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  Der fragende mensch und wahrheitssuche:

1. Der fragende Mensch und Wahrheitssuche:     Fragen sind im Leben des Menschen unvermeidbar, jeder hat Fragen unterschiedlichster Art. Doch nicht nur die Informationslust, sondern auch häufig bedrückende Erfahrungen oder schlechte Erfahrungen bewegen den Menschen sich Fragen zu stellen. Dem Menschen erscheint oft die ganze Welt fragwürdig.   Die gestellten Fragen unterscheiden sich hierbei je nach Alter des Fragenden, ein kleines Kind hat andere Fragen als ein Erwachsener. Momentan wird die häufigste Frage wohl sein, wie es mit der Welt weitergeht, wie sieht die Zukunft der Menschheit aus, aufgrund der ganzen Kriege und der Ungerechtigkeiten, wie lassen sich diese beseitigen bzw.

vermeiden?   Außerdem wurden in den vergangen Epochen auch andere Grundfragen gestellt, zum Beispiel im 18. Jahrhundert standen geistige und politische Auseinandersetzungen im Vordergrund und das Jahrhundert wurde durch die Frage der Gleichheit und Freiheit beeinflusst oder im 19. Jahrhundert stand die soziale Frage im Mittelpunkt welche aus der Industrialisierung entstand.   Um den Menschen zu helfen ihre Grundfragen leichter zu beantworten entstanden Religionen. Hier vielleicht ganz kurz die Erklärung, was ist Religion überhaupt? Es gibt verschiedene Auffassungen darüber:   Religion ist nur primitive Wissenschaft: Der Mensch versuchte Naturwunder oder Unbegreifliches zu erklären indem er sie Göttern und Dämonen zuschrieb. Der Sinn dabei war es das zu erlangen, was uns heute die modernen Wissenschaften und die Technologie ermöglicht.

Religion ist Projektion von menschlichen Fähigkeiten und Eigenschaften wie Liebe, Bewusstsein, freier Wille, Macht. Da jedes Individuum nicht das volle Potential der Menschheit verwirklichen kann, halten sich die Menschen gegenüber einem vollkommenen Wesen, Gott, selbst für begrenzt. Freudsche Psychoanalyse: Sigmund Freud sagte, dass Religion nur eine Illusion sei, die ein Produkt aus Frustration ist, sie sei eine Ersatzbefriedigung für unerfüllte psychische Bedürfnisse und Wünsche. Die Vorstellung eines allmächtigen Gottes gibt den Menschen Geborgenheit und Trost. Marxistische Soziologie: Laut Marx ist Religion nur die Verdeckung von sozialer Ungerechtigkeit, und er war auch der Auffassung, Religion sei von den Reichen und Mächtigen inszeniert, denn solange die Menschen an einen Gott glauben, der sie rettet, wehren sie sich nicht gegen die sozialen Missstände.   Auch heutzutage gibt es viele Auffassungen über Religion, die aber immer noch kontrovers sind, aber wenigstens nicht mehr versuchen Religion von psychologischen oder soziologischen Bedingungen abzuleiten.

Meistens wird Religion heute als etwas Eigenartiges angesehen und gibt wirklich vielen Menschen Hoffnung und Lebenskraft.       Seit es Menschen gibt, gibt es auch Religion, sie hilft ihm dabei, Fragen zu beantworten und lässt ihn hoffen und leben. Es gibt verschiede Formen von Religion, Naturreligionen, Stammesreligionen, Offenbarungsreligionen. Zu den Offenbarungsreligionen gehören auch die abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und der Islam). Offenbarung heißt, in besonderen geschichtlichen Ereignissen wurden bestimmte Dinge deutlich bzw. offenbar.

Ausgezeichnet werden die Offenbarungsreligionen durch Monotheismus (Ein-Gott-Glaube!) Interesse an Religion kann aus den verschiedensten Gründen entstehen, vielleicht möchte man seine eigene Überzeugung klären oder andere Menschen besser verstehen, oder den Einfluss von Religion auf Politik und Gesellschaft verstehen. Religion kommt in besonderen Gefühlen (Vertrauen und Furcht) Vorstellungen (Sagen, Mythen und Dogmen) und Handlungen (Ritus, Kult und Erfüllung religiöser Vorschriften) zum Ausdruck!   Das Wort Religion lässt sich ableiten von: relegere – erneut lesen, sich hinwenden religari – eingebunden sein religere – erneut wählen   Die Entstehung von Religion:   Wie oben angeführt, hat es Religion seit dem ersten Auftreten des Menschen gegeben, die frühesten Spuren menschlichen Lebens sind Gräber und Grabstätten die auf religiöses Brauchtum und auf religiöse Vorstellungen schließen lassen. Genau lässt sich die Entstehung von Religion nicht zurückverfolgen doch die Kenntnisse der geschichtlichen Religionen lassen darauf schließen, das Religion aus der Orientierungsbedürftigkeit und Kulturfähigkeit des Menschen entspringt!     Atheismus, Gefahr für die Religionen?   Unter Atheismus versteht man die Bestreitung Gottes oder einer göttlichen Weltordnung. Schon in der römischen Kaiserzeit wurden die Christen des Atheismus beschuldigt und verfolgt weil sie die Teilnahme am Kult der Staatsreligion verweigerten. In der Neuzeit gibt es viele Gründe für die Bestreitung eines Gottes, z. B.





:   Erfolge in der Naturwissenschaft und Technik – Gott wird arbeitslos Streben nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit – Gott wird entthront engerer Kontakt mit anderen Religionen und Konfessionen – Gott wird seine eigene Konkurrenz Propaganda und Ideologie verschiedener Parteien und Gruppierungen – Gott wird getötet Elend und Ausbeutung – Gott wird hilflos Konsum und Überfluss – Gott wird überflüssig Fehler und Versagen der Kirche – Gott wird unglaubwürdig Müdigkeit in den Gemeinden – Gott gibt seinen Geist auf   Die Atheisten sind der Meinung dass die Menschen alle in Zukunft ihren Glauben verlieren werden, da der Glaube ihrer Auffassung nach unwichtig und überflüssig ist. Hier besteht eine große Gefahr, nämlich die Abkehr von den Religionen führt zum Hingang in Ersatzreligionen und Ersatzgöttern – Entstehung von Sekten!!!! Es gibt mehrere Formen von Atheismus:   Agnostizismus:   Das Wort kommt von griech. agnoston – unerkennbar, es ist einfach Skepsis die den Menschen unsicher macht – vielleicht gibt es einen Gott, vielleicht auch nicht   Indifferentismus:   „Das Thema interessiert mich nicht!“ Das Wort kommt von lat. Gleichgültigkeit   Humanistischer Atheismus:   „Man muss den Gottesglauben überwinden um an sich selbst glauben zu können.“   militanter Atheismus:   „Man muss den Gottesglauben bekämpfen, er ist eine Bedrohung für den Menschen und die Gesellschaft.“   empörter Atheismus:   „Wie kann man nur an einen Gott glauben, der soviel Leid zulässt.

“   bekümmerter Atheismus:   „Ich wollte ich hätte einen Glauben.“   Die Wahrheitssuche:   Nach anfänglicher Skepsis öffneten sich die Christen und erkannten dass sich Fragen, Religion, Unsicherheit und Glaubensgewissheit nicht ausschließen sondern zusammengehören. Die Christen lernten mit der Zeit bescheidener über ihren Glauben zu denken und zu sprechen, ohne dabei ihre Überzeugung aufzugeben dass Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.    2.Die abrahamitischen Religionen im Vergleich  Das Judentum:   Die älteste monotheistische Religion ist das Judentum (der Bund Jahwes mit Israel seinem Volk), es ist die Mutterreligion des Christentums und des Islams. Die Merkmale des Judentums reichen bis ins 6.

Jh. vor Christus zurück. Das Wort Jude leitet sich von Juda ab, Juda war der Sohn Jakobs und der Vater des Stammes Juda. Der Ausdruck Jude ist im Alten Testament noch nicht nachweisbar, erst in der Zeit nach dem babylonischen Exil [Nach der Vernichtung des Nordreiches „Israel“ (721 v. Chr.) und des Südreiches „Juda“ (erste Zerstörung des Tempels in Jerusalem 586 v.

Chr.) begann für ein Teil der Israeliten eine 7 Jahrzehnte dauernde Verbannung (Babylonisches Exil). Sie mussten unter einer Bevölkerung leben, deren Religion zutiefst verschieden zu ihrer eigenen war.] Vorher war die Bezeichnung Israelit üblich. Nach der Zerstörung des jüdischen Staates durch die Römer (70 n. Chr.

) und der Vertreibung der Bewohner sichern die Synagogen den Fortbestand des Judentums. Das jüdische Volk überlebte viele Verfolgungen, die Gefahr der Verschmelzung mit den Gastvölkern (Assimilation) und den Ausrottungsversuch durch den Nationalsozialismus. Seit der Neugründung des Staates Israel im Jahre 1948 ist es wieder möglich, die typisch jüdische Einheit von Glaube, Volkszugehörigkeit und Nationalität zu erhalten.Im Mittelpunkt des Lebens eines Juden steht die Tora. Für die Juden ist die Tora ein Geschenk Gottes, das es ermöglicht, ein glückliches und sinnvolles Leben zu führen. Sie bestimmt bis zum heutigen Tag Handeln und Glauben der Juden.

Sie sagt den Juden, wie sie ihr Leben ausrichten sollen, um den Weg des Glücks und des Heils zu finden. Die Tora umfasst die 5 Bücher des Moses. Ein wichtiger Teil der Tora sind die 10 Gebote. Zu den 10 Geboten kamen mit der Zeit neue Bestimmungen hinzu (bis zu 613 Gebote). Diese sind alle in der Bibel festgehalten. Im Grunde erweitern diese Gesetze und Gebote nur das eine Hauptgebot: ,,Du solltest den Herren, deinen Gott, aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit all deinen Kräften lieben".

Die Tora zu studieren, ist ein wichtiges Gebot. Jeder Jude soll soviel daraus lernen, wie er kann. Das Studium ist für den frommen Juden wie ein Gottesdienst, es bringt ihnen Gott nahe. Der Talmud (=Lehre, Belehrung) ist ein Sammelwerk, das die anfangs mündliche Auslegung der Mosesbücher durch die Schriftgelehrten enthält. Der Talmud ist ein erstaunliches Zeugnis für das religiöse Denken des Judentums. Die Juden sind diesem Buch immer treu geblieben, auch wenn man sie im Laufe der Geschichte oft zwingen wollte, davon Abstand zu nehmen.

Der Glaube an einen einzigen Gott – Monotheismus - (Jahwe ist einzigartig…) ist die auch Quelle für Christentum und Islam. Das damit verbundene Bilderverbot bringt zum Ausdruck, dass die Herrlichkeit Gottes alle menschliche Vorstellungskraft übersteigt und nichts und niemand über Jahwe zu vergöttern ist! Das Judentum hat keine systematische Lehre entwickelt. Wesentliche Elemente seines Glaubens sind: Jahwe hat mit Israel einen Bund geschlossen und dieses Volk vor anderen auserwählt Er hat ihm das Land Israel gegeben, daraus leiten die Juden ihr Wohnrecht ab Durch Mose hat Gott dem Volk die Tor geschenkt, diese Weisung Jahwes regelt das Zusammenleben der Menschen und hilft das Gefüge der Schöpfung zu erhalten   Durch die Einhaltung der Gesetze (z.B.: Sabbats, der Heirats- und Speisegesetze) grenzt sich das Judentum ab und wahrt seine Eigenart. Das Judentum missioniert nicht, es sieht seine besondere Erwählung darin, für Gott Zeugnis zu geben, und dadurch den Menschen zu dienen, dies geschieht in der Bereitschaft anders zu sein und als Knecht Gottes dafür auch Leid und Verfolgung zu ertragen.

Das ist auch der Grund dafür, dass das Judentum zwar eine der Weltreligionen ist, aber doch die wenigsten Mitglieder hat!   Ein Symbol des Judentums Der siebenarmige Leuchter ist das älteste Symbol des jüdischen Volkes. Licht vertreibt die Mächte der Finsternis und ist Sinnbild des Lebens.       Das Christentum Christentum die Gesamtheit der Anhänger des in Lehre, Ethik und Weltdeutung auf Jesus Christus zurückgehenden christlichen Glaubens. Die Anhänger des CHRISTENTUM sind in zahlr. und unterschiedlichen Gemeinschaften und Organisationen zusammengeschlossen. Die größten organisierten christlichen Gemeinschaften sind die katholische Kirche, die aus der Reformation hervorgegangenen prot.

Kirchen und die orth. Kirchen (orientalische Kirchen). Geschichte: Das Christentum ist auf jüdischem Boden entstanden. Um 27/28 nach Christus tritt Jesus von Nazaret als Wanderprediger und Kritiker des Judentums auf. Er verkündet den Anbruch der Gottesherrschaft und sammelt Jünger um sich. Nach seiner Kreuzigung um ca.

30 nach Christus verbreiten diese die Botschaft von Jesus Leben, Tod und Auferstehung. Weil sie sich zu Jesus als dem Christus (dem Gesalbten) bekennen, führen sie den Namen Christen, und trennen sich noch im 1. Jahrhundert nach Christus vom Judentum. Die Geschichte des Christentums ist gekennzeichnet von Glaubenspaltungen und dem Streben nach Einheit. Heute sind die größten Glaubengemeinschaften die Kirchen der katholischen, der orthodoxen und der protestantischen Christen. Das Christentum hat großen Einfluss auf die Entwicklung des heutigen Verständnisses von Humanität und Nächstenliebe, und sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten.

Die heilige Schrift des Christentums ist die Bibel, die aus 2 großen Schriftensammlungen, der jüdischen Bibel – von den Christen Altes Testament genannt, und dem christlichen „Neuen Testament“ besteht. Das Wort "Bibel" stammt aus dem Griechischen und bedeutet dort im Plural "die Bücher". Die christliche Bibel ist eine Buchsammlung von 73 Büchern, 46 alttestamentlichen und 27 neu - testamentlichen. Die Bibel ist das stärkste Band der Einheit zwischen den christlichen Konfessionen, weil sie Urkunde der Offenbarung Gottes und Grundvoraussetzung allen Glaubens, Lehrens und Handelns ist. Die Entstehungszeit der Bibel kann man vom 10. Jahrhundert vor Chr.

Bis ins 3. Jahrhundert nach Chr. ansetzen. Entstehung der Bibel: Zuerst wurden mündlich überlieferte Legenden, Mythen, Gebete, Stammeserzählungen und Sprüche sprachlich neu gefasst und dann für den Gottesdienst zusammengeschrieben. Weil sich die Lebensumstände und die religiösen Anschauungen änderten, musste auch die Bibel geändert werden. Mehrfach fassten Schriftsteller mehrere Überlieferungen zusammen, bis eine einheitliche, zusammenhängende Erzählung entstand.

Die entstandene Schrift konnte bis auf die sprachlichen Bilder nicht mehr geändert werden. Die Bibel ist in etwa gleichlange Kapitel und Verse gegliedert.   Das Apostolische Glaubenbekenntnis eint alle Christen und Kirchen in folgenden Grundüberzeugungen: Der eine Gott, der sich zuerst Israel offenbart hat, ist Schöpfer der ganzen Welt und Vater aller Menschen. Darum sind alle gleich und sollen geschwisterlich zusammenleben. Jesus Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, sein endgültiges Wort. Durch ihn, seinen Sohn, hat Gott in besonderer Weise zur Welt gesprochen.

Er ist Mensch geworden, hat gelitten (Passion(, und ist auferstanden. Der heilige Geist eint Vater und Sohn. Dieser Glaube an die Dreifaltigkeit Gottes (Trinität) ist ein Geheimnis, das der menschliche Verstand nicht ganz durchdringen kann. Die Gemeinschaft der Christen nennt man Kirche, die Aufnahme in diese Kirche geschieht durch das Sakrament der Taufe, in der sich der Gläubige selbst oder durch einen Stellvertreter zu Jesus Christus bekennt. Alle christlichen Kirchen feiern das Abendmahl, die Eucharistie (=Danksagung). Im heiligen Mahl und durch die Verkündigung des Evangeliums halten sie die Erinnerung an Jesus, den lebendigen Christus, gegenwärtig.

Die Kirchen glauben, dass Jesus Christus sie zur Verkündung des Evangeliums sendet (Mission) weil alle die Güte und Menschenliebe Gottes erfahren sollen. Christen sind verpflichtet die Welt zum Besseren zu verändern. Dabei hoffen sie auf die Vollendung der Welt und ihres persönlichen Lebens durch Gott. Der Weg des Christen in der Nachfolge Jesu führt zum Nächsten, nicht zuletzt durch Feindesliebe, er kann darum zum Kreuzweg werden.   Ein Symbol des Christentums: Christusmonogramm, gebildet aus den griechischen Buchstaben I X und P = I (Jesus) und CHR (Christus). Im griechischen heißt es auch Glaubensbekenntnis.

  Der Islam: =Dankbare, unbedingte Hingabe an Allah   Die jüngste der Weltreligionen geht auf Mohammed (570 – 632 n. Chr.) als Stifter zurück, der die neue Religion aus arabischen, jüdischen und christlichen Elementen gestaltet hat. Mohammed betrachtet sich als Gesandten Gottes und Vollender der jüdischen und christlichen Religionen, die er als die „reine Religion Abrahams“ wiederherstellen will. Von den Zentralheiligtümern Mekka und Medina aus erobert der Islam in mehreren Wellen die arabischen Länder in Nordafrika und Vorderasien, den Balkan, die Türkei, den Iran, Teile des indischen Subkontinents und der ostasiatischen Inselwelt. Der Islam spaltete sich früh in verschiedene Richtungen, der Großteil der Moslems gehört der Gruppe der Sunniten an, die radikalere Gruppe sind die Schiiten, die vor allem im Iran leben.

  Für die Muslime ist der Koran heilige Schrift wunderbaren göttlichen Ursprungs. In 114 Suren (Abschnitten) sammelt er Aussprüche die Mohammed in den letzten 20 Jahren seines Lebens als Offenbarungen getätigt hat. Die Suren werden häufig mit dem göttlichen Befehl „Sag!!“ eingeleitet. Sie sind der Länge nach geordnet, sie enthalten religiöse Lehren und Pflichten, die das Leben des Einzelnen und der islamistischen Gesellschaft ordnen. Maßgebliche Auslegungen beziehen die Offenbarungen auf die gewandelten Lebensverhältnisse. Der Islam würde es aber als Verrat betrachten, die Vorschriften z.

B. des Familien-, Straf-, und Wirtschaftsrechts als Zeitbedingte Bestimmungen einfach aufzugeben.   Die Uroffenbarung des Islam lautet: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist der Gesandte Gottes“. Dieses Bekenntnis gibt den Monotheismus wieder, der wie im Judentum durch das Bilderverbot noch verstärkt wird. Mohammed wird als Lehrer und Vorbild tief verehrt, doch kommen ihm keine göttlichen Ehren zu. Die Größe Gottes zeigt sich darin, dass die ganze Welt dem einen Schöpfer, Erhalter und Richter unterworfen ist.

Die Auszeichnung des Menschen besteht im Auftrag, Gottes gütigen Willen aus Einsicht und dankbarer Hingabe (=Islam) zu erfüllen. Am jüngsten Tag wird Allah allen Menschen irdisches Tun vergelten und den Gerechten die ewigen Wonnen des Paradieses schenken.       Die fünf Säulen des Islam: Das Glaubensbekenntnis: es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet Das Gebet fünfmal täglich: bei Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am späten Nachmittag, bei Sonnenuntergang, nach Sonnenuntergang, Dieses Pflichtgebet wird kniend in Richtung Osten – Mekka - durchgeführt Das Almosengeben: wurde fast zu einer geregelten Steuer ausgebildet, Das Fasten: dreißigtägiges Fasten im Monat Ramadan (=beweglich). Strenges Speise-, Alkohol-, Geschlechtsverkehrs-, und Rauchverbot Wallfahrt nach Mekka: jeder körperlich und finanziell fähige Moslem sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.   Im Islam sind Glücksspiele, Schweinefleisch und Alkohol verboten, mehr zählen aber die Gebote wie Brüderlichkeit, Gastfreundschaft und die gute Behandlung Untergebener. Das missionarische Sendungsbewusstsein des Islam hat zu seiner raschen Ausbreitung geführt.

Wer sein Leben für eine menschenwürdige islamische Gesellschaft einsetzt, darf die unmittelbare Aufnahme ins Paradies erhoffen. Im Islam sind Religion und Politik untrennbar miteinander verbunden.   Ein Symbol des Islam:   Die Shahäda ist ein kunstvolles arabisches Schriftzeichen, das bedeutet: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist der Gesandte Gottes“.  3. Aufbau des alten Testaments mit Verbindung Israels:Das alte Testament gehört zu den großen Werken der Weltliteratur und ist die heilige Schrift der Juden und Christen, es enthält wichtige Ursprungssituationen und Erfahrungen des Glaubens. Die Entstehungsdauer lässt sich auf ungefähr 8 Jahrhunderte zurückverfolgen.



  Begriffserklärungen: Bibel: „lat. die Bücher“ Testament: „lat. Bund“ Kanon: heilige Schriften auf die sich eine Glaubensgemeinschaft festlegt, d.h. Richtschnur und Maßstab des Glaubens   Das alte Testament besteht aus 2 Sammlungen, den 46 Büchern des AT und den 27 Büchern des NT. Das alte Testament berichtet über die Geschichte Israels und das Gott sich unter den Völkern erwählt und offenbart hat.

Das neue Testament entwirft ein Bild von Jesus Christus und der Frühgeschichte der Kirche. Die Verfasser sind weitgehend unbekannt, die Bücher haben einen langen Wachstums und Beartbetungsprozess durchlaufen.   Das alte Testament beinhaltet:   Die 5 Bücher des Mose: Sie enthalten die Geschichte Gottes mit den Menschen von der Erschaffung der Welt bis zur Sintflut und von Abraham bis zum Einzug Israels ins Gelobte Land. Gott offenbart sich, führt es in die Freiheit und schließt mit ihm seinen Bund und schenkt ihm die 10 Gebote Die Bücher der Geschichte des Volkes: Die ersten 7. Bücher behandeln die Geschichte Israels von der Eroberung Kanaans unter Josua, dem Nachfolger des Mose, bis zur Zeit, als Israel vor allem unter den Königen David und Salomo eine bedeutende Politische Rolle in der Geschichte des Vorderen Orient spielt. Geschichtliche Ereignisse: Hungersnöte, Bedrohung durch Feinde und Kriege sind Strafen für den Abfall von Jahwe, Wohlstand und Frieden Lohn für Gesetzesgehorsam und Bundestreue.

Die nächsten 4. handeln von der Geschichte Israels von Adam bis zum Neubeginn nach dem Babylonischen Exil. Die Bücher der Lehrweisheit und Psalmen: Sammlung von 150 religiösen Liedern, Psalmen sind in einem langen Zeitraum von der Vorkönigszeit bis zum Babylonischen Exil entstanden. Dem König Salomo zugeschriebene Sammlung von Weisheitslehren und Lebensregeln. Betrachtungen und Klagen über die Nichtigkeit der Welt aus der Mitte des 3. Jh.

V. Chr. Sammlung von Liebesgedichten, entstanden Schriften eines hellenistischen Juden, Lebens- und Verhaltensregeln, vor allem für die Erziehung der Jugend. Die Bücher der Propheten: Sie kritisieren den Abfall vom Gesetz Jahwes und rufen zur Umkehr auf, nehmen Stellung zur Tagespolitik und drohen das Gericht Gottes an und entwerfen im Gegenzug tröstende Zukunftsbilder.   Die Bibel der Juden hingegen enthält nur 36 Bücher:   1. Die Tora: Weisung für den Lebensweg, der Wille Gottes, enthält ebenfalls die 5 Bücher Mose und ist das Fundament der Bibel 2.

Die Propheten: die Juden zählen auch die Geschichtswerke zu den Propheten 3. die Schriften: dazu gehören die übrigen Schriften wie Psalmen, Isob, Sprichwörter Die Patriarchen   Das sind die Stammväter des Volks Israels: Abraham, Isaak, Jakob und seine 12 Söhne. Die Zeit ist die ganze Spanne zw. 18. und 13. Jhd.

V. Chr., der Lebensraum ist vom 2 - Strom Land bis nach Ägypten. „Ur in Chaldäa“ ist die ursprüngliche Heimat der Sippe. Abraham + Sara, dessen Söhne Ismael, Isaak + Rebekka, dessen Sohn Jakob = Israel + Lea + Rahel, dessen 12 Söhne = 12 Stämme(Ruben, Simeon, Juda, Issachar,) (Joseph und Benjamin von Rahel) Abraham: Die Juden: in Abraham verdichten sich grundlegende Glaubensüberzeugungen, die Erwählung, die Verheißung des Landes, der Segenszuspruch und der Glaubensgehorsam. Die Juden verehren ihn und heißen sich die Kinder Abrahams.

Er hat die gegebene Verheißung der Nachkommenschaft erfüllt, er gilt als das Urbild des gehorsamen und gesetzestreuen Juden. Die Christen: sehen in als Vater des Glaubens, indem er bedingungslos dem Anruf Gottes folgt. Er macht deutlich dass der Glaube ein Wagnis ist, da man keine Gewissheiten hat. Im Islam: Die Araber halten sich für dich Nachkommen Ismaels, eines Sohnes Abrahams. Ismael habe mit Abraham die Kaaba errichtet und die Wallfahrt zu diesem Heiligtum begründet.  4.

Exodus:  Exodus (gr.) heißt „Auszug“. Der Exodus ist das Ereignis, auf das Israel seine Existenz gründet und seinen Glauben zurückführt, aber es steht auch für den Aufbruch von Menschen aus ihren bisherigen Verhältnissen und Gewohnheiten in der Gewissheit, dass Gott sie ruft. Geschichtlicher Hintergrund: Der Exodus fällt in die Regierungszeit des Pharao Ramses II (1290 – 1224v. Chr.) Man weiß viel über Politik, Wirtschaft und Religion.

Für Bauten im Nildelta zieht Ramses Sinai-Beduinen heran, die in Hungerszeiten nach Ägypten eindringen und als Gegenleistung Lehmziegel herstellen und andere Handlangerdienste verrichten müssen. Das treibt sie an den Rand des Existenzminimums. Die Halbnomaden verabscheuen den Arbeitsdienst und den religiösen Druck des ägyptischen Staates, dessen Pharao als Gott verehrt wird. Um 1250 flieht eine Gruppe Hebräer unter der Führung Mose, sie ziehen zunächst aus dem Lande Goschen im Nildelta nach Norden, am Schilfmeer erreicht sie das ägyptische Heer, aber die Streitwagen bleiben im Flugsand stecken, so dass sie die Flucht fortsetzen können. Sie kommen in die Wüste der Halbinsel Sinai nach Kadesch, dort kommt es am Berg Sinai durch Mose zum Bundesschluss zwischen Jahwe und dem Volk. Biblische Darstellung: Es werden Ereignisse miteinander verknüpft, und die folgenden Erzählzusammenhänge werden als lebendige Tradition von Generation zu Generation weitergegeben:     Die Gestalt Mose, seine Geburt, seine Flucht nach Midian und seine Berufung durch Jahwe Der Auszug aus Ägypten mit der Einsetzung des Paschafestes und der Errettung am Schilfmeer Der Bundesschluss und die Übergabe der Zehn Gebote Die Landnahme   Der Gottesname Jahwe heißt „ich bin da“, drückt den Versuch aus Gott anzurufen und doch ohne Bild für Gott auszukommen.

Der Verzicht auf ein Bild Gottes kann so ausgelegt werden, dass es den Menschen verwehrt ist, die ganze Wahrheit zu begreifen. Weder ein Volk, ein Staat, keine Partei, nicht die Kirche od. eine Religionsgemeinschaft dürfen behaupten alleine die Wahrheit zu besitzen. Oder es kann auch heißen, dass Gott derjenige ist, der tätig in die Geschichte eingreift und dem Volk beisteht. Die erste Frage der Bibel ist nicht, wer oder was Gott ist, sondern was dieser Gott für sein Volk tut.   Der Exodus: Das Urbild der Befreiung ist der Auszug der Israeliten aus Ägypten, so erkennen sich die Negersklaven (Landarbeiter in Südamerika) in der Not des Gottesvolkes wieder, sollte Gott nicht auch sie befreien? Sie fühlen sich ermutigt im Vertrauen auf Gott aufzubrechen und einen langen Kampf für ihre Menschenwürde zu führen.

In den Wundererzählungen des Exodus bringt Israel sein neues Verständnis von Gott zum Ausdruck. Gott zeigt sich nicht in erster Linie in Naturvorgängen, sondern begegnet Israel in den Ereignissen der Geschichte. - Wichtiges Wunder war die Speisung mit Manna (Ex 16,11-31). Der biblische Schriftssteller zeigt Gottes Fürsorge für sein Volk, denn niemand kann mehr Manna an sich nehmen, als er braucht. Somit kennzeichnet er die soziale Gleichheit und ist kritisch im Gegensatz zu Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Das Paschafest ist auch mit den Ereignissen des Exodus verbunden.

Ursprünglich war es ein Frühlingsfest orientalischer Hirten und Bauern, nun erinnert es an die Befreiung der Knechtschaft. Juden feiern dieses Fest noch immer und denken an die Errettung. Die Christen nehmen den Brauch auf und verbinden ihn mit dem Osterfest mit neuem Inhalt. Sie gedenken an die Auferstehung Jesu Christi, der sich als unser „Paschalamm“ geopfert und uns von Sünde und Tod befreit hat. Die Wüstenwanderung wird auch als Lernprozess gedeutet: Gott erzieht Israel wie seinen Sohn, dieser soll erkennen, dass der Mensch nicht nur vom Brot lebt, sondern vor allem, was der Mund des Herrn spricht.   Bundesschluss und Zehn Gebote(Dekalog): Die Offenbarung der Zehn Gebote wird eingebettet in die Erzählung vom Bundesschluss am Sinai: Gott erinnert an seine Tat, verpflichtet sich Israel zur Seite zu stehen, erhebt Menschen zu seinen Partnern und nimmt sie ernst.

Die Zehn Gebote: Du sollst neben mir keine anderen Götter haben Du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht missbrauchen Denk an den Sabbat; halte ihn heilig Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das Jahwe, dein Gott, dir gibt Du sollst nicht morden Du sollst nicht die Ehe brechen Du sollst nicht stehlen Du sollst nicht falsch gegen einen anderen aussagen Du sollst nicht nach der Frau eines anderen verlangen Du sollst nicht nach dem Haus eines anderen verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das dem anderen gehört.   Gott schrieb diese 10 Gebote auf 2 Steintafeln, auf der ersten waren die Pflichten gegenüber Gott, auf der zweiten die Pflichten gegenüber Menschen. Diese Weisungen bilden das „Grundgesetz“ Israels und das Fundament für viele anderen Gesetze und Vorschriften. Die Propheten kämpfen für die Einsicht, dass das richtige Verhalten gegenüber Mitmenschen und dem Bekenntnis zu dem einen Gott zusammengehört. Bei Jesus von Nazaret werden Gottes und Nächsten liebe sogar gleichgesetzt.   Die Erwählung Israels Ein unergründbares Geheimnis ist die Erwählung eines kleinen Volkes zum Eigentum Gottes.

Es ist nicht nur eine Auszeichnung sondern mehr als Auftrag Zeugnis zu geben von dem einen Gott und seinem Verlangen nach menschlicher Gerechtigkeit. Früher in der Zeit der Judenverfolgungen des MA und der Neuzeit hat sich Israel schon als Gestalt des „Knechtes Gottes“ gesehen, oder oft blind, taub, müde wird und leiden muss, aber dennoch an seinem Auftrag festhält Licht für die Völker zu sein.   Mose Er steht nicht im Mittelpunkt des Geschehens, sondern wirkt als Mittler und Werkzeug in Jahwes Plan. Der Name ist ägyptischer Herkunft, Bibel übersetzt: „der aus dem Wasser Gezogene“, welches von der Legende von seiner wunderbaren Rettung im Binsenkörbchen erzählt. Eine Tochter des Pharao lässt das Kind am Königshof erziehen. Wegen seinem Gerechtigkeitssinn und seiner Leidenschaft begeht er einen Mord an einem ägyptischen Aufseher, der einen hebräischen Fronarbeiter misshandelt.

Mose muss fliehen, heiratet die Tochter des Priester Jitro und hütet dessen Herden. Dort ergeht aus dem „brennenden Dornbusch“ an ihn der Ruf Jahwes: Er hat das Elend seines Volkes gesehen, ihre Klage gehört und Mose soll sie in ein neues Land führen, in dem Honig und Milch fließen! Mose führt das Volk aus der Knechtschaft durch die Wüste dem verheißenden Land entgegen. Begleitet von wunderbaren Ereignissen gelangt Israel zum Gottesberg und Mose als Mittler zw. Gott und Volk bekommt das Gesetz Gottes. Das Volk begehrt immer wieder gegen Gott auf, doch Mose bewährt sich als Fürsprecher des Volkes vor Gott. Mose stirbt ohne dass er das Gelobte Land gesehen hat.

Der Pentateuch schließt mit dem Urteil, dass niemals wieder so ein Prophet wie Mose aufgetreten ist. Das nach ihm benannte mosaische Gesetz ist für die gläubigen Juden für immer gültig.   Könige und Propheten Die Stämme Israels führen ständige bewaffnete Auseinandersetzungen, wo Retter auftreten die in der Bibel „Richter“ genannt werden. Die berühmtesten sind Simson, Eli und Samuel. Nach vielen Niederlagen kann Saul, aus dem Stamm Benjamin, die Ammoniten besiegen. Daraufhin wird er König, sein Sohn kann das Königtum nicht halten, jedoch unter David und Salomo erreicht das Königtum Israel eine nie wiedererreichende Größe.

Nach Salomons Tod führen wirtschaftl. politische und religiöse Rivalitäten zur Reichsteilung. Vom ersten König Saul (1020-1000v.Chr.) an bis zur Verschleppung des letzten jüdäischen Herrschers nach Babylon (586 v. Chr.

) ist das Königreich umstritten. Einerseits hätten die israelitischen Stämme ohne Königtum nicht überlebt, jedoch bleibt die Erinnerung an die Unterdrückung wacht. Außerdem geben viele dem Königtum die Hauptschuld am Zerfall des Königreichs  Ein König ist unentbehrlich weil: Stammesfehden schlichtet Soziale Gegensätze ausgleicht Recht spricht und Rechtssicherheit bietet Den Zusammenhalt der Stämme fördert In wirtschaft. Militärischen, politischen Fragen eine zentrale Instanz darstellt Die Jahweverehrung im Tempelkult fördert Wie David und Salomo Frieden, Wohlstand und Ansehen bewirkt Ein König ist überflüssig, ja gefährlich, weil er das ausschließliche Königtum Jahwes in Frage stellt, indem er über Menschen herrscht freie Männer zum Militärdienst zwingt die Söhne und Töchter Israels zum Dienst am Hof heranzieht immer neue Steuern und Abgaben erhebt einen kostspieligen Beamtenapparat unterhält seinen ausländischen Frauen erlaubt ihren heimischen Göttern zu dienen   Reichsteilung: 932 v. Chr. Nordreich Israel: 1.

König Jerobeam (Offizier im Dienste Salomos), Hauptstadt Sichem/Samaria, Heiligtümer: Kultstätten in Dan und Bet-El, Untergang: Vernichtung des Nordreichs durch die Assyrer (722/721 v. Chr.) und Zerstreuung der 10 Nordstämme   Südreich Juda: 1. König: Rehabeam (Sohn Salomos), Hauptstadt: Jerusalem, Heiligtümer: Tempel in Jerusalem, Untergang: Eroberung des Südreichs durch die Babylonier (586 v. Chr) und Exil     David: stammt aus Bethlehem im Lande Juda. Hat viele hervorragende Eigenschaften, wie politische und militärische Leistungen.




Er dient als Heerführer am Hofe Sauls, die beiden trennen sich im Streit. Daraufhin schart David Söldner um sich und schützt mit seiner Truppe die Bewohner des judäischen Berglandes vor Nomaden. Nach dem Tode Sauls wird er König und es gelingt ihm auch die Nordstämme für sich zu gewinnen. Er erobert Jerusalem (Stadt „Davids“) , und macht es zur Hauptstadt. Durch weitere militärische Erfolge festigt er seine Herrschaft und dehnt das Reich weiter aus. Er hat auch künstlerische Begabung und leidenschaftliche Frömmigkeit: Er überführt die fast vergessene Bundeslade nach Jerusalem und verknüpft damit die alten Glaubenstraditionen mit dem neuen Königtum.

David bricht mit Batseba die Ehe, und hat ihren Mann in den Tod geschickt, der Prophet Natan weist ihn unter Gott zurecht, woraufhin er zutiefst seine Schuld bereut.   Propheten: Es gibt Propheten, die mit der Berufung Gottes ihre Könige öffentlich mahnen und kritisieren. Es gibt auch Berufspropheten, die am Königshof angestellt sind, sie gehören wie Priester der Oberschicht an. Bei ihnen erfragt man einen Gottesspruch (Orakel). Es gibt auch Berufungspropheten, wie z. B.

die Frau Hulda. Sie treten in Krisenzeiten auf, sie sind keine Hellseher, aber sie besitzen eine geschärfte Wachsamkeit gegenüber aktuellen Ereignissen. Ihre Botschaft ist ihr einziger Ausweg   Botschaft der Propheten: Jahwe ist der einzige Gott; Er hat Israel befreit, hat Bund mit ihm geschlossen. Jahwes Führsoge ist einzigartig. Baal und die anderen Götter sind nichts. Jahwe ist König; Er setzt die irdischen Könige in ihr Amt ein, ihm gegenüber bleiben sie verantwortlich.

Jahwe ist und bleibt der Herr des Hauses Israel. Jahwe ergreift Partei für die Armen; Sein Herz hängt an den Witwen, Waisen und Fremden. Hochmut und dergleichen werden nicht ungestraft bleiben Jahwe sichert Bestand und Wohlergehen Israels; Die Rückbesinnung auf den Jahwe Bund und seine Satzungen gewährt dem Volk innere Sicherheit und äußere Stärke. Jahwe ist der Herr der Geschichte: selbst die mächtigsten Reiche sind Werkzeuge in seiner Hand, er kann sich alle menschlichen Entscheidungen und geschichtlichen Ereignisse dienstbar machen. Jahwe ist Richter: Er bestraft und überwindet das Böse, aber schenkt auch dem gedemütigten Israel einen neuen Anfang Jahwe wird sein Reich erneuern und vollenden; Die Leiden der Gegenwart werden ein Ende finden und ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit wird anbrechen Jahwe ist Gott über alle Völker; Am Ende der Zeiten werden sie ihn erkennen und in einem neuen Jerusalem verehren.   Für die Juden ist die Zeit der Propheten mit dem Exil zu Ende.

Die Christen sehen in Johannes dem Täufer den letzten Propheten des Alten Testaments. In der Kirchengeschicht treten Propheten auf, die Kritik üben, wie z. B. Franz von Assisi, Katharina von Siena, Dom Helder Camara.  Das FrühjudentumMan spricht erst vom Judentum, nach den einschneidenden Veränderungen des Exils. Darunter versteht man die Gemeinschaft, die den Zusammenbruch überlebt hat und neue religiöse Lebenskraft entwickelt.

Wichtige Einrichtungen und Feste sind: Die Synagoge: Sie wird das unentbehrliche Zentrum der Gemeinde, sie bietet in der Fremde ein Zuhause. Sie dienen als Raum für den Gottesdienst, als Lehrhaus, als Gemeindezentrum. Die Tora: Das Judentum wird mehr und mehr eine Buchreligion, die 5 Bücher Mose werden verehrt, darum wird die Tora zur Richtschnur für alle Lebensbereiche. Das Leben wandelt sich ständig deshalb wird sie immer in den Alltag übersetzt und erklärt. Sabbat und Feste: Der höchste Feiertag ist der Sabbat, Mensch und Tier sollen ruhen, sowie Gott nach der Schöpfung geruht hat. Der fromme Jude unterlässt jede Arbeit und besucht den Gottesdienst in der Synagoge.

Er hält den gemeinsamen Glauben wach. Jüdische Feste:     Der Tempel: ist das religiöse Zentrum des Judentums die sichtbare Wohnstätte des unsichtbaren Gottes das Ziel großer Wahlfahrten, bei denen sich Israel der Heilstaten Gottes erinnert der Ort feierlicher Gottesdienste und Opfer als Zeichen der Versöhnung und als Ausdruck von Lob, Dank und Bitte das religiöse und nationale Heiligtum, das die Juden in Palästina und in der Diaspora miteinander verbindet.  5. Historischer Jesus und die Religionsparteien  Seine Geburt wird von den meisten Historikern auf die ersten Jahre vor Beginn der Zeitrechnung datiert, sein Tod auf das Jahr 30. Die Zeugnisse über Jesus zeigen, dass er als jüdischer Wanderprediger in Palästina gewirkt hat. Er wurde dabei nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen begleitet.

Das sorgte in der streng patriarchalischen jüdischen Gesellschaft für großes Aufsehen. Er predigte den baldigen Beginn der Herrschaft Gottes auf Erden und die Errettung der Menschen durch sich selbst als Vermittler dieser Errettung. Obwohl er immer wieder gegen das jüdische Gesetz der Thora verstieß und häufig Umgang mit Randgruppen der Gesellschaft hatte, gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass er eine neue Religion gründen wollte. Er erließ praktisch keine neuen Gebote, sondern berief sich immer auf die alten jüdischen Gesetze. Historisch hat sich das Christentum erst im 2. Jahrhundert vom jüdischen Glauben gelöst und ist von einer der zahlreichen jüdischen Sekten des Nahen Ostens herausgetreten und zu einer eigenen Religion geworden.

Jesus Christus im Islam und Judentum einer der Propheten, im Christentum jedoch Religionsstifter und zentrale Gestalt. Jesus stammte vermutlich aus Nazareth in Galiläa. Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Er wurde in einem Stall in Bethlehen geboren, wie es die Weihnachtsgeschichte und das Markus- und Lukasevangelium besagt. Sein Vater Josef war Zimmermann. Von seiner Mutter Maria, hebräisch Mirjam, und seinen Brüdern weiß man nur mit historischer Gewissheit, dass sie nach dem Tod Jesu zur frühchristlichen Gemeinde gehörten.

Der Name Jesus leitet sich von der griechischen Form des hebräischen Namens Josua oder Jehoschua (hebräisch: ,,Jahwe errettet"). Jesus war Jude bis zu seinem Tod, und er lebte in Nazareth, einer unbedeutenden Stadt in Galiläa. Jesus gehörte keiner der Religionsparteien an (Pharisäer, Sadduzäer, Essener, Zeloten), und anfangs hatte er eine große Zuhörerschaft, letztlich blieb aber nur mehr eine kleine Gruppe übrig. Das Wirken Jesu:   Jesus lehrte in seiner Tätigkeit als Wanderprediger überall in Israel, die Zuhörer waren meist einfache Juden und Pharisäer, Formen der Gleichnisse: Gleichnisse im engeren Sinn, Parabeln, Beispielerzählungen, Weckruf und Einladung, Mittel zur Auseinandersetzung, Deutung der Passion   Jesus heilte Kranke, Besessene, vergab Sünden und stillte Hunger und Durst. Das Modell der Wundergeschichten ist wie folgt: Schilderung eines Notfalles, Bitte um Hilfe, Eingreifen Jesu, Heilung und Demonstration des Erfolges, Echo und Reaktionen   Jesus beruft: Nachfolge, das heißt sie teilen sein Schicksal   Jesus feiert, er pflegt keinen rein asketischen Lebensstil Die Hinrichtung Jesus:   Jesus wurde wegen Gotteslästerung zum Tod verurteilt und den Römern übergeben. Da nur der römische Statthalter die Todesstrafe verhängen durfte, ließ ihn Pontius Pilatus, der zu dieser Zeit dieses Amt bekleidete, hinrichten, da er in Jesus den politischen Anführer eines möglichen Aufstandes vermutete.

Am Karfreitag, der Freitag vor Ostern, war die Hinrichtung Jesu. Am Kreuz Jesu Christi war die Aufschrift: I.N.R.I. was bedeutet, Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum (lateinisch: Jesus von Nazareth, König der Juden).

Mit der Hinrichtung ist Jesu Wirkungsgeschichte jedoch nicht zu Ende. Bei den Jüngern setzte sich die Überzeugung der Auferstehung Jesu durch, und er lebe als Herrscher des kommenden Zeitalters bei Gott. Am Ostermorgen war die Auferstehung Jesu, doch was am Ostermorgen im Einzelnen geschehen ist, kann historisch nicht mehr nachgeprüft werden. Beteiligte beim Prozess:   Judas Iskariot: Verräter jüdische Polizeitruppe: verhaftete ihn Jünger: fliehen, Jüngerschaft zerfällt Hohepriesterschaft: lieferte Jesus an die Römer aus Pontius Pilatus: Statthalter, verurteilte ihn zum Tode am Kreuz Jüdische Volksmenge: setzte Pilatus unter Druck   Ostern: Die Auferweckung Jesu ist die Mitte des christlichen Glaubens rasch – nach seinem Tod radikal – Jüngerschaft findet neu zusammen dauerhaft – Jüngerschaft fasst neuen Mut belastungsfähig – Jünger nehmen eigenen Tod in Kauf     Die Religionsparteien:   Pharisäer: Schriftgelehrte Laien, v. a. aus dem städtischen Mittelstand, mit hohem Ansehen und Einfluss im Volk; bedeutet die „Abgesonderten“.

Thora Gehorsam und Anpassung an veränderte Gegebenheiten, um das ganze Leben dem Willen Gottes zu unterstellen, besondere Beachtung des Sabbats und der kultischen Reinheit Sie hoffen an Auferstehung und Vergeltung der guten und bösen Taten nach dem Tod. Sie lehnen die römische Fremdherrschaft ab, verzichten auf Gewalt, solange die religiöse Praxis gewährleistet ist. Sadduzäer: priesterlicher Hochadel und wohlhabende Oberschicht wegen Tempelkult, sehr kleine Gruppe und unbeliebt. Der Name geht zurück auf einen Hohenpriester namens Zadok. Ausschließliche Geltung der schriftl. Tora, konservativ.

Glauben nicht an Auferstehung und jenseitige Vergeltung, glauben an persönliche Verantwortung entscheidet über irdisches Wohl. Kompromissbereitschaft mit Römern, um eigene Vorrechte zu wahren. Essener: ordensähnliche Gemeinschaft mit abgesonderten Siedlungen in der Wüste. Entsagungsvolle Erfüllung der Tora, besonders der rituellen Reinheitsvorschriften. Erwartung des nahe bevorstehenden Endgerichts: Überzeugung von der eigenen Erwählung, Erwartung eines priesterlichen und königlichen Messias. Sie sind vom baldigen Ende der römischen Herrschaft überzeugt.

Leben in Art Kloster, asketisch (ohne Frauen) Zeloten: radikale nationalreligiöse Bewegung, hpts. In Galiläa. Kommt vom gr. Zelos, d. h. Eifer.

Die Tora bedeutet ihnen: grundsätzliche Übereinstimmung mit den Pharisäern. Naherwartung und starke messianische Hoffnung. Militanter Widerstand gegen die Römer.  6. Entstehung der Evangelien  Der Name Evangelium stammt aus dem griech. und bedeutet Frohe Botschaft.

Die Entstehungsgeschichte ist sehr komplex und die Exegeten haben keinen direkten Zugang zu den ursprünglichen Handschriften, das heißt alle Aussagen sind rein theoretischer Natur. Zum ursprünglichen Text kommt man durch Textkritik und Textgeschichte (Vergleich mit den gesammelten Handschriften und der Erschließung der Textweitergabe und der Textveränderung), so versucht man die ältesten und wahrscheinlichsten Textvarianten zu rekonstruieren. Meist sind die kürzeren und schwereren die älteren.   Allgemeines: Kein Evangelium ist in leeren Raum entstanden und der Autor hatte immer einen bestimmten Adressatenkreis vor Augen, und das Evangelium sollte immer einen bestimmten Zweck erfüllen.   Der neutestamentliche Evangelienkanon:   Kanon kommt aus dem griech. und bedeutet „Rohrstab, Vorschrift, Richtschnur, Regel“.

Es wurden viele Evangelien geschrieben, jedoch nur 4 in den Kanon aufgenommen. Ausschlaggebende Punkte: Alter, Übereinstimmung mit den ersten Glaubensregeln   Warum gerade 4 Evangelien? Irenäus von Lyon am Ende des 2. Jh. Viergestaltiges Evangelium in Anlehnung an EZ (Thronwagenvision: Ein Gott, 4 Tiere die den Thronwagen halten bzw. ziehen – Eine Botschaft 4 Zeugen   Die Tiere waren wie folgt zugeteilt: Markus – Löwe, Matthäus – Mensch, Lukas – Stier, Johannes – Adler   Der Vergleich hat gezeigt, dass es keine antike Literatur gibt, die so lückenlos und qualitativ ist, wie die Evangelien, der Grund dafür ist, dass sie als heilige Schriften gesehen wurden, deshalb kam der wortgetreuen Überlieferung große Bedeutung zu.   Die Evangelienentstehungsphase lässt sich in 4 Phasen einteilen:   1.

Phase: 30 – ca. 55 n. Chr.   Nur mündliche Überlieferungen, Entstehung kleiner schriftlicher Überlieferungen, das erste große Schriftstück waren die Passionsgeschichten. P P P           P: Passionsgeschichte 2. Phase: 55 – ca.

70 n. Chr. Mk Q   Logienquelle Markusevangelium    SLk SMt   Matthäisches Sondergut Lukanisches Sondergut    Q Mk SMt SLk P P P       3. Phase: 70 bis ca. 90 n. Chr.

Mt   Matthäusevangelium Lk   Lukasevangelium    Q Mk Mt SMt Lk SLk P P P   Zweiquellentheorie: Logienquelle und Markusevangelium dienten als Vorlage für Matthäus und Lukas. Deshalb werden Markus Matthäus und Lukas auch als Synoptiker bezeichnet. (griech. syn: zusammen und opto: sehen)         4. Phase: 90 – ca. 120 n.

Chr. Joh   Johannesevangelium   Es ist aber unklar ob Johannes die anderen Evangelien kannte.  Q Mk Mt SMt Lk SLk Joh P P P ? ? ? ?         Das 3- Stufen Modell der Überlieferungen:   1. Ebene: Jesusbotschaft von Jesus 2. Ebene: Missionsverkündigung, Katechese durch die Apostel (Petrus, Johannes, Andreas, Paulus, etc.) 3.

Ebene: Literaturbildung von Markus, Matthäus, Lukas, Johannes   Literaturgeschichtlicher Ort der synoptischen Evangelien  Die kanonische Abgrenzung, das Verständnis der Zweiquellentheorie und das traditionsgeschichtliche Dreistufenmodell werden vorausgesetzt.Das Markusevangelium:   Verfasser: Vermutlich ein Heidenchrist Adressaten: Überwiegend Heidenchristen, aber mit einem deutlichen Bezug zum jüdischen Hintergrund der Jesusbewegung   Das Matthäusevangelium:   Verfasser: Er stammt aus dem griech. Diasporajudentum Adressaten: eine stark judenchristliche Gemeinde   Das Lukasevangelium:   Verfasser: er war vermutlich Arzt und Paulusbegleiter, ein sehr gebildeter Heidenchrist war, der eventuell in Rom lebte Adressaten: Heidenchristen   Das Johannesevangelium:   Verfasser: Bis heute eine der umstrittensten Fragen in der neutestamentlichen Bibelwissenschaft Adressaten: Seine Gemeinde! Ausgeprägte Gemeindebasis mit bes. theologischer Schulbildung   Im Johannesevangelium ist alles sehr komplex und undurchsichtig, er verwendete eine Sondersprache (Wortfelder des Sehens, Lebens, Ich – bin – Worte), johannäische Dualismen (Licht – Finsternis, Leben – Tod, oben – unten, Wahrheit – Lüge)    7. Kirchengeschichte allgemein:  Die Geschichte der Kirche lässt sich in 3 Zeitalter einteilen:   Antike ( bis 7. Jh.



) Urkirche (1. bis 3. Jh.): aus Synagogen lösen sich kleinere christl. Verbände, in Handelszentren bilden sich heidenchristliche Gemeinden, immer wieder Verfolgungen; Wichtige Personen: Petrus, Paulus   Reichskirche (4-6Jhd): Christentum wird zur beherrschenden Religion, wird anerkannt und trägt zur Stabilisierung des röm. Reiches bei.

Kaiser betrachtet sich als Schutzherren der Kirche; Wichtige Personen: Kaiser Konstantin, Gregor d. Große   Mittelalter (7.Jhd bis ca.. 1500) Germanisch-lateinische Kirche (5-8.Jhd): Durch Völkerwanderung übernehmen auch Germanen das Christentum.

Germanisches Denken durchdringt den Glauben, das führt zur Entfremdung Trennung von Ostrom 1054; wichtige Pers.: Bonifatius   Das christl. Reich (9-15Jhd): Einheit des christl. Abendlandes ist eine polit. und relig. Ordnung, Papst und Kaiser verkörpern diese Einheit, religiöse und weltliche Lebensformen werden zu einer einheitlichen Kultur; wichtige Pers: Karl d.

Gr. Franz von Assisi Neuzeit (ca. 1500 bis 1914) Zeitalter der Reformation und Gegenreformation (16./17 Jhd): Änderungen führen zur Auflösung der mittelalterlichen Einheit, mit der Reformation entstehen Konfessionen(Glaubensgemeinschaften) die sich in Bekenntnis und Kirchenorganisation unterscheiden, wichtige Pers.: Martin Luther, Ulrich Zwingli, Jean Calvin, Ignatius v. Loyola   Aufklärung, Säkularisierung, Industrialisierung (18/19 Jhd): Glaube, Tradition und Bindung an die Kirche wird kritisiert; Vernunft, Fortschritt, Freiheit steht im Vordergrund; Verweltlichung erfasst mehr Lebensbereiche; wichtige Pers: Napoleon I Marx, Kettler, Kolping   Zwanzigste Jahrhundert In der christl.

Kirche entsteht Bewusstsein von der Universalität des christl. Glaubens, gemeinsame Verantwortung gegenüber den Menschheitsproblemen; wichtige Pers.: Johannes XXIII, Paul VI   Kirche als pilgerndes Gottesvolk Eine Kirche, die wandert, muss sich wandeln! Die Welt verändert sich und beeinflusst dabei die Kirche. Auch die Kirche wirkt selbst verändernd auf die Welt. Versagen und Sünde entstellen auch die Kirche und verlanden daher immer neu Umkehr auch den Weg Jesu. Anforderungen an die pilgernde Kirche: Beständigkeit, Fähigkeit der Anpassung, Mut zum Widerstand und Kraft zur inneren und äußeren Reform;   Christen im Römischen Reich (4.

1. S. 86 ff)   Rasche Ausbreitung des Christentums– schon um 300 waren etwa 14% des röm Reiches Christen; Erklärung: religiöse Toleranz des röm. Reiches Volksgriechisch als internationale Verkehrssprache Hervorragend ausgebautes Verkehrs- und Handelsnetz Außerdem spielen auch innere Gründe eine Rolle zur Ausbreitung: Innere Kraft der Kirche Menschen aus verschiedenen Völkern, Rassen und Kulturen zusammenzuführen Erschütterung des Glaubens an die alte Götterwelt Der christl. Glaube schenkt den kleinen Leuten und Sklaven ein Gefühl von Würde. Glaubwürdige Lebensweise der Christen: Ausgleich sozialer Gegensätze, Zusammenhalt der Gemeinden, Übereinstimmung von Glauben und Handeln   Gelegentliche Christenverfolgungen (64-250) Christen werden immer wieder verfolgt und müssen mit der Angst leben, Gesundheit, Familie und Leben zu verlieren.

Christen waren unbeliebt, da sie sich in der Welt nicht heimisch fühlen, sondern wie ortsansässige Fremde leben. Nichtchristen werden von ihren Veranstaltungen ausgeschlossen. Allgemeine Christenverfolgungen (250-311) Auf kaiserlichen Befehl setzen systematische Verfolgungen ein, denn das röm. Reich leidet unter Seuchen, wirtschaftl. Not und Einfällen der Barbaren, eine Völkerwanderung tritt ein. Die Kaiser versuchen die Einheit des Reiches zu erhalten und glauben wieder an die früheren Gottheiten, somit werden Christen verfolgt, Kirchen zerstört.

Jedoch gibt es viele Christen, die für ihren Glauben sterben, diese werden „Märtyrer“ (Zeugen) genannt. Solche, die Folterungen und Gefangenschaft überleben, werden als „Bekenner“ bezeichnet.   Konstantinische Wende (4.2. S. 90 ff)   Christenverfolgungen erbrachten nicht den gewünschten Erfolg, deshalb war Kaiser Konstantin überzeugt, dass der Christengott mächtig ist und man somit das Christenvolk nicht ausrotten kann.

Es wurde im Abkommen von Mailand(313) die Religionsfreiheit der Christen festgelegt. Christen dürfen nun einflussreiche Stellen einnehmen, wie Bischofssitze. Kaiser Konstantin bevorzugt auch den christl. Glauben und fördert die Verbreitung des Christentums. 391 erhebt Kaiser Theodosius das Christentum zur alleinigen Staatsreligion. Somit gibt es viele Veränderungen mit Vor- und Nachteilen.

Durch die ungehinderte Ausbreitung werden die Heiligen Schriften leichter verbreitet Kreuzstrafe wird abgeschafft, sowie Aussetzung von Neugeborenen, Gladiatorenkämpfe. Sonntag wird eingeführt, sowie auch der Ostertermin Christen werden auch untolerant und schließen Tempel und verfolgen die Heiden.  8. Christliches Mönchtum  Grundidee mönchischen Lebens Aus Glaubensgründen wählen Männer (vor allem im Christentum) und Frauen vorübergehend oder auf Dauer eine Lebensform, die sich an religiösen Idealen ausrichtet, dass heißt: Mönche („die alleine leben“) verzichten auf Besitz, Macht, Ehe, Familie und schränken ihre Grundbedürfnisse, wie Speise und Trank, Schlaf, Geschlechtsleben, Kleidung und Wohnung ein. Sie leben als Einsiedler, Wanderaskesen oder in einer klösterlichen Gemeinschaft. Herkunft des christl.

Mönchtums Das christl. folgt dem Vorbild Jesu und dem Rat des Evangeliums: um vollkommen zu sein, sollte man seinen Besitz verkaufen und das Geld den Armen geben und somit einen bleibenden Schatz im Himmel haben. Herkunft des Mönchtums ist in Ägypten, denn schon im 3. Jhd. ziehen sich viele ägyptische Christen als Eremiten (Einsiedler) in die Wüste zurück und protestieren somit gegen die Verflachung des Evangeliums. Es entstehen auch die ersten Klöster und die Mönchsgemeinschaft wird ins Leben gerufen.

    Benedikt von Nursia – der Vater des abendländischen Mönchtums Er lebte 3 Jahre als Eremit in einer Höhle und mit der Zeit finden sich Gefährten ein. Somit entwickelte sich eine lose Eremitengemeinschaft. Doch als diese missrät, weicht er mit Gleichgesinnten nach Monte Cassino aus und gründet 529 ein Kloster. Von ihm stammt der Satz „ora et labora“ – bete und arbeite. Man lebt in dieser Gemeinschaft zusammen und gehorcht dem Abt, weil Christus gehorsam war, man dient, weil der Christus gedient hat, man ist bereit zu leiden, weil Christus gelitten hat. Jeder Mönch muss Gelübde ablegen (persönliche Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam gegenüber dem Abt, Treuebindung an das gewählte Kloster) und Tugenden befolgen (Gottes- und Nächstenliebe, Demut und Bescheidenheit, Brüderlichkeit, Schweigsamkeit, Gastfreundschaft)   Verfall und Reform: Durch Fleiß, Disziplin und Selbstlosigkeit wurden die Benediktiner reich, mächtig und ihr Besitz an Ländereien, Wälder wurde immer größer.

Bauern müssen den Mönchen Frondienst leisten. Dies führte zu einem Verstoß gegen die Evangelischen Räte und somit entstehen im 10. und 11. Jhd Reformbewegungen. Die wichtigsten Zentren liegen in Burgund und tausende Klöster schließen sich an. Sie wollen: eine innere Erneuerung der Klöster im Geiste Benedikts Ausschaltung der bischöflichen Macht über die Klöster Zusammenschluss zu weltweiten, dem Papst unterstellten Klosterverbänden (Orden) Erneuerung der Gesamtkirche: Kampf gegen die Käuflichkeit des Priesteramtes, gegen Laieninvestitur und Eintreten für die Ehelosigkeit aller Priester; Außerdem fügen sie einige Stichworte hinzu: Benediktiner sind die wichtigsten Glaubensboten Europas und die Kulturträger des Abendlandes, (Erziehung und Bildung der Jugend, schriftliche Überlieferung der Wissenschaften und der Künste) Klöster haben unbesiedeltes Land urbar gemacht und kultiviert, Anbaumethoden verbessert, Hilfe für Reisende, Kranken und Obdachlosen gegeben.

Alle Klöster sind denselben Zielen verpflichtet und die gemeinsame Sprache war Latein.   Armutsbewegung und Bettelorden: Radikale Armutsbewegungen entstehen im 13. Jhd. Die bekanntesten sind die „Katarer“(die Reinen) [davon leitet sich Ketzer ab] und die „Waldenser“, beide leben in Südfrankreich. Sie wollen ihr Armutsideal und Weltdistanz auf radikale Weise für alle Gläubigen verbindlich machen. Sie stellen eine Gefahr für Kirche und Staat dar.

Die Gründe zu der Entwicklung von Bettelorden liegen in den Veränderungen der Welt wie zum Beispiel: Aufschwung der Handwerke und Übergang zur Geldwirtschaft Rasches Bevölkerungswachstum Kaiser und Papst liegen miteinander im Streit Kreuzzüge münden in Besitzgier und blutiges Gemetzel   Franziskus von Assisi (1182-1226)   Franziskus ist ein beliebter Mann, der gerne musiziert und einmal Sänger oder Ritter werden will. Jedoch ändert eine Krankheit sein Leben. Er betet zu Christus, der ihm vom Kreuz herab sagt: „Geh hin, Franziskus, bau mein Haus, das am Einstürzen ist.“ Er erfüllt diesen Auftrag und renoviert eine Kapelle. Er entdeckt das Evangelium als sein Lebensprogramm und setzt sein ganzes Vertrauen auf Gott, dem gütigen Vater. Er vermählt sich mit der Armut.

Er wendet sich gegen Geiz, Neid, Hochmut und Unversöhnlichkeit. Er wird Jesus immer ähnlicher und Gefährten schließen sich ihm an. Diese nennen sich selbst „Minderbrüder“, welche der Papst Innozenz III genehmigt. Am Körper von Franziskus zeigen sich die Wundmale des Herrn (Stigmatisation). Zwei Jahre nach seinem Tod wird er heilig gesprochen.   Die Bettelorden   Der Spanier Dominikus gründet fast gleichzeitig mit Franz v.

Assisi in Südfrankreich den Orden der Predigtbrüder. Sie sind gegen die Lehren der Katarer und Waldenser. Ihre Lebensweise ist am Evangelium orientiert und sie pflegen die Wissenschaft. Gemeinsamkeiten der Bettelorden: Klösterl. Gemeinschaft verpflichtet sich zur Freiheit von irdischem Besitz und erwerben ihren Unterhalt durch Arbeit und Almosen. Keine Bindung an das Stammkloster – Mönche werden dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden.

Hauptaufgabe ist die Predigt und die Seelsorge. Bettelorden gewinnen großen Einfluss auf Bürgertum. Es entstehen auch Orden für Frauen.   Neue Orden der Neuzeit   Jesuitenorden – seit 1540 Folgerungen aus der Reformation (Ignatius v. Loyola) Englischen Fräulein – seit 1609 kümmern sich um ihre Schulen Im 19. Jhd entstehen 400 Zusammenschlüsse, die sich in sozialen Nöten einsetzen Don Bosco gründet 1859 die Salesianer (Name stammt von Franz v.

Sales) – nimmt verstoßene und vernachlässigte Kinder auf Im 20. Jhd – Mutter Theresa 1950 Missionarinnen der Liebe in Kalkutta und noch weitere Organisationen, die den armen und kranken helfen. 1970 Friedensnobelpreis   Die Einheit des Mittelalters   Das Mittelalter bildet eine Einheit aus jüdisch-christlichen, antiken, romanischen und germanischen Wurzeln. Der politische Ausdruck der Einheit findet sich im Reichsgedanken. Man lebt in eine ständisch geordneten Welt, jeder Mensch erfüllt die Aufgabe, die ihm Gott zuteilt Mönchtum hat Einfluss auf die Kirche, Politik, Wirtschaft und Geistesleben. Kultur: gotisch, es entstehen Kathedralen Latein ist die gemeinsame Sprache der Kirche, Wissenschaft und Verwaltung.

Zerfall des röm. Reiches Bis spät ins römische Reich war das Christentum verboten. 303 n. Chr. bis zum Toleranzedikt für die Christen 311 n. Chr.

gibt es im gesamten römischen Reich eine strenge Christenverfolgung. Die Christen weigerten sich, der Statue des Kaisers eine religiöse Ehre zu erweisen. Hierin erblickt der Staat eine Art Majestätsbeleidigung. Nach 313 (Edikt von Mailand) gab es dann im ganzen römischen Reich endlich Glaubensfreiheit.9. Kirchenspaltung, Reformation  Ereignisse zur Zeit Luthers:   1492 Entdeckung Amerika durch Kolumbus, Cortez unterwirft Azteken 1498 Vasco da Gama findet Seeweg nach Indien, Pizarro erobert Reich der Inka Karl V.

herrscht über das Rech von Habsburg Buchdruck wird von Guttenberg eingeführt, erfunden (1450) Kopernikus erkennt das die Erde ein Planet ist, der um die Sonne kreist Martin Luther:   wird 1483 in Eisleben/Thüringen geboren, laut seinem Vater soll er Jurist oder hoher städtischer Beamter werden, er studiert bis zum Magister. Nachdem er fasst von einem Blitz erschlagen worden war, flüchtete er ins Kloster um seine innere Ruhe zu finden, nach der Priesterweihe inskripiert er an der Uni Wittenberg und promoviert in Theologie.   Vorgeschichte zur Reformation:   1205 Das Papsttum ist an seinem H&oum

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