Artikel pedia
| Home | Kontakt | Artikel einreichen | Oberseite 50 artikel | Oberseite 50 autors
 
 
 
Artikel kategorien
Letztes fugte hinzu
   Cursus continuus lektion 11-20
   Felix übersetzungen
   Cursus continuus übersetzung lektion18+19
   Cursus continuus lektion 21-30
   Cursus continuus lektion 31-37
   Übersetzung vom cursus continus
   Bellum gallicum (caesar) buch 1 kapitel 20-ende
   Konjunktiv 2 imperfekt und plusquamperfekt
   Übersetzung vom felix latein buch lektion 46.48.49
   Übersetzung cursus continuus lektion 9
   Latein grammatik top
   Cicero brief an atticus
   Die götter
   Das römische haus
   Cicero in verrem
alle kategorien

 

 Felix übersetzungen

L 8: Im Stadtviertel der armen Leute Claudia: "Ich halte das Licht und die Hitze nicht mehr aus. Jetzt sehne ich mich danach im Haus zu sein. Komm Marcus!" Marcus und Claudia verlassen den Marktplatz. Sie haben im Sinn durch das Subura zum Esquilin zu hinaufzusteigen. Denn dort ist ihr Haus. Sie nehmen den Weg durch die Mietshäuser.

Das Subura ist reich an Armen: Hier haben Friseure, Schuster, Wollarbeiter, Töpfer ihre Läden. Die Bewohner eines Mietshauses stehen um Imbissbuden; sie fragen nach Essen und Wein. Ein alter Mann steht bei der Imbissbude und bittet: "Gib Speisen!" Aber der Wirt vertreibt den alten Mann. Marcus und Claudia hören Stimmen, sie nehmen Geräusche war. Plötzlich nähern sich Trunkenbolde und rufen. Marcus warnt: "Eile Claudia! Auf dem Subura droht Gefahr! Weißt du das etwa nicht?" "Ich weiß.

" Aber Claudia gehorcht nicht; sie hält ihren Begleiter zurück und ruft: "Sieh Marcus! Dort kommt der Erzieher Xanthippus. Jetzt haben wir einen Beschützer. Hallo Xanthippus !" Der Erzieher hört ihre Stimme und stutzt: "Marcus! Claudia ! Warum seid ihr im Subura? Kennt ihr etwa nicht die Gefahren? In dem Subura gibt es nicht nur Arme, sondern auch Täuschung und Morde im Überfluss. Kommt!"   L 9: In der vornehmen Villa Barbara: " Der Herr geht im Innenhof spazieren. Die Herrin schläft im Schlafraum. Sowohl Publius als auch Cornelia schlafen.

Wir Sklaven arbeiten, denn der Herr erwartet abends Gastfreunde. Deshalb bereiten wir nun das Essen vor. Hör! Der Koch Syrus ruft uns." Die Sklavinnen eilen in die Küche, aber Syrus nähert sich bereits: "Ah, hier finde ich euch. Ich bereite die Speisen, vom Ei bis zu den Äpfeln: Und ihr, ihr schwatzt! Warum helft ihr mir nicht? Kommt mit mir in die Küche!" Nun treten die Sklaven Balbus und Flavus ein. Balbus trägt ein Glasgefäß: "Ich bringe das Wasser, Syrus!" Während er das Wasser darreicht, schubst Mitsklave Flavus heimlich: Balbus stolpert und das Glasgefäß zerbricht.

Flavus freut sich: "Seht! Balbus bleibt nicht nur mit der Zunge, sondern auch mit dem Fuß hängen!" Plötzlich steht der Herr im Atrium. Balbus sagt: "Gib Gnade, Herr!" Aber der Herr sagt: " Nicht dich, sondern Flavus tadle ich. Warum verletzt du Balbus immer mit deinen Beleidigungen? Es gehört sich nicht einen Fehler auszulachen. Ich bestrafe dich so: Du musst morgen mit uns zur Landvilla weggehen und dort arbeiten." L 10: Eine Fahrt in die Albanerberge Die starken Maultiere ziehen den Wagen. In dem Wagen sitzen Quintus, Cynthia, der Junge und das Mädchen, der Sklave Flavus führt die Maultiere.

Die Kinder sehen die großen Grabmäler und stutzen: Dort sind viele alte Grabmäler. Quintus erklärt die berühmten Grabmäler. Cynthia lobt die üppigen Wiesen und die fruchtbaren Felder. Dann zeigt Quintus die Albanerberge: "Dort besitzt Großvater ein großes, schönes Landgut." Später mahnt Cynthia: "Sieh die erschöpften Kinder, Quintus! Wir müssen das Essen vorbereiten." Quintus hält sofort die Maultiere zurück: "Steigt herab, Kinder!" Während Flavus die erschöpften Maultiere auf die Wiese führt, sitzen Quintus und Cynthia auf der Wiese.

Publius und Cornelia bringen einige Speisen aus dem Wagen herbei. Der Sklave bereitet die Mahlzeit; er reicht Essen und Wein dar. Dann steigen sie auf den Wagen und verlassen den Platz. Die Kinder beschweren sich nicht nur über die Maultiere, sondern auch über den langen Weg und die große Hitze. Cynthia aber bemüht sich, die Kinder zu beschwichtigen: "Seht die Berge und die breiten Felder! Dort erwartet uns Großvater." L 11: Der strenge Gutsverwalter Die Kinder laufen herbei und grüßen die Großmutter.

Die Großmutter freut sich und ruft: "Hallo Kinder!" Ich erwarte euch schon lange. Jetzt bin ich fröhlich. Trag das Essen herbei Lydia!" Dann tritt ein bärtiger Mann ein und grüßt mit lauter Stimme. Die Großmutter: "Hallo Eudoxus ! Was ist?" Weil der Junge und das Mädchen den Mann nicht kennen, erklärt Lydia: "Eudoxus ist Verwalter und hilft Großvater. Denn die vielen, großen Felder gehören zum Landgut. Weil der Großvater schon ein alter Mann ist, muss der Verwalter viel tun.

" Der Verwalter zeigt die verschiedenen Gebäude: das Haus, die Ställe und die Getreidespeicher umgeben den geräumigen Hof. Ein Maultier bewegt die Mühle. Die Sklaven tragen Getreide aus den Wagen in die Getreidespeicher. Der Verwalter: "Das Getreide ist reif. - Aber was sehe ich ? Einige Sklaven und Sklavinnen rufen und lachen! Was tut ihr? Warum arbeitet ihr nicht?" Sofort hören die Sklaven und Sklavinnen auf zu lachen. Eudoxus: "Ich bin nicht zufrieden; denn Sklaven und Sklavinnen wollen manchmal nicht arbeiten.

Ich muss streng sein; deshalb tadele ich Sklaven und Sklavinnen wenn sie schlecht gehorchen." L 12: Ein Sklave beschwert sich Publius hört großen Lärm. Was ist? Im Viehstall schreit der Verwalter und züchtigt einen Sklaven mit Schlägen. Während der Verwalter zu schlagen aufhört und weggeht, nähert sich Publius und fragt. Der Sklave: "Ich bin Syphax. Der Verwalter tadelt mich immer, er bestraft mich oft.

Ich fürchte die Schläge des strengen Verwalters. Das Leben der anderen Sklaven ist nicht so hart." Publius: "So ist das nicht: Er tadelt auch die Fehler der anderen Sklaven." Syphax zittert: "Aber nun droht mir die Mühle. Ich versuche immer zu gehorchen. Aber die Arbeitsbedingungen sind hart.

" Publius: "Der Großvater ist nicht so streng wie der Verwalter. Wirf dich vor den Füßen des Herrn nieder!" Syphax: "Der Herr ist ein alter Mann, ihm fehlt es nicht an Barmherzigkeit; aber ich fürchte den Zorn des wütenden Eudoxus." Publius: "Eudoxus ist streng, wie ich sehe. Aber er muss die Arbeit von vielen Menschen überwachen. Denn die Zahl der Sklaven ist groß; und die Sklaven sind aus verschiedenen Volksstämmen. Du, Syphax, gehorche und sei tüchtig! So fühlst du nicht den Zorn des Verwalters.

" L 13: Ungleiche Nachbarn Publius und Cornelia gehen auf den Wiesen, welche am Fluss gelegen sind, spazieren. Sie sehen einen Jungen, welcher einige Ziegen hütet. Nun kommt er heran. Cornelia: "Sei gegrüßt! Komm und spiel mit uns!" Der Junge: "Ich spiele selten, weil ich die Ziegen hüte, die ihr hier seht." Publius: "Warum macht nicht einer der Sklaven die Arbeit, die du machst?" Der Junge: "Mein Vater ist ein armer Pächter. Er hat keine Sklaven.

Denn unsere Familie, die ein einziger Acker ernährt, ist im Elend." Cornelia: "Warum bittet ihr nicht die Bauern um Hilfe, deren Grundstücke benachbart sind?" Publius: "Unser Großvater, dessen Felder und Wiesen du überall siehst, ist ein guter Mann. Bittet unseren Großvater um Hilfe!" Der Junge: "Euren Großvater, der unser Nachbar ist, kennen wir genau. Oft hilft er meinem Vater mit Getreide, das uns fehlt. Manchmal arbeitet Vater auch auf den Feldern, die deinem Großvater gehören. So führen wir ein hartes und elendes Leben.

" L 14: Armut plagt die Bauern Cornelia kommt zum Großvater und fragt: "Warum leben manche Bauern im Elend? Das Unglück des Nachbarn bewegt mich. Bis jetzt erklärtest du mir nicht das Unglück des Nachbarn." Der Großvater antwortet: "Einst führte das römische Volk viele Kriege. Nicht nur in Italien kämpften wir immer wieder, sondern auch in Spanien und Afrika und Griechenland kämpften unsere Soldaten lange Zeit. Vor allem die Bauern trugen die Lasten des Krieges. Viele Jahre lang waren sie von der Heimat abwesend; in der Zwischenzeit versuchten die Familien der Bauern die Felder zu bestellen.

Oft aber waren sie im Elend; denn ohne die Hilfe der Väter mussten sie die Äcker verkaufen. Die anderen Völker nannten uns die Herren der Welt, aber unsere Bauern besaßen kein einziges Stück Land. Die aber viel hatten, wollten auch noch die Äcker der armen Bauern kaufen. Manchmal zögerten sie nicht, die Familien der Bauern aus den Feldern zu treiben. Berühmt ist der Satz von Tiberius Gracchus: Wilde Tiere haben einen Ort zum Schlafen; die aber das Vaterland mit ihrem Körper geschützt haben, haben nichts außer Luft zum Atmen. Damals war auch der Vorfahre unseres Nachbarn in Not; groß waren die Bürden, und dennoch ist er nicht aus Rom weggegangen so wie viele andere.

Daher half ich meinem Nachbarn immer."   L 15: Der Vesuv ist ausgebrochen Der Kaufmann Lucius kommt mit den Sklaven in den Hof. Der Großvater: "Sei gegrüßt, Lucius! Aber was ist? Warum hast du geweint?" Lucius: "Wehe! Wie ich sehe, habt ihr nichts von dem großen Unglück gehört. Wehe! Der Berg Vesuv hat viele Städte, die unterhalb des Berges liegen, zerstört. Asche und Steine haben die Menschen, die in ihren Häusern Zuflucht suchten, bedeckt. Andere, die die Flammen aus den Häusern trieben, löschte der Schwefel in den Straßen aus.

Große Wolken haben die Gegend verhüllt. Überall war es Nacht. Auch außerhalb der Städte haben wir Flammen gesehen, weil die Häuser der Pächter brannten." Der Großvater: "Du erzählst schlechte Neuigkeiten. Wie bist du der Gefahr entronnen?" Lucius: "Ich bin mit den Sklaven im Bauernhaus gewesen, das unter dem Berg liegt. Meine Sklaven haben die Gefahr rechtzeitig gespürt.

Sofort haben wir uns bemüht, aus dem Haus zu entkommen. So haben wir uns gerettet; das Vieh aber, das ich hatte, hat der entfesselte Berg vernichtet. Nun wissen wir: Auch viele Freunde haben dort ihr Leben verloren." Der Großvater sagt: "Wir haben nun die schlechte Nachricht gehört."   L 16: Das tragische Ende eines Wissenschaftlers Plinius beobachtete die schreckliche Wolke, die über dem Berg war. Der tapfere Mann machte auch sein Schiff bereit, weil er das Wunder aus der Nähe erkennen wollte.

Aber ein Bote hat einen Brief von Freunden gebracht, die von Plinius Hilfe erbaten; weil das Haus der Freunde unter dem Berg lag, drohte große Gefahr. Daraufhin Plinius: "Es ist schändlich, Freunden nicht zu helfen. Ich will die Menschen aus der Gefahr retten." Deshalb hat er nicht gezögert hinab zu steigen und er hat das Schiff bestiegen. Mit lauter Stimme hat er gerufen: "Den Tapferen steht Fortuna bei!" Weil Asche und Steine das Schiff bedeckt haben, hat Plinius versucht, Stabiae zu erreichen. Dort war noch keine Gefahr.

In der Stadt Stabiae lebte der Freund Pomponianus. Plinius ist vom Schiff herabgestiegen, in das Haus des Pomponianus geeilt, hat die Familie des Freundes begrüßt. Weil sowohl die Kinder als auch die Sklaven sehr zitterten, hat Plinius mit heiterer Stimme gemahnt: "Was fürchtet ihr? Ich jedenfalls habe vor, die sonderbare Wolke von hier aus zu beobachten." Dann hat er gespeist, später hat er geschlafen. Die anderen waren nicht so mutig, sondern saßen in trauriger Stimmung im Freien. Überall war es Nacht.

Plötzlich aber schwankten die Gebäude und alle sind aus dem Haus zum Strand gelaufen. Am Strand hat der Schwefelgeruch viele Menschen getötet; dort ist auch Plinius umgekommen. L 17: Die schlimme Nachricht verbreitet sich Auf dem Landgut des Großvaters sind alle traurig, weil der Vesuv so viele Menschen getötet hat; sie nehmen an, dass auch Freunde unter den Toten sind. Selten sagen Boten, dass Freunde ihr Heil in der Flucht gesucht hätten und in Sicherheit seien. Ein Kaufmann aus Capua erzählt, dass auch Plinius, der die Flotte mit seinem Befehl leitete, gestorben ist. Manche sagen, dass Freunde Plinius um Hilfe gebeten hätten.

Deshalb hat Plinius den Sklaven befohlen, das Schiff fertig zu machen. Ich glaube, dass Plinius zuerst nach Pompeji, danach nach Stabiae wollte. Wahrscheinlich haben Asche und Steine das Schiff bedeckt. In Stabiae bemühte sich der tapfere Mann, ein Beispiel der inneren Ruhe zu geben: Pomponianus hat gesagt, dass Plinius heiter gewesen sei. Zwei Sklaven, die am Strand auf Plinius gewartet haben, meinen, dass der Schwefeldampf den berühmten Mann getötet habe. Die nach dem Unglück den Körper des Mannes am Strand gesucht haben, bestätigen, dass der Körper nicht das Aussehen eines Toten gehabt habe; denn sie glaubten, Plinius schliefe nur.

Es ist traurig, dass ein solcher Mann tot ist. L 18: Als in Pompeji noch Leben war Es ist kaum zu glauben, dass so berühmte Städte umgekommen sind, so viele Freunde zugrunde gegangen sind. Neulich bin ich in der Stadt Pompeji gewesen. Überall fand ich heitere Menschen. Ich bin zur Ringerschule gekommen, wo ich den Freund Spurius gesehen habe. Spurius wollte Hilfe von mir; er suchte nämlich seinen Sohn.

Deshalb habe ich dem Freund geholfen; beide sind wir durch die Straßen gelaufen. Wir haben den Sohn zufällig auf dem Marktplatz gefunden. Nun hat wahrscheinlich der Vesuv die Familie von Spurius ausgelöscht. Ich habe nämlich nicht gehört, dass Spurius in Sicherheit sei oder sein Heil in der Flucht gesucht habe. Dann bewegten Zirkusspiele die Gemüter aller: In der Wand habe ich die Namen berühmter Gladiatoren gesehen: "Publius Ostorius hat fünfzigmal gesiegt. - Helft Murranus und Cycnus, die dreimal gesiegt haben.

" Ich glaube, dass nun auch die Gladiatoren tot sind. Schließlich bin ich durch einen breiten Weg zum Forum gelangt. Neben dem großen Theater war das Haus der Gladiatoren. Hier bin ich auf Cornelius Rufus gestoßen, der in der Nähe eine schöne Villa besaß. Dann bin ich lange bei Cornelius geblieben. Nun weiß ich, dass auch Cornelius bei dem Unglück umgekommen ist.

Wehe!" L 19: Krawall im Amphitheater "Einst sind viele Menschen aus den Nachbarstädten zu den pompejanischen Spielen gekommen, unter denen auch Bauern aus der Landstadt Nuceria waren. Diejenigen, die im Amphitheater sind, erwarten ein großes Schauspiel. Während die Gladiatoren sich auf den Kampf vorbereiten, singen einige Pompejaner, die die Nucerianer gerne auslachen, Beschimpfungen gegen die Nucerianer. Einer von diesen erträgt die Beschimpfungen der Pompejaner nicht. Während dieser Mann die Pompejaner mit Worten beleidigt, kommen die einen von den Nucerianern ihm mit Geschrei zu Hilfe, die anderen versuchen, die Ihren zu beruhigen. Aber bald fliegen Sitzkissen durch die Arena, zuletzt werfen die Zuschauer Steine.

Manche haben auch Waffen bei sich und töten Gegner. Ich weiß, dass die Pompejaner gesiegt haben; denn ihre Zahl war groß. Schließlich beweinten Nucerianer und Pompejaner ihre Toten. Die Nucerianer haben ihre Verwundeten nach Rom gebracht. Dort haben die Senatoren die Pompejaner bestraft: Sie haben entschieden, dass diese zehn Jahre lang keine Spiele mehr machen dürfen. Die Senatoren glaubten, ein gutes Urteil gesprochen zu haben.

"   L 20: Was die Römer von Opfern erwarteten Viele Bürger sind auf dem Marsfeld zusammengelaufen. Überall ist großer Lärm. Die Prozession nähert sich schon der Menge, die ein Sühneopfer erwartet: Maenner, die mit Trompeten spielen, gehen vorwärts. Dann schreitet der Zensor mit Liktoren herein. Dann zeigen Priester dem Volk einen Bullen, ein Schaf und ein Schwein, deren Häupter sie mit Kränzen bedeckt haben. Am Ende der Prozession schreiten Senatoren einher.

Das berühmte Spektakel gefällt den Bürgern. Vor dem Altar, der im Marsfeld liegt, bleibt der Zensor stehen und befiehlt den Priestern: "Übergebt mir das Schwein, das Schaf und den Stier". Während der Zensor mit dem Weissager Opfertiere tötet und dem Gott Mars auf dem Altar opfert, singen Priester Lieder. Zuletzt verkündet der Weissager dem Volk das Ende der Opfer. Nun ruft ein anderer von den Priestern mit lauter Stimme: "Mars, dem wir diese Opfertiere opferten, sei dem römischen Volk gnädig! Stehe allen römischen Bürgern bei! Stehe der Stadt Rom und unseren Landhäusern bei! Stehe uns im Krieg bei! Mit diesem Sühneopfer vertrauten wir dir das Volk an." L 21: Der Untergang Trojas Es war Nacht, alle schliefen, als Äneas plötzlich Geschrei hörte.

Er stand sofort auf und rannte aus seinem Haus, während überall die Gebäude der Stadt brannten. Die Begleiter meldeten ihm, dass einige Griechen heimlich aus dem Pferd gegangen sind die Gefährten die Tore der Stadt geöffnet haben. So erkannte Äneas, dass das hölzerne Pferd der Griechen eine List war. Ä. versuchte vergeblich, zu kämpfen. Weil er sah, dass überall trojanische Männer fielen und die Griechen die trojanischen Frauen wegführten, eilte er zu seinem Haus.

Auch wenn die Gefahr groß war, sammelte er trotzdem die Familie und die Gefährten und sagte: Wenn Minerva, Apollo und Venus helfen, ist uns Rettung. Kommt mit mir zu einem sicheren Ort! Mit diesen Worten warnte der fromme Mann die seinen. Während die Griechen sich bereits seinem Haus näherten, ergreift er die rechte Hand des Sohnes und trägt den Vater aus der Stadt; er hat Penaten mit sich. Nun führt er die Gefährten an einen sicheren Ort und sammelt sie. Plötzlich jedoch erkennt er, dass die Ehefrau nicht da ist. Wo war sie?   L 22: Äneas in der Unterwelt Äneas sah zwischen den Schatten der Toten den Vater Anchises.

Dessen Schatten versuchte er vergeblich zu ergreifen. Der Vater jedoch sagte so: "Ich werde dir die Zukunft zeigen: Schau! Du wirst bald Lavinia zur Ehefrau haben. Dein Sohn wird die Stadt Alba Longa erbauen. Dessen Nachfahren werden den Ruhm deines Namens fördern: Sie werden Städte erbauen oder sogar erobern. Schau! Der Nachfahre Romulus wird die Stadt Rom mit Mauern umgeben. Diese Stadt wird die Hauptstadt des Erdkreises sein.

Andere Völker werden die Römer, die in dieser Stadt wohnen werden, mit vielen Künsten übertreffen: aber die Römer, deren Vorfahre du sein wirst, werden alle Völker beherrschen. Ihr, die Römer, werdet dem Volk Frieden und Sitten bereiten. Denn diese Künste werden euch sein, Römer: Ihr werdet die Unterworfenen schonen und die Hochmütigen übertreffen. Sieh die sieben Könige, die in dieser Stadt regieren werden: Hier ist Brutus, der Tarquinius Superbus vertreiben wird. Dort siehst du eine große Anzahl von Adligen, die die Stadt aus vielen Gefahren retten werden. Schau! Schließlich wird Augustus Caesar die Grenzen des Reiches fördern und dem Erdkreis Frieden bereiten.

" L 23: Die Wölfin - Wahrzeichen Roms Der Gott Mars erschien einst einem Mädchen und sagte: "Nun wirst du dein Schicksal erkennen; alles, was du ertragen wirst, werde ich die sagen. Obwohl du eine Vestalin bist, wirst du Zwillingssöhne haben. Deshalb wird Amulius befehlen, dass die Sklaven dich ins Gefängnis geben und deine Söhne in den Fluss Tiber werfen. So wirst du lange Zeit ein elendes Leben im Gefängnis führen. Aber der Vater Tiber wird deine Söhne retten: Diese wird eine Wölfin finden und ernähren. Später wird der Hirte Faustulus sie der Gattin Larentia übergeben.

Sie wird sie zwischen ihren Kindern aufziehen. Romulus und Remus- das werden die Namen der Zwillinge sein - werden zwischen den Hirten leben und bald die übrigen an Tapferkeit übertreffen. Sie werden nicht nur wilde Tiere fangen, sondern auch mit Räubern kämpfen. Deren Beute werden sie unter den Gefährten aufteilen. Die zornigen Räuber aber werden Remus rauben und den Gefangenen zu Amulius ziehen; sie werden fälschlich sagen, dass er in die Felder von Numitor eingedrungen sei. Amulius wird schließlich Remus dem Bruder Numitor zur Hinrichtung geben.

Er wird an den Worten des Gefangenen erkennen, dass er sein Enkel ist. Schließlich werden die Brüder Amulius töten und dich aus dem Gefängnis befreien." L 24: Am Anfang stand ein Brudermord Nun wollen die tapferen Brüder, nachdem sie mit Hilfe der Hirten Amulius getötet haben, eine Stadt gründen. Sie suchen den Platz, nahe dem Tiber gelegen, wo die Wölfin sie fand. Romulus: Schau, hier hat die Wölfin uns ernährt. Und Remus: Es gefällt, hier eine gewaltige Stadt zu gründen.

Romulus antwortet: Auch ich wünsche, hier die Hauptstadt eines mächtigen Reiches zu erbauen. Aber dann war ein heftiger Streit zwischen ihnen: Wer gibt der neuen Stadt den Namen? Wer regiert sie mit Macht? Keiner der Brüder war weise, sondern sie stritten lange Zeit mit Worten. Schließlich haben beide das Urteil der Götter geprüft. Romulus eilte mit seinen Freunden zum Palatin, Remus erstrebte mit den seinen den Aventin. Während Romulus die Vogelschau erwartete, kam ein Bote schnell heran und sagte, dass Remus sechs Geier gesehen habe. Nun sagten jedoch die Gefährten von Romulus, dass die doppelte Anzahl Geier erschienen sei.

Deshalb freute sich Romulus, später zu Remus: Ich prüfe deine Vogelschau nicht; Unsere Stadt wird meinen Namen erhalten. Nun diskutieren die Gegner über den Sieg; schließlich ergreifen sie die Waffen und kämpfen. Livius erzählt, dass Remus in einem heftigen Streit umgekommen ist. So tötete ein Bruder den anderen Bruder. L 25: Man muss das Orakel nur richtig deuten Der siebte König, dem der Name Tarquinius war, war ein wilder Tyrann, nachdem er den König Servius Tullius getötet hatte. Alle Bürger fürchteten seinen Zorn und die Grausamkeit; er gab sogar Adlige zur Hinrichtung und raubte deren Besitze.

Er hatte immer Leibwächter bei sich; denn er wollte nicht mit Liebe zu den Bürgern, sondern mit Kraft regieren. Deshalb nannten die Römer ihn Superbus. Schließlich zeigten die Götter mit allem Schrecklichen, dass sie zornig waren: denn einige Sklaven haben erzählt, dass eine Schlange aus einer Säule gekommen ist. Auch den König hat dieses Vorzeichen sehr bewegt; deshalb hat Tarquinius, obwohl er es gepflegt hat etruskische Seher hinzuzuziehen, zwei Söhne zu dem delphischen Orakel geschickt. Er gab ihnen Lucius Iunius Brutus als Gefährten mit, den Sohn seiner Schwester. Sie suchten über das Meer Delphi auf.

Das Orakel sagte: Wer von euch der Mutter zuerst einen Kuss geben wird, wird die Stadt Rom mit Macht beherrschen. Die Tarquinier glaubten fälschlich, dass sich das Orakel auf ihre Mutter bezog. Brutus jedoch erkannte die Worte des Orakels: Nachdem er den Tempel verlassen hatte, fiel er absichtlich hin und berührte mit einem Kuss die Erde, die gemeinsame Mutter aller Menschen. Die unwissenden Tarquinier lachten den Gefährten jedoch aus. L 26: Ein junger Gott und seine Gaben Die Musen begrüßen Apollo: "Hallo, Bruder! Warum erstrebst du mit so schnellem Kurs unseren Berg? Was hast du getan?" Apollo antwortet heiter: "Freut euch mit mir, Schwestern! Denn ich habe tapfer gekämpft und die Schlange Python ausgezeichnet besiegt. Ich kam mit einem heftigen Ansturm an das schreckliche Tier heran.

Obwohl es wild zischte, habe ich tapfer den Bogen ergriffen und Phython, der versucht hat, einen Angriff auf mich zu machen, mit Pfeilen getötet. Nun ist es den Menschen endlich erlaubt, ohne Angst nach Delphi zu kommen, wo Phythia, meine Priesterin, Orakel geben wird; sie hat diesen Namen von der Schlange Phython." Die Musen freuen sich sehr: "So werden sich die Menschen mit Hilfe des Orakels gegen ungünstige Fälle verteidigen, wenn sie weise sein werden. Denn die Meinung der Götter wird mehr gelten als die Erkenntnis der menschlichen Sinne. Aber was hältst du in deinen Händen?" Apollo zeigt den Musen eine Lyra: "Schaut! Unser Merkur ist ein großer Künstler. Er erfand die Lyra; mit deren Gebrauch werde ich die Menschen und Götter erfreuen und die Sinne aller bemerkenswert bewegen.

" Schließlich führt der Gott mit glücklichem Gesicht die Musen zu den schönen Häusern der Götter, die auf dem Berg Olymp gelegen sind. Während die Götter und Göttinnen dort angenehm speisen, erfreut Apollo mit Liedern die Herzen von allen. L 27: So grausam kann der Göttervater sein Irgendwann kam Herkules zu dem Berg Kaukasus. Dort sah er den gefesselten Prometheus und einen Adler, der plötzlich wegflog. Herkules rief: "Grausamer Vogel! Grausamer Mann, der dich mit seinen Händen gefesselt hat. Was hast du getan?" Prometheus antwortete: "Ach! Der grausame Adler quält mich! Jupiter, der strenge Tyrann, hat mich mit gewaltigen Qualen versehen, weil ich den Menschen geholfen hatte.

Der Vater der Götter jedoch hatte die Menschen über keine Künste belehrt und schlechte Opfer angeordnet. Nun ist es den Menschen allerdings durch mich erlaubt, viele Künste anzuwenden; sie nehmen sich sogar ohne Furcht das Fleisch der Opfertiere, die Knochen und Fettanteile geben sie jedoch den Göttern. Eins hat gefehlt: Den Gebrauch des Feuers haben die Menschen noch nicht gelernt." Herkules: "Hast du denn nicht das Feuer in die Häuser der Menschen gebracht?" Prometheus: "So ist es. Jupiter hatte verboten, dass ich den Menschen Feuer bringe. Ich war aber trotzdem in den Himmel hinaufgestiegen und hatte einen Riesenfenchel zur Sonne bewegt, in dem ich das Feuer den Menschen gebracht habe.

Ach! Sieh den Adler, der mich wiederum...!" Herkules: "Oh, wie grausam! Wie grausam ist der Vater der Götter und Menschen!" Die Not des Prometheus hat Herkules bewegt; deshalb ergriff er einen Bogen und tötete den Adler mit Pfeilen. So hat er Prometheus befreit.   L 28: Europa reitet auf dem Stier Europa schreit heraus: "Wohin bringst du mich, Stier? (Sie sieht das Meer) Ich werde von dir zum Meer gebracht! Wende deinen Kurs! Ach! Warum wird der Kurs von dir nicht gewendet? (Der Stier springt in das Meer hinein) Wehe! Es ist schrecklich vom Vaterland weggeführt zu werden!" das Land wird nicht mehr erblickt und beide werden von allen Seiten von Wellen umgeben.

Europa schreit wiederum: "Warum werde ich von dir geraubt, grausames Tier? Oh Vater, oh Mutter, nun werdet ihr von großer Angst beunruhigt. Von euch werde ich nicht mehr gefunden werden." Während Europa schreit, schweigt der Stier. Europa verzweifelte bereits an der Rückkehr. Ihre Haare wurden vom Wind bewegt, während sie vom Stier durch das Meer getragen wurde. Ihre Kleider wurden vom Wasser umspült, als der Stier den Körper in die Wellen tauchte.

Schließlich wurde eine Küste erblickt. Nachdem der Stier die Erde berührt hatte, wurde er plötzlich in einen Gott verwandelt. Es erscheint Jupiter und zieht Europa mit starken Händen an sich. Mit sanften Worten spricht er sie an: "Dass du beunruhigt wirst, ist nicht nötig, liebe Europa. Denn du wirst von Jupiter, dam Vater des Himmels, geliebt. Großer Ruhm wird dir bereitet werden; und du wirst den Sohn Minos haben, von dem die Insel Kreta und das Meer beherrscht werden.

" L 29: Fliegen - ein Traum des Menschen Daedalus (zum Sohn): "Wir sind von allen Seiten von dem weiten Meer umschlossen worden. Aber ein Weg ist uns offen: Die Luft wurde von dem Tyrann nicht besetzt; also ist es nötig, zu fliegen." Deshalb befahl er dem Sohn, viele Federn zu sammeln. Die gesammelten Federn sind von Daedalus mit Wachs verbunden worden. Auf diese Weise sind Flügel gemacht worden, mit einer bemerkenswerten Kunst. Der Vater hat zuerst versucht, mit den Flügeln zu fliegen; schließlich lehrte er den Sohn auch die neue Kunst.

Icarus: "Schau, Vater", sagt er, "auch ich, von dir gelehrt, schwebe in der Luft. Bald werden wir durch deine Begabung befreit worden sein." Daedalus antwortet: "Endlich ist die Natur von der Vernunft besiegt worden. Wir werden wie die Vögel durch den Himmel fliegen. Wir werden dem Tyrann mit der von den Menschen bis jetzt noch nicht erfundenen Kunst entfliehen." Alles war zur Flucht vorbereitet worden, und bald verließen sie Kreta durch die Luft.

Ikarus, von Fröhlichkeit ergriffen, schrie mit lauter Stimme: "Wie viele Inseln ich im Meer, wie viele Schiffe ich auf den Wellen sehe! Es macht Spaß, in einen Vogel verwandelt, durch den Himmel zu fliegen." Dann trieb er den Kurs höher und höher. Wegen der Wärme der Sonne schmolz jedoch das Wachs und die Federn der Flügel wurden aufgelöst. So kam der unglückliche Ikarus im Meer um. Sein Körper ist später von dem Vater gefunden worden. L 30: Überwindet Liebe den Tod? Orpheus lockte, Lyra spielend, nicht nur die Menschen, sondern auch wilde Tiere zu sich.

Sowohl Steine als auch Bäume, die sanfte Stimme hörend, versuchten, zu ihm zu kommen. Aber nicht einmal Orpheus entfloh dem schlechten Schicksal. Denn Eurydike, die ihn neulich geheiratet hatte, berührte zufällig eine im Gras verborgene Schlange und wurde von dem wilden Tier getötet. Orpheus, vom Verlangen nach der Gattin veranlasst, ging weg in die Unterwelt, wo er Eurydike zwischen den Schatten der Toten spazierend sah. Angenehm singend bewegte er sogar die herzen von Pluto und Proserpina: "Wehe! Ich komme, zurückverlangend die Seele, die ich immer liebte! Gebt mir nun Eurydike zurück, die ich immer lieben werde! Amor hat uns vereinigt. Vereinigt auch die unglücklichen liebenden!" Die Seelen der Toten hörten Orpheus schön singend und wurden von seinen traurigen Worten bewegt.

Weder der König noch die Königin haben sich Orpheus, die Gattin so sehr erstrebend, widersetzt. Eine Bedingung gaben sie jedoch: "Geh durch einen vollständigen Weg und halte die Augen von der hinter dir einher schreitenden Gattin fern!" Aber der unglückliche Orpheus, Eurydike allzu sehr liebend, hat die Augen bereits umgewendet, ehe er das Licht der Sonne sah. L 31: Die Römer hatten den Bogen raus Die Römer haben, nachdem sie Bögen aus Naturbruchstein zu machen gelernt hatten, viele bewundernswerte Sachen gemacht: große Brücken, Triumphbögen, und gewaltige Wasserleitungen. Mit diesen Sachen wurden die Kraft und die Würde des römischen Volkes gezeigt. Berühmt sind zwei Wasserleitungen, von denen noch immer große teile übrig sind: eine, die in der Nähe von Nimes in Gallien, die andere, die in der Nähe von Segovia in Spanien gelegen ist. Die Spanier und Mauren, von der Erhabenheit dieses Volkes bewegt, glaubten nicht, dass solch eine Sache von Menschen erbaut worden ist.

Deshalb nannten sie die Wasserleitung "Brücke des Teufels". Außerhalb der Stadt waren Mauern, die Verteiler der Wasserleitungen. Dort wurden die Wassermengen, in drei teile geteilt, zuerst in die Brunnen, dann in die Bäder und dann in alle Häuser verteilt. Einer von den römischen beamten leitete die Sachen, die zu den Wasserleitungen gehörten. Außerdem machten die Römer viele lange Straßen, oft gepflastert und zwischen sieben und zwanzig Fuß breit. Über diese machten sie Reisen in weit entfernte Gebiete und lehrten die Lebensweise und das römische Leben auch Fremden.

L 32: Politik bringt nicht nur Ehre Ein großes Reich, wie es das römische war zu verwalten, ist eine schwierige Sache. Auf welche Weise erfüllten die Römer so viele Pflichten fragst du vielleicht. Römer glaubten es sei Pflicht alle Bürger um den Staat zu kümmern. Deshalb hofften die adligen junge Männer, dass sie zu großen Ehren gelangen werden. "Diese Dienstleistungen, von denen du gesagt hast, waren das Ehrenämter oder richtige Arbeiten?" Die Dienstleistungen der Beamten waren tatsächlich groß, dennoch wurden sie von den Römern nicht, Arbeite sondern Ehrenämter ernannt." Haben nicht alle adligen Männer das Konsulat erreichen wollen?" Vielleicht hofften einige, dass sie Konsul sein werden.

Aber vorher mussten sie die Ämterlaufbahn durchlaufen. "Was ist die Ämterlaufbahn?"Der unterste Grad war das Amt des Questos. Die Questoren hatten für die Staatskasse zu sorgen. Die anderen Ämter waren Volkstribune, Ädil, Prätor, Konsul und Censor. Alle wurden von den geringeren Beamten unterstützt, wie zum Beispiel von Sekretären und Dolmetschern." Und an welchen äußeren Zeichen erkannte man die Beamten?" Die höheren Beamten, wie zum Beispiel die Konsuln, Prätoren, Censoren und Ädile saßen mit einer Purpur bestreiften Toga bekleidet auf einem Amtsstuhl, die Konsuln und Prätoren wurden von den Liktoren bewacht.

L 33: Straftat oder Unglücksfall? Über die in Rom begangenen Verbrechen urteilten zwei Beamte: Der Richter über die Gebildeten und der Richter der Nichtbürger. Jener war Richter der Taten, die von römischen Bürgern an Bürgern begangen worden waren. Dieser sprach recht über die Meinungsverschiedenheiten zwischen Römern und Fremden sowie zwischen Fremden. Folgende Sache wurde einst in Rom begangen: Einige Menschen spielten in der Öffentlichkeit mit einem Ball. Einer von jenen schlug diesen heftig. Der Ball jedoch stieß an die Hand eines Friseurs, der einen Sklaven rasierte.

Die das Rasiermesser haltende Hand durchschnitt sofort die kehle des Sklaven und tötete jenen unglücklichen Menschen. Ist ein Verbrechen begangen worden? Und- wenn es begangen worden ist- bei wem war die Schuld an diesem Verbrechen? Etwa bei dem den Ball schlagenden Menschen? Musste dieser denn nicht erwarten, dass der Ball an die Hand jenes Friseurs stoßen würde? Oder ist die Schuld bei dem Friseur? Er frisierte und rasierte die Menschen dort, wo oft gespielt wurde; an diesem Platz kam immer eine Menge spazierender Menschen zusammen. Musste jener denn nicht ahnen, dass dieses Unglück geschehen würde? Vielleicht ist die Schuld bei dem vom Friseur getöteten Sklaven? Wusste er etwa nicht, dass er auf dem an diesem Platz aufgestellten Stuhl in Gefahr kommen würde? Wer ist angeklagt worden? Und mit welcher Überlegung hat der Richter jene Sache beurteilt? Jenes diskutierten bereits die Römer lange Zeit. L 34: Vom richtigen Leben Wir haben von den Gesetzen der 12 Tafeln und vom römischen Recht gehört. Die Römer sagten: "Das Recht ist nach der Gerechtigkeit benannt." Und "Das Recht ist die Kunst des guten und des schlechten.

" Aber was ist gut? Und was ist gerecht? "Auf welche Art leben wir mit Freunden, Nachbarn, Bürgern (und) Ausländern gut und gerecht?" So fragten die Römer. Die Antwort war: "Gut ist der Mensch, der nach der Sitte der Vorfahren lebt." Deshalb beobachteten sie in alten Zeiten die ausgeführten Dinge (=Taten). Die Menschen wünschen, dass Regeln richtig gelebt werden und dieses mit großer Sorgfalt bewahrt werden. Diese Regeln werden Tugenden genannt. Hier sind Beispiele jener Tugenden: ·        Leitet Frömmigkeit den Göttern und Eltern! ·        Behandle Freunde höflich und anständig! ·        Du musst die gegebene Treue der Menschen immer bewahren.

·        Mäßige deinen Zorn um vom Feind empfangenes Unrecht immer zu bestrafen! ·        Betreibe das Leben einfach und halte dich vom Überfluss fern! ·        Verwaltet die Vermögen mit Klugheit! ·        Ein Soldat, der die Freiheit des Staates verteidigen will verhält sich tapfer, aber gegenüber den im Krieg besiegten Feinden ist er mild. Die Römer glaubten, dass sie auf diese Art nach der Sitte der Vorfahren leben.       L 35: Ein Mann, auf den die Römer stolz waren Während die Feinde einen Angriff machten, sah Horatius, dass jene römischen Soldaten, die jenseits des Tibers an der Brücke positioniert waren, die Waffen niederlegten und die Reihen verließen. Diesen stellte er sich entgegen und rief mit lauter Stimme: "Warum flüchtet ihr, ihr Feiglinge?" Dann mahnte er sie: "Beobachtet, Kameraden, die römische Tapferkeit. Die Flucht wird uns nichts nützen. Denn nachdem die Brücke zurückgelassen wurde, werden bald mehr Feinde auf Palatin und Kapitol sein als auf Janiculus.

Ich bitte euch: Zerstört diese Brücke mit Schwert und Feuer. Ich werde den Angriff der Feinde mit meinem Körper abwehren." Als diese Worte gesprochen waren, ging jener auf die Brücke voran und sofort haben zwei römische Männer, Spurius Larcius und Titus Herminius, von Scham ergriffen, die Flucht beendet. Horatius hielt mit ihnen den ersten Angriff der Etrusker auf. Dann zwang er sie, an einen sicheren Ort zurückzuweichen. Schon viele von Feinden geschleuderte Lanzen steckten im Schild des Horatius.

Obwohl die Etrusker sie scharf bedrängten, wurde am Ende die Brücke von den Römern zerstört. Darauf sagte Horatius: "Vater Flussgott, empfange diese Waffen und diesen Soldaten in deinem Fluss." Dann sprang er mit den Waffen in den Tiber herunter und kam sogar unversehrt bei den Seinen an. L 36: Bereit zum Mord - bereit zum Tod Das Schwert in der Kleidung verborgen, ist Gaius Mucius unversehrt ins Lager der Feinde gelangt und wollte den König erreichen. Doch weil er jenen nicht kannte, ist ein Schreiber anstelle des Königs getötet worden. Obwohl alle zitterten und großer Aufruhr entstanden war, entkam C.

Mucius dennoch nicht aus dem Lager. Nachdem er von Soldaten ergriffen worden war, ist er zu Prosenna, dem König, geführt worden. Darauf sagte Mucius: "Ich bin ein römischer Bürger. Sie nennen mich Gaius Mucius. Ich habe im Sinn gehabt, den Feind zu töten, und bin nicht weniger zum Tod bereit als ich zum Morden war. Und ich bin nicht der einzige, der versucht, dich zu ermorden.

Lang ist hinter mir die Reihe junger Männer, die diesen Ruhm erstreben. Auch wenn viele Soldaten über dein Wohlergehen wachen, wird Tag und Nacht der Feind in deinem Haus sein. Diesen Krieg kündigt dir die römische Jugend an." Wutentbrannt befahl der König, dass jener zum Feuer geführt werde: "Verrate mir die Gefährten der Verschwörung, Römer, sonst wirst du, von diesen Flammen ergriffen, sterben." C. Mucius sagte: "Bei Herkules, der Körper ist wertlos für jene, die großen Ruhm erstreben.

" Dann legte er seine rechte Hand von selbst in die Flammen. L 37: Ein Bauer wird Diktator Die Senatoren fassten den Plan, Lucius Quinctius Cincinnatus zum Diktator zu machen. Denn jener mutige Mann war die einzige Hoffnung der Römer. L. Quinctius bestellte jenseits des Tibers einen Acker. Die Gesandten gingen zu ihm und sagten: " Sei gegrüßt, Cincinnatus! Lege die Toga an und höre den Auftrag des Senats an!" Cincinnatus befahl sofort seiner Ehefrau, die Toga zu bringen.

Nachdem die Toga angelegt war, grüßten ihn die Gesandten als Diktator: "Wir sind zu dir gekommen, weil der Staat in großer Gefahr ist. Wir werden alle zugrunde gehen, wenn du nicht nach Rom zurückgehen und dem Staat beistehen wirst." Cincinnatus antwortete den Abgesandten: "Ich habe zwar schon vor vielen Jahren auf das Konsulat verzichtet. Dennoch werde ich nicht vor diesem Amt zurückweichen und mit euch nach Rom weggehen." Damals fürchteten die meisten Römer den Quinctius. Denn sie glaubten, dass seine Herrschaft hart sein werde und dass der Mann das Maß überschreiten werde.

Aber der Diktator ging zum Forum und riss das Volk mit einer scharfen Rede mit. Dann befahl er, dass die Männer zu den Waffen griffen, und in der Tat waren alle zum Gefecht bereit. In der Nacht ist die Schlacht begonnen worden; Sie haben bis zum Morgengrauen gekämpft. Zuletzt sind die Sabinerfeinde besiegt worden. Sie baten den Diktator: "Ist es uns erlaubt, zu gehen, nachdem wir die Waffen niedergelegt haben?" Cincinnatus: "Es ist erlaubt. Aber es ist notwendig, dass ihr unter das Joch geht.

Dann hat der Diktator die Feinde unters Joch geschickt. L 38: Die wachsamen Gänse Als die Römer ihr Heil in der Flucht suchten, fürchteten die Gallier selbst zunächst einen Hinterhalt. Dann aber haben sie die Waffen der getöteten Soldaten eingesammelt, wie es bei diesen Brauch war. Dann rückten die Gallier, nachdem sie nirgendwo einen Feind bemerkten, auf die Stadt selbst vor. Die Römer aber wurden von großer Furcht ergriffen. Deshalb zogen sie sich mit Frau und Kindern in die Burg zurück und versuchten von diesem Ort aus, sich selbst und die Ihren zu verteidigen.

Wenig später ist die Burg selbst in großer Gefahr. Denn in der Nacht steigen die Gallier unter größtem Stillschweigen zum Capitol hinauf. Sie täuschen nicht nur die Wächter, nicht einmal die Hunde wecken sie auf. Die Gänse aber täuschen sie nicht, die den Römern nicht einmal in höchster Not als Nahrung dienten; denn die Gänse waren der Juno geweiht. Dadurch sind nicht nur die Gänse, sondern auch die Römer selbst gerettet worden: Die Gänse haben nämlich geschrieen und Markus Manlius, einen starken Mann, aus dem Schlaf aufgeweckt. Derselbe hat, nachdem er zu den Waffen gegriffen hatte, auch die Übrigen zu den Waffen gerufen.

Während die anderen zittern, tötet Manlius einen Gallier, der schon oben auf der Mauer stand; jener stieß, von der Mauer fallend, auch die nächststehenden Gallier hinab; schließlich sind alle Feinde heruntergestürzt. So wurden zur gleichen Zeit sowohl das Kapitol als auch Rom selbst gerettet. L 39: Hannibals Hass auf die Römer Hamilcar, der Vater Hannibals, war Feldherr der Karthager. Derselbe wollte das große Heer nach Spanien hinbringen. Hannibal, ein Kind von neun Jahren, wollte nicht zu Hause bleiben, sondern fragte seinen Vater: "Warum willst du mich nicht mit dir führen? Auch ich will im Lager sein." Hamilcar antwortete: "Ich will zulassen, dass du mit mir bei dem Heer bist, wenn du mir dein Wort gibst.

" Dann führte er den Jungen zum Altar heran, auf welchem er Opfer bringen wollte. Nachdem die übrigen Soldaten entfernt worden waren, befahl der Vater, dass Hannibal den Altar berühre und diese Worte spreche: "Ich schwöre, dass ich niemals ein Freund der Römer sein werde." Diesen Worten fügte Hannibal hinzu: "Ich will immer ein Feind des römischen Volkes sein." Dann hat er mit dem Fuß in den Staub gestampft, womit er zeigte, dass die Karthager für alle Zeit Feinde der Römer sein werden und hat geschrieen: "Dann erst wird der Krieg zwischen Karthago und Rom ein Ende haben, wenn eine von beiden zu Staub gemacht sein wird." L 40: Hannibals Siegeslauf Hannibal hat als Feldherr alle Stämme Spaniens im Krieg unterworfen. Weil er wild und zu jeder Gefahr bereit war, eroberte er Sagunt, eine Bürgerschaft, die den Römern in Freundschaft verbunden war, mit Gewalt.

Danach überquerte er unbesiegt die Pyrenäen. Wohin auch immer ihn sein Weg führte, er schlug, von irgendwelchen Göttern unterstützt, die Feinde und ging als Sieger vom Platz. Dann hat er die Streitkräfte über die Alpen geführt, welche niemand jemals mit einem Heer überquert hatte. Daraufhin hat er die Apenninen erstiegen, weil er nach Etrurien wollte. Später hat er, als er mit dem Konsul C. Flaminius kämpfte, am Trasimenischen See viele Römer getötet; von dort aus ist er nach Apulien gekommen.

Dort haben zwei Konsule Hannibal Widerstand geleistet. Hannibal aber hat in einer einzigen Schlacht, die bei Cannä geschlagen wurde, zwei römische Heere in die Flucht geschlagen. Auch jetzt noch unbesiegt, hat er das Heer nach Rom geführt und in den Bergen, die nahe der Stadt waren, sein Lager aufgestellt. Trotzdem hat er die Stadt selbst nicht angegriffen und auch nicht Nutzen aus seinen Siegen gezogen. Sondern aus irgendeinem Grund, den wir nicht kennen, hat er das Lager abgebrochen und diese Gegend verlassen. Es ist bekannt, dass irgendwelche Karthager den widerstrebenden Hannibal nach Hause zurückgerufen haben.

Nachdem Hannibal nach Afrika zurückgegangen ist, hat er dort Krieg gegen Publius Scipio geführt. Bei Zama hat er mit ihm gekämpft und ist endlich besiegt worden. Daraufhin hat er traurig irgendein Boot erstiegen und ist nach Syrien zum König Antiochus geflohen. L 41: Kann eine "Kichererbse" Karriere machen? Ein echter Römer erstrebte nichts so heftig wie Ru(h)m J und Ansehen. Wie viele berühmte Taten er ausführte, so viele Ehren wurden diesem zuteil. Das Ansehen aber eines einzigen Mannes hat dessen ganze Familie berühmt gemacht.

Aber es gab auch unbedeutende Familien, wie das Geschlecht der Tullier, aus dem Marcus Tullius Cicero stammte. Jener glaubte indessen, dass so viel an Begabung in ihm stecke wie in wenigen Bürgern sonst. Oft dachte er bei sich: "Wie werde ich Amt und Lob erwerben?" Deshalb schlug er eine politische Laufbahn ein und erstrebte so Großes wie niemand aus seiner Familie bisher. Irgendwelche Freunde aber lachten ihn aus: "Die Leute werden sagen, du bist so beschaffen wie eine Kichererbse. Deinen Namen werden sie zum Gespött machen. Also leg entweder deinen Namen ab oder ändere ihn!" (Einem Vorfahren wurde nämlich jener Name gegeben, weil er auf der Nase eine Einkerbung hatte, die aussah wie eine Kichererbse).

Cicero antwortete ihnen: "Ihr gebt mir einen solchen Rat, wie er zu euch passt. Aber ich werde kein Leben im Schatten führen. Mit Sicherheit werde ich den Namen des Cicero einmal so berühmt machen, wie es die Namen der vornehmen Familien sind. L 42: Ein junger Politiker profiliert sich Du begehst ein Unrecht, Chrysogonus, wenn du jetzt deine Hoffnung auf die Vernichtung von Sextus Roscius setzt. Wie groß ist deine Grausamkeit, wenn jener junge Mann dir seinen ganzen Besitz, außer seinem Leben, übergeben musste! Auch Dieben nützt vor allen Dingen diejenige Beute, die sie ohne Blutvergießen rauben können. Du weißt, dass dieser nichts hat, nichts wagt, nichts kann.

Was ist ihm gelassen worden? Nichts außer schlechten Kleidern. Trotzdem rufst du diesen Unglücklichen vor Gericht und bereitest seine Vernichtung vor. Was hat dich zu so großer Wut veranlasst? Kannst du es etwa nicht ertragen, dass dieser bekleidet dasteht, den du nackt aus dem väterlichen Erbe vertrieben hast? Warum seid ihr, die Richter, Sextus Roscius nicht zu Hilfe gekommen, als so großes Unrecht gemacht wurde? Ihr könnt ihm helfen, ihr müsst ihm nützen. Eine Hoffnung des Sextus Roscius ist auf eure Macht und Güte gesetzt. Wem ist die Grausamkeit des Chrysogonus jemals von Nutzen gewesen? Welche Schandtaten haben seine Kameraden sich nicht ausgedacht? Wenn auch ihr grausam seid, werden wir eher zwischen wilden Tieren leben können als in dieser Republik. Die Römer pflegen auch die besiegten Feinde zu verschonen; auf diese Weise waren sie der Republik oft von Nutzen.

Daher, bei den unsterblichen Göttern, beseitigt die Grausamkeit aus der Bürgerschaft! Verschont, Richter, diesen Sextus Roscius! Er hat nicht einmal ein einziges Verbrechen begangen." L 43: Auf der Höhe der Macht Als die Rede vom Konsul gehalten worden war, sprach als erster der gewählte Konsul Silanus: "Wir müssen", sagte er, "die Todesstrafe an diesen unverschämten Männern vollstrecken. Nun ist es die Aufgabe des Konsuls, das zu tun, was dem römischen Volk von Nutzen ist." Weil diese Meinung von vielen gebilligt worden war, sagte Cäsar: "Was wird zum Wohl der Republik sein? Es ist typisch für einen Weisen, gut über diese Sache nachzudenken. Gewiss bin ich dafür, dass diese Männer im Gefängnis gehalten werden, dass ihr Geld beschlagnahmt wird." Dann stimmte Cicero teils mit Silanus, teils mit Cäsar in dieser zweifelhaften Sache überein.

Doch Cato schrie, von Zorn entflammt: "Die Meinung Cesars wird uns zum großen Schaden sein. Solange Catilina lebt, werden wir nicht sicher sein. Auch seine Freunde sind des Todes würdig." Cicero aber führte, als der Senat entlassen war, Lentulus aus dem Palatin, wo er in Haft war. Dann hat er befohlen, dass er in der Anwesenheit vieler Bürger durch die heilige Straße zum Staatsgefängnis abgeführt werde. Dort übergab er ihn dem Henker.

Nachdem auch die anderen getötet worden waren, sagte Cicero mit lauter Stimme: "Sie haben gelebt." Die Bürger aber freuten sich und riefen: "Auf Ciceros Veranlassung hin ist die Republik wieder hergestellt worden. Sei gegrüßt, Vater des Vaterlandes." L 44: Tiefer Sturz Cicero grüßt Atticus. Zu deinem Brief schreibe ich: mich schmerzt der Neid der Feinde, aber den Verstand habe ich bis jetzt noch nicht verloren. Aus der Stadt wäre ich nicht weggegangen, wenn nicht sogar du mir zur Flucht geraten hättest.

Wenn Freunde mir andere Ratschläge gegeben hätten, wäre ich zu Hause geblieben. Freilich in großem Schmerz habe ich die Meinen zurückgelassen. Wenn es mir erlaubt wäre, diese zu sehen, würde ich sicher von außerordentlich großer Freude überwältigt. Nun werde ich von allen Botschaften beunruhigt und von dem Unglück bedrückt. Du hast Cato zu Recht entschuldigt. Obwohl er mir nicht beistand, bei den Plänen der schlechten Männer war er wohl nicht dabei.

Die Antwort des Pompeius hat mich erschreckt und ich wäre verzweifelt, wenn du mir nicht beigestanden und zur Hilfe gekommen wärst. Nur du hast das machen können. Wie blind ich war, blind und um den Verstand gebracht! Wenn ich nicht so blind gewesen wäre, hätte ich das Volk nicht angefleht und angerufen. was aber hat das Volk zu dieser Zeit vermocht? Doch dir das zu sagen ist dumm. Sicher würde meine Hoffnung auf Freunden ruhen, wenn meine Feinde jetzt nicht so großen Einfluss hätten. Clodius hat ein Gesetz am Türpfosten der Kyrie angeheftet, welches verbietet, sich noch mal mit mir zu beschäftigen.

An deinem Glauben hätte ich auch gezweifelt, wenn du mir nicht durchs ganze Leben die Treue gehalten hättest. Mit diesem Brief klage ich nicht dich, sondern mich an. L 45: Was ist das - ein Philosoph? Leon: "Ich bitte dich, dass du mir deine Weisheit zeigst. Denn viele sagen, du seiest weise. Was ist die Einsicht deines Lebens? Welche Kunst hast du?" Pythagoras: "Ich bringe die Menschen nicht dazu, dass sie mich weise nennen. Und ich kenne nicht irgendeine Kunst, sondern bin ein Philosoph.

" Leon: "Ich bitte, dass dieses Wort, das mir unbekannt ist, von dir erklärt wird. Was für Menschen sind Philosophen? Was für ein Unterschied besteht zwischen diesen und den übrigen Menschen?" Pythagoras: "Das Leben der Menschen ähnelt den Festspielen der Griechen. Denn bei den Spielen streben die Einen danach, sich Anstrengungen zu unterziehen und durch körperliche Kraft Lob einzuheimsen, die Anderen möchten erreichen, dass ihr Reichtum auf dem Forum vergrößert wird. Viele kommen folglich zu Spielen zusammen. Aber wenige geben sich Mühe, dass sie alles, was dort gemacht wird, sehen und erkennen. So wie die Griechen zu den Spielen zusammenlaufen, so zeigen sich die Menschen im Leben: sehr viele sorgen sich, damit sie ruhmreich und wohlhabend werden.

Ich fürchte, dass diese Sklaven des Ruhmes und des Geldes sind, aber dass sie keine Weisheit haben. Wenige, weil sie um die Weisheit bemüht sind, werden wirklich Philosophen genannt. Diese lassen sich nicht einmal durch Mühen abschrecken, die Natur der Dinge durchschauen zu wollen. So liegt einzig die Beobachtung der Dinge den Philosophen am Herzen." L 46: Trost für einen Trauernden Lucius Lucceius grüßt Markus Tullius Ich weiß nicht, warum du bis jetzt nicht nach Rom gekommen bist. Wenn du von der Einsamkeit erfreut wirst, wenn du suchst, was die griechischen Schriftsteller über Trost gesagt haben, wenn du selbst solche Dinge schreibst, dann freue ich mich und tadle deinen Beschluss nicht.

Ich habe dich von hier traurig weggehen sehen. Gib dich nicht zu sehr den Tränen und der Trauer hin! Ich weiß von wie großem Schmerz du nun erfüllt bist. Doch durch deine Klagen machst du keine Fortschritte. Daher komm in unsere Gemeinschaft zurück! Es gibt keinen Grund, warum du nicht auf diese Weise den Schmerz linderst. Markus Tullius grüßt Lucius Lucceius All deine Liebe ist in diesen Briefen, welche ich von dir erhalten habe. Zu Recht vermutest du, welche Heilmittel gegen so große Wunden von mir gesucht worden sind.

Denn vieles, was über Trauer geschrieben worden ist, habe ich gelesen. Ich möchte in Erfahrung bringen, welche Ratschläge der Philosophen mir entgangen sind. Bald wirst du wissen, was ich selbst über Trost geschrieben habe: denn ich werde dir mein tröstendes Buch schicken. Doch der Schmerz siegt über jeden Trost. Ich weiß nicht, wo es für mich einen Zufluchtsort gibt. Du weißt, wie viele Schmerzen mir die Menschen, das Forum und die Kurie zugefügt haben.

Auch du bleibe nicht in Rom. Wenn du kannst, komm zu mir! L 47: Cäsar greift nach der Macht Cäsar führte gegen die Gallier Krieg, damit er ganz Gallien beherrschte. Auch mit den Germanen kämpfte er, weil sie den Rhein überquert hatten und den Galliern halfen. Er baute eine Brücke über den Rhein und griff die Germanen in ihrem Gebiet an, damit sie nicht immer wieder nach Gallien kommen sollten. Mit soviel Kühnheit führte er Schlachten, dass er den Germanen große Verluste zufügte. Er fiel auch nach Britannien ein, um von den Besiegten Geld und Geiseln zu verlangen.

Bei Suetonius lesen wir, dass Cäsar von solcher Tapferkeit war, dass er alle Menschen übertraf. Wenn seine Soldaten eine Niederlage erlitten hatten, trat Cäsar ihnen oft allein entgegen, damit sie nicht fliehen konnten. So hat er jene gegen die Feinde gewandt und von der Flucht abgehalten. Die Freunde behandelte er mit so großer Menschlichkeit, damit er von jenen nicht verlassen, sondern immer geschätzt wurde. Viele Menschen beleidigte er trotzdem so, dass er bei diesen verhasst war. Deshalb glaubten einige Römer, dass er mit Recht getötet worden ist.

Er war nämlich von solcher Arroganz, dass er das Vaterland und die Gesetze vernachlässigte und manchmal sagte, dass die Republik nichts sei als ein Wort ohne Substanz oder Gesicht.   L 48: Cäsar verzeiht seinen Gegnern Als Corfinium erobert ist, befiehlt Cäsar, dass alle Senatoren, die Tribunen des Militärs und die römischen Reiter zu ihm geführt werden sollten. All diese hält er davon ab, die Soldaten zu beleidigen. Diese Worte spricht er zu ihnen: "Warum dankt ihr mir nicht für so viele Wohltaten, die ich euch erwiesen habe?" Trotzdem schickt er alle unversehrt weg. Bei den pompeianischen Soldaten, welche Corfinium verteidigten, hielt er diese Rede: "Obwohl ihr mir eine Niederlage zufügen wolltet, will ich euch trotzdem nicht bestrafen. Pompeius aber hat euch zurück und im Stich gelassen.

Nun hat er nichts anderes im Sinn als die Flucht. Euch kann er keine Hilfe mehr bringen." Dann befahl er, dass die Soldaten ihm einen Treueid schwören sollten. Das Geld, welches ihm von dem corfinianischen Magistraten herbeigebracht worden war, nahm er nicht entgegen; er befahl, dass dieses eingesammelte Geld den Corfiniern zurückgebracht werde. So zog er nicht nur Menschlichkeit dem Stolz vor, sondern auch die Selbstbeherrschung der Habsucht. Am Ende beauftragte er irgendeinen Boten, Pompeius dieses zu melden: "Es gehört sich, dass wir über Friedensbedingungen verhandeln und die Eintracht wiederherstellen, damit die Republik gerettet wird.

L 49: Die Rache des Augustus Oktavian führte fünf Bürgerkriege; den Anfang und die Ursache aller Kriege nahm er von hier aus: Er wollte den Mord an seinem Onkel rächen. Gegen die Gegner übte er große Überheblichkeit in jeder Art aus, er zog die Grausamkeit der Milde vor: Den Kopf des Brutus, der im Kampf besiegt worden war, ist von Oktavian nach Rom geschickt worden, damit er unter der Statue Caesars gelegt werde. Als die Gegner besiegt worden waren, zeigte er sich gegen Menschen jedes Geschlechts und Alters grausam. Nicht einmal die adligen Gefangenen hat er verschont: Es ist überliefert worden, dass er irgendeinem Mann, der ein Begräbnis verlangte, geantwortet habe, dass er jenes den Geiern überlassen solle. Als die Stadt Perusia eingenommen worden war, hat er gerade die Besten mit der Hinrichtung bestraft. Den Einwohnern, die um Gnade baten antwortete er: "Es ist notwendig, dass ihr sterbt.

" Schreiber überliefern, dass 300 Männer beim Altar des göttlichen Julius an den Iden des März geopfert wurden. Antonius, der in der Schlacht bei Actium besiegt worden war, führte er her, damit er sich selbst tötete. Auch Caesarion, den Sohn Cleopatras, ließ er hinrichten, um den Namen der Königin der Ägypter aus der Geschichte zu löschen. Dass Cleopatra dieses Kind von Caesar empfangen habe, bestätigten viele. L 50: Augustus - ein Friedenskaiser Als die Schlacht bei Actium geschlagen war, hat Oktavian sich darum bemüht, dass die Erinnerung an seinen Sieg verewigt werde; deshalb hat er die Stadt Nicepolis, was "Die Stadt der Siege" bedeutet, erbaut und beschlossen, dass dort Spiele abgehalten würden. Dies ist so geschehen, damit die Größe seines Sieges nicht aus dem Gedächtnis der Römer ausgelöscht werden könnte.

Doch Octavian wollte weder das Gebiet des Reichs noch den Ruhm des Krieges ausweiten. Gegen kein Volk wurde, ohne gerechte Gründe, Krieg geführt. Varus freilich, ein Feldherr der Römer, der in Germanien kämpfte, hat eine schwere Niederlage erlitten. Von dort ist ein großer Tumult in Rom entstanden. Als Augustus von dieser Niederlage erfuhr, war er so aufgewühlt, dass er über viele Tage hinweg, den Bart und die Haare wachsen ließ und immer wieder rief: "Varus, Varus! Gib mir meine Legionen zurück!" Augustus war es ein großes Anliegen, Aufstände und Kriege überall zu beenden. Tatsächlich gelang es ihm, dass er auf der ganzen Welt Frieden und Einigkeit zurückbrachte und über viele Jahre bewahrte.

Unter seiner Führung geschah es. dass vieles, was dem Heil der Bürger entgegenstand, aus dem Weg geräumt und Rom quasi wieder neu erbaut wurde. So ist er zum Urheber der besten Verfassung des Staates geworden. Trotzdem stellte er die freie Republik nicht wieder her.   L 51: Latein gehört zur Bildung Karl war ein geschickter Redner und konnte auch alles wortreich ausdrücken; denn er verwendete viel Zeit aufs Lesen und Lernen. Auch war er nicht mit der Muttersprache zufrieden und strebte danach, auch fremde Sprachen zu lernen.

Die lateinische Sprache hat er so gelernt, dass er sowohl auf lateinisch betete als auch lateinische Gespräche führte. Damit er selbst seine Kinder zum richtigen Leben erzog, aß er niemals ohne sie, keine Gelegenheit ließ er aus, sie in den freien Wissenschaften zu unterrichten. Weil er in vielen Schriften, die er aus den Klöstern empfangen hatte, eine ungebildete Sprache erkannte, traf er den Entschluss, einen Brief an die Äbte zu schicken; folgendes hat er geschrieben: "Was fromme Schreiber sagen wollen, das können sie, wegen der Vernachlässigung des Lernens, nicht in Worte fassen. Deshalb fürchte ich, dass die Wortfehler auch den Geheimnissen der heiligen Bücher gefährlich werden könnten; ihr müsst folglich, indem ihr geeignete Lehrer auswählt, die Bildung vergrößern. Solche Männer sollt ihr für diese Arbeit auswählen, die sowohl den Willen zum Lernen haben als auch den Wunsch, andere zu unterrichten. L 52: Wie lernen Schüler Anstand? Paed: Ich glaube, dass du nicht bei Hofe, sondern im Schafstall geboren bist, so sehr bist du von bäuerlicher Sitte.

Lasst uns also anständige Sitten pflegen. Sooft du mit irgendeinem anderen ein Gespräch führst, dem du Ehre schuldest, sollst du aufstehen und am Platz stehen bleiben. Nimm den Hut ab! Deine Miene soll weder traurig noch unverschämt sein, sondern heiter und bescheiden. Die Augen sollst du auf jenen richten, mit dem du redest! Auch deine Kleider und das ganze Aussehen des Körpers soll edle Bescheidenheit zeigen! Du sollst nicht von alleine soviel und unpassendes sagen, sondern mit wenigen Worten antworten und den Titel hinzufügen! Und du sollst jedes Mal, wenn du antwortest, das Knie beugen! Nun gib uns aber eine Probe dieser Sache! Wie lange warst du vom Elternhaus weg? Puer: Schon fast sechs Monate. Paed: Ach hättest du doch nur aufgepasst! Füge hinzu: mein Herr! Puer: Schon fast sechs Monate, mein Herr! Paed: Willst du sie nicht besuchen? Puer: Ich will es, mein Herr, wenn du es erlaubst. Paed: Wenn du doch nur jetzt auch dein Knie beugen würdest! Du sollst das nicht vernachlässigen! Aber es ist genug.

Lasst uns wieder an die Bücher gehen! L 53: So bekommen wir schulfrei Nic: Schon lange laden der Geist und der Himmel zum Spielen ein. Hier: Das dürfte wohl keiner leugnen, doch der Lehrer lädt nicht ein. Coc: Was sollen wir nun tun? Nic: Schicken wir irgendeinen Abgesandten zum Lehrer! Hier: Kaum jemand könnte es wohl erreichen, dass er uns erlaubt zu spielen, denn eher entreißt du aus der Hand des Herkules die Keule, als von jenem die Erlaubnis zu spielen. Dass er einst auch ein Kind war, übergeht er mit Schweigen. Coc: Trotzdem werde ich die Gesandtschaft auf mich nehmen und um Erlaubnis fragen! [Cocles geht zum Lehrer] Coc: Hallo bester Lehrer! Paed: Hinterhältige Freundlichkeit! Was will der Nichtsnutz für sich? Coc: Die ganze Schar deiner Schüler bittet heute um die Erlaubnis zu spielen; morgen wiederum werden wir uns bemühen, zu arbeiten. Paed: Wer von euch verspricht, dass das sicher sein wird? Ihr seid immer begierig zu spielen.

Coc: Ich verspreche es, bei der Gefahr für meinen Kopf. (besser, aber freier: selbst wenn es meinen Kopf kosten sollte) Paed: Wohl eher bei der Gefahr für deinen Hintern. Also geht, um zu spielen, aus der Schule, ihr Schüler. [Cocles geht fröhlich zurück] Coc: Ich habe es, wenn auch mit Mühe, durchgesetzt. Hier: Oh du Schlaukopf! Preisen wir dein Genie! Doch was hast du ihm versprochen? Coc: Morgen müssen wir uns bemühen, den Lehrer mit größtem Eifer zu erfreuen. Nichts anderes ist mir eingefallen.

Nic: Oh du Elender!   L 54: Die Schule besuchen - sinnvoll oder nicht? Der Lehrer Aristides sagt: Ich meine dasselbe, was Quintitlan in seinem Buch dargelegt hat: die Menschen merken sich im Kindesalter am meisten. Deshalb sollen Kinder, wenn sie ernsthaft angefangen haben zu lernen, in die Schule geschickt werden; Sie sollen zu einem von diesen Lehrern, die sich beim Unterrichten der Kinder auf dem Marktplatz Mühe geben, hingehen. Der Senator Marcus Claudius sagt: Ich allerdings stimme dieser Theorie nicht zu und will, dass die Kinder zu Hause unterrichtet werden. Denn ein Lehrer kann sich beim Unterrichten mehrerer Schüler nicht jedem einzelnen widmen. Außerdem fürchte ich, dass die Sitten der Jungen durch das Annehmen von Fehlern verdorben werden. Es ist überliefert, dass auch unsere Vorfahren Kinder zu Hause unterrichteten.

Der Redner Quintus Curtius sagt: Aber wir wissen, dass auch zu Hause Sitten verdorben werden, wenn nicht Eltern für die guten Sitten sorgen. Manchmal auch schadet jener Hauslehrer, der den Kindern ein schlechtes Beispiel gibt; und die Bosheiten schlechter Diener nützen Kindern nicht. Der Lehrer Aristides sagt: Ich werde kurz darlegen, warum Quintitlan will, dass die Kinder für die Ausbildung zur Schule geschickt werden: Kinder sollen nicht nur in die Schule kommen, um ihr Wissen zu vergrößern, sondern auch, um Gemeinschaftssinn zu erlernen und feste Freundschaften zu schließen! Füge hinzu, dass die Rivalität unter den Schülern die Geister anstachelt. Weil ein Junge es für schändlich hält, von einem anderen übertroffen zu werden, wird er sich mehr Mühe beim Lernen geben, um eine solche Schande zu vermeiden. L 55: So sollten Lehrer sein Ein Lehrer, der Geschick im Unterrichten hat, sollte zuerst die Begabungen derjenigen herausfinden, die er zu unterrichten hat. Er soll sorgfältig mit sich abwägen, auf welche Art das Gemüt jedes Einzelnen zu behandeln ist.

Die einen müssen immer ermahnt werden, die anderen ertragen ungern Befehle; die Angst vor dem Lehrer bändigt die einen, die anderen zerbricht sie. Wünschenswert ist aber, dass Lob den Jungen anstachelt und Ehre ihn erfreut. Der Lehrer selbst soll weder das, was zu verbessern ist, verhehlen noch soll er böswillig sein, wenn er Worte der Schüler tadeln muss! Er soll die Stimmen der Jungen weder unterdrücken noch zurückweisen! Er soll Kindern, die Fragen stellen, gerne antworten, und solche, die nicht fragen, soll er von selbst aufrufen. Auch muss der Lehrer darauf achten, dass an ein und demselben Tag verschiedene Dinge von den Jungen aufgenommen werden können; allein schon die Abwechslung wirkt belebend auf die Gemüter. Gewiss müssen die Eltern sehr dafür Sorge tragen, dass die Jungen einem geeigneten Lehrer zur Unterweisung übergeben werden; die Lehrer müssen nicht nur das Wissen der Jungen mehren, sondern auch die Sitten pflegen. Die Schüler müssen allerdings ermahnt werden, die Lehrer zu schätzen und danach zu streben, ihnen ähnlich zu werden.

Später mögen sie verstehen, dass sie die Worte der Lehrenden in sich bewahren müssen! Sie müssen ihr Gedächtnis immer üben, damit es nicht geschwächt wird. L 56: Neueste Nachrichten von den alten Germanen Schon in alten Zeiten haben ziemlich viele Geschichtsschreiber die Taten der Römer überliefert. Keiner aber war berühmter als Gaius Julius Caesar und Publius Cornelius Tacitus. Bei ihnen lesen wir, dass die meisten Germanen die gleiche Lebensweise hatten wie die Römer, aber in vielen Dingen unterschieden sie sich auch von ihnen: Der größere Teil ihrer Nahrung bestand aus Landobst, Milch, Fleisch; sie züchteten verschiedene Vieh-Arten, die kleiner waren als die römischen. Die Männer waren oft auf der Jagd. Aus diesem Grund wurden die Kräfte so gefördert, dass die Germanen stärkere und größere Körper hatten als die Menschen von anderen Völkern.

Vor allem diejenigen Römer, die weder Unter- noch Obergermanien gekannt hatten, wurden von größter Furcht vor den Germanen ergriffen; denn die Gallier, die oft mit diesen zusammentrafen, priesen diese Menschen als äußerst tapfer und in Kriegen als sehr siegeswillig. Ein römischer Kaufmann, der mehr und längere Reisen als andere in die inneren Gebiete Germaniens gemacht hatte, erzählte Cornelius Tacitus, dass die Germanen blondes oder rötliches Haar und blaue Augen haben. Ja, er versicherte sogar, dass sehr viele Mädchen schöner als die römischen seien!   L 57: Kalt ist's in Germanien Weil nun die Germanen Gegenden bewohnten, die nach Norden gerichtet waren, wurden sie mit Kleidern bedeckt, die für sehr kalte Orte im höchsten Grad geeignet waren. Das Kleidungsstück, das allen gemeinsam war, war ein gewisser Mantel, für die Reicheren ein besserer, für die Ärmeren ein schlechterer. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Ärmsten mit den schlechtesten Kleidern angezogen waren. Diejenigen

Suchen artikel im kategorien
Schlüsselwort
  
Kategorien
  
  
   Zusammenfassung Der Vorleser
   sachtextanalyse
   interpretation zwist
   Fabel interpretation
   literarische charakteristik
   interpretation bender heimkehr
   felix lateinbuch
   interpretation der taucher von schiller
   textbeschreibung
   charakterisierung eduard selicke
Anmerkungen:

* Name:

* Email:

URL:


* Diskussion: (NO HTML)


Partner: www.litde.com | impressum

 

© Copyright Artikelpedia.com