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  Vincent van gogh

Seiten 27 Wörter 3.770 Zeichen (ohne Leerzeichen) 22.897 Zeichen (mit Leerzeichen) 28.399 Absätze 347 Zeilen 945             REFERAT :   1)   Biografie des Künstlers 2)   künstlerische Genese 3)   Werkbeispiele: Vorstellung und      Interpretation 4)   zugehörige Kunstströmungen 5)   Abgrenzung von Kunstrichtungen      der Zeit       VINCENT VAN GOGH IMPRESSIONISMUS                 1) Biographie des Künstlers   1853  In Groot-Zundert wird am 30. März       Vincent Willem van Gogh geboren, Sohn       des Pfarrers Theodorus van Gogh und       seiner Ehefrau Anna Cornelia       Carbentus. 1864  Am 1.

Oktober wird Vincent von den       Eltern in das Internat von Jean       Provily in Zevenbergen gebracht. 1868  Er kehrt nach Zundert zurück. 1869  Am 30. Juli tritt er eine Stellung in       der Kunstgalerie Goupil im Haag an. 1872  Im August beginnt die Korrespondenz       zwischen Vincent und seinem vier Jahre       jüngeren Bruder Theo, der im nächsten       Jahr in der Brüsseler Filiale       derselben Kunsthandlung arbeitet. 1873  Am 13.

Juli wird Vincent nach London       versetzt. Er wohnt in der Pension von       Mrs. Loyer und verliebt sich in ihre       Tochter. Bei seinem Abschied von       London erfährt er, dass das Mädchen       bereits verlobt ist. 1874  Versetzung nach Paris, wo sich das       Hauptgeschäft von Goupil & Co.       befindet.

- Im Dezember wird Vincent       wieder nach London versetzt. 1875  Vincent kehrt nach Paris zurück und       widmet sich dort, neben seiner Arbeit       im Kunsthandel, dem Studium der Bibel. 1876  Im März muss Vincent auf Drängen       seines Vorgesetzten ein       Entlassungsgesuch zum 1. April       einreichen. - Am 17. April tritt       Vincent in Ramsgate eine Stelle bei       Mr.

Stokes als Hilfslehrer an. - Am 1.       Juli wird Vincent Hilfsprediger bei       dem Methodistenpfarrer Jones in       Isleworth. - Am 31. Dezember kehrt       Vincent zu seinen Eltern zurück, die       jetzt in Etten wohnen. 1877  Vom Januar bis Mai dieses Jahres       arbeitet Vincent in der Buchhandlung       Blusse & van Braam in Dordrecht.

- Von       Mai 1877 bis Juli 1878 wohnt Vincent       in Amsterdam. Er bereitet sich auf das       Examen vor, das seine Aufnahme in die       theologische Fakultät der Universität       ermöglichen soll. Er gibt es       schließlich auf. 1878  Vincent geht am 25. August nach       Laeken, um die Methodistenschule zu       besuchen. Nach einer Probezeit von       drei Monaten wird er nicht promoviert.

      Er kehrt zu den Eltern nach Etten       zurück. 1879  Vincent wird für sechs Monate zum       Evangelisten in Wasmes ernannt. Im       Juli wird er entlassen. Seine       Vorgesetzten finden, dass er die Würde       des Priesteramtes untergräbt. -       Vincent geht nach Cuesmes und betätigt       sich dort ein Jahr lang im eigenen       Auftrag als Evangelist. Am Ende seines       Aufenthalts beginnt er systematisch zu       zeichnen.

1881  Am 12. April fährt Vincent nach Etten,       um dort seinen Bruder Theo zu treffen,       bleibt aber dort. Er trifft seine       verwitwete Kusine Kee Vos, verliebt       sich in sie, wird jedoch abgewiesen. -       Vincent wohnt einen Monat lang bei dem       Maler Mauve im Haag. Am 25. Dezember       überwirft er sich mit seinem Vater und       verlässt am letzten Tag des Jahres das       Elternhaus.





1882  Vincent lässt sich im Haag nieder und       zieht mit der ehemaligen       Prostituierten Sien zusammen. Im April       erfolgt der Bruch mit Mauve. Am 7.       Juni wird er ins Krankenhaus       aufgenommen. Bei der Heimkehr beginnt       er auf Andringen Theos, zu malen,       empfindet jedoch erst Monate später       Freude am Malen. 1884  Der Aufenthalt in Nuenen, wohin sein       Vater versetzt worden ist, dauert von       Dezember 1883 bis November 1885.

Margo       Begemann verliebt sich in ihn und       versucht sich zu vergiften, weil ihre       Familie der Eheschließung nicht       zustimmt. 1885  Vincent malt etwa fünfzig Porträts von       Bauern. Am 26. März stirbt sein Vater.       Vincent studiert die Gesetze der       Farben und stellt immer wieder Bauern       dar, die um eine Schüssel mit       Kartoffeln herumsitzen. Im Hause des       Küsters der katholischen Gemeinde       bezieht er ein eigenes Atelier.

      Vincent bewundert die farbigen       japanischen Holzschnitte und studiert       Rubens. Er lässt sich in die Akademie       einschreiben. 1886  Vincent kommt im März in Paris an und       wohnt bei Theo. Er besucht die Schule       von Cormon und lernt dort Toulouse-       Lautrec kennen, später auch Emile       Bernard, mit dem ihn bis an sein       Lebensende eine Freundschaft       verbindet. Im Juni Umzug in die Rue       Lepic auf Montmartre, wo Vincent über       ein Atelier verfügt. Er malt nach dem       Vorbild der Impressionisten und der       Pointillisten.

1887  Im Frühling malt Vincent im Freien,       auch zusammen mit Bernard bei       Asnieres. Leidenschaftliche Gespräche       mit Gauguin und Bernard. Mit Bernard,       Gauguin, Lautrec und Anquetin stellt       er im Restaurant "Au Tambourin" aus. 1888  Vom 21. Februar dieses Jahres bis zum       3. Mai 1889 befindet sich Vincent in       Arles.

Er glaubt, sein "Japan"       gefunden zu haben. Von einer       Arbeitswut ohnegleichen erfasst, malt       er zunächst Obstgärten und Blumen,       dann Landschaften an der Küste von Les       Saintes-Maries-de-la-Mer. Das gelbe       Haus, das er bereits im Mai gemietet       hat, bezieht er im September. Durch       Eugene Boch wird er mit den       "Vingtisten" bekannt. Er tauscht mit       Gauguin Selbstporträts aus. Auch       Bernard und Laval schicken ihm       Selbstbildnisse.

Am 20. Oktober kommt       Gauguin nach Arles. Die Spannung       zwischen ihm und Vincent erreicht am       23. Dezember ihren Höhepunkt. Vincent       erleidet seinen ersten Anfall und       schneidet sich ein Teil der Ohrmuschel       ab. Er wird ins Krankenhaus gebracht.

1889  Am 7. Januar kehrt Vincent in das       gelbe Haus zurück. Im Februar malt er       in verschiedenen Fassungen das Porträt       von Madame Roulin (La Berceuse). Die       Einwohner von Arles reichen ein Gesuch       ein, Vincent zu internieren. Vincent       schreibt Theo am 21. April, dass er       dauernd interniert bleiben möchte.

-       Vom Mai 1889 bis 1890 befindet Vincent       sich in der Irrenanstalt von Saint-       Remy. Er malt zunächst die Landschaft,       die er durch die Gitter seiner Zelle       erblickt, und darf später, von einem       Wärter begleitet, im Freien malen. An        die Stelle der Sonnenblumen, die er in       Arles gemalt hatte, treten Zypressen       und Olivenbäume.  1890  Er zwingt sich zur Ruhe. Die       Farbendynamik weicht der zuckend       bewegten Linie. Am 14.

Februar wird       auf der Ausstellung der Vingtisten ein       Ölgemälde von van Gogh verkauft. Theo       hat sich inzwischen verheiratet. Am 1.       Februar wird ihm ein Sohn geboren, der       die Vornamen Vincent Willem erhält. -       Am 17. Mai fährt Vincent ohne       Begleitung nach Paris.

Vier Tage       später kommt er in Auvers-sur-Oise an.       Anfang Juni malt er das Porträt von       Dr. Gachet und Ende Juni das Bildnis       von Fräulein Gachet am Piano. Am 9.       Juli berichtet er über zwei Bilder,       die das Heile und Heilende in der       Natur veranschaulichen sollen:       Landschaft unter Gewitterhimmel und       Kornfeld mit Krähen. Am 27.

Juli gibt       er einen Schuss gegen sich ab. Er       stirbt am 29. Juli. 1891  Theo folgt ihm sieben Monate später,       am 25. Januar.                           2) künstlerische Genese     Vincent van Gogh war Maler aus Leidenschaft und Verzweiflung.

Nach dem Besuch verschiedener Internate trat er 1869 in die Kunsthandlung eines Onkels in Den Haag ein, wo er bis 1876 blieb. Geschäftliche Reisen führten ihn damals u.a. nach London und Paris. In dieser Zeit begann er die Korrespondenz mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Theo, die sein Leben lang fortdauern sollte.    Ende 1878 begann van Gogh zur Bewältigung seiner inneren Spannungen mit dem Zeichnen.

Er zeichnete zunächst nach Vorlagen von Jean-Francois Millet, den er sein Leben lang bewunderte, fertigte dann aber auch eigenständige Zeichnungen und Aquarelle an, die das armselige Leben der Grubenarbeiter zum Thema hatten. 1880 schrieb er sich bei der Kunstakademie Brüssel ein, blieb jedoch im Grunde Autodidakt und kopierte eine Reihe von sozial-romantischen Gemälden. Ende 1881 ging Vincent zu seinem Vetter, dem Maler Anton Mauve, nach Den Haag in die Lehre. Mauve riet ihm zum Malen mit Ölfarben. Unter dem Einfluss der sozialkritischen Romane Flauberts und vor allem Zolas beschloss van Gogh, ein Maler der einfachen Leute zu werden. Besonders wollte er sich dem bäuerlichen Leben zuwenden.



   Ende 1883 nahm van Gogh jene unermüdliche, von der Furcht, seiner Vision von zeitgemäßer Malerei niemals den angemessenen Ausdruck verleihen zu können getriebene Arbeitsweise auf, die für seine verbleibenden Jahre kennzeichnend werden sollte. Es entstanden etwa fünfzig Bilder von Menschen seiner Heimat, vor allem von Bauern und Webern. Von einem geplanten Zyklus über das Leben der Bauern gelangten nur sieben Lithographien zur Ausführung.    1885 entstand nach zahlreichen Studien das Bild Die Kartoffelesser.    Nach kurzem Aufenthalt an der Kunstakademie Antwerpen ab Herbst 1885, wo er sich für Rubens begeisterte, vor allem aber die Technik des japanischen Farbholzschnitts studierte, tauschte er im März 1886 überraschend in Paris auf, wo sein Bruder Theo eine Kunstgalerie leitete.    Er bekam Kontakt zur Gruppe der Impressionisten, deren Kunst zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt allerdings schon überschritten hatte.

Man kann Paris als eine Art "Schlüsselerlebnis" für van Gogh bezeichnen. Er war begeistert von der Leuchtkraft der südlichen Sonne und hellte seine Palette immer stärker auf. Er lernte reinere Farben in intensiveren Kontrasten zu gebrauchen und bemühte sich um komplementäre Farbakkorde von Grundfarben (Rot-Grün, Blau-Orange, Gelb-Violett).    In einigen seiner 23 in dieser Zeit entstandenen Selbstporträts wie auch in anderen Bildern experimentierte er mit der prismatischen Aufsplittung des Lichts bzw. homogener Farbflächen in kleine, stark vibrierende Farbstriche in der Manier der Pointilisten.    Abgestoßen vom lauten und anstrengenden Gesellschaftsleben in Paris zog van Gogh auf Vorschlag Toulouse-Lautrecs im Februar 1888 in die südfranzösische Kleinstadt Arles, wo er in seinem "Gelben Haus" den Traum von einer Künstlergemeinschaft verwirklichen wollte.

Er tauschte Selbstbildnisse mit verschiedenen Künstlern aus und bemühte sich vor allem um die Freundschaft Gauguins, den er nach Arles zu holen versuchte.    Hatte er von Gauguin und dem japanischen Holzschnitt schon in Paris die Betonung der von starken Konturlinien umschlossenen Farbfläche übernommen, fand er unter der Sonne der Provence jetzt zu jenem gestalterischen Ausdruck, der sein Werk später so berühmt machte: Mit breitem, freiem Pinselstrich trug er in schneller, oft ekstatischer Weise leuchtende, manchmal überzogen bunte Farben auf und schuf Bildräume, deren Tiefenraumwirkung nicht auf perspektivisch richtiger Formgebung, sondern hauptsächlich auf intensiven Farbkontrasten beruht.    Die Akzentuierung der Gegenstände und Figuren und der Versuch, das Wesenhafte und Charakteristische der dargestellten Personen und Dinge herauszustellen, führten van Gogh manchmal zu einer Deformierung der Bildgegenstände und zu suggestiver Raumbildung.    Im Oktober 1888 kam Paul Gauguin, dessen Künstlertum und Urteilsfähigkeit van Gogh hoch über seine eigene stellte, nach Arles. Doch schon kurz vor Weihnachten endete die Zusammenarbeit der beiden mit einem heftigen Streit, in dessen Folge sich der nervlich zerrüttete van Gogh ein Ohr abschnitt (und es einer Prostituierten "als Andenken zum Geschenk" machte).    Starke Erregungszustände wechselten in den nächsten Monaten mit schweren Depressionen, was den Maler jedoch nicht davon abhielt, weiter wie ein Besessener zu arbeiten.

Es entstanden seine berühmten Sonnenblumen-Bilder, Bilder von Obstbäumen, Zugbrücken, von Häusern und ihren Interieurs.    Im Mai 1889 begab sich van Gogh freiwillig in die Nervenheilanstalt von Saint-Remy nahe Arles, wo er nach kurzer Beruhigungsphase einen Arbeitsraum erhielt. Halluzinationen, Alpträume und die intensive Beschäftigung mit dem Tod kennzeichneten seinen Aufenthalt, doch wechselten diese Zustände immer wieder mit Perioden intensiver Arbeit, zunächst vom Fenster seines Zimmers aus, später wieder im Freien. Die Angst vor einer Geisteskrankheit trieb ihn zu größter Eile an. Neben Landschaftsbildern entstand eine Reihe von Arbeiten nach Vorlagen von Millet, Daumier, Delacroix und Rembrandt.    Mit fortschreitender Krankheit scheinen seine Bilder von einem fließenden Wogen in Natur und Atmosphäre ergriffen zu werden.

Wie gegensätzliche Strömungen kämpfen die aus einzelnen, kurzen und dicht nebeneinandergesetzten Pinselstrichen bestehenden Farbbahnen um Dominanz. Besonders die Bäume wirken oft wie züngelnde Flammen, manche Gegenstände scheinen sogar zu schwimmen. Im Mai 1890 verließ van Gogh die Anstalt von Saint-Remy und begab sich in die Obhut des Arztes und Kunstfreundes Dr. Gachet in Auverssur-Oise bei Paris. In seinen letzten zwei Lebensmonaten entstanden hier noch einmal etwa 70 Gemälde. Die Landschaftsbilder dieser Wochen sind expressiver, zerrissener und verzweifelter, aber auch sehnsuchtsvoller als seine früheren Werke.

Am 27. Juli 1890 schoss Vincent van Gogh mit einem Gewehr auf sich selbst und starb zwei Tage später in den Armen seines Bruders Theo.   3) Werkbeispiele : Vorstellung und    Interpretation     Die Kartoffelesser Nuenen, April 1885 Öl auf Leinwand, 82 x 114 cm Amsterdam, Rijksmuseum Vincent van Gogh                 Am 26. März 1885 stirbt der Vater Theodorus van Gogh. Von da an wird Vincents Leben in dem Dorf Nuenen immer schwieriger, die Leute fürchten sich vor seinem ebenso verschlossenen wie plötzlich aufbrausenden Gebaren. Er hatte sie immer gern gehabt, diese Menschen, fühlte sich als Teil von ihnen, doch verständlich machen konnte er sich nicht.

   "Du wirst mir recht geben, dass eine solche Arbeit nicht ernst zu nehmen ist. Zum Glück kannst du mehr als das." Mit diesen Worten kommentierte und kritisierte Rappard das Bild seines Freundes, besiegelte damit auch das Ende seiner Freundschaft zu dem empfindlich verletzten van Gogh. Rappard spielte auf die "Fehler" an, die er, an akademischen Sehweisen geschult, bei den "Kartoffelessern" entdeckte, zu kurz geratene Arme, aufgedunsene Gesichter, schlechte Proportionen. Dabei hatte van Gogh gerade so etwas wie einen eigenen Schönheitskanon entwickelt, orientiert an den Menschen seiner Umgebung, die nicht schön waren, aber seinen Begriff von Wahrhaftigkeit verkörperten. Abneigung gegen ein traditionelles Normengefüge, die Solidarität mit den Armen und vielleicht auch ein tatsächlich vorhandener Mangel an bildnerischen Ausdrucksmitteln hatten diese Ästhetik kreiert.

   Die Gemeinschaft dieser fünf Menschen wird durch das karge Kartoffelmahl und das gemeinsame Sitzen unter dem spärlichen Licht der Petroleumlampe gestiftet. Die Farben sind dunkel, die durchweg graubraunen Töne weisen auf das Erdhafte. Van Gogh selbst verglich den Farbton des Gemäldes mit dem ungeschälter, staubiger Kartoffeln.    Das Bild drückt zugleich starkes soziales Engagement und Resignation aus. Die Gestalten wirken niedergedrückt, ihre Gesichter abgehämt bis ins Karikaturhafte und die Hände knochig.  Die Gemälde dieser Jahre sind dunkel gehalten, ihre Linienführung wirkt schwerfällig und vereinfachend und wurde als "gequälter, dunkler Realismus" bezeichnet.

   "Mich bestürzte in diesem Durcheinander    eine Mahlzeit armer Leute in einer    unheimlichen Hütte unter trüber Lampe. Er    nannte es ´Die Kartoffelesser´; es war    auf grandiose Weise hässlich und voll    beunruhigenden Lebens." (Zitat von EMILE BERNARD)                                                       Nachts vor dem Cafe an der Place du Forum in Arles Arles, September 1888 Öl auf Leinwand, 81 x 65,5 cm Otterlo, Rijksmuseum Kröller-Müller               Mit dem Gemälde "Nachts vor dem Cafe an der Place du Forum in Arles", wagt van Gogh den Schritt ins Freie. Unter seinem Sternenhimmel wirkt die Cafeterrasse hell erleuchtet, ihr rötliches Gelb steht in Komplementärkontrast zu dem nächtlichen Dunkelblau. Ein starker Tiefensog in die schwarze Mitte des Bildes, erkennbar an den nahezu parallel flüchtenden Linien über Türsturz im Vordergrund, Pergola und Häusergiebel, setzt die einladende Helligkeit des Cafés zusätzlich von seinem dunklen Ambiente ab. Spotartig beleuchtete helle Stellen, die Sterne am Himmel, dazu der Komplementärkontrast, den zu erzielen gerade bei kargem Licht schwierig ist, lassen hier die Darstellung einer nächtliche Szenerie ganz selbstverständlich erscheinen.




   Das Nahe und das Ferne sind hier mit gleicher Farbintensität gemalt, was der seit der Renaissance bekannten Luftperspektive widerspricht, welche bewirkt, dass Farben mit zunehmender Raumtiefe blasser werden. Mit der auf diese Weise hervorgehobenen Flächigkeit des Bildes widersetzte sich van Gogh der natürlichen Seherfahrung und setzte dieser eine spannungsreiche, gefühlte Wirklichkeit entgegen.    Im Freien zu malen war eine Errungenschaft des 19.Jahrhunderts. Bei Kunstlicht zu malen war schon im Barock beliebter künstlerischer Zeitvertreib. Nachts im Freien bei Kunstlicht zu malen ist van Goghs ureigene Erfindung.

Damit steht er in krassem Gegensatz zur Lichtmalerei des Impressionismus, betont eine Präzision des Blicks auf schummrige Gegenstände, wo die Freiluftmalerei gerade ihr Aufgehen in diesiger Atmosphäre schätzt. "Die Nacht ist lebendiger und reicher an Farben als der Tag", schwärmt van Gogh, die unklar erkennbaren Dinge spornen darstellerische Genauigkeit und Phantasie erst an. Die Nachtmalerei wird van Gogh die wenigen Jahre bis zu seinem Tod begleiten, ihr Höhepunkt wird die "Sternennacht" sein.    "Ein Cafe am Abend, von außen gesehen.    Auf der Terrasse sitzen kleine Figuren    beim Trinken. Eine riesige gelbe Laterne    beleuchtet die Terrasse, die Vorderseite    des Hauses, den Gehsteig und wirft ihr    Licht sogar aufs Straßenpflaster, das    eine rosaviolette Tönung annimmt.

Die    Häuserfassaden der Straße, die sich unter    dem blauen Sternenhimmel hinzieht, sind    dunkelblau oder violett, davor ein grüner    Baum. Da hast Du ein Nachtbild ohne    Schwarz, nur mit Violett und Grün, und in    dieser Umgebung wird der beleuchtete    Platz zu blassem Schwefelgelb und    Zitronengrün." (Zitat von VINCENT VAN GOGH)                                                    4) zugehörige Kunstströmungen   Impressionismus (etwa 1860-1900)   Mit der Verbreitung der Photographie Mitte des 19. Jahrhunderts verlieren die Maler immer mehr das Interesse am bloßen Abbilden. Die Photographie vermittelt ihnen aber auch schöpferische Anregungen, so vor allem die Unmittelbarkeit der Momentaufnahme und die Zufälligkeit des Bildausschnitts. Japanische Farbholzschnitte, die um die gleiche Zeit nach Frankreich gelangen, bestärken die Künstler ebenfalls, mit der bildnerischen Überlieferung zu brechen.

Mit ihren ungewohnten Bildausschnitten, ihrer Schattenlosigkeit und ihren klaren Farben eröffnen sie neue künstlerische Sehweisen.    Ausschließliches Tätigkeitsfeld der Impressionisten ist die Freilichtmalerei. Die unbunte Dunkelheit des Schattens ver- schwindet. Licht und Schatten werden ohne Verlust an Farbleuchtkraft wiedergegeben. Gegenüber der Ateliermalerei des frühen 19. Jahrhunderts wird die Farbpalette aufgehellt.

Unter weitgehendem Verzicht auf braunrote Erdfarben werden die reinen Buntfarben aufgewertet und zugleich die Tonstufen vermindert. Lichtreflexe üben eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Wasser und lichtdurchschienenes Blattwerk werden deshalb bevorzugt dargestellt.    Das ständige Malen bewegten Wassers und seiner Reflexe führt zur Häufung verkürzter, vielfarbig schillernder Pinselstriche. Fast ungemischte Farben werden kommaartig nebeneinandergesetzt. Sie erzeugen die gewünschten Töne durch Mischen der auf der Leinwand unvermittelt nebeneinander stehenden Farben im Auge des Betrachters statt durch Mischen der Farben auf der Palette.

Die Entdeckung des optischen Farbmischens führt dazu, dass immer reinere Farben gesetzt werden. Der Betrachter gewinnt dadurch den Eindruck eines über die Bildfläche ausgebreiteten schillernden, lichtdurchfluteten Farbschleiers.    Die mit kurzen Pinselstrichen dicht nebeneinander gesetzten, intensiv leuchtenden Farben überspielen die Formen und schaffen einen vibrierenden Gesamteindruck. Umrisse verlieren sich, Gegenstand und Umgebung gehen ineinander über.    Ähnlich weitreichend wie die farblichen sind die kompositionellen Neuerungen: Die Ausgewogenheit des Bildes wird durch starke Rhythmisierung der Pinselstriche erreicht, nicht mehr durch das Ins-Gleichgewicht-Setzen der Gegenstände. Hervorstechende Größenunterschiede, z.

B. hohe steile Felsen neben dem ruhigen glatten Meer, werden nun darstellbar, ohne unharmonisch zu wirken. Opernglas, Damenhandschuh und Fächer, denen früher nur die Bedeutung von Details zugekommen ist, werden nun in den Vordergrund gerückt und ebenso groß wie etwa eine Tänzerin im Mittelgrund des Bildes dargestellt. Wie in den fernöstlichen Vorbildern ist bisweilen ein Großteil der Gemälde von Gegenständen frei, während sparsame, an die Bildränder gedrängte Gegenstände angeschnitten sind. Das Modell wird aus diesem Blickwinkel in seinem Intimleben (Körperwäsche, Auskleiden) vom Betrachter gleichsam überrascht.   Themen und Bildgattungen       Landschaftsbilder, Interieur (u.

a. Atelierszenen), Milieuschilderungen (mondänes Großstadtleben, Straßenbild, Wirtshausgarten, Sportfeste, Picknick, Bootsfahrt, Künstlervolk), Porträt, Akt und Halbakt. Im deutschen Impressionismus werden auch der arbeitende Mensch und die Welt der Industrie dargestellt.   Material, Herstellung, Technik Ölbild. Pastell-, Kohle-, Kreide-, Tuschezeichnung. Lithographie (vor allem in der Plakatwerbung).

Radierung.   Maler: Frankreich:     Edouard Manet (1832-1883)                 Edgar Degas (1834-1917)                 Claude Monet (1840-1926)                 Auguste Renoir (1841-1919) Niederlande :   Vincent van Gogh (1853-1890) Deutschland :   Max Liebermann (1847-1935)                                         5) Abgrenzung von Kunstrichtungen    der Zeit   Etwa 1790 entstand die Romantik. Im weitesten Sinn ein von Gefühl und Phantasie geleitetes Verhalten oder eine stimmungsvolle Situation; im engeren Sinn eine geistige und künstlerische Strömung die v.a. West- und Mitteleuropa erfasst. Die Romantik war gegen Aufklärung und Klassizismus gerichtet; sie betonte Phantasie und Gefühl sowie die Sehnsucht nach dem Unendlichen und strebte nach der Einheit von Bewusstem und Unbewusstem.

Die Romantiker hatten eine Vorliebe für die Vergangenheit des eigenen Volkes. Neben der Sammlung alter Volkslieder, Sagen und Märchen (Brüder Grimm) wandten sie sich deshalb verstärkt der Geschichte zu, besonders dem Mittelalter, das als Epoche der Einheit von Leben und christlichem Glaube verherrlicht wurde. In Märchen und Erzählungen mischen sich Phantasie, Spuk und Wirklichkeit. Die bildende Kunst, v.a. die Malerei der Romantik, suchte die innige Beziehung von Mensch und Natur auszudrücken; in der Architektur äußerte sich die Romantik in neugotischen Bauten und der Wiederentdeckung bzw.

-errichtung mittelalterlicher Denkmäler (u.a. Kölner Dom). Mit der Musik wurden Naturstimmungen (z.B. Gewitter) oder Gefühle (Trauer, Übermut, Freude, Frohsinn) geschildert; die Betonung des Nationalen offenbart sich besonders in Carl Maria von Webers Oper  "Der Freischütz".

Besonders kennzeichnend für die Musik der Romantik ist das Werk Robert Schumanns. Namhafte Dichter der Romantik waren Ludwig Tieck, Novalis, Achim von Arnim, Clemens Bretano, E.T.A. Hoffmann, Joseph von Eichendorff. Eine Nachblüte der Romantik war die Schwäbische Romantik, der Ludwig Uhland, Wilhelm Hauff u.



a. zugerechnet werden. Bekannte deutsche Maler der Romantik waren u.a. Philipp Otto Runge, Caspar David Friedrich, Moritz von Schwind und Ludwig Richter.    Danach kam der Impressionismus.

Nach dem Impressionismus kam der Symbolismus, dann der Jugendstil und dann der Kubismus.    Der Symbolismus, um 1860 in Frankreich nach dem Vorbild Charles Baudelaires (1821-67) entstandene literarische Strömung, die v.a. auf die europ. Lyrik wirkte. Der Symbolismus sucht nicht die sogenannte Wirklichkeit darzustellen, sondern die geheimnisvollen Beziehungen zwischen den Ideen, Dingen und Menschen.

Dazu wurde der Sinn dem Sprachklang untergeordnet. Die bedeutendsten französischen Symbolisten sind Arthur Rimbaud (1854-91), Paul Verlaine (1844-96) und Stephane Mallarme (1842-98). In der bildenden Kunst steht Symbolismus als Gegenbewegung zu Realismus und Impressionismus. Jedes Ding wird als doppelsinnig, als Symbol für Gedanken und Stimmungen dargestellt. Frühe Vertreter waren u.a.

Gustave Moreau (1826-98), Arnold Böcklin und Hans von Marees (1837-87), später zählen hierzu Odilon Redon (1840-1916), Fredinand Hodler (1853-1918), Max Klinger (1857-1920) und James Ensor (1860-1949).    Der Jugendstil, eine nach der Zeitschrift "Die Jugend" benannte Stilrichtung der Kunst um 1900, die über Malerei, Bildhauerei und Architektur hinaus auch Musik, Kunsthandwerk, Mode, Dichtung und Tanz erfasste. Pflanzenformen nachempfindende, bewegte Linien, Betonung des Ornamentalen und der Flächenhaftigkeit sind kennzeichnende Stilmerkmale. Die theoretische Grundlage des Jugendstils war die Schaffung einer "Einheit von Kunst und Leben" und die Ächtung der Ideenlosigkeit der Industrieprodukte im Sinne des englischen Kunsthandwerkers und Sozialreformers William Morris (1834 bis 1896). Der 1.Weltkrieg beendete den Jugendstil.

Berühmte Vertreter waren u.a. Henry van de Velde (1863-1957), Louis Comfort Tiffany (1848-1940), Ferniand Holder (1853-1918) Gustav Klimt (1862-1918) und Max Klinger (1857 bis 1920).    Der Kubismus ist eine Phase der modernen Kunst (1907-12), in der die perspektivisch richtige Darstellung zugunsten der gleichzeitigen Wiedergabe mehrerer Ansichten eines Gegenstandes aufgegeben wurde. Bekannte Vertreter waren neben Picasso und Georges Braque u.a.

Fernand Leger, Alexander Archipenko.                                6 ) Worterklärungen   Autodidakt: (gr.) der, jemand, der sich             durch Selbstunterricht Wissen             oder Fähigkeiten angeeignet hat.   Ästhetik: (gr.) die, Lehre vom Schönen;           ästhetisch, schön, geschmackvoll,           stilvoll, ansprechend.   homogen: (gr.

), aus Gleichartigem           zusammengesetzt, einheitlich.   internieren: (lat.), in staatlichen                Gewahrsam nehmen; im Krieg              werden z.B. Angehörige eines              feindlichen Staates interniert,              d.h.

in Lagern              (Internierungslagern)              untergebracht.   Lithographie: (gr.) die (Steindruck), ein               1796/97 von Alois Senefelder               erfundenes               Flachdruckverfahren. Eine               Platte eines bestimmten,               feinporigen Kalksteins dient               als Druckstock. Das darauf mit               Fettkreide oder fettiger Farbe               gezeichnete Bild verbindet               sich mit dem kohlen sauren               Kalk des Steins zu fettsaurem               Kalk. Nur an diesen Stellen               haftet Farbe, die nach dem               Druckvorgang auf dem Papier               erscheint.

Farblithographien               erfordern meist mehrere               Platten.   Methodisten: Bez. für die Anhänger               verschiedener christlicher              Kirchen, die sich 1784 als eine              Erneuerungsbewegung von der              anglikanischen Kirche gelöst              haben. Charakteristisch für sie              ist ihr "methodisches" Vorgehen              beim Bibellesen und bei              Frömmigkeitsübungen. Im              "Weltrat Methodistischer              Kirchen" sind 62 autonome              Mitgliedskirchen mit ca. 50              Mill.

Mitgliedern              zusammengeschlossen.   Resignation: (lat.) die, das Sichfügen in              das unabänderlich Scheinende,              Entsagung, Verzicht.                                                                  Quellen :   DUDEN Schüler Lexikon Mannheim 1994     Aspekte der Kunst Eva Maria Kaifenheim München 1980     Vincent van Gogh Herbert Frank Reinbek bei Hamburg, April 1976     Vincent van Gogh Ingo F. Walther Köln 1986     Geschichte der Malerei mehrer Autoren Köln 1995                     von Nicole Klocke, Klasse 11.3    

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