eintreffen, sind es Geburtswehen.

Kommen die Wehen im Abstand von 5 Minuten, steht die Geburt unmittelbar bevor.   Abgang von Fruchtwasser   Wassergang muß zwar nichts bedeuten, kann aber ein Anzeichen der Geburt sein. Es kann auch ungewolltes Urinieren sein.   Blutungen   Die Blutungen sind normal, da der Schleimprofen, der den Muttermund verschließt, sich lösen kann.   Die Entbindung teilt sich in 3 Zeitabschnitte auf :   Eröffnungsphase   Die Wehen beginnen, die Fruchtblase platzt, das Fruchtwasser läuft aus. Der Muttermund öffnet sich etwa 10 cm weit, das Kind rotiert so, daß sein Kopf beim Beckenboden liegt.

Dauer : 15-20 Stunden.   Austreibungsphase   Der Muttermund ist voll geöffnet, der Kopf des Kindes stößt gegen den Beckenboden, die Mutter hilft dem Kind durch Pressen aus dem Mutterleib hinaus. Dauer : Einige Minuten bis eine Stunde.   Nachgeburtsphase   Das Kind ist geboren, jetzt stößt der Mutterleib den Mutterkuchen aus. Dauer : 15 Minuten – 1 Stunde.   Bei der Geburt   Die Geburt stellt sowohl für das Kind wie für die Mutter eine enorme Anstrengung dar, beim Kind sinkt der Puls bei den Wehen, geht aber in den Pausen wieder auf Normallevel.

Die Nebenieren produzieren Adrenalin und Noradrenalin, und zwar mehr als je wieder im Leben des Kindes. Diese Hormone erhöhen Puls und Blutzuckerspiegel. Das Blut zirkuliert schneller, dadurch werden die Lungen auf die Luftatmung vorbereitet. Außerdem wird die Produktion von Lungenflüssigkeit durch das Adrenalin verringert.   Methoden der Schmerzlinderung   Körperliche Übungen, richtiges Atmen, und die Anwesenheit des Vaters oder guter Freunde kann streßlindernd wirken. Chemische Methoden umfassen die Injektion von Pethidin in den Oberschenkel, die Verabreichung eines Lachgas-Sauerstoff-Gemisches, welches die Mutter aber benebeln kann, eine Lokalbetäubung (parazervikaler Block) oder eine Beckenbodenbetäubung (Pudendusblock).

Letzere ist die häufigste Form, welche besonders in der Endphase der Austreibung verabreicht wird. Der Pudendusnerv ist für Dammschmerzen zuständig, welche nach einer Betäubung verschwinden. Dann gibt es noch die Peridunalanästhesie, welche den gesamten Unterleib betäubt, doch ist diese zu stark, können Atmung und Blutdruck der Mutter zurückgehen, was das Kind schädigen kann. Wenn die Mutter nach so einer Betäubung nicht mehr richtig pressen kann, wird entweder eine Zange oder eine Saugglocke zum Einsatz gebracht. Andere Methoden der Betäubung umfassen kleine Stromstöße, Akupunktur und Hypnose.   Der erste Schrei   Dieser Reflex füllt die Lungen des Babys mit Luft.

Die Lungenflüssigkeit wird in Blut und Lymphe verdrängt, der Blutkreislauf wird auf Touren gebracht.   Nach der Entbindung   Das Baby wird abgenabelt, nachdem die Nabelschnur aufgehört hat, zu pulsieren. Nach einem letzten Pressen löst sich dann der Mutterkuchen und kommt raus. Dies wird von der Hebamme durch Bauchmassage erleichtert. Danach kontrolliert diese den Mutterkuchen, denn wenn Stücke von ihm zurückbleiben, kann das Blutungen verursachen, welche das Zusammenziehen der Gebärmutter verlangsamen können. Danach wird noch überprüft, ob es eventuell Geweberisse in Scheide oder Damm existieren.

Wenn ja, werden diese unter Narkose genäht.   Der Kaiserschnitt   Wenn das Kind zu groß ist, oder der Mutterkuchen vor dem Kind liegt (plazenta praevia), kann keine natürliche Geburt stattfinden. Die Mutter bekommt eine Peridunalanästhesie, die Bauchdecke wird aufgeschnitten, Fruchtwasser spritzt heraus, und das Kind entnommen. Dann wird die Nabelschnur durchtrennt, und die Mutter wieder zugenäht.

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