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  Der bewegungsapparat

DER BEWEGUNGSAPPARAT        Der Bewegungsapparat gestattet es dem Menschen sich in seiner Umwelt zu bewegen und sie zu gestalten. Das menschliche Skelett besteht aus über 200 Knochen und gibt unserem Körper Festigkeit und Gestalt der Muskulatur Ansatzmöglichkeiten, so dass sie das Skelett zu bewegen vermag und schützt die inneren Organe     Der Bewegungsapparat wird unterteilt in zwei Teile:   Passiver Bewegungsapparat (= Skelettsystem) Er bildet das Gerüst des menschlichen Körpers und besteht aus Knochen, Gelenken und Bändern.   Aktiver Bewegungsapparat (= Muskelsystem) Er sichert die Körperhaltung, ermöglicht die aktive Bewegung des passiven Bewegungsapparates und besteht aus der Muskulatur und ihren Hilfseinrichtungen wie Sehnen und Sehnenscheiden.         Der passive Bewegungsapparat:   Knochen:   Das menschliche Skelett ist aus über 200 verschiedenen Knochen aufgebaut. Entsprechend der verschiedenen Beanspruchungen und Aufgaben, die die einzelnen Knochen zu erfüllen haben, hat sich im Laufe unserer Entwicklung unser Skelettsystem optimal angepaßt und die verschiedensten Knochenformen entwickelt. So unterscheidet man nach ihrer Form:   platte Knochen (z.

B. Schulterblatt, Brust- und Stirnbein) kurze Knochen ( z.B. Wirbel, Hand- bzw. Fußwurzelknochen) und Röhrenknochen ( z.B.

Oberarmknochen, Wadenbein, ...)     Am Beispiel eines Röhrenknochens läßt sich der Bau der Knochen besonders gut studieren:   Die Gelenksflächen, die mit anderen Knochen Berührungsflächen bilden, sind von Knorpel überzogen, die die Reibung zwischen den Knochen herabsetzen. Außen ist der Knochen von der Beinhaut umgeben, die gut durchblutet und von Nerven überzogen ist. Darunter folgt eine kompakte Knochenschicht, in der innen die Bälkchenschicht (schwammartiges Maschenwerk) eingelagert ist.

In den Hohlräumen zwischen den Knochenbälkchen befindet sich das Knochenmark, indem ständig Blutzellen neu gebildet werden.   An den Röhrenknochen unterscheidet man das Mittelstück und die zwei Endstücke mit der Gelenkfläche. Zwischen dem Mittelstück und den Endstücken befindet sich die Wachstumsfuge, die für das Längenwachstum verantwortlich ist. Die Knochenhaut ist für das Dickenwachstum des Knochens verantwortlich. Im Gegensatz zur Wachstumsfuge verliert die Knochenhaut nie die Fähigkeit zum Dickenwachstum und dies ist die Voraussetzung für die Heilung eines Knochenbruchs.   Damit das Skelett seine Form gebende, bewegende und stützende Funktion erfüllen kann, müssen die Knochen miteinander verbunden sein.

  Man unterscheidet zwischen: festen Knochenverbindungen, das sind zum Beispiel Knochennähte und Verwachsungen (Darm- Sitz- und Schambein des Menschen sind verwachsen).   halbfesten Knochenverbindungen (Fugen), das sind Verbindungen durch Knorpel, wie zum Beispiel die Verbindung zwischen Rippen und Brustbein oder die Schambeinfuge.   und gelenkigen Verbindungen, bei denen die von Knorpeln überzogenen Knochenenden durch einen Gelenksspalt getrennt sind. Durch Bänder und durch die Gelenkskapsel bleiben die beiden Skelettteile aber trotzdem miteinander verbunden.     Als Stütz- und Schutzorgan hat das Knochengewebe, bestehend aus Knochenzellen und mineralhaltigen, harten Knochengrundsubstanz, bemerkenswerte Eigenschaften entwickelt. Der Knochen ist so fest wie Eisen aber gleichzeitig so elastisch wie Holz und so leicht wie Aluminium.

      Gelenke:   Die meisten Knochen des Skeletts sind durch Gelenke miteinander verbunden und somit sind die Gelenke die beweglichen Verbindungen zwischen den einzelnen Knochen.   Die mit dem Gelenk in Verbindung stehenden Knochenteile sind mit Knorpel überzogen und bilden die Gelenksflächen. Bei einem einfachen Gelenk bildet eine Gelenksfläche den Gelenkskopf, die andere die Gelenkspfanne, wobei sich zwischen den Gelenksflächen der Gelenksspalt befindet. Das Gelenk ist von einer Gelenkskapsel umgeben, die die Fortsetzung der Beinhaut im Gelenksbereich bildet und Gelenksschmiere absondert. Der Gelenksknorpel ist elastisch und wirkt als Stoßdämpfer, der die Druckbelastungen, die auf die Gelenksenden wirken, auffängt. Dieser besitzt keine Blutgefäße und wird lediglich von der Gelenksflüssigkeit und vom Knochen her genährt.

Der Gelenksknorpel und die Gelenksflüssigkeit ermöglichen ein beinahe reibungsloses Gleiten der Gelenksenden gegeneinander.   Im Alter oder nach Überbeanspruchung kann es zu Schäden am Knorpel kommen, die die Beweglichkeit des Gelenks einschränken und die Gelenksbewegungen werden schmerzhaft.   Eine abgestorbene Knorpelzelle kann nicht durch Zellteilung oder durch eine neue Knorpelzelle ersetzt werden. Der Gelenksknorpel stellt daher für Sportschäden das schwächste Glied in der Kette des Bewegungsapparates dar.     Nach der Beweglichkeit teilt man die Gelenke funktionell in drei Gruppen ein, wobei man mehrere Gelenkstypen unterscheidet:   Einachsige Gelenke: Sie erlauben Bewegungen nur in einer Ebene und um eine Gelenksachse.   - Das Scharniergelenk (z.





B. Ellenbogengelenk) erlaubt nur Beugen und Strecken des Unterarms gegen den Oberarm     - Das Radgelenk (Gelenk zwischen Elle und Speiche) erlaubt nur die Handbewegung     Zweiachsige Gelenke: Sie erlauben ein weitaus größeres Bewegungsausmaß in zwei Ebenen und um zwei aufeinander senkrecht stehende Gelenksachsen.   - Das Eigelenk (z.B. das Handgelenk) erlaubt Beugen und Strecken der Hand gegen den Unterarm sowie die Abspreitzbewegung der Hand zur Kleinfinger- oder daumenseite.   Beim Eigelenk hat der Gelenkskopf die Gestalt eines Drehellipsoides oder Eies und liegt in einer entsprechend geformten Gelenkspfanne.

Dadurch wird eine Drehung nach allen Seiten unmöglich und es bleiben nur zwei Bewegungsachsen.   - Das Kniegelenk ist ein Kondylengelenk und erlaubt Beugen und Strecken des Unterschenkels gegen den Oberschenkel sowie Außen- und Innenrotation des Unterschenkels gegen den Oberschenkel   Das Kniegelenk ist sehr kompliziert gebaut, obwohl es nur von zwei Knochen, dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein, gebildet wird. Da ein Großteil des Körpergewichts auf dem Kniegelenk lastet, wird es vor allem beim Laufen und Springen sehr beansprucht. Deshalb wird es von starken Bändern gefestigt, die eine Überstreckung verhindern. Das Gelenk wird vorne durch die Kniescheibe geschützt. Im Gelenk befindet sich links und rechts je ein nicht eingeschlossener, außen verdickter Knorpelring, der mit der Gelenkskapsel verwachsen ist.

Dieser Knorpelring heißt nach seiner Form Meniskus (von lateinisch meniscus = das Möndchen, der Halbmond), der eine stoßdämpfende Wirkung hat. Weil die Menisken nur am Mittelgrat der Schienbeinoberfläche festgewachsen, sonst aber frei verschiebbar sind, ermöglichen sie in der Beugestellung des Beines auch eine Drehung des Schienbeins gegen den Oberschenkelknochen.     Dreiachsige Gelenke: Sie erlauben Bewegungen in allen drei Ebenen des Raumes um drei aufeinander senkrecht stehende Gelenksachsen.   - Das Kugelgelenk (z.B. das Schultergelenk) erlaubt Vor- und Rückführung des Armes, seitliches Abspreizen und Heranführen des Armes und Außen- und Innendrehung des Armes um seine Längsachse.

      Neben diesen drei Bewegungen um die drei Gelenksachsen sind alle Bewegungen mit dem Arm möglich. Diese sind dann Kombinationsbewegungen um zwei oder drei Gelenksachsen wie zum Beispiel das Armkreisen.   Der Bewegungsumfang in den Gelenken kann durch Dehnung der Muskulatur (= Stretching) verbessert werden. Die Belastbarkeit der Gelenke (im besonderen des Gelenksknorpels) kann jedoch durch das Training nicht verbessert werden. Nur indirekt durch Stärkung der Gelenksmuskulatur wird über die dynamisch stabilisierende Funktion der Muskulatur ein besserer Schutz des Knorpels vor Gelenksverletzungen und Überbeanspruchung erreicht. Dieser Schutzmechanismus des Gelenks und damit hauptsächlich des Gelenksknorpels kann nur durch systematisches Aufbautraining mit einer dem Trainingszustand angepaßten Steigerung der Trainingsbelastung erreicht werden.

Wir müssen jedoch akzeptieren, dass es gerade im Hochleistungssport Grenzen für die Belastbarkeit der Gelenke und im speziellen des Gelenksknorpels gibt.   Der Bandapparat und die Gelenksmuskulatur sichern gemeinsam die Gelenke vor Überbeanspruchung und Verletzungen. Die Bänder sind Verstärkungen der Gelenkskapseln. Sie sichern den Zusammenhalt der Gelenksenden und hemmen den Bewegungsumfang im Gelenk. Die Bänder sind eine besondere Form des Bindegewebes. Sie bestehen zum größten Teil aus den festen weißen Fasern des Proteins Kollagen (kollagene Fasern) und zum geringeren Teil aus den gelben Fasern des Eiweißes Elastin (elastische Fasern).

Die meisten Bänder bestehen aus gebündelten Fasern. Diese Faserbündeln sind bei den jeweiligen Bandtypen in unterschiedlicher Verlaufsrichtung angeordnet. Zwischen den einzelnen Fasern liegen spezialisierte, faserbildende Bindegewebszellen, sogenannte Fibroblasten, die die Bandstrukturen erneuern und zerstörte zersetzen. Zwischen den einzelnen Faserbündeln findet man ein lockeres Füllgewebe, das den Durchtritt von Blut- Lymphgefäßen und Nerven ermöglicht. Die Bänder sind an der Knochenhaut befestigt, die einerseits der Ernährung des Knochens andererseits dem Ansatz von Bändern, Sehnen und Muskeln dient. Die Bänder gehen am Ansatz so kontinuierlich in die Knochen haut über, daß sie oft bei Bandverletzungen mit einbezogen werden.

Durch regelmäßiges Training wird der Bandapparat gestärkt.   2. Der aktive Bewegungsapparat:   Muskulatur:   Die Skelettmuskeln zeigen unterschiedliche Formen, aber im einfachsten Fall besteht ein Muskel aus einer Ursprungssehne, einem Muskelbauch und einer Ansatzsehne. Muskeln können aber nicht nur eine, sondern auch mehrere Sehnen besitzen. Man spricht dann zum Beispiel beim Bizeps vom „zweiköpfigen“, beim Trizeps vom „dreiköpfigen“ Muskel.   Die Muskulatur ist dem Skelett in mehreren Schichten aufgelagert.

Die quer gestreifte Muskulatur ist unserem Willen unterworfen (willkürlich), kann jedoch durch Reflexe auch unwillkürlich gesteuert werden.  Zwischen den einzelnen Muskellagen des Rumpfs, aber auch an den Oberflächen der Muskulatur befinden sich oft große Sehnenplatten, die das Ansetzen zahlreicher Muskelfasern ermöglichen. Jede Muskelfaser ist von einer Haut umgeben. Mehrere Fasern sind zu einem Bündel vereinigt, einige von einer Haut überzogen und zu einem Muskel zusammengefaßt. Der Länge nach wird eine Muskelfaser von zahlreichen feinen Eiweißelementen durchzogen, die durch ihre Verkürzung die Muskelarbeit durchführen.   Meist wirken an unserem Körper mehrere Muskeln zusammen.

Sie bilden Muskelgruppen oder funktionelle Gruppen, die wiederum Gegenspieler mit der genau entgegengesetzten Wirkung besitzen. Die Gegenspieler sind notwendig, weil sich die Muskeln nicht von selbst dehnen können. Die das Skelett bewegenden Muskeln arbeiten nach den Gesetzen der Mechanik (z.B. Hebelgesetz) Beugung – Streckung Anziehen zum Körper – Abspreizen vom Körper Außenrollung – Innenrollung (Linksdrehung – Rechtsdrehung)         Hilfseinrichtungen der Muskulatur:   Sehnen: Die Muskeln werden durch die Sehnen am Skelett verankert. Sie stellen ein festes Fasergewebe mit hoher Zugfestigkeit ähnlich dem Bandapparat der Gelenke dar.

Die Anpassungsfähigkeit der Sehnen ist sehr beschränkt. Bei Jugendlichen läßt sich unter regelmäßigem Training ein Faserzuwachs bis zu 30% erkennen. Beim Erwachsenen findet lediglich eine Veränderung im mikroskopischen Aufbau der Sehne statt, der mit einer höheren Zugfestigkeit verbunden ist. Da die Sehnen schlecht durchblutet werden, heilen Sehnenverletzungen langsam und der Muskel muß lange ruhig gestellt werden. Bei dauernder Überbeanspruchung eines Muskels kann es zu schmerzhaften Entzündungen an der Sehnenverankerung im Knochen kommen.       Sehnenscheiden: Diese haben die Aufgabe, überall dort, wo es funktionell notwendig ist, die Sehnen an den Knochen oder in Gelenksnähe zu fixieren und ein Abheben von der Unterlage bei der Muskelaktion zu verhindern.

Sehnenscheiden bestehen aus einer bindegewebigen Röhre, die innen von einer zarten flüssigkeitsabsondernden Haut ausgekleidet ist. Diese ermöglicht den Sehnen ein nahezu reibungsloses Gleiten in der Führungsröhre. Bei Überbeanspruchung können sich die Sehnenscheiden sehr schmerzhaft entzünden. Die Entzündung kann bis zur schmerzhaften Bewegungseinschränkung des jeweiligen Muskels führen.     Muskelbinden (Faszien) Die Muskelbinden stellen eine, aus straffem Bindegewebe aufgebaute Hülle für den Muskel dar. Sie sorgen als Führungsrinne dafür, dass der Muskel auch in Aktion in der richtigen Lage verbleibt.



    Schleimbeutel: Sie sind flüssigkeitsgefüllte Säckchen, die sich überall dort befinden, wo Muskel und Sehnen über Knochenvorsprüngen liegen oder gegenüber der Umgebung verschoben werden. Als druckverteilende Wasserkissen setzen sie die Reibung an der Umgebung herab. Bei Überbeanspruchung können sich auch die Schleimbeutel entzünden und dies kann zu einer Bewegungseinschränkung führen.                                               SPORTVERLETZUNGEN          Die Grenze der sportlichen Leistungsfähigkeit wird heute in vielen Sportarten durch die Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes bestimmt. Deshalb ist mit dem Sport das Auftreten von Verletzungen unvermeidbar und so sind im Allgemeinen Sportverletzungen alle Verletzungen, die während des Sporttreibens bei Wettkampf oder Training auftreten. Die Ursachen sind vielfältig und ergeben sich hauptsächlich aus trainingsmethodischen Fehlern (ungenügendes Aufwärmen, zu hohe Belastungsanforderung nach Trainingspause, Verletzung oder Erkrankung), einer ungesunden Lebensweise (keine an Vitamin und mineralstoffreiche Nahrung, ungenügende Schlafzeit, Zuführen von Giftstoffen wie Nikotin, Alkohol, .

..) sowie durch Disziplinlosigkeit (Nichtberücksichtigung sportlicher Regeln und Sicherheitsvorschriften).       Zu den wichtigsten Sportverletzungen zählen Muskel-, Sehnen-, Knochen- und Gelenksverletzungen.         Muskelverletzungen:   Verletzungen an der Muskulatur stellen mit den Hautschürfungen die häufigste Sportverletzung dar. In den Extrembereichen des Sportes muß die Muskulatur kurzfristige Spitzenbelastungen oder mehrere Stunden anhaltende Dauerbelastung aushalten.

Da jedoch die Muskulatur ein sehr gut durchblutetes Gewebe ist und sich die Durchblutung unter aktiver Belastung um ein Vielfaches vermehren kann, stellt die Blutungsbereitschaft bei einer Verletzung ein Schlüsselproblem dar. Dadurch kann es nämlich zu großen Hämatomen (Blutergüssen) im Muskel kommen. Die Ursachen für Muskelverletzungen liegen häufig in einer ungenügenden Trainingsvorbereitung, Muskelübermüdung oder in unkoordinierten Bewegungen.   Allgemein lösen schon die kleinsten Muskelbeanspruchungen einen Muskelkrampf aus. Physiologisch gesehen handelt es sich dabei um eine spontane, elektrische Entladung der Muskelfasermembranen mit schmerzhafter Verkrampfung des gesamten überlasteten Muskels.   Verursacht wird ein Muskelkrampf meist durch Durchblutungsstörungen nach starker körperlicher Belastung oder durch Flüssigkeitsdefizite infolge Ausdauerbelastungen, besonders unter Hitzebedingungen.

        Muskelkater: Ein Muskelkater tritt frühestens mehrere Stunden, meist erst am Tag nach einer intensiven muskulären Belastung auf und kann bis zu einer Woche andauern. Hier handelt es sich nicht wie vielfach angenommen um Milchsäure (Laktat), deren Kristalle im Muskel die Schmerzen verursachen, sondern vielmehr handelt es sich um Mikroverletzungen des Muskelgewebes (Mikrotraumen). Diese Verletzungen betreffen die Myofibrillen, also die dünnsten Fasern im Muskel. Dadurch das es sich um eine Entzündung eines Gewebes handelt, kommt es zu vermehrter Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem) und die Durchblutung steigt. Verursacht wird der Muskelkater durch hohe mechanische Kräfte, wie sie zum Beispiel bei exzentrischer Muskelarbeit wirksam werden (Bremsarbeit, Bergablaufen), in vielen Fällen ist er meist nur Ausdruck mangelnden Trainings. Deshalb ist ein vernünftiger Trainingsaufbau mit kontinuierlicher Belastungssteigerung und ausreichender Regeneration der beste Weg zur Vermeidung eines Muskelkaters.

  Als Erste Hilfe dient dosiertes Dehnen, um die Durchblutung zu verbessern und den Abtransport des Ödems zu beschleunigen.     Muskelprellungen: Prellungen der Muskulatur entstehen bei Stürzen, bei Schlägen oder beim Zusammenstoßen mit Mitspielern. Je nach Stärke der Verletzung unterscheidet man zwischen Prellungen mit und ohne Gewebsdefekt. Prellungen ohne Gewebsdefekt sind nur von kurzer Dauer, während Prellungen mit Gewebsdefekt das Auftreten eines Hämatoms verursachen, das erst nach Stunden oder Tagen sichtbar wird. Hilfreich ist es bei eine Muskelprellung die betreffende Stelle mit Eis zu behandeln.     Muskelzerrung: Hier handelt es sich um eine in Längsrichtung erfolgte Zugverletzung, bei der das Gewebe um eine Muskelfaser gedehnt wird, ohne dass die Faser selbst verletzt wird und blutet.

Die Zerrung tritt mit unterschiedlich heftigen Schmerz meist in der Beinmuskulatur auf, wo sie sich mit einem leichten Ziehen im Muskel ankündigt. Bei Belastung verspürt der Athlet zunehmend krampfartige Schmerzen, die ihn schließlich zum Belastungsabbruch zwingen. Bei gewaltsamer Überdehnung eines Muskels kann es auch zu Schädigungen einzelner Muskelfasern bzw. Sehnen kommen, so dass diese Funktionsstörung bis zu sechs Tagen andauern kann.   Als Erste Hilfe sollte zunächst innerhalb der ersten 30 Minuten gekühlt werden, um Blutungen zu stoppen und um den Bluterguß zum Stillstand zu bringen, und anschließend die Muskulatur vorsichtig gedehnt werden. In der Praxis werden Muskelzerrungen auch häufig durch Eismassagen oder Sportöle behandelt.

    Muskelfaserriß: Bei dieser Verletzung verspürt der Athlet einen akuten messerstichartigen Schmerz, der zu einem sofortigen Belastungsabbruch führt. Durch den Riß zumeist mehrerer Muskelfasern kommt es zu einem Einbluten in die Weichteilgewebe bzw. die Muskulatur. Als Erste Hilfe wird bei Muskelfaserrissen zunächst gekühlt, aber auch das Anlegen von komprimierenden Verbänden sollte möglichst rasch erfolgen. Das Auftragen von schmerzlindernden und abschwellenden Salben ist ebenfalls sinnvoll. Zur Abkürzung des Heilungsverlaufs kann bei Hochleistungssportlern auch eine Injektionstherapie mit Lokalanästhetika und abschwellenden Medikamenten erfolgen.

    Muskelriß: Der komplette Muskelriß imponiert ebenfalls als ein akutes Ereignis, bei dem es zur Zerreißung eines Muskels durch plötzliche, heftigste Anspannung kommt. Meist zeigt sich durch den Riß eine Dellenbildung im Verletzungsbereich und zusätzlich kann nach Stunden bis Tagen eine Blauverfärbung unterhalb der Verletzung auftreten. Bei Verdacht auf einen Muskelriß führt man meist eine Untersuchung mit Computertomographie durch. Ist jedoch mehr als ein Viertel des Muskelquerschnitts von der Ruptur betroffen wird in der Regel ein operatives Vorgehen empfohlen, das möglichst innerhalb der ersten 24 Stunden erfolgen sollte.         Sehnenverletzungen:   Der Aufhängepunkt der Sehne im Muskel- und Knochengewebe sind bei einem gesunden Menschen so konstruiert, daß die Ausreißfestigkeit deutlich über der Zugkraftverträglichkeit der Sehne liegt. Das heißt allgemein besitzen Sehnen nur sehr wenig elastische Fasern, so dass sie eine hohe Zugfestigkeit aber nur eine geringe Dehnbarkeit besitzen.

Die Sehne stellt also unter diesen Bedingungen den schwächsten Punkt im Muskel- Sehnen- Knochen- System dar. Mit zunehmendem Alter, aber auch durch chronische Über- oder Fehlbelastungen im Sport nimmt ihre Dehnbarkeit und Zugfestigkeit weiterhin ab.     Sehnenansatzprobleme: Da die Sehnenansatzzone am Knochen starker Zug- und Scherbeanspruchung ausgesetzt ist, weist sie eine spezielle Konstruktion auf, mit der diese Kräfte aufgefangen werden können. Die Einlagerung von Faserknorpeln in dem Ansatzbereich der Sehne sorgt für eine federartige Belastungsminderung auf die Ansatzzone bei Zugbeanspruchung und dämpft gleichzeitig Scherbeanspruchungen. Trotzdem kommt es oft durch Fehlbelastungen (Zugspannung) zu Entzündungsreizen in diesen Sehnenansatzzonen. Somit wirken falsche Bewegungsabläufe häufig als Ursache und führen zum Blutmangel einzelner Organe wodurch Degenerationen entstehen.




    Entzündungen der Sehne: Entzündungen im Sehnenbereich sollten für jeden Sportler ein Alarmsignal sein. Besonders betroffen sind die Achillessehne, die Beuge- und Strecksehnen am Handgelenk und die Fußhebersehnen. Diagnostisch auffällig sind der Belastungsschmerz, ein hörbares (Stethoskop) und fühlbares Sehnenreiben und die Funktionseinschränkung des zugehörigen Muskels. Therapeutisch stehen neben der Belastungsumstellung je nach Schweregrad im Vordergrund die lokale Anwendung von Kälte, entzündungshemmenden Gelen, entlastende Tapeverbände sowie Ruhigstellung. Bei chronisch bedingter Ursache ist oft eine krankengymnastisch- physiotherapeutische Übungsbehandlung notwendig.     Sehnenscheidenentzündung: Dieses Krankheitsbild zeichnet sich durch eine Verdickung der Sehnenscheide bzw.

durch eine Schwellung des Sehnengleitgewebes aus. Durch Fibrinausscheidung kommt es beim Bewegen der Sehnen zu einem Knarren und somit gelten Überlastungen als typische Auslöser dieses Beschwerdebildes. Kühlung, Ultraschallbehandlung sowie ein krankengymnastisches Übungsprogramm zur Kräftigung und Dehnung der beteiligten Muskulatur sind als therapeutische Maßnahmen sinnvoller als eine Ruhigstellung.     Sehnenzerrung: Bei dieser Verletzung handelt es sich um eine gewaltsame Überdehnung der Sehne, wobei es zur Verlängerung des Sehnengewebes kommt. Die Zerrung geht mit einem scharfen, kurzen Schmerz einher und der Schmerzpunkt läßt sich teilweise an der Sehne ertasten. Aufgrund der elastischen Eigenschaften der Sehne kann sie bei Schonung und Behandlung nach einigen Tagen ihre ursprüngliche Form und Länge wieder erreichen.

Sind jedoch einzelne kollagene Fasern zerrissen, wird sich die Heilungsdauer verlängern.   Als Erste Hilfe dient sofortige Kühlung und Ruhestellung. Sollte nach 10 bis 15 Minuten der Schmerz im Bereich der verletzten Sehne noch spürbar sein, so ist ein Sehnenriß nicht auszuschließen.     Sehnenrupturen: Symptome der Sehnenabrisse sind der plötzliche Schmerz, die aufgehobene Funktion und die Deformierung der normalen Kontur.       Archillessehnenruptur: Die klassische Sehnenruptur finden wir als überlastungsbedingten Schaden häufig bei Hallensportarten, beim Kunstturnen und in der Leichtathletik. Bei dem Riß der Achillessehne verspürt der Athlet einen scharfen messerstichartigen Schmerz, der oft mit einem lauten Knallen verbunden ist.

An der entsprechenden Rißstelle ist zunächst eine Delle tastbar, weiters kann auch der Fuß- Zehenstand nicht mehr ausgeführt werden. Die bevorzugte Abrißstelle für spontane Rupturen ist in über 90% der Fälle die sogenannte Sehnentaille die sich ca. 2-4 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein befindet.   Sofortige Kühlung über mehrere Stunden mit gleichzeitigem Druckverband ist als Erste Hilfe sehr sinnvoll. Auch Hochlagerung und Schmerz schonende Ruhigstellung hilft, wobei eine bald möglichste ärztliche Behandlung notwendig ist, da eine Sehnenruptur häufig einen Operationsgrund darstellt.         Knochenverletzungen:   Das Knochengewebe ist durch Eigenschaften ausgezeichnet, die nicht nur eine hervorragende Stütz- und Tragefunktion gewährleisten, sondern es durch eine hohe Flexibilität zu einem widerstandsfähigem Material werden lassen, das in der Lage ist, hohe Verformungsenergien zu tolerieren.

Die stabilen Eigenschaften der Knochen werden durch die Leichtbauweise des Knochens erreicht, wobei mit geringem Materialaufwand eine optimale Festigkeit entsteht. Diese hohen Belastungsstabilitäten sind für den Knochen entsprechend seiner Bauweise in einer bestimmten Ausrichtung vorgesehen. Treffen Gewalteinwirkungen aus „ nicht vorgesehenen “ Belastungsrichtungen auf den Knochen, so wird die Belastungstoleranz schnell überschritten.     Knochenprellung: Bei der Prellung handelt es sich um eine Verletzung der Knochenhaut (Periost), die sich durch eine hohe Zahl an sensiblen Nerven auszeichnet. Da auch die Möglichkeit eines Bruches bestehen kann, sollte zur Abklärung eine Röntgenuntersuchung erfolgen, denn nur wenn der erste heftige Schmerz schnell nach einer Kühlung nachläßt und keine weiteren Funktionsstörungen vorliegen, handelt es sich um eine Knochenprellung.       Knochenbruch: (Fraktur) Beim Knochenbruch wird die Elastizitätsgrenze des Knochens überschritten, und es kommt zu einer vollständigen Kontinuitätsunterbrechung.

Dies führt zu erheblichen Ausfällen des Stütz- und Bewegungsapparates. Definitionsgemäß kommt es beim Knochenbruch zu einer Deformität, der Krepitation und einer abnormen Beweglichkeit. Häufig ist diese Verletzung mit Schmerzen, einem Bluterguß und einer entsprechenden Funktionsstörung verbunden.   Allgemein handelt es sich bei der Knochenfraktur um eine gewaltsame Trennung eines Knochens in zwei oder mehr Teile, in sogenannte Bruchteile oder Fragmente.     Der Entstehung nach werden unterschieden:   Traumatischer Knochenbruch, der durch Gewalteinwirkung bei Unfällen entsteht   Pathologischer (spontaner) Knochenbruch, entsteht plötzlich bei geringster Belastung aufgrund krankhafter Knochenveränderungen bzw. Altersabbau des Knochens (Knochenbrüchigkeit)   3) Schleichender Knochenbruch, entsteht durch allmählichen, unbemerkten Knochenum- und –abbau, ohne dass eine Verletzung oder Belastung unmittelbar hinzuträte   Als unvollständiger Knochenbruch gilt eine Fraktur, bei der der Zusammenhang der Fragmente noch erhalten ist.

Zum Beispiel beim Spaltbruch (Knochenfissur) und beim Knickbruch (Infraktion).     Nach der Richtung der Bruchebene werden unterschieden:   Quer-, Schräg-, Längs- und Spiral (Schrauben) Brüche.     Beim Splitterbruch sind ein oder mehrere Bruchenden in mehrere Teile aufgesplittert, wobei man bei hochgradiger Splitterung von Zertrümmerungsbruch (Knochensalat) spricht.   Wenn jedoch eine Weichteilverletzung beim Knochenbruch vorliegt, so dass die Bruchstelle offenliegt (Infektionsgefahr von außen), handelt es sich um einen offenen oder komplizierten Bruch, andernfalls um einen geschlossenen oder unkomplizierten Bruch.     Nach der Art der Gewalteinwirkung teilt man die Frakturen ein in:   Biegungsbruch, der durch Überschreiten der Knochenelastizität entsteht   Rißbruch, dieser entsteht durch einen übermäßigen plötzlichen Zug von Muskeln oder Sehnen an einem Knochenteil, der abreißt   Drehbruch, der durch Drehung des Knochens um seine Längsachse entsteht   Abscherbruch, der durch zwei einander entgegengerichtete Kräfte verursacht wird   Druckbruch, der durch plötzliche Druckwirkung auf einen kleinen Knochen bzw. eine kleine Knochenstelle, die zusammen bzw.

eingedrückt wird, entsteht       Die Anzeichen eines Knochenbruches sind, abgesehen von den Allgemeinerscheinungen durch das Unfallgeschehen, eine abnorme Beweglichkeit der Bruchenden, die allerdings, bei Einkeilung der Fragmente, auch fehlen kann, manchmal Knochenreiben der Fragmente gegeneinander, Bluterguß, Schmerzen und Funktionsstörungen. Das heißt das gebrochene Glied kann aktiv nicht bewegt werden, liegt in falscher Stellung und schmerzt bei passiver Bewegung.   Als Erste Hilfe dient zur Schmerzbekämpfung Kühlung, die Vermeidung von Bruchverschiebungen durch Ruhigstellung anhand eine Schiene, sowie von starken Schwellungen durch einen Druckverband.   Die ärztliche Knochenbruchbehandlung sucht zunächst durch geeignete Maßnahmen die normale Stellung der Bruchenden wiederherzustellen, die alsdann durch einen Gips- oder Schienenverband oder andere Maßnahmen fixiert wird, wobei die richtige Bruchstellung die Voraussetzung für eine gute Bruchheilung ist.             Ermüdungsbrüche: ( Streßfrakturen ) Die Ermüdungsbrüche stellen einen Sonderfall im Bereich der Schwachstellen des menschlichen Bewegungsapparates dar, da sozusagen unsystematisch und nahezu altersunabhängig beinahe sämtliche sportlich belasteten Knochenstrukturen spontan, ohne offensichtliches Trauma oder krankheitsbedingte Knochenschwächung brechen können.   Bezüglich der Entstehungsursache von Ermüdungsbrüchen werden zwei Theorien diskutiert, die wohl beide mit unterschiedlicher Bedeutung zum Tragen kommen:   Die Materialermüdungstheorie Durch einen hohen muskulären Ermüdungsgrad kommt die muskuläre Führung des Bewegungsapparates zum Erliegen, und die gesamten Kräfte, zum Beispiel beim Laufen, wirken direkt auf das ungeschützte Skelettsystem.



Ähnlich einem Draht, der kontinuierlich hin und her gebogen wird, bricht der Knochen.     2) Die Überlastungstheorie Hohe muskuläre Kontraktionsspannungen lösen am Knochen Biegespannungen (Bogenspannung) aus, die bei häufiger Wiederholung den Knochenwiderstand überschreiten und damit zum Bruch führen.     Diagnostisch gesehen unterscheidet man zwei Verlaufsformen:   - einen schleichenden Verlauf, der zunächst als Knochenhautentzündung (Periostitis) imponiert   - einen akuten Verlauf, der ohne vorausgehendes Trauma die Zeichen einer Fraktur mit Schwellung, Druckschmerzhaftigkeit und verminderter Belastungsfähigkeit aufweist   Eine sofort durchgeführte Röntgenuntersuchung kann die Fraktur in ca. 50% der Fälle direkt aufdecken.           Gelenksverletzungen:   Die meisten Gelenksverletzungen, etwa ein Viertel, passieren im Kniegelenk. Das Knie ist eigentlich nur ein Kompromiß zwischen großer Beweglichkeit und großer Stabilität und ist bei Sportarten wie Skifahren oder Fußball sehr gefährdet.

Die wichtigsten und zugleich verletzlichen Teile des Gelenks sind die Seitenbänder, die Kreuzbänder und die Menisken.     Bandrupturen: Das seitliche Umknicken des Fußes gehört zu den häufigsten Unfallmechanismen im Sport. Dabei kommt es oft zu einem Riß der Gelenkkapsel sowie der Bänder, die von der Außenknöchelspitze zum Sprungbein und zum Fersenbein ziehen. Entsprechende Symptome sind Verfärbung, Schwellung und Schmerzen.   Die Seitenbänder stabilisieren das gestreckte Bein gegen Bewegungen nach innen oder außen. Sie sind bei gestreckten Bein maximal gespannt und bei gebeugten Bein entspannt.

Ein typischer Verletzungsmechanismus bei einem Seitenbandriß ist die seitliche Gewalteinwirkung bei gestrecktem Bein.    Die Kreuzbänder überkreuzen sich im Knie und stabilisieren bei der Beugung, bei der ja die Seitenbänder entspannt sind. So verhindern sie in dieser Stellung das Vor- und Zurückgleiten des Schienbeins. Verletzungen des Kreuzbandes passieren sehr häufig, wenn sich bei gebeugtem Knie und fixiertem Unterschenkel der Oberschenkel dreht. Eine solche Bewegung findet beim Fußball und Skifahren statt. Ist ein Kreuzband gerissen, so kann der Unterschenkel gegen den Oberschenkel verschoben werden, und das Kniegelenk verliert dadurch seine Stabilität.

Das Auftreten des sogenannten Schubladenphänomens kann mit einem einfachen Griff überprüft werden, wodurch man mit großer Sicherheit den Riß des vorderen- oder hinteren Kreuzbandes diagnostizieren kann.   Unmittelbar nach dem Unfallereignis sollte gekühlt und ein komprimierender Verband angelegt werden. Stabilisierungsschienen oder stabilisierende Schuhe können ein nochmaliges Umknicken im Sprunggelenk verhindern.     Meniskusverletzungen: Die Menisken liegen zwischen Ober- und Unterschenkel und haben die Aufgabe, die Kontaktflächen zwischen den Knochen so groß wie möglich zu machen. Dadurch wird der Gelenksknorpel geschont, das Gewicht im Knie gleichmäßig verteilt, sowie Stöße abgefangen und außerdem stabilisieren sie das Gelenk. Wenn keine Menisken vorhanden oder abgenützt sind, kommt es zu einer frühzeitigen Abnützung des Gelenks.

Bei Beugung und Streckung des Knies, auch bei der Drehung werden die Menisken verschoben. Bei sehr schnellen Streckbewegungen oder bei Drehbewegungen des Unterschenkels können die Menisken ein- oder durchreißen. Bei den Meniskusverletzungen findet der Diagnostiker einen Druckschmerz über dem betroffenen Gelenkspalt sowie einen Rotationsschmerz. Während man früher einen verletzten Meniskus völlig entfernte, wird heutzutage nur der abgerissene Teil mittels Arthroskopie entfernt.       Gelenkluxation: (Verrenkung) Bei einer plötzlich auf ein Gelenk einwirkenden Kraft kann es zu einer Verschiebung der Gelenkflächen gegeneinander kommen. Bei der Gelenkluxation kommt es immer zu Verletzungen der Kapselbandstrukturen.

Bei dem Unfallmechanismus wird häufig auch der Knorpel verletzt. Eine sofortige Reposition ist dringend erforderlich, wobei die Ruhestellung von 1-3 Wochen eine erneute Verrenkung in dem Gelenk verhindern soll.     Durch chronische Über- und Fehlbelastungen werden im Sport gehäuft Knorpelschäden beobachtet. Da der Knorpel nicht von sensiblen Nervenfasern versorgt wird, werden die Überlastung und Mikrotraumen des Knorpels anfangs gar nicht wahrgenommen. An den Gelenken kommt es im Verlauf der Knorpelschädigung unter Belastung zu Reizergüssen und zu Druckschmerzen. Die Ursachen für diese Schäden sind vielfältig, wobei jedoch endogene und exogene Ursachen unterschieden werden.

  - Endogene Faktoren individuelle Belastbarkeit des Knorpels altersabhängiger Strukturwandel des Knorpels Störung des zellulären Stoffwechsels vom Knorpel   - Exogene Faktoren Über- und Fehlbelastungen durch unphysiologisch angelegtes Krafttraining forciertes Ausschöpfen der Gelenkbeweglichkeit   Bei den therapeutischen Maßnahmen geht es einerseits darum, die Ursachen für die Knorpelschädigung zu beseitigen. Gelenkergüsse müssen punktiert werden, aber auch Kälteanwendungen sowie Krankengymnastik zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit stellen weitere therapeutische Maßnahmen dar.       Allgemein zeigt der menschliche Bewegungsapparat eine erhebliche Toleranz gegenüber sportlichen Höchstleistungen. Bei Belastungsspitzen, die innerhalb physiologischer und gewebsspezifischer Toleranzgrenzen liegen, ist mit keiner Schädigung des Bewegungsapparates zu rechnen. Die Grenze der sportlichen Leistungsfähigkeit wird in vielen Sportarten durch die Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes bestimmt.   Bei oftmaliger Belastung knapp unter Toleranzgrenze kommt es zwar zu keiner Sportverletzung, aber im Laufe der Zeit zu den sogenannten Sportschäden.

Das ist eine allgemeine Bezeichnung für leistungsverminderte Veränderung des Bewegungsapparates. Es handelt sich um ein Mißverständnis der individuellen möglichen Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlichen Belastung durch das Training. Kommt es bei Reduzierung der Belastung und adäquater Behandlung wieder zu Beschwerdefreiheit, so spricht man von primären Sportschäden.   Der sekundäre Sportschaden ist dagegen von bleibenden Defekten und bleibender Belastungsminderung gekennzeichnet, wobei die Übergänge jedoch fließend sind. Die Häufigkeit von Sportschäden hat mit der Zeit erheblich zugenommen. Das wird durchaus erklärlich, wenn man bedenkt, daß heutige Amateursportler Trainingsbelastungen auf sich nehmen, die vor einigen Jahrzehnten im Leistungssport gefordert waren.

       

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