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  Mario mairhofer

Mario Mairhofer gmairhof@cso.co.at     Johann Strauss ( Sohn ) , seinLeben     Wie der Vater, so der Sohn   Johann Strauss Vater war vom Bierwirtssohn zum Hofball - Musikdirektor avanciert. Gemeinsam mit seinem Freund Josef Lanner machte er den Walzer salonfähig. Im Juli 1825 heiratete der knapp 22jährige die 2 1/2 Jahre ältere Wirtstochter Anna Strein. Der Eheschließungsgrund wird am 25.

10.1825 in St. Ulrich geboren und nach seinem Vater Johann Baptist getauft. Um für seine Familie unabhängig sorge tragen zu können, kommt es zur Trennung von Lanner. Strauss gründet seine eigene Kapelle und der Wettstreit zwischen den beiden Musikdirektoren beginnt.   Johann, der begabteste seiner Söhne, kam am 25.

Oktober 1825 in der damaligen Wiener Vorstadt Lerchenfeld zur Welt. Das Geburtshaus ist nicht erhalten, die Adresse entspricht in etwa 7, Lerchenfelderstraße 15. Fünf Geschwister folgten. Der Vater war zu dieser/seiner Zeit schon ein weithin berühmter Komponist: er, der Schöpfer des Weltberühmten "Radetzkymarsches", prägte das musikalische Lebensgefühl jener Zeit.   Der ehrgeizige Vater schickte die Söhne auf das Polytechnikum (heute Technische Universität 4, Karlsplatz 13). Aber Johann Strauss Sohn machte lieber Musik.

Er läßt sich heimlich zum Musiker ausbilden und finanziert seine Geigenstunden mit Klavierunterricht. Josef Drechsler ist der großartige Lehrer von Strauss Sohn, der auch die Musik Raimunds "Bauer als Millionär" geschrieben hatte.   Mit der Empfehlung Drechslers gibt Joh. Strauss ende Juli 1844 dem Magistrat bekannt, daß er den Beruf eines Musikdirektors ausüben werde. Da er noch minderjährig ist mußte man mit dem Einspruch des Vaters rechnen. Um dem vorzubeugen reichte die Mutter die Scheidungsklage ein jedoch gestattete der Magistrat die Berufsausübung von Johann Strauss ohne beim Vater rückzufragen.

Er debütierte 1844, mit 19 Jahren, als Konzertdirektor im Kasino Dommayer (13, Hietzinger Hauptstraße 10-20, heute Parkhotel Schönbrunn).     Der junge Strauss wurde seinem Vater ein gefürchteter Konkurrent. Dem "Alten" war sogar eine Anzeige recht, um den Schani gerufenen Junior aus dem Feld zu schlagen. Doch dieser wußte sich zu behaupten. Und allen Seiten zu schmeicheln: den Aufständischen der Jahres 1848 mit dem Revolutionsmarsch, dem frisch gekrönten Habsburger mit dem Kaiser-Franz-Joseph-Marsch und dem Besitzer eines der luxuriösesten Wiener Tanzpaläste mit der Odeon-Quadrille.   Im Hirschenhaus (2, Taborstraße 17, heute ein Nachfolgehaus) zwischen Altstadt und Prater wohnte Schani bis zum 37.

Lebensjahr unter den Fittichen seiner Mama. Papa Strauss wohnte ebenfalls bis 1846 im Hirschenhaus, jedoch mit seiner neuen Geliebten, einer jungen Modistin (Emilie Trambusch), mit der er 7 Kinder hatte.   Im September 1849 stirbt ganz plötzlich der Vater, eben von einer Gastspielreise aus England zurückgekehrt an Scharlach. Hunderte Wiener stehen Spalier, als er zu Grabe getragen wird. Beim Requiem singen die berühmtesten Sänger der K.K.

Hofoper - und Wien trauert aufrichtig.   Das Orchester des Vaters wählte Strauss Junior zu ihrem neuen Dirigenten. In den folgenden 3 Jahren beweist Strauss, daß er zu recht am Platz des Vaters steht. Er wird zum Musiker aller Schichten.   Manche Lokalitäten, in denen Strauss aufspielte, gibt es heute noch:   § Sofiensäle (3, Marxer Gasse 17) § Gasthaus "Zum goldenen Strauß" heute die Pausenräume der Sträußelsäle des Theaters in der Josefstadt (8, Josefstädter Straße 24-26) § Café-Restaurant Volksgarten (1, Burgring 1) § Zu Zeiten des Walzerkönigs das beliebte Café Corti An der schönen blauen Donau   Wien lag Strauss zu Füßen. Der spielte 1854 bei Kaiserin Elisabeths Vermählungsball, ging auf Konzertreisen und gewann seine Brüder fürs Musikgeschäft.

Immer öfter dirigierte der um 2 Jahre jüngere Bruder Josef, ein Ingenieur, das Strauss-Orchester, der "fesche Edi" folgte. Sie vertraten Schani in Wien, er legte mit dem Engagement in Pawlowsk bei St. Petersburg die Grundlage für seinen Reichtum. Im Fasching wurde die Kapelle sogar dreigeteilt: So konnte der Name Strauss auf bis zu 6 Bällen täglich locken.   Beschwingte Werke wie die Tritsch-Tratsch-Polka und der Morgenblätter-Walzer (als Gegenstück zu Brahms Abendblätter) entstanden. Manchmal komponierten die Brüder auch gemeinsam, so die Pizzicato-Polka.


Während sich die Sträusse der Wiener Unterhaltungsindustrie bemächtigten, wandelte sich Wien zur modernen Großstadt. Die Stadtmauer machte prachtvollen Ringstrassenbauten Platz.   1862 heiratete Strauss im Stephansdom die um 7 Jahre ältere Ex- Opernsängerin Henriette Treffz ( mit aller umsichtiger Geheimhaltung).     Sie hatte für Schani ihren reichen Liebhaber von Adel verlassen, 7 Kinder bei den Vätern deponiert und übernahm das Management der Walzerkönigs. Er schätzte sein "Millionenstückl", gemeinsam spekulierten sie mit Immobilien. Im Domizil des Ehepaares (2, Praterstraße 54) entstand 1867 der berühmteste Walzer der Welt, An der schönen blauen Donau : Schon in den ersten Jahren nach Erscheinen wurde der Superhit im Dreivierteltakt, über eine Million Mal gedruckt.

Und vom Walzerkönig bei der Weltausstellung in Paris (1867) ebenso dirigiert wie in Boston 1872, wo ihn 50.000 Musikbegeisterte begeistert feierten.       Ihr gelang es auch das (inoffiziell) von ihr gestellte Ansuchen bei Hof zur Ernennung ihres Mannes zum k.k. Hofballmusikdirektors. Dem Gesuch wurde unverzüglich stattgegeben, nachdem vorher zwei "Anläufe" insbesondere wegen Strauss Haltung gegen seinen Vater im Jahre 1848 gescheitert waren.

  Die Folge dieser Ernennung für den Komponisten waren bedeutsam, mit der dabei eingegangenen Verpflichtungen, in Wien nur mehr bei Elitebällen sowie im k.k. Volksgarten aufzutreten, war ihm endlich die Gelegenheit gegeben sich in ausreichendem Masse dem Schaffen zu widmen.   Heute ist die Strauss-Wohnung ein Museum: Gefüllt mit Gemälden und Stichen der Musikgenies, zahlreiche Autografen (Originalnotenniederschriften), seiner Geige und jenem Schreibpult, an dem Strauss den Donauwalzer komponierte.   Seid umschlungen Millionen   In der Nähe der Habsburgerresidenz Schönnbrunn verbrachte Herr und Frau Strauss in ihrer Villa (13, Maxingstraße 18), die auch heute in Privatbesitz ist, von 1870 bis 1878 die Sommer.   Im Jahre 1871 erlebte dann die Operette "Indigo und die 40 Räuber" unter allen Anzeichen einer Sensation im Theater an der Wien ihre Premiere.

Die (wohl von finanziellen Erwägungen mitbestimmte) Entscheidung, sich dem dramatischen Genre zuzuwenden, führte von Anfang an auch zu kritischen Entscheidungen: die völlige Unerfahrenheit Strauss auf diesem Gebiet (welche mancherlei Mithilfe erforderte) zeigte sich nicht nur bei diesem "Erstling", den Hanslick als "Tanzmusik mit unterlegtem Text" bezeichnete.   Mit unwiderstehlichen Walzern hatte Johann Strauss die Welt erobert, es verlangte ihn nach mehr: 1873/74 ereignete dich das musikalische Wunder "Der Fledermaus" , deren Musik Strauss "enflammiert", wie sonst in keinem Falle mehr, in kurzer Zeit zu Papier warf(in nur 6 Wochen in der Sommervilla). Der Erfolg war ungeheuer. Und hält an. Die Fledermaus ist die meistgespielte Operette der Welt.     1878 starb Jetty: Johann, der allen Unannehmlichkeiten aus dem Weg ging, ließ sich nicht einmal bei ihrem Begräbnis blicken.

50 Tage später stand er mit Lily Dittrich in der Karlskirche vor dem Traualtar. Die um 25 Jahre jüngere, angehende Sängerin hielt es nur 4 Jahre beim Walzerkönig ( Sie betrog Strauss ausgerechnet mit dem Direktor des Theaters an der Wien indem Strauss anschließend lange keine Operetten mehr aufführte!)   Mit 60 residierte Strauss in einem Prachtpalais (4, Johann-Strauss-Gasse 4 es fiel dem Bombenhagel des II Weltkrieges zum Opfer), umgab sich mit Antiquitäten, einem großen Freundeskreis und einer neuen Frau: Adele, gute 30 Jahre jünger als er. Um seine Liebe 1887 ehelichen zu können, trat er zum evangelischen Glauben über und nahm die sächsische Staatsbürgerschaft an. Um sein Alter zu kaschieren, trug er ab den späten 80er Jahren Haare und Bart pechschwarz gefärbt.   Und komponierte weiterhin wie ein junger. Es entstanden die Operetten Eine Nacht in Venedig (1883) und der Zigeunerbaron (1885) sowie berühmteste Walzer, darunter der Kaiserwalzer und das Brahms gewidmete Opus Seid umschlungen, Millionen.

  Auf das drängen von Adele hin komponierte Strauss eine Oper. "Ritter Pásmán" die nach 3jähriger Schaffenszeit doch eher ein Mißerfolg wurde.       Staatsoper und Nachruf   In der Wiener Staatsoper dirigierte der Meister erstmals wenige Tage vor seinem Tod. Er schaffte nur die Ouvertüre der Fledermaus. Strauss starb am 3. Juni 1899 an einer Lungenentzündung .

"Walzerkönigin" Adele kümmerte sich energisch um das künstlerische und materielle Erbe. Auf ihr Betreiben wurde die Operette Wiener Blut vollendet und wenige Monate nach dem Ableben des Gatten uraufgeführt.   Menschenmassen säumten den pompösen Trauerzug. Vom Strauss-Palais bahnte er sich den Weg über Oper, evangelische Kirche (1, Dorotheergasse 18) und Musikverein zum Wiener Zentralfriedhof. Dort wurde der geniale Musiker in einem Ehrengrab bestattet (11, Simmeringer Hauptstraße 234, Gruppe 32A, Grab 27)           Der zu Lebzeiten auf den Sockel gehobene Walzerkönig erhielt 1921 das ihm gebührende Zeichen der Nachruhms. Das Johann-Strauss-Denkmal von Edmund Hellmer im Stadtpark, heute Wiens begehrtestes Fotomotiv.

Bei der Enthüllung der vergoldeten Bronzedenkmals 1921 spielten die Wiener Philharmoniker den Donauwalzer.

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