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  \"priesterinnen im alten rom\"

Einleitung Die Römer hatten sehr viele Götter und eine einheitliche römische Religion gab es eigentlich nicht. Denn bei jeder neuen Eroberung kamen wieder neue Götter dazu, außerdem änderte sich die Zuständigkeit der einzelnen Götter mehrfach (zum Beispiel Merkur, der erst der Götterbote war, nachher Gott der Wege und zum Schluss auch noch für die Diebe und Betrüger zuständig war). Aber auch große Göttinnen wie Iuno hatten Priester und keine Priesterinnen. Als Priesterinnen an sich sind in Rom nur die Vestalinnen zu nennen. Allerdings gab es auch außerordentliche Priesterinnen: die flaminica dialis und die regina sacrorum. Beide Priesterinnen arbeiteten auch für die Götter, allerdings waren sie über ihre Ehemänner dazu berechtigt.

Die flaminica dialis war die Frau des Jupiter-Priesters. Sie opferte an den Nonen (5. bzw. 7. Tag eines Monats) eines jeden Monats dem Jupiter einen Widder. Auch musste sie wie ihr Mann immer in der Tracht gehen.

Diese bestand aus einem rötlichen Wollgewand und einer rica genannten Haube, an der Reisig vom arbor felix (besonderer Baum, in den entweder der Blitz eingeschlagen hat oder der außerhalb des Frühlings blühte) befestigt war. Wenn sie starb schied ihr Mann aus dem Priesteramt aus. Die regina sacrorum übernahm die kulturellen Aufgaben der früheren Königin. Ihr Mann dementsprechend die des Königs. Sie opferte der Iuno an den Kalenden (1. Tag im Monat) entweder eine Sau oder ein Schaf.

Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Religion hatten die Frauen aber auch in anderen Kulten wie zum Beispiel dem importierten Isis-Kult, der die Geschlechter gleichsetzte und unter den 26 Priestern befanden sich immer 6 Frauen. Außerhalb von Rom im römischen Reich gab es auch Priesterinnen. Bei den Briten zum Beispiel hatten die Priesterinnen ursprünglich mehr Macht als die Druiden. Doch die Römer, die außer den Vestalinnen keine Priesterinnen kannten, kehrten das Machtverhältnis kurzerhand um. Sie versuchten sie mit den Vestalinnen gleich zu setzen, wobei sie die Unterschiede der Amtsausübung verdrängten. Zu den Vestalinnen kommen wir später noch genauer.

Vesta Vesta war eine Herdfeuer-Göttin. Ihre Macht lag nicht im sichtbaren Raum sondern verband sich mit dem garantierten salus (Heil) für Personen, Städte und den Staat. Sie wurde nicht bildlich dargestellt, sondern im Feuer verehrt. Spätestens 217 v.Chr. wurde aber ihre Bildlosigkeit aufgegeben.

Das Feuer, das sie laut Legende selbst auf dem Forum Romanum angezündet hatte, durfte nur am 1.März, dem alten Neujahrstag, ausgehen und musste durch Brennspiegel oder durch Bohren eines Holzstücks von einem fruchttragenden Baum wieder entzündet werden. Wenn das Feuer unbeabsichtigt ausgeganen war, wurde die diensthabende Vestalin gegeißelt. Getreide war neben Salz und Wasser ein weiterer Kultgegenstand. Ihr Kulttier war der Esel, aber nicht als Opfertier, sondern als Ehrbezeugung an die Müller. Ihr eignes Fest, die Vestalia, wurde am 9.

Juli gefeiert; die Matronen der Stadt wallfahrteten dann barfüßig zu ihrem Tempel, um den Segen der Göttin für den Haushalt zu erflehen, und brachten ihr in einfachen Schüsseln Speisopfer dar, und zur Erinnerung an die Zeit, wo der Herd allgemein auch zum Backen des Brots diente, hielten Müller und Bäcker Feiertag, wurden die Mühlen bekränzt und den Müllereseln Kränze und Brote umgehängt. Vestalinnen Die Vestalinnen wurden im Alter von 6 bis 10 Jahren für den Dienst an der Göttin vom Pontifex Maximus ausgewählt. Sie musste aus adeligem Haus stammen und sich für 30 Jahre in den Dienst der Göttin begeben. Weitere Vorraussetzungen waren die Jungfräulichkeit und die Keuschheit wärend der 30 Jahre Dienst. Rechtlich besaß sie keine Familie mehr, konnte also nicht erben. Aber sie konnte selbst ein Testament machen, auch wenn der Vater noch lebte.

Außerdem konnte sie alle übrigen Geschäfte ohne Vormund erledigen, was nur Frauen mit drei Kindern ansonsten erlaubt war. Die ersten 10 Jahre war die Vestalin Novizin im Tempelbereich um alle Tätigkeiten zu lernen. Die nächsten zehn Jahre übte sie diese aus und die letzten 10 unterrichtete sie die neuen Novizinnen. Nach diesen 30 Jahren durften sie heiraten. Sie wurden mit einer Mitgift ausgestattet, aber die meisten zogen es vor im Tempel zu bleiben. Es gab immer sechs aktive Vestalinnen.

Die älteste von ihnen war die "Virgo Maxima" und Oberpriesterin. In Zeiten der Belagerung Rons diente diese als Friedensvermittlerin. Der Zutritt zum Tempel war den Männern nachts versagt. Tagsüber war der Tempel jedermann zugänglich, außer dem Allerheiligsten, das nicht mal der pontifex maximus (oberster römischer Priester) betreten durfte. In diesem befanden sich Kultgegenstände, unter anderem auch das palladium, ein Abbild der Pallas Athene, das Aeneas aus Troja mitgebracht hatte. Wenn eine Priesterin das Keuschheitsgelübde gebrochen hat, wurde sie lebendig begraben.


Das Töten in anderer Form war nicht zulässig, weil man kein Blut von Vestalinnen vergießen durfte. Plutarch beschreibt dies in der Numa 10 so:"[...] Hat aber eine die Keuschheit verletzt, so wird sie bei dem collinischen Tore lebendig begraben. [.

..]Hier wird ein nicht gar großes unterirdisches Gemach bereitet, in welches man von oben hereinsteigen muß. Es stehen darin ein bereites Bett, eine brennende Lampe und einige wenige Lebensbedürfnisse, wie Brot, Wasser, eine Flasche Milch und Öl, gleich als wenn man sich ein Gewissen daraus machte, eine zum heiligen Dienste geweihte Person durch Hunger zu töten. Die verurteilte Vestalin selbst setzt man in eine zugedeckte, mit Riemen fest verschnürte Sänfte, damit niemand ihr Schreien hören soll, und trägt sie über den Markt. Alle, die ihr begegnen, gehen schweigend aus dem Wege und begleiten sie, ohne ein Wort zu sprechen, in tiefster Erschütterung.

Es gibt auch in der Tat keinen schauderhafteren Anblick, und ein solcher Tag ist für die Stadt der allertraurigste. Wenn die Sänfte an den bestimmten Ort gekommen ist, machen die Gerichtsdiener die Bande los; unterdessen verrichtet der Oberpriester vor Vollziehung der Strafe mit gen Himmel gerichteten Händen ein geheimes Gebet, führt dann die Unglückliche ganz verhüllt aus der Sänfte und stellt sie auf die ins Gewölbe führende Leiter. Hierauf wendet er so wie die übrigen Priester das Gesicht weg, und sobald sie hinabgestiegen ist, wird die Leiter herausgezogen und das Gewölbe mit Erde überschüttet, bis der Boden wieder gleich und eben ist. Auf diese Art werden die Vestalinnen bestraft, die das Gelübde der Keuschheit gebrochen haben.\"(zitiert nach www.univie.

ac.at/latein/gr/frames.htm##1=https://www.univie.ac.at/latein/kultur/myth.

htm) Neben diesen Einschränkungen und Verboten hatten die Vestalinnen auch gewisse Privilegien: Als Augustus die Frauen im Theater auf die hintersten Ränge verbannte, behielten sie ihre Plätz in der kaiserlichen Loge bei. Sie durften in einem Wagen durch die Stadt fahren und wenn ihnen dabei ein zum Tode Verurteilter entgegen kam, die Vestalin aber schwor, das Treffen sei zufällig gewesen, wurde diesem das Leben geschenkt. Außerdem hatten sie einen lictor, der sie bei Ausflügen in die Stadt begleitete. Wenn jemand ihrer Sänfte den Weg verstellte, so wurde dieser mit dem Tode bestraft. Quellenverzeichnis Schmitt Pantel, P. (Hrgs.

) Geschichte der Frauen- Antike, Campus Verlag, Frankfurt/Main, 1993 Pomeroy, S. Frauenleben im klassischen Altertum, Kroner Verlag, Stuttgart, 1985 https://de.wikipedia.org/wiki/Vesta Wikipedia, die freie Enzyklopädie https://www.univie.ac.

at/latein/gr/frames.htm##1=https://www.univie.ac.at/latein/kultur/myth.htm Römische Mythologie, https://www.

diegoettin.de/texte/texte/feuergoettin.htm Europäische Feuergöttinen, Vesta

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