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 Klassizismus - historismus

Inhalt 1. Einleitung 2. Klassizismus 2.1. Begriffserklärung 2.2 Plastik 2.

3. Malerei 2.5. Architektur 2.6. Gesellschaftliche und politische Hintergründe 3.

Historismus 4. Quellenangabe Einleitung In dieser Belegarbeit geht es um das Thema Klassizismus/ Historismus, wobei ich hauptsächlich auf den Klassizismus eingehen werde und seine bedeutende Rolle in der dt. und europäischen Kunst und Architektur. Der Klassizismus ist nicht nur ein Kunststil, er spiegelt auch das damalige Weltbild der Menschen dar und zeigt die Kritik an der näheren Vergangenheit in dem er all den Prunk von dem z.B. der Barock lebte gegen einfache Formen und Linien eintauscht.

Des weiteren werteten sich die Menschen durch ihre Häuser äußerlich auf, da mit der Antike auch oft die antiken Philosophen und deren meisterhafte Erkennungen und Äußerungen, die von hoher Bildung und Geistreichheit zeugen. Alles in allem kann man sagen dass der Klassizismus die Besinnung der Menschen seiner Zeit darstellt und wiederspiegelt. 2.Klassizismus 2.1.Begriffserklärung: Der Begriff Klassizismus bezeichnet eine Kunstrichtung des 18.

/19. Jahrhunderts, die als Gegenstück zum Spätbarock und Rokoko gesehen wird. Der Begriff selbst leitet sich von dem lateinischen Wort classis, welche die höchste Steuerklasse im römischen Reich bezeichnet. Der Klassizismus betont die Würde des Menschen, gelangt jedoch dabei zur Idealisierung der Antike, was sich vor allem in der Architektur des Klassizismus wiederspiegelt. Zeitliche Einordnung in Europa: ca. 1750-1830 2.

2. Plastik: Allgemeines & Merkmale Auch die Plastik des Klassizismus des 18. Jahrhunderts wurde durch das Interesse an archäologischen Ausgrabungen in Italien und anderen Regionen des Mittelmeerraumes genährt. Eine wichtige Rolle spielte auch der Essay Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst des deutschen Archäologen und Kunstschriftstellers Johann Joachim Winckelmann, der darin die Bildhauer des griechischen Altertums rühmte. Mitte des 18. Jahrhunderts entfernten sich die französischen Bildhauer Edmé Bouchardon, Michel-Ange Slodtz und Guillaume Coustou der Jüngere zunehmend von der durch die Barockskulptur Gian Lorenzo Berninis geprägten Tradition.

Klassizistische Skulpturen entstanden auch im Kreis um Winckelmann, zu dem u. a. der Schwede John Tobias Sergel sowie die Engländer Thomas Banks und Joseph Nollekens gehörten, die den Klassizismus in ihrer Heimat verbreiteten. Der herausragende Vertreter der klassizistischen Bildhauerkunst jedoch war der Italiener Antonio Canova, der sich 1780 Winckelmanns Kreis anschloss. Er schuf bedeutende Marmorplastiken, wie die anmutige Skulpturengruppe Amor und Psyche. Antonio Canova Antonio Canova, (1757-1822), war ein italienischer Bildhauer, der zu den führenden Vertretern des italienischen Klassizismus gehörte.

In Possagno bei Bassano geboren, studierte Canova in Venedig. Hier schuf er erste Marmorskulpturen, so etwa Daedalus und Ikarus (1779, Accademia, Venedig), die ihn bekannt machten. Nach Besuchen in Rom und Neapel ließ sich Canova 1779 in Rom nieder, wo er an der Wiederbelebung der griechischen und römischen Antike in der bildenden Kunst mitwirkte. Mit seinen Grabmälern der Päpste Klemens XIV. und Klemens XIII. sowie mit der Figurengruppe Amor und Psyche (1793, Louvre, Paris) begründete er seinen europaweit anerkannten Ruf als führender klassizistischer Bildhauer seiner Zeit.

Für Napoleon I. schuf Canova die Skulptur Paolina Borghese-Bonaparte als ruhende Venus (1805-1807, Villa Borghese, Rom). Nach dessen Sturz wurde er in seiner Eigenschaft als Oberaufseher der Kunstdenkmäler des Kirchenstaates (Vatikan) nach Paris geschickt, um die von Napoleon aus Rom geraubten Kunstschätze zurückzufordern. Dieses Unternehmen war erfolgreich. Am 13. Oktober 1822 starb Canova in Venedig.

Er ist der führende Vertreter der klassizistischen Plastik, die in Abwendung von der Bildhauerei des Barock charakterisiert ist durch glatte Oberflächen, klare Formen und abstrakt-idealisierende Darstellung des menschlichen Körpers. Antonio Canova (1757-1822) schuf zahlreiche klassizistische Skulpturen von großer Anmut und Schönheit. Die Figurengruppe Amor und Psyche (1793, Louvre, Paris), die eine Geschichte des römischen Schriftstellers Lucius Apuleius aufgreift, stellt eines seiner Meisterwerke dar. Antonio Canova: „Venus“ Johann Heinrich von Dannecker Johann Heinrich von Dannecker, (1758-1841), war ein deutscher Bildhauer des Klassizismus. Johann Heinrich von Dannecker wurde am 15. Oktober 1758 als Sohn eines herzoglichen Stallknechts in Waldenbuch bei Stuttgart geboren.

An der Karlsschule wurde er in Bildhauerei ausgebildet; hier befreundete er sich mit Friedrich von Schiller. 1780 wurde Dannecker zum Hofbildhauer ernannt. Zur Weiterbildung wurde er nach Paris geschickt, wo er von 1783 bis 1785 bei Augustin Pajou studierte. Anschließend ging er nach Rom, wo er mit Antonio Canova befreundet war. Unter Canovas Einfluss wandelte er seinen Stil vom Rokoko zum Klassizismus, zu dessen bedeutendsten Vertretern er später gehören sollte. Von 1790 bis 1794 war Dannecker Professor an der Karlsakademie in Stuttgart.

Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Skulptur Ariadne auf dem Panther (1803-1805), der 1814 eine Fassung in Marmor folgte, die 1815 bis 1821 entstandene Christusstatue und die Büste Friedrich Schillers von 1793/94; bis 1806 entstanden noch mehrere Fassungen dieser Büste. Von 1805 bis 1810 arbeitete er an einer idealisierenden Kolossalbüste Schillers, von der er je eine Fassung in Gips und Marmor schuf. Um 1830 erkrankte Dannecker psychisch. Er starb am 8. Dezember 1841 in Stuttgart. Johann Heinrich von Dannecker: Friedrich von Schiller, 1794, Bronze; Schiller - Nationalmuseum Dannecker schuf 1794 auf Wunsch seines Freundes Schiller eine Büste des Dichters, die das Einmalige seiner Physiognomie wiedergibt, aber über das Individuelle hinaus idealisiert.

2.3.Malerei Allgemeines und Merkmale Durch die Ausgrabungen des 18 Jahrhunderts in Italien und Griechenland besann man sich wie auch schon in der Architektur zurück auf die Antike. Dabei wurden die prächtigen und üppigen Bilder des Rokoko durch die abgespeckten und einfachen Bilder des Klassizismus quasi ersetzt. Auch in Deutschland war es so, nachdem man u.a.

über die Bücher der von J. Winkelmann von den Ausgrabungen in Italien erfuhr. Sein einflussreicher Essay von 1755 wirkte besonders auf die Maler, die damals in Rom lebten, darunter der Deutsche Anton Raphael Mengs, die Schweizer Malerin Angelica Kauffmann und der Amerikaner Benjamin West. Auch führende Vertreter der klassizistischen Architektur wie Karl Friedrich Schinkel in Berlin und Leo von Klenze in München wurden durch ihre Aquarelle von antiken und zeitgenössischen Stadtansichten bekannt. Klare, scharfe, berechenbare Linie dominiert über die subtile, im abgründigen Seelenleben wurzelnde Farbe. So sind die Bilder des französischen Klassizisten Ingres vor allem konturenscharf, die Farbe aber tritt in dienender Rolle hinter das Diktat der Linie zurück.

David Jacques–Louis David, Jacques-Louis (1748-1825)war Hauptrepräsentant des Klassizismus in Frankreich und bedeutendster Maler der Revolutionsepoche. David wurde am 30. August 1748 in Paris als Sohn einer wohlhabenden Bürgerfamilie geboren und studierte an der Akademie Royale unter dem Rokokomaler Joseph-Marie Vien. Sein Frühwerk orientiert sich motivisch und stilistisch zunächst an François Boucher und Jean-Baptiste Greuze, entfernt sich dann aber allmählich vom akademischen Rokoko und nähert sich einer strengen, oft monumentalen klassizistischen Malweise an. Form und Gestus sind häufig der römischen Skulpturenkunst entlehnt, mit der David während eines Italienaufenthaltes (1775-1780) in Berührung kam. Ferner dürfte das Vorbild seines Landsmannes Nicolas Poussin, der Mitte des 17.

Jahrhunderts in Rom tätig war, anregend auf diesen Stilwandel gewirkt haben. Charakteristisch für Davids neue Schaffensperiode ist der im staatlichen Auftrag entstandene Schwur der Horatier (1784/85, Louvre, Paris). Mit seiner formalen Strenge, dramatischen Lichteffekten, idealisierender Figurenzeichnung und kraftvollem Gestus wurde Davids Werk richtungweisend für die heroisierende Historienmalerei der folgenden zwei Jahrzehnte. In die Ereignisse der Französischen Revolution (1789-1799) war David als Jakobiner und Mitglied des Nationalkonvents persönlich eng verstrickt. Ab 1792 leitete er die festlichen revolutionären Zeremonien und war Organisator des staatlichen Kunstwesens. Darüber hinaus hielt er Persönlichkeiten und Geschehnisse der Zeit in zahlreichen Gemälden fest und schuf eine individuelle Mischform von Historienbild und realistischem Porträt.

Exemplarisch hierfür ist der ermordete Marat (1793, Musées Royaux des Beaux-Arts, Brüssel), der die Intimität des Personenbildnisses mit dem Pathos des geschichtlichen Kontextes verknüpft. Nach dem Sturz Robespierres wurde David mehrmals inhaftiert und entging nur knapp der Guillotine, avancierte dann jedoch unter der Ägide Napoleons (1799-1815) zum Hofmaler und offiziellen Chronisten der Epoche. Bezeichnend für diese Phase sind großformatige, repräsentative Gemälde, wie Die Krönung Napoleons (1805-1807, Louvre). Daneben entstanden zahlreiche Darstellungen antiker Sujets (Der Raub der Sabinerinnen, 1799, Louvre) und Porträts von eindringlicher Lebendigkeit (Madame Sériziat, Louvre). Nach Napoleons Sturz und der Rückkehr der Bourbonen musste David das Land verlassen und siedelte nach Brüssel über, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Auch das Spätwerk steht im Zeichen der antiken Mythologie, nun mit deutlicher Favorisierung erotischer Szenen und einer meisterhaften Porträtkunst.

Zu Davids berühmtesten Bildnissen zählt dasjenige der Madame Récamier (1800, Louvre). Das ganz in Gold-, Grün- und Brauntönen gehaltene Gemälde zeigt die Dame in legerem, kunstvoll drapiertem Gewand auf einer Chaiselongue. So wie die Kargheit des Ambientes durch die Streuung des einfallendes Lichtes gemildert erscheint, wird die auf den ersten Blick steif wirkende Pose hier durch den scheuen, gleichwohl unverwandt den Betrachter fixierenden Blick gelockert und vermittelt den Eindruck einer in gesellschaftlichen Konventionen befangenen und zugleich warmherzig-lebendigen Persönlichkeit. Davids kunsthistorische Bedeutung resultiert nicht zuletzt aus seinem Einfluss auf die zeitgenössische Malergeneration. Zu seinen Schülern gehörten u. a.

François Gérard, Antoine-Jean Gros und Jean Auguste Dominique Ingres. David starb am 29. Dezember 1825 in Brüssel. Noch im Auftrag des Königshauses malt Jacques-Louis David, ein späterer Anhänger der Französischen Revolution, 1784 sein Historienbild Der Schwur der Horatier, ein klassizistisches Meisterwerk, das Tugenden wie Tapferkeit, Disziplin und Loyalität beschwört. Die Nüchternheit und Strenge in Komposition und Linienführung korrespondieren mit dem hohen Ethos und den Idealen der Französischen Revolution. Kare Farben, klassische Strenge und heroisierendes Pathos charakterisieren das Historiengemälde des französischen Klassizisten Jacques-Louis David.

Maria Anna Angelica Catharina Kauffmann Angelica Kauffmann (1741-1807), entstammte einer Künstlerfamilie im Bregenzer Wald und wurde am 30. Oktober 1741 in Chur geboren. Sie arbeitete bereits in jungen Jahren an Werken ihres Vaters, des Kunstmalers Joseph Johann Kauffmann, mit. 1762 brach sie zu einer längeren Italienreise auf, die sie u. a. nach Florenz und Rom führte.

1765 wurde sie Mitglied der römischen Accademia di San Lucca. Als sie 1766 nach London übersiedelte, war sie bereits eine angesehene Künstlerin, erfuhr dort weitere intensive Förderung durch Sir Joshua Reynolds und zählte schließlich zu den Gründungsmitgliedern der Royal Academy of Arts. Angelica Kauffmann avancierte zu einer prominenten Gestalt in den Künstlerkreisen und im Gesellschaftsleben der Stadt. Diese bevorzugte Stellung kennzeichnet auch ihren zweiten Aufenthalt in Rom, wo sie sich ab 1782 für den Rest ihres Lebens mit ihrem Ehegatten, dem Maler Antonio Zucchi, niederließ. Ihr Domizil wurde zum Treffpunkt der in Rom ansässigen deutschen Maler und anderer Persönlichkeiten des deutschen kulturellen Lebens, wie Johann Joachim Winckelmann und Johann Wolfgang von Goethe. Mit letzterem verband sie eine tiefe Freundschaft, und Goethes Abreise nach Weimar stellte eine schmerzliche Zäsur in ihrem Leben dar.

Ihre bevorzugten Sujets waren mythologische, allegorische und religiöse Darstellungen, stilistisch in klassizistischer, mit Elementen des Rokoko durchsetzter Manier gehalten. Angelica Kauffmann war zudem eine begehrte Porträtistin (Johann Joachim Winckelmann, 1764, Kunsthaus Zürich) und schuf zahlreiche subtile Selbstbildnisse (Selbstbildnis, vor 1781, Goethemuseum, Frankfurt). Durch Stiche fanden vor allem ihre mythologischen Szenen weite Verbreitung und dienten häufig als Motivressource für Porzellanmanufakturen. Die Malerin starb am 5. November 1807 in Rom. Bildnis einer sitzenden Dame (um 1795), Tate Gallery, London In den Gemälden Angelica Kauffmanns, darunter zahlreiche sensible Porträts wie dieses Bildnis einer sitzenden Dame, verband sich ein klassizistischer Grundton mit Elementen des Rokokostiles.

2.5. Architektur Allgemeines und Merkmale Seine wichtigsten Leistungen erbrachte der Klassizismus im Bereich der Baukunst. Typisch wurde eine auf Symmetrie angelegte Konzeption mit durch Säulenformationen geprägten Vorderfronten (Kolossalordnungen). In erster Linie wurden Schlösser, Kirchen, Theater und Rathäuser gebaut, neu waren Verwaltungsgebäude, Hochschulen, Bibliotheken, Museen, Parlamente, Bahnhöfe, Hotels, Kaufhäuser, Fabriken und Arbeitersiedlungen. Die Hinwendung zu den Verstandesidealen der europäischen Antike offenbart sich in der strengen Formgebung des Giebeldreiecks, das aus dem altgriechischen Tempel entlehnt wird.

Ebenso typisch wie das Giebeldreieck sind die langen Säulenreihen der Baukörper. Bekrönt sind die Säulen meist von dorischen Kapitellen. Deren schlichte Genügsamkeit trägt - im Vergleich zu ionischen und v. a. korinthischen Kapitell-Formen - geradezu einen programmatischen Charakter. Die klassizistische Formgebung ist derart nüchtern, kubisch und sparsam, dass der Überdruss am Verwobenen, Mystischen und Unberechenbaren der Vergangenheit aus jeder Ecke und Kante spricht: klare Gliederungsprinzipien, einfache, von eitlen Schnörkeln verschonte Formen.

Wenn das subtile weibliche Rund einmal auftritt, so ist es in einer entzerrt versachlichten Weise. Die bekanntesten Künstler des Frühklassizismus waren Friedrich Gilly (1771-1800), der einen Entwurf eines Denkmals für Friedrich den Großen entwarf und Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff, der das schloss Wörlitz in der nähe von Dessau entwarf. Friedrich Gilly Friedrich Gilly wurde am 16. Februar 1772 als Sohn des Architekten David Friedrich Gilly in Altdamm bei Stettin geboren. Er studierte bei Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, Carl Gotthard Langhans und Johann Gottfried Schadow. Er interessierte und begeisterte sich zunächst für Gotik und schuf Zeichnungen der Marienburg in Westpreußen.

1793 reiste er nach Paris, wo er sich intensiv mit der Revolutionsarchitektur beschäftigte. 1799 wurde er Professor an der Berliner Bauakademie. Als Gillys Hauptwerke gelten zwei unausgeführte Entwürfe, zum einen das Monument für Friedrich den Großen von 1797 und das Nationaltheater in Berlin von 1798. Sein Entwurf des Monumentes für Friedrich den Großen vereinte Stilelemente der ägyptischen und vor allem der griechischen Antike (dorischer Tempel) mit solchen der französischen Revolutionsarchitektur, während sein Entwurf für das Nationaltheater klare, geometrische formen vorsah. Friedrich Gilly starb am 03. August 1800 in Karlsbad.

Friedrich Gilly: Entwurf für ein Denkmal Friedrichs des Grossen in Berlin Karl Friedrich Schinkel Der führende Baumeister des Klassizismus in Norddeutschland, vor allem in Berlin, war Karl Friedrich Schinkel, der ein Schüler Gillys war. Karl Friedrich Schinkel wurde am 13.März 1781 in Neuruppin geboren, war ein deutscher Architekt und Maler, der fast ausschließlich in Preußen baute. Er studierte bei Friedrich Gilly, in dessen Elternhaus er auch verkehrte, Architektur. 1803 bis 1805 bereiste er Deutschland, Italien und Frankreich. Da er keine Aufträge hatte, arbeitete er seit 1805 in Berlin zunächst als Maler.

Er schuf Landschafts- und Architekturbilder, Dioramen, Panoramen und Bühnenbilder. Ab 1810 arbeitete er bei der Preußischen Baubehörde, 1815 wurde er Geheimer Oberbaurat und in den dreißiger Jahren Oberbaudirektor. In dieser Funktion hatte er großen Einfluss auf das gesamte Bauwesen in Preußen. Schinkel starb am 9. Oktober 1841 in Berlin. Seine Bauten prägten durch ihre Klarheit und Formenstrenge die damalige Baukunst in Deutschland.

Schinkels Hauptwerke entstanden zwischen 1816 und 1830. Die frühen Bauten wie die Neue Wache (1816-1818), das Schauspielhaus (1818-1821) und das Alte Museum in Berlin (1822-1830) sind im Stil des Klassizismus ausgeführt. Schinkel baute auch im zeitgenössischen Stil der Neugotik, z. B. die Werdersche Kirche (1825-1828). Zu seinen späten Werken zählt die Nikolaikirche in Potsdam (1830-1837).

Alle Berliner Werke Schinkels wurden im 2. Weltkrieg schwer beschädigt oder zerstört. Seine reiche architektonische Phantasie zeigt sich in einem Entwurf für ein Königsschloss auf der Akropolis in Athen (1834) und für das Schloss Orianda auf der Krim für die Kaiserin von Russland (1836). 2.6. Gesellschaftliche und politische Hintergründe Die Bewunderung für die griechische und römische Antike führte in der Epoche des Klassizismus (etwa 1750 bis 1830) zu Anleihen bei der antiken Kunst, aber auch bei der als klassisch empfundenen Renaissance.

Dies schlug sich vor allem in der Architektur und Innenarchitektur, in der Bildhauerei und im Kunsthandwerk nieder. In Abkehr von der vorangegangenen Epoche des Rokoko bevorzugte der Klassizismus schlichte und klare Formen, die seinem Streben nach einem „natürlichen” Leben – wie es vor allem Jean-Jacques Rousseau idealisierte – Ausdruck verlieh. Unterstützt und angeregt wurde diese historische Orientierung von der aufblühenden Altertumsforschung, Archäologie und Kunstgeschichte. Der Klassizismus ist untrennbar mit dem Namen Johann Joachim Winkelmann verbunden. Winckelmann wurde als Sohn eines Schuhmachers in Stendal geboren. Nach dem Studium der Theologie in Halle und der Medizin in Jena und einer mehrjährigen Tätigkeit als Lehrer trat er 1748 als Bibliothekar in die Dienste des Reichsgrafen Heinrich von Bünau.

Nach Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses 1754 widmete er sich in Dresden intensiv dem Studium der bildenden Künste. In seiner Schrift „Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“ von 1755 legte Winckelmann seine Grundvorstellungen nieder, die für die deutsche Klassik in der Literatur sowie den Klassizismus der bildenden Kunst grundlegend wurden. Auf diesem schmalen Band begründete sich sein europaweiter Ruhm als Theoretiker der griechischen Ästhetik, die er darin folgendermaßen beschrieb: „Das allgemeine vorzügliche Kennzeichen der Griechischen Meisterstücke ist endlich eine edle Einfalt und eine stille Größe, sowohl in der Stellung als auch im Ausdruck.” Winckelmann galt mit seinem Hauptwerk „Geschichte der Kunst des Altertums“ als Begründer der modernen Kunstgeschichte. Für manche galt er sogar als der Schöpfer der Kunstwissenschaft überhaupt. Das Wort von der „edlen Einfalt und stillen Größe“ wurde zu einem tragenden Begriff in der Literatur und der bildenden Kunst der Folgezeit.

Der Klassizismus steht in engem Zusammenhang mit der gesamtgesellschaftlichen Infragestellung mittelalterlich-überkommener Adelsherrschaft und mit der Verbreitung humanistischer Gesellschaftsentwürfe. Im 18. Jahrhundert wuchs das Interesse am Altertum, nachdem die archäologischen Ausgrabungen in Herculaneum 1738 und Pompeji 1748 neue Erkenntnisse über die antike Kunst erbracht hatten. Die Rom-Euphorie des 17. Jahrhunderts wurde von einer neuen Griechenland-Begeisterung überlagert. In England veröffentlichten die Archäologen James Stuart und Nicolas Revett ihre Studie Antiquities of Athens (1762).

Mit der Ankunft der Elgin Marbles in London 1806 wurden erstmals griechische Kunstwerke der Blütezeit nach Europa gebracht. Dies löste in England und in den USA die Mode des so genannten Greek Revival aus. Johann Joachim Winckelmann pries die „edle Einfalt und stille Größe“ griechischer Kunstwerke und prägte mit seinen Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Wercke in der Mahlerey und der Bildhauer-Kunst (1755) das idealisierte Antikebild der deutschen Klassik nachhaltig. 3. Historismus In dem kleinen Ort Esens in Ostfriesland stellte sich um 1845 heraus, dass die St. Magnus-Kirche „so baufällig geworden war, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte.

Daher wurde beschlossen, dass eine neue Kirche errichtet werden sollte. Der Konsistorialbaurat Friedrich Hellner wurde beauftragt, die dafür nötigen Entwürfe zu erstellen. Die Gemeinde wünschte, dass die neue Kirche im byzantinischen Stil erbaut würde. Hellner, der ein Vertreter des damals ausklingenden Klassizismus war, wollte sie in diesem Stil erbauen. Er entschloss sich schließlich zu einem Kompromiss: Für das Äußere der Kirche wählte er den Spätklassizismus, für das Innere die Neugotik.“ Diese Beschreibung ist kennzeichnend für die Denk- und Bauweise des Historismus.

Bei dieser Haltung wird zuerst nach überkommenen historischen Formen und nach dem Stil, in dem gebaut werden soll, gefragt, anstatt die Funktionen des zu errichtenden Bauwerks zur Grundlage des Entwurfs zu machen. Bei dem Historismus hat also die Vergangenheit vorrang vor der Gegenwart. Geschichtliches Denken ist immer als Grundlage möglich, doch ab dem 19. jahrhundert nahm die Haltung des Historismus immer mehr zu. Heinrich Lützeler unterscheidet: Bestimmte Bauvorhaben können gewissen historischen Vorbild - Stilen zugeordnet werden: • Ägyptisch ( Verwendung von Pyramiden, Pylonen, Obelisken, Sphinxen und Löwen ) geheimnisvoll und rätselhaft im Sinne von Mozarts „Zauberflöte“ oder zeitlos - ewig wie die Pyramiden. • Griechisch ( H.

Gentz: Mausoleum im Schlosspark von Charlottenburg 1810; L. v. Klenze: Propyläen in München 1848 – 1860 ) männlich - schön, göttlich - ideal, aber auch ungekünstelt – natürlich. • Römisch ( J. – F. Chalgrin: Arc de Triomphe in Paris 1806 – 1836 ) militärisch – zuchtvoll, prächtig – kaiserlich, schlechthin politisch.

• Frühchristlich ( G. F. Ziebland: Basilika des heiligen Bonifatius in München 1835 – 1840 ) Entschlossenheit zur reinen christlichen Lehre, zum strengen christlichen Leben. • Gotisch ( K. F. Schinkel: Werdersche Kirche in Berlin 1825 – 1828; Ch.

Barry: Das Parlamentsgebäude in London 1840 – 1852; F. Chr. Gau: Ste. Clotilde in Paris 1846 – 1857) christlich, vor allem in der Abkehr vom Neuheidentum; national – konservativ, besonders in England und Frankreich; treu und tugendhaft, etwa im Sinne „altdeutscher“ Biederkeit. • Renaissancehaft und klassizistisch ( F. v.

Gärtner: Staatsbibliothek in München 1831 – 1840; K. G. Langhans: Schauspielhaus in Potsdam 1795; Fr. Weinbrenner: Markgräfliches Palais in Karlsruhe 1805 – 1813 ) in strengem Kunstverstand errichtet, in südlicher Weise regelmäßig, humanistisch gebildet und von edler Toleranz. Die Erkenntnisse von Lützeler findet man auch in der Denkmalkunst, Malerei und Plastik wieder, doch in der Architektur sind sie am ausgeprägtesten. Der Klassizismus, selbst im Rückgriff auf die antiken Formen im weitesten Sinne ein historisierender Stil, reicht bis ins späte 19.

Jahrhundert hinein. Selbst als schon neue Kunstvorstellungen aktuell waren, wurde ab und zu noch in den klassizistischen Formen weitergebaut. Ein Beispiel für solche Spätbauten ist die Isaak – Kathedrale in Sankt Petersburg, die 1817 bis 1857 von Ricard de Montferrand gebaut wurde. Die Romantik lenkte den Blick auf das Mittelalter zurück, dementsprechend entwickelte sich später die Neugotik. Im Historismus wurden in den Bauformen Barock und Renaissance wiederbelebt; doch eine besondere Komponente war die Neuromantik. Den Ausuferungen des Historismus konnten erst neue gestalterische Formen ab Anfang des 20.

Jahrhunderts ein Ende setzen: Jugendstil, Expressionismus, Neue Sachlichkeit. In der Postmoderne wird schließlich eine neue Form des historischen Denkens entwickelt. Quellenverzeichnis: Bilder: Google Bildersuche (www.google.de) Encarta 2004 Proffesional Meyers Universallexikon, 1. Aufl.

1979 VEB Bibliographisches Institut Leipzig Bertelsmann Jugendlexikon Ausgabe 1999 Architektur der DDR – Karl Friedrich Schinkel , Bauakademie der DDR

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