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  Nennen sie 3 konstruktionsgrundsätze und erklären sie diese

ALLGEMEINES  Nennen Sie 3 Konstruktionsgrundsätze und erklären Sie diese ?   Funktionalität: Hauptgrundsatz, alle anderen müssen gegenüber diesem zurücktreten Wirtschaftlichkeit: Nutzen/Aufwand Verwendung von Normteilen und Halbzeug technischer Vollendungsgrad – je höher desto mehr Kosten Werkstoffwahl: Werkstoffverhalten, Eigenschaften sind ausschlaggebend für die Auswahl hohe Festigkeit -> kleine Querschnitte Verschleiß, Oberflächen, Schweißbarkeit, Korrosionsbeständigkeit, gute Formbarkeit usw. Fertigungsverfahren: unterschiedlichste Fertigungsverfahren Kenntnisse über die Fertigungsmöglichkeiten im Werk bzw. Zulieferbetrieben Stückzahl (Einzel-, Serien-, Massenfertigung) Bearbeitung: Oberflächen – roh – grob – fein bearbeitet so grob wie nötig, so fein wie möglich je genauer (hohe Toleranzen) die Oberflächen bearbeitet werden, umso teurer wird die Bearbeitung Formgebung: Design neben der Funktionalität auch schön, ästhetisch zu wirken – Konsumgüter verlaufende, glatte Übergänge zur Vermeidung von Dauerbruch Zusammenbau, Montage: Der Zusammenbau aller Teile soll möglichst einfach (kostengünstig) sein. Das ermöglicht auch schnelle Reperaturarbeiten. schnelles Auswechseln von Verschleißteilen Sollbruchstellen Versand: Wie bringe ich den Apparat aus dem Werk hinaus?! Transportvorrichtungen Transportmaße ( Eisenbahn Transportprofil Straße – Gewichtslimit) Bedienung: einfach und übersichtlich ergonometrisch, absichern gegen Fehlbedienung Wartung: Wartung ist Unterbrechung des Betriebes, daher möglichst alle Wartungsstellen gut zugänglich machen. Lange Wartungsintervalle vorbeugende Instandhaltung           Was versteht man unter Haft- und Gleitreibung und wovon hängen die Reibungskoeffizienten ab ?   Haftreibung: Bleibt ein Körper unter Einwirkung einer resultierenden Kraft F, die ihn gegen eine Unterlage preßt, in Ruhe, so liegt Haftreibung vor.

Haftreibungskoeffizient: abhängig von den an einander gepreßten Werkstoffen, deren Oberflächenbeschaffen- heit, von einer Fremdschicht, von Temp. und Feuchtigkeit, von der Flächenpressung und von der Größe der Normalkraft   Gleitreibung: wird die Haftreibung überwunden, und setzt sich der Körper in Bewegung, so gilt für die Reibkraft das Coulombsche Gleitreibungsgesetz Gleitreibungskoeffizient: hängt neben den unter Haftreibung beschriebenen Enflüssen hauptsächlich von den Schmierungsverhältnissen (Trocken- reibung, Mischreibung, Flüssigkeitsreibung) ab   Nennen Sie 3 Beanspruchungsarten und erklären Sie diese ?   Zugbeanspruchung: 2 Kräfte wirken in entgegengesetzter Richtung vom Werkstück weg auf einer Wirkungslinie Druckbeanspruchung: 2 Kräfte wirken auf einer Wirkungslinie auf das Werkstück hin ein Verdrehung, Biegung, Scherung, Knickung   Welche Belastungsfälle unterscheidet man ?   statische Belastung (steigt die Kraft, die auf ein Teil wirkt von 0 auf einen Höchstwert an u. bleibt dann gleich groß) dynamische Belastung: 3 Arten: 1.) dynamisch-schwellende Belastung 2.) dynamisch-wechselnde Belastung 3.) allgemein-dynamische Belastung ad 1.

) die Spannung schwankt zw. 0 und einem Höchstwert ad 2.) die Spannung schwankt zwischen einem pos. und neg. Höchstwert ad 3.) die Spannung schwankt ungleichmäßig zw.

einem Höchst- und einem Tiefstwert    NORMZAHLEN  Wozu dienen Normzahlen ?   Um die Werkzeuge, Meßwerkzeuge und Einrichtungen in Grenzen zu halten, ist es nötig, die möglichen Abmessungen einzuschränken. Dies geschieht dr. die Norm- zahlen sowie dr. die Toleranzen.   Wie sind die Normzahlen aufgebaut ?   sind in einer geometrischen Reihe abgestuft, bei der das Verhältnis eines Gliedes zum nächsten konstant bleibt. Dieses Verhältnis wird als Stufensprung q bezeichnet.

Anders ausgedrückt: Jede Normzahl ergibt sich aus der Multiplikation der vorhergehenden mit q.  PASSUNGEN, TOLERANZEN  Was versteht man unter den Begriffen Nennmaß, Nullinie und Istmaß ?   Nennmaß: ist das in der Zeichnung genannte Maß; in bildlichen Darstellungen entspricht das Nennmaß der Nullinie Nullinie: in der graph. Darstellung die dem Nennmaß entsprechende Bezugslinie für die Abmaße und Toleranzen Istmaß: das dr. Messen festgestellte Maß, das jedoch stets mit Meßunsicherheit behaftet ist                                   Die wichtigsten Passungsbegriffe ? Skizze   Woraus besteht eine tolerierte Bemaßung ?   Maßzahl (Durchmesser, Länge) und Toleranzfeld (Buchstabe: Grundmaß der Nullinie Zahl: Qualität od. Feinheit) 25H6     Was versteht man unter Spielpassung und Übermaßpassung ?   Spielpassung: es tritt stets ein Spiel zwischen den Teilen auf Übermaßpassung: es tritt immer ein Übermaß auf                     Welche Passungsarten gibt es ?   Spielpassungen, Preßpassungen (Übermaßpassungen), Übergangspassungen (entweder Spiel od. Preßpassung)   Welchen Sinn haben Passungssyteme ?   Um die Fertigungs- und Prüfkosten niedrig zu halten, werden tolerierte Maße meistens nach dem Passungssystem Einheitsbohrung oder nach dem Passungssystem Einheitswelle gefertigt.





  Nennen Sie einige Formtoleranzen ?   Geradheit, Ebenheit, Rundheit, Zylinderform, Linienform, Flächenform   Nennen Sie einige Lagetoleranzen ?   Parallelität, Rechtwinkligkeit, Neigung (Winkligkeit), Position, Symmetrie, Koaxialität (Konzentration), Planlauf, Rundlauf  GEWINDE  Definition eines Gewindes ?   Ein Gewinde ist eine Einkerbung, welche mit der Steigung P als Schraubenlinie um einen Zylinder läuft   Welches sind die wichtigsten Gewindemaße ?   Außen- und Nenndurchmesser d Flankendurchmesser d2 = d – 0.64953 P Steigung P Kerndurchmesser d3 = d – 1.22687 P Mutternhöhe m Flankenwinkel   Einteilungsmöglichkeiten der Gewinde ?   Verwendungszweck (Befestigungsgew., Bewegungsgew.), Profil (Spitzgew., Trapezgew.

, Saegegew.), Drehsinn (links, rechts), Gangzahl (Eingängig, mehrgängiges Gew.) Gewindearten ? Wofür werden Sie verwendet ? Warum ?   Metrisches ISO-Gewinde: Flankenwinkel 60°, man unterscheidet nach der Steigung zwischen Regelgewinde (Befestigungsschrauben) und Feingewinde (große Durchmesser, hohe Beanspruchung, dünnwandige Teile) Rohrgewinde: Flankenwinkel 55°, Gewindedurchmesser meist in Zoll angegeben; für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen Trapezgewinde: Flankenwinkel 30°, bevorzugt als Bewegungsgewinde (Schraubstock, Leitspindel für Druckmaschinen, Spindeln für Pressen) Sägengewinde: Flankenwinkel 33°, unsymmetrisches Gewindeprofil für hohe einseitige Belastung. Verwendung als Bewegungsgewinde für Hub- und Druckspindeln Rundgewinde: Unempfindlichkeit gegen Verschmutzung und rauchendem Betrieb; Kupplungsspindeln von Eisenbahnwagen   Wie unterscheiden sich metrische Regelgewinde von metr. Feingewinden ?   durch die unterschiedliche Steigung Regelgewinde für Befestigungsschrauben (in der Bezeichnung nur der Nenndurchmesser angegeben z.B.

M16) Feingewinde für gr. Durchmesser, hohe Beanspruchung, dünnwandige Teile (neben dem Nenndurchmesser auch die Steigung angegeben z.B. M16x1,5); selbsthemmend     Was bedeutet bei einer Schraube die Stempelung 8.8 ?   Die erste Zahl (Festigkeitszahl) gibt 1/100 der Mindestzugfestigkeit Rm in N/mm² an, die zweite das 10fache des Streckgrenzenverhältnisses (Rp0,2)/Rm an Rp0,2 = Dehngrenze 8.8 häufigste Festigkeitsklasse   Wann verwendet man Stiftschrauben ?   Stiftschrauben verwendet man anstelle von Kopfschrauben, wenn die Verbindung häufig gelöst werden muß   Welche Möglichkeiten des kontrollierten Schraubenanziehens kennen Sie ?   Drehmomentschlüssel (bis M30, Motorenbau), Schrauber / Schlagschrauber (Radmuttern), Hydraulischer Momentschrauber (bis M64), Hydraulisches Vorspannen (im Apparatebau M64 – M160, Reaktorbau), thermisches Vorspannen (im Dampfturbinenbau), Drehwinkel gesteuertes Vorspannen (Reaktorbau)   Nennen Sie 3 Schraubensicherungen und erklären Sie diese ?   Federring: sogenannte Setzsicherung; verhindert, daß Vorspannkräfte unzulässig abnehmen Klebstoffbeschichtetes Gewinde: sogenannte Losdrehsicherung; verhindert ein Losdrehen der Schraubverbindung Kronenmuttern mit Splint: sogenannte Verliersicherung; verhindert Auseinanderfallen der verschraubten Teile   Welche Kräfte müssen beim Anziehen von Muttern überwunden werden ?   ?  STIFTVERBINDUNGEN  Wozu werden Paßstifte verwendet ?   zur Lagesicherung   Wann verwendet man Spannstifte ? Wann verwendet man Kerbstifte ?   Kerbstifte: dienen zum Fügen gering beanspruchter Bauteile, die selten gelöst werden müssen; sie besitzen an ihrem Umfang 3 Längskerben, die sich beim Eintreiben elastisch verformen Spannstifte: Paß-, Befestigungs, Sicherungsstifte; sind für Aufnahme von Stoß u.

Schlagarbeit geeignet   Einteilung der Stifte ?   Paßstifte zur Lagesicherung Befestigungsstifte zur kraft- oder/und formschlüssigen Verbindung Abscherstifte, um Schäden an Bauteilen zu verhindern   Einteilung nach Form ?   Zylinderstifte (meist als Paßstifte), Kegelstifte (meist als Befestigungsstifte), Kerbstifte (dienen zum Fügen gering beanspruchter Bauteile, die selten gelöst werden müssen) Welche Stiftformen können als Paßstifte verwendet werden ?   Zylinderstifte   Berechnet auf ?   ?  BOLZEN  Bolzenarten ?   sind kurze Achsen, die Maschinenteile beweglich miteinander verbinden Achsbolzen Gelenksbolzen    WELLEN, NABENVERBINDUNG  In welche Gruppen lassen sich Wellen Nabenverbindungen einteilen? (FKM S.380)   Formschluß-Verbindungen (zB. Paßfederverbindung) Kraftschluß-Verbindung (zB. Klemm- oder Kegelverbindung) Vorgespannte Formschluß-Verbindung (zB. Keil- oder Stirnzahnverbindung) (= Kombination aus Form- und Kraftschluß) Stoffschluß-Verbindung (zB. Schweiß-, Löt- oder Klebeverbindung)   Wie werden bei Formschlußverbindungen die Drehmomente übertragen? (Beispiele)  Formschluß-Verbindungen übertragen Drehmomente durch ineinanderpassende Formen.

Dabei ist eine axiale Verschiebung von Welle und Nabe möglich. Beispiele: Paßfedern-Vb Keilwellen-Vb Zahnwellen-Vb Polygonwellen-Vb   Worin unterscheiden sich Paßfeder- und Keilverbindungen?   Bei Paßfeder-Vb gibt es nur einen Mitnehmer, bei Keilwellen-Vb mehrere Þ dadurch kann ein höheres Drehmoment bei gleichem Durchmesser übertragen werden. (Paßfeder könnte sich verformen oder brechen) Paßfeder ist nicht für stoßartige Beanspruchung geeignet, Keilwellen für hochbeanspruchte Mitnehmerverbindungen   In welchen Fällen verwendet man Zahnwellen-Verbindungen?  Welle und Narbe werden durch die feinere Zähnung gegenüber dem Keilwellenprofil weniger geschwächt Þ Es können bei gleichem Durchmesser größere Drehmomente übertragen werden. Zahnwellen-Vb werden besonders bei stoßartigen Belastungen verwendet. Evolventenzahnprofil für leicht lösbare, verschiebbare oder auch feste Verbindungen. Kerbzahnprofil wird vorwiegend für feste Verbindungen verwendet (zB.

Achsschenkel und Drehstabfedern bei KfZ)  Berechnung des Drehmomentes aus Leistung und Drehzahl?   ?   Wann wird eine Keilwellenverbindung angewendet? Skizzieren Sie den Querschnitt einer Keilwelle.  Keilwellenverbindungen werden für hochbeanspruchte Mitnehmerverbindungen (zB. Getriebewellen von Werkzeugmaschinen verwendet. Anzahl und Tiefe der Mitnehmer wird mit zunehmendem Drehmoment größer. Teile der Verbindung können axial gegeneinander verschoben werden. Deshalb verwendet man sie auch bei Verschieberädern.



Zentrierung erfolgt durch Innen- bzw. Flankenzentrierung.gr. Drehmomente, stoßartige Belastung         Wann wird eine Paßfederverbindung verwendet? Skizzieren Sie den Querschnitt dieser Wellen-Nabenverbindung  Riemenscheiben, Zahnräder, Kupplungen, für Wellen bei vorwiegend stoßfreien und einseitig wirkenden Drehmomenten      Reibschlußverbindungen (Kraftschlußverbindungen) Wirkflächen, Eigenschaften  Preßverbände entstehen durch das Fügen von Teilen, die vor dem Zusammenbau ein Übermaß haben. Dadurch wird eine über den Fugenumfang gleichmäßige Fugenpressung und damit eine Haltekraft zur Übertragung wechselnder und stoßartiger Drehmomente und Längskräfte erzeugt.  Sicherung gegen axiales Verschieben von Naben auf der Welle?   Nur bei formschlüssigen Verbindungen notwendig.

Sicherung erfolgt durch:   Stellringe Kegelstifte Sicherungsringe Sprengringe Sicherungsscheiben  FEDERN  Beschreiben Sie die Eigenschaft von Federn allgemein!  Federn verformen sich bei Belastung elastisch. Die für die Verformung aufgewendete Arbeit wird in der Feder gespeichert und bei Entlastung wieder abgegeben. Die zur Verformung einer Feder erforderliche Kraft wird mit zunehmendem Federweg größer. Die Abhängigkeit der Kraft vom Federweg wird durch Kennlinien dargestellt. Sie dienen zur Beurteilung der Federeigenschaften. Sie können linear, progressiv oder degressiv verlaufen.

  Nennen Sie einige Anwendungsgebiete von Federn!  Federn dienen zB zum Auffangen von Stößen und Schwingungen (Federung von Fahrzeugen), zum Aufeinanderpressen von Maschinenteilen (Kupplungsfedern), zur Speicherung von Spannenergie (Stirnmitnehmer) und zur Rückholung von Maschinenteilen (einfachwirkender Pneumatik-Zylinder)  Was sagt die Federkennlinie aus?  Die Abhängigkeit der Kraft vom Federweg wird durch Kennlinien dargestellt. Sie dienen zur Beurteilung der Federeigenschaften. Sie können linear, progressiv oder degressiv verlaufen. Je steiler die Federkennlinie verläuft, desto größere Kräfte sind zur Verformung der Feder erforderlich.  Welches Federverhalten hat eine Feder mit einer linearen Kennlinie?  Federkraft und Federweg sind proportional. Je steiler die Kennlinie verläuft, umso geringer sind bei gleicher Kraft die Federwege, dh.

umso härter ist die Feder (zB. Blattfedern, Tellerfeder)   Welches Federverhalten hat eine Feder mit einer progressiven Kennlinie?  Ansteigend gekrümmte Kennlinien zeigen an, daß die Feder mit steigender Belastung härter wird. Dadurch wird beispielsweise ein Durchschlagen der Feder bei starken Belastungen verhindert und ein schnelles Abklingen von Schwingungen erreicht. (zB. Fahrzeugfedern Þ geschichtete Blattfedern)  Welches Federverhalten hat eine Feder mit einer degressiven Kennlinie?  Abfallend gekrümmte Kennlinien zeigen an, daß mit steigender Belastung ein weiterer größerer Federweg bei kleinerem Kraftanstieg benötigt wird, wie zum Spiel- und Druckausgleich bei Reglern.(zB.

Gummifedern mit Zugbeanspruchung)   Welche Anwendung haben geschichtete blattfedern und wie sind sie beansprucht?  Blattfedern sind Biegefedern und werden aus einem Federstahlband hergestellt. In Feinwerktechnik dienen sie als Kontakt- und Andrückfedern. Aus Einzelfedern geschichtete Blattfederpakete werden zur Radfederung bei Schienen- und Straßenfahrzeugen eingesetzt. Sie werden auf Druck beansprucht.  Welche Anwendung haben Spiralfedern und wie sind sie beansprucht?  Sie werden aus zylindrisch aufgewickelten Federstahldraht hergestellt und als Zug- und Druckfedern verwendet. Sie besitzen lineare Federkennlinien und eigenen sich besonders für große Federwege.

Anwendung finden sie bei Fahrzeugen (zB. Stoßdämpfer) oder als Zugfedern.              Welche Anwendung haben Gummifedern?  Gummifedern werden meist zur Dämpfung von Schwingungen und Stößen, zB. bei Kupplungen, verwendet. das in Metallhülsen oder zwischen Metallplatten einvulkanisierte oder eingeklebte Gummielement kann auf Abscherung oder Druck beansprucht werden.  Nach welchem Prinzip funktionieren Gasfedern? Anwendung?  Pneumatische Federn dienen zB.

zur Federung von Kraftfahrzeugen. Sie besitzen als Federungselement Luft oder ein anderes Gas. die abzufedernde Kraft wirkt durch einen beweglichen Kolben auf das in einem Zylinder eingeschlossenen Gas. Pneumatische Federn haben eine progressive Kennlinie und werden häufig mit hydraulischen Dämpfern kombiniert (Stoßdämpfer).  Welche Beanspruchungsarten treten bei Federn auf? Beispiele?   Druckbeanspruchung (Stoßdämpfer) Zugbeanspruchung (Zugfeder) Biegebeanspruchung (Blattfeder) Abscherbeanspruchung (Gummifedern)  WELLEN, ACHSEN  Wodurch unterscheiden sich Achsen und Wellen?  Achsen dienen zum tragen ruhender, umlaufender oder schwingender Maschinenteile. sie übertragen keine Drehmomente und werden vorwiegend auf Biegung beansprucht.

Man unterscheidet zwischen feststehenden Achsen und umlaufenden Achsen.   Wellen sind umlaufende Maschinenelemente. Sie übertragen Drehmomente, die durch Zahnräder, Riemenscheiben oder Kupplungen eingeleitet werden. Wellen werden auf Biegung und Verdrehung beansprucht. Man unterscheidet starre Wellen, Gelenkwellen und biegsame Wellen.         LAGER  Welche Arten der Bewegungsreibung gibt es?   Gleitreibung (tritt zwischen zwei aufeinander gleitenden Werkstücken auf) Rollreibung (Widerstand, der bei aufeinander abrollenden Werkstücken zu überwinden ist) Wälzreibung (ist eine Rollreibung, bei der zusätzlich eine Gleitreibung auftritt)   Welche Reibungszustände gibt es?   Festkörperreibung (Es berühren sich die aufeinander gleitenden Flächen und verformen die Oberflächenerhöhungen Þ Gefahr des verschweißens bzw.

fressens.) Mischreibung (Sie entsteht bei Beginn der Bewegung oder bei unzureichender Schmierung. Die Gleitflächen berühren sich dabei noch an einzelnen Stellen. Die dabei auftretende Reibung und der Verschleiß sind geringer als bei der Festkörperreibung. ) Flüssigkeitsreibung (Unter idealen Bedingungen ist soviel Schmierstoff zwischen den Gleitflächen, daß diese vollständig voneinander getrennt sind. Reibung entsteht nur noch durch das gleiten der Schmierstoffmoleküle aufeinander.

)   Einteilung der Grundformen der Lager?   a) Nach Bewegungsverhältnisse: Gleitlager Bei Gleitlagern drehen sich die Wellenzapfen in einer Lagerschale oder Lagerbuchse aufeinander. Durch die vom Wellenzapfen auf das Lager wirkende Normalkraft wird eine Reibungskraft erzeugt, welche die Bewegung hemmen will. um die Reibungskraft und damit das Reibungsmoment klein zu halten, muß zwischen den Gleitteilen ausreichend Schmierstoff vorhanden sein. Wälzlager Bei Wälzlager erfolgt die Kraftübertragung vom Wellenzapfen auf das Lagergehäuse über Wälzkörper, die zwischen den beiden Laufringen abrollen. die dabei entstehende Wälzreibung ist kleiner als die Reibung in einem Gleitlager. Als Wälzkörper werden Kugeln, Zylinderrollen Kegelrollen, Tonnenrollen und Nadelrollen verwendet.




Die Wälzkörper können ein- oder zweireihig angeordnet sein. Der Käfig hält die Wälzkörper in einem gleichmäßigen Abstand voneinander und verhindert bei zerlegbaren lagern das Herausfallen der Wälzkörper.  b) Nach Richtung der Lagerkraft: Radiallager Axiallager    c) Nach Funktion: Festlager (zur Aufnahme von Quer- und Längskräften) Loslager (lassen Längsverschiebung zu)  d) Nach Bauform: Augenlager Flanschlager Stehlager Gelenk- bzw. Pendellager Einbaulager  e) Nach Montagemöglichkeit: ungeteilte Lager geteilte Lager Welche Tragvorgänge bei Gleitlagern gibt es?   ?   Wie funktioniert die hydrostatische Schmierung bei Gleitlagern?  Bei Gleitlagern mit hydrostatischer Schmierung wird das Schmieröl mit einer Hochdruckpumpe in die am Umfang des Lagers verteilten Öltaschen gepreßt. Aus diesen Taschen fließt es durch die Lagerspalte ab. Der in den Lagerspalten herrschende Öldruck bewirkt, daß sich sowohl beim Stillstand als auch beim Anlauf Wellenzapfen und die Lagerschale nicht berühren und somit immer Flüssigkeitsreibung vorhanden ist.

Deshalb ist bei hydrostatischer Schmierung ein Ruckgleiten ausgeschlossen. (zB Luft als Schmiermittel bei Rundtischlagerungen Þ sehr geringe Reibung)  Wie funktioniert die hydrodynamische Schmierung bei Gleitlagern?  Bei Gleitlagern mit hydrodynamischer Schmierung wird der Schmierfilm durch die Drehbewegung des Zapfens erzeugt. Beim Anlaufen der Welle sind Zapfen und Lagerschale noch nicht vollständig durch den Schmierfilm getrennt (Mischreibung). Mit zunehmender Drehzahl wird das an der unbelasteten Lagerseite zugeführte Schmieröl vom zapfen in den sich verengenden Schmierspalt gezogen. Der steigende Druck im Schmierspalt bewirkt, daß die Welle angehoben und dadurch die Reibung verkleinert wird. Bei genügend großer Gleitgeschwindigkeit wird der Abstand der Gleitteile so groß, daß der Zapfen auf dem Ölfilm schwimmt (Flüssigkeitsreibung).

          Vor und Nachteile von Gleitlagern?   Vorteile Nachteile unempfindlich gegen Schmutz größere Reibungsverluste unempfindlich gegen Stöße geringere Tragfähigkeit bei kleinen Drehzahlen geringe Geräuschentwicklung höherer Schmierstoffverbrauch hohe Lebensdauer und Drehzahlen schwieriger auszutauschen kleinerer Einbaudurchmesser Wirkungsgrad ist geringer als bei WL größere Tragfähigkeit bei gleicher Größe     Wann werden Gleitlager bevorzugt?   Für Lagerungen mit hohen Drehzahlen und Belastungen bei hoher Lebensdauer (zB Dauerläufer wie Wasserturbinen, Generatoren, Kreiselpumpen usw.) Für Lagerungen, die bei kleinen Drehzahlen oder im Stillstand starke Stöße und Erschütterungen aufnehmen müssen (zB. bei Stanzen, Pressen und Hämmern) Für Lagerungen bei geringen Ansprüchen und wo es auf eine einfache Ausführung und einen niedrigen Preis ankommt (zB. Haushaltsmaschinen, Landmaschinen ...

) Mehrflächengleitlager, bei hohen axialen Kräften (zB Spurlager von Wasserturbinen mit senkrechter Welle) für wartungsarme und wartungsfreie Lager (zB Kunstofflager, Sinterlager) Mehrstoffgleitlager, bei hochbelasteten, schnellaufenden Wellen (zB. Kurbelwellen   Wälzlagerarten ?   Kugellager: Rillenkugellager Schrägkugellager Pendelkugellager Axial-Rillenkugellager   Rollenlager: Zylinderrollenlager Kegelrollenlager Tonnenlager Pendelrollenlager Axial-Zylinderrollenlager Axial-Pendelrollenlager Radial-Nadellager Axial-Nadellager   Welche Lageranordnung ist bei der Lagerung einer Welle mit zwei Rillenkugellager notwendig?  Bei der Lagerung von Wellen wird ein Lager meist als Festlager, das andere als Loslager eingebaut. Beide Lager werden durch radiale Kräfte belastet. das axial nicht bewegliche Festlager nimmt zudem die gesamte Axialkraft auf, während sich das Loslager bei Ausdehnung der Welle in Achsrichtung verschieben kann. Dadurch wird ein Verspannen der Wälzkörper in den Laufringen verhindert.  Welche Art der Lagerberechnung gibt es? Wann kommt welche zur Anwendung?   ? Welche Arten der Lagerabdichtung gibt es?  Dichtungen sollen die Lager in erster Linie gegen Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit schützen, gleichzeitig aber auch das Austreten des Schmiermittels verhindern.

Die Art der Dichtung richtet sich nach den äußeren Betriebsbedingungen, der verlangten Lebensdauer und der Drehzahl des Lagers.  Man unterscheidet: Schleifende Dichtungen (schließt das Lager spaltlos ab) Nichtschleifende Dichtungen (es wird die Dichtwirkung enger Spalte ausgenutzt  KUPPLUNGEN    Welche Aufgaben haben Kupplungen ?   Form- und kraftschlüssige Verbindung von Wellen Unterbrechung oder Übertragung von Drehmomenten Schalten von Getriebestufen Schutz vor Überlastung Dämpfung von Stößen Ausgleich von Wellenversetzungen                 Einteilung ? Nichtschaltbare Kupplungen : Starre K. Drehstarre K. Elastische K. Schaltbare Kupplungen : Formschlüssige K. Kraftschlüssige K.

K. für Sonderzwecke : Sicherheitsk. Anlaufk. Freilaufk.   Drehstarre Kupplungen à Eigenschaften ?   (Bogenzahnk., Gelenkk.

) Es wird die Drehbewegung drehstarr übertragen und gleichzeitig werden Wellenversetzungen ausgeglichen. Bogenzahnk.: große Drehmomente, hohe Drehzahlen, bei kleiner Bauweise Gelenkk.: größerer Wellenausgleich als Bogenzahnk.àGleichlaufgelenk, Kugeln übertragen Drehbewegung   Elastische Kupplungen à Eigenschaften ?   Ausgleich von radialen und axialen Wellenversetzungen, zusätzliche Nachgiebigkeit in UmfangsrichtungàStöße und Schwingungen werden gedämpft Elastische Elemente : Gummi, Schrauben- und Blattfedern, Gummibälge   Klauenkupplung, Kreuzscheibenkupplung à Wofür ?   Klauenk.: Übertragung von Drehmomenten, mit der Eigenschaft der Unterbrechung, keine äußere Schließkraft notwendig.



Schließen nur möglich im Stillstand oder bei niedrigen Drehzahlen   Schaltbare Kupplungen Einteilung ? Wofür ?   Einteilung : Formschlüssige : Übertragung von Drehmomenten durch ineinandergreifende Kupplungselemente, keine äußere Schließkraft Kraftschlüssige : Übertragung durch Reibung, Reibungsflächen bei Betrieb durch äußere Schließkraft aneinandergepreßt       Wie wird bei einer Klauenkupplung das Drehmoment übertragen ? Durch ineinandergreifende Kupplungselemente   Wie wird bei einer Lamellenk. Das Drehmoment übertragen ?   Besitzen Lamellenpaket, dessen Lamellen abwechselnd außen mit dem Kupplungsgehäuse und innen mit der Antriebswelle in Drehrichtung formschlüssig, jedoch axial beweglich, verbunden sind.   Welchen Zweck haben Anlaufk.?   Werden oft zwischen Kraft- und Arbeitsmaschine eingebaut. Ermöglichen Kraftmaschine unbelastet hochzulaufen. Ab bestimmter Drehzahl wird Arbeitsmaschine selbstständig ausgekuppelt.

   RIEMEN    Flachriemen ? Welche Art der Kraftübertragung ? Wovon hängt das übertragbare Drehmoment ab ?   Besteht aus Leder, Kunststoff- und Gewebeschichten. Kraftschlüssige Übertragung à durch Reibung zwischen Riemenscheibe und Riemen Reibungszahl zwischen Riemen und Scheibe, Normalkraft à abhängig von Riemenvorspannung   Keilriemen ? Warum kann ein größeres Drehmoment als beim Flachriemen übertragen werden ?   Flachriemen: Reibung der Innenseite Keilriemen: Reibkräfte als Folge der hohen Anpreßkräfte an schrägen Flanken des Keilriemens.   Zahnriemen ? Wichtigste Eigenschaft ?   Nicht kraftschlüssig, sondern formschlüssig. Geringe Riemenvorspannung Schlupflose Übertragung    ZAHNRÄDER    Aufgaben ?   Übertragung von Drehbewegungen formschlüssig von einer Welle zur anderen. Veränderungen von : Drehzahlen Drehrichtung Drehmomente   Was ist der Modul eines Zahnrades ? ?   Wie entsteht eine Evolvente ?   Sie entsteht, wenn z.B.

:ein gespannter Faden von einem Zylinder (Grundkreis) abgewickelt wird. Mit zunehmenden Kreisdurchmesser nimmt Krümmung der Evolvente ab. Unendlich großer Durchmesser à Evolvente wird zur Geraden (Zahnrad wird zur Stange) à durch Abwälzen eines Werkzeuges mit geraden Zahnflanken hergestellt.   Was müssen Zahnräder welche ineinadergreifen gemeinsam haben ? à gleichen Modul à gleichen Eingriffswinkel   Welche Zahnradarten gibt es ? ?   Welchen Vorteil hat die Evolventenverzahnung bei der Herstellung ? ?   Was tritt bei Schrägverzahnung auf ?   à sind immer mehrere Zähne gleichzeitig im Eingriff à laufruhiger als geradverzahnte à größere Drehmomente übertragen à Zahnräder müssen entgegengestzt gerichtete Steigungen aufweisen    UNLÖSBARE VERBINDUNGEN    Was versteht man unter Schweißen ?   Vereinigen oder Beschichten von Werkstoffen in flüssigen oder plastischen Zustand unter Anwendung von Wärme und/oder Kraft, ohne oder mit Zusatzwerkstoff   In welchen Hauptgruppen werden Schweißverfahren eingeteilt ?   à Schmelz-Schweißen (ohne Kraft) à Preß-Schweißen (mit Kraft)   Welche Aufgabe hat die Umhüllung der Stabelektrode ? Umhüllung bildet beim Abschmelzen Gase, die Lichtbogen stabilisieren und den flüssigen Werkstoffübergang und Schmelzbad gegen die umgebende Luft abschirmen. Abschmelzende Umhüllung schwimmt als Schlacke auf Schweißnahtà verhindert eine schnelle Abkühlung der Schweißstelle à Verminderung der Schrumpfspannung   Welche Schutzgasschweißverfahren gibt es ?   Wolfram-Schutzgasschweißen (WSG) : Wolfram-Inertgass. (WIG) (Wolfram-) Plasmas.

(WP) Metall-Schutzgasschweißen (MSG) : Metall-Inertgass. (MIG) Metall-Aktivgass. (MAG)   Unterscheidung WIG und MAG ?   WIG : à nicht abschmelzende Wolframelektrode à inerte Schutzgase (reaktionsträge) (Ar,He) MAG: à mit abschmelzender Elektrode à aktive Schutzgase (reaktionsfähige) (Ar,O,CO2)         Wie ensteht beim Punktschweißen eine Schweißverbindung ?   Aufeinanderliegende Bleche mit einzelnen Schweißpunkten verbinden. Durch 2 wassergekühlte Kupferelektroden werden Belche zusammengedrückt. à von Elektrode zur anderen fließt hoher Strom à durch hohen Widerstand zwischen den Belchen entsteht hohe Schweißtemperatur à linsenförmiger Schweißpunkt.   Anwendung von Klebeverbindungen ? Weshalb sind beim Kleben große Fügeflächen notwendig ?   Verbinden von Konstruktionsteilen Sichern von Schrauben Dichten von Fügeflächen   Was versteht man unter Löten ? Wie werden Lötverfahren nach der Arbeitstemperatur unterteilt ? Welche Aufgaben hat das Flußmittel ?   stoffschlüssiges Fügen und Beschichtenvon Werkstoffen mit Hilfe eines geschmolzenen Zusatzmetalls, dem Lot.

Verbinden von gleichen oder verschiedenartigen metallischen Werkstoffen fest, dicht und leitfähig. Weichlöten : unter 450°C mit Flußmittel für dichte und leitfähige Verbindungen keine hohen Ansprüche an Belastbarkeit, wenn zu lötende Bauteile wärmeempfindlich sind Hartlöten : über 450°C mit Flußmittel, unter Schutzgas oder im Vakuum Hochtemp.löten: über 900°C unter Schutzgas oder im Vakuum à Flußmittel notwendig zum Lösen von Oxiden und zum Verhindern weiterer Oxidationen. Sonst würden sich erwärmte Metalle mit Sauerstoff verbinden und eine Oxidschicht bilden.        

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