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 Expressionismus

Was ist ExpressionismusAls Expressionismus wird eine Stilrichtung bezeichnet, die sowohl in Literatur, als auch in Kunst und Musik zu finden ist. Der Ausdruck Expressionismus bezieht sich auf das französische Wort "expression" und bedeutet "Ausdruckskunst", also einen Weg, um innere Gefühle, Meinungen und Erlebnisse nach außen darzustellen. Der Expressionismus war als Stilrichtung vor allem in Deutschland zu finden. Das liegt sicherlich am direkten Einfluss des Kaiserreiches, des 1. Weltkrieges und der darauffolgenden Weimarer Republik. Zeitliche einordnungDer Expressionismus in der Literatur hatte in der Zeit von 1910 - 1925 seine eigentliche Blütezeit.

Die zumeist jungen Dichter wollten die Menschen wachrütteln, Probleme aufdecken und dabei ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Dabei ließen sie in ihren Gedichten oder anderen Schriften den formalen Aufbau und die sonstigen Kriterien völlig außen vor. Deutlich wird dies zum Beispiel in Gedichten, wo nur noch selten ein Reimschema zu finden ist. Die Expressionisten sahen ihren unkonventionellen Schriftstil als revolutionär und als Zeichen für ein Leben im Zeichen Menschlichkeit und Gefühle an. Sie waren der Meinung, dass Gedichte sich nicht schön anhören sollten, sondern die Menschen aufwecken und sensibilisieren sollten. Insgesamt stellten die Künstler des Expressionismus das Gesellschaftssystem und die Kultur in Frage.

Sie wollten ein neues Lebensgefühl erzeugen und dabei eben die "Entartung der Zeit" aufhalten. Dabei nahmen sie Ideen und Forderungen wieder auf, die während des "Sturmes und Dranges" entstanden waren. Kennzeichen des ExpressionismusDeutliche Kennzeichen des Expressionismus waren die bewussten Abwendungen vom vorherigen Impressionismus ( Augenblicksgefühle in Bilder und Gedichte gepresst) und Naturalismus ( vollkommende Wiedergabe der Wirklichkeit). Die Künstler verzichteten mit Absicht auf die objektive Darstellung der Natur und wandten sich einer subjektiven, stark gefühlsbezogenen Sichtweise zu. Ebenfalls charakteristisch für die Anhänger des Expressionismus war die Vorstellung von einer idealen Welt, in der alle Menschen Brüder sind. Themen des Expressionismus · Großstadt · Leben und Tod · Mensch · Triebnatur des Menschen · Rotlichtmilieu Kennzeichen der expressionistischen Lyrik -Reihungsstil-Metaphorik u.

a        - Chiffren       - Konnotation       - Neologismen-Dynamisierung der Sprache durch Vielzahl an Verben der bewegung-Variation der gebräuchline Syntax und Grammatik Ihre Kritikpunkte waren: · alte Traditionen, sie wollten Neues einbringen · das Pflichtbewusstsein der Menschen, die dadurch unbeweglich wurden · die Großstadtpolitik ( große Armut in den Randgebieten und Fabrikvierteln) · Mechanisierung und Industrialisierung · Unterordnung der Kinder gegenüber den Eltern · engstirnige Gesellschaft, ohne Möglichkeit der Selbstverwirklichung Daraus ergaben sich ihre Forderungen und angestrebten Ziele: · soziale und politische Umstrukturierungen · Rückkehr zur Gefühlswelt · Abschaffung der staatlichen Autorität · Ausdruck der eigenen Gefühle soll im Mittelpunkt stehen · Vorstellung ihrer Idealwelt verwirklichen · große Verbrüderung der Menschen · menschenwürdiges Dasein · allgemeine Veränderung der Realität Die Künstler verstanden sich also als eine Art Propheten, die eine Neue Welt verkündeten. Aus diesem Grund erschienen auch bald Zeitschriften der Expressionisten. Diese wurden mit Namen wir "Die Aktion" oder "Der Sturm" betitelt. In diesen Zeitschriften veröffentlichten die Expressionisten ihre Gedanken und Forderungen nach sozialen und politischen Reformen. Während die Dichter ihre Zeitschriften herausbrachten und dort ihre Werke präsentierten, gründeten Vertreter der bildenden Künste eine Künstlervereinigung, die sie "Brücke" nannten. Das sollte symbolhaft die Verbindung der verschiedenen bildenden Künste ausdrücken.

Die "Brücke" war ein wichtiger Repräsentant des Expressionismus, da sie unter anderem auch Wanderausstellungen unternahm. Im vergleich mit sturm und drang Die Denkweise der Expressionisten, Vergleich mit dem Sturm und Drang In der Jugend der Jahre um die Jahrhundertwende vollzog sich bald eine Aufbruchsstimmung ähnlich der des Sturm und Drangs. Die junge Generation kritisierte die aktuelle Ordnung, sie hatte den festen Willen der Erneuerung. Revolutionär und respektlos griff sie in beiden Epochen die Vergangenheit an. Die einstigen Stürmer und Dränger jedoch klagten nur die sozialen Missstände, z.B.

die Ständeordnung, an und kämoften für geistige und schöpferische Freiheit, die jungen Expressionisten hingegen suchten neben diesen Zielen vor allem die Welt vor einem bevorstehenden Chaos zu retten. In den jungen Dichtern entbrannten düstere Visionen vom (Welten-) Ende ("´Menschheitsdämmerung"). Diese Gemütslage lässt sich unschwer im Gedicht "Aufbruch der Jugend" von Wilhelm Lotz erkennen. Die Autoren traten nun für einen kompletten Bruch mit der Vergangenheit ein und setzen sich das Ziel, sich selbst zu finden und die Welt zu retten. Zugrunde lag diesem Ziel insbesondere nach 1914 ein starker Pazifismus. Dieser bildete sich vor allem heraus, zumal ein Großteil der Dichter den Ersten Weltkrieg miterlebten und selbst als Soldaten Dienst leisteten.

politisch und wirtschaftliche aspekte Der Expressionismus ist ein problematischer Periodisierungsbegriff für die deutsch Variante des avantgardistischen Aufbruchs in die künstlerische Moderne, mit dem die Kulturschaffenden in den europäischen Metropolen am Beginn des 20. Jahrhunderts auf die krisenhaften politischen, sozialen und ökonomischen Umwälzungen einer sich rasant entwickelnden Industrie- und Massengesellschaft sowie eine bis dahin nicht gekannte Produktivkraftentfaltung reagierten. Hinsichtlich politischer Orientierung, künstlerischer Programmatik, stilistischer Formgestaltung und individueller Intention handelt es sich um eine vielgestaltige und teils widersprüchliche Strömung im deutschsprachigen Raum, die sich mit Vorläufern seit 1890 und Fortentwicklung bis zum gewaltsamen Ende in der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten 1933 und in der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" (1937) in das "expressionistische Jahrzehnt" (G. Benn) von 1910-1920 drängte. Im engeren Sinne war der literarische Expressionismus, gegliedert durch die politischen Umbrüche von Krieg und Revolution in Früh-, Hoch- bzw. Kriegs- und Spät-Expressionismus.

Das historischwerden der expressionistische Literatur in ersten geschichtlichen Rückblicken seit 1916 (Lyrikanthologie Menschheitsdämmerung Hg. K. Pinthus, 1920), Worringers brilliante der Randstellung moderner Kunst (Künstlerisvhe Zeitfragen, 1921) und die Konsolidierung der Weimarer Republik nach der Inflation bedeuten das Ende des Expressionismus und für viele Autoren einen tiefen Einschnitt, der zur Neuorientierung oder Verstummen führte.   Entwicklung des Expressionismus: Schon vor der Jahrhundertwende, noch während des Zeit des Impressionismus, gab es Philosophen wie den Franzosen Henri Bergson, die mit den Gedanken des Impressionismus ( Eindruckskunst) nicht einverstanden waren. Bergson war der Meinung, dass Gefühle die Hauptrolle im Leben eines jeden Menschen stehen sollten, da nur sie und nicht der Verstand das Wesentliche erfassen könnten. Diese Philosophie nahm starken Einfluss auf die spätere Entwicklung des Expressionismus.

Auch der geschichtliche Hintergrund ist sehr bedeutend für die Expressionisten. · anfängliche Kriegsbegeisterung schlägt um in Entsetzen über die Grausamkeiten · Deutschland verliert den Krieg und die Menschen orientieren sich um · Wechsel von Monarchie in Republik · Probleme der Weimarer Republik durch Kapp - und Hitlerputsch und politische Morde · wirtschaftliche Ungewissheit bis zum Beginn der "Goldenen Jahre" Aufgrund der genannten Aspekte entwickelte sich die Vorstellung von einer Idealwelt. Diese Welt wollten die Expressionisten erschaffen. Doch sie haben ihr Ziel nicht erreicht. Viele von ihnen fielen schon im 1. Weltkrieg, ein anderer Teil musste während des dritten Reiches ins Exil gehen oder wurde getötet.

Schließlich passten die expressionistischen Ideen überhaupt in das Bild des Nationalsozialismus. Der Begriff "Expressionismus" tauchte übrigens erstmals 1911 während einer Ausstellung der Berliner Sezession (abgesonderter Teil einer älteren Künstlervereinigung) auf. Damit bezeichnete man damals ein Gruppe französischer Maler, unter anderem Pablo Picasso, die bei dieser Ausstellung anwesend waren. Die bedeutendsten Autoren und wichtige Werke des Expressionismus Unter den Expressionisten herrscht ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl, so dass sie Vereinigungen bilden, die Zeitschriften wie "Der Sturm", "Der Brenner", "Die Aktion", "Das neue Pathos" werden herausgegeben. (politische Thesen, sozialistische Forderungen, Frieden, Weltverbrüderung, ..

.). Bezeichnend für das Selbstverständnis der expressionistischen Autoren bleibt ein ausgeprägtes "Wir-Gefühl". Zu den bedeutesten Dichtern gehörten u.a.: Die Dramatiker Ernst Toller (1893-1939) Georg Kaiser (1878-1945) Die Lyriker Gottfried Benn (1886-1956) : Morgue Georg Heym (1887-1912) : Der ewige Tag, Umbra ViteaErnst Stadler (1883-1914) : Der Aufbruch August Stramm (1874-1915) : Erwachen, Dein Lächeln weint Georg Trakl (1887-1914) : Der Aufbruch, Sebastian im Traum Carl Einstein: Bebuquin Franz Kafka: Der Prozeß, Das Schloß Georg Kaiser: Die Bürger von Calais, Der Soldat Tanaka, Das Floß der Medusa Erst Barlach: Der tote Tag, Der arme Vetter, Die Sintflut Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Thomas Mann, Max Frisch, Wolfgang Borchert, Friedrich Dürrenmatt Die meisten der eben genannten Künstler haben sich entweder bald vom expressionistischen Stil abgewendet oder sind ihm nicht eindeutig zuzuordnen.

Expressionismus in der Kunst Entstehungszeit: Die Anfänge gehen zurück auf Cezanne, van: Gogh und Gaugin. Er entstand als Reaktion auf die als erstarrt empfundenen Normen des Impressionismus, die vorher genannten Künstler waren die Wegbereiter für die Moderne .Vor allem herrschte der Expressionismus in Deutschland vor. Die Absichten: Er ist wie gesagt als Reaktion auf den Impressionismus zu verstehen, der "nur" an der Wiedergabe des Sichtbaren interessiert ist. Das genügte manchen Malern nicht. Sie wollten etwas darstellen , was hinter ihren Gefühlen steckt, sprich die Gefühle zum Ausdruck zu bringen, aber auch ihr soziales Engagement ausdrücken.

(Die Bilder waren also mit geistigen Inhalten gefüllt. Technik: · Radikale Vereinfachung, Verzerrungen in Form und Proportion, anatomische Gesetze mißachtet!, Perspektiven werden vernachlässigt ( Licht + Schatten ist unwichtig)! Flächenmalerei (das Bild hinterläßt den Eindruck von einem Teppich) Das Schlagwort hieß hier : Deformation (Wir hatten das Beispiel von van Gogh´s Stuhl, der aussieht, als ob er plattgesessen wäre, für van Gogh heißt Deformiert "vom Leben geformt!") · Die Verwendung ungebrochener Farbtöne, die in grellen Kontrasten gegeneinander gesetzt werden, gerne mit dunklen, groben Konturen gemalt · was bedeutet , dass die 6 Grundfarben erstenmal ungemischt benutzt werden. (Es gibt nicht mehr dieses mehrmalige Auftragen von Farben auf einer Stelle) Expressionismus in der Musik Auch in der Musik tritt eine Verzerrung der ästhetischen Normen auf. Die Musik des Expressionismus verzichtet auf Wohlklang und Melodie, so wie es noch in der romantischen Tonsprache vorkommt. Der kalte Ton und scharfe Dissonanzen legten die Psyche des Komponisten dar. Im engeren Sinne versteht man unter Expressionismus in der Musik eine bestimmte Bewegung des 20.

Jahrhunderts, die sich in drei Zeitabschnitte gliedern lässt. Als erstes den Frühexpressionismus seit Anfang des Jahrhunderts (Skrijabin), dann den Hochexpressionismus seit 1907 mit Werken von Schönberg, Weber und Ives und zuletzt kam ab circa 1914 der Spätexpressionismus(Bartök). Mit dem musikalischen Expressionismus dieser Zeit hängen eng die Erweiterung und Auflösung der Tonalität, die explosionsartige Zersplitterung traditioneller Formen und der Versuch neue Kollektivkräfte zurückzugewinnen und zu mobilisieren, zusammen.Der Expressionismus ist eine extrem ich bezogene durchaus subjektive Kunst. Erklärungen zu Begriffen: Konnotation Der begriff Konotation (von lat. con + notatio) bezeichnet eine, die eigentlihe bedeutung eines wortes begleitende, subjektive zusätzliche gedankliche Struktur.

Eigennamen sind jedoch nicht konnozaziv, da sie nur Individuen, aber nicht deren Eigenschaftten bezeichnen. Ein Wort wie "mensch" dagegen bezeichnet dir Menschen direkt und deren allgemeine Eigenschaften indirekt und ist insofern konnotativ. Der Gegensatz zu konnotativ ist denotativ.   Neogolismen Der Begriff Neogolismen bezeichnet in der Linguistik eine in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangene sprachliche Neubildung. Auch neue Bedeutungen vorhanedener wörter werden neogolismen genannt. Neogolismen aus Abkürzungen und anderen wortbildungen : Azubi (Auszubildender) wissenschaftliche Neogolismen : schwarzes loch quark Neue wörter, die erfindungen beschreiben : Handy Compact Disc Radar Laser.

.. Goldene Jahre Der Ausdruck Goldene Zwanziger (Jahre) bezeichnet für Deutschland den Zeitabschnitt zwischen 1924 und 1929. Nach der Einführung der Rentenmark und dem zum Teil gelungenen Versuch, die Reparationszahlungen erträglich zu machen, setzte eine Phase wirtschaftlicher Aufwärtsentwicklung und politischer Beruhigung ein. Die politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich konnten durch die Verträge von Locarno erheblich gemildert werden. Der Beitritt Deutschlands in den Völkerbund 1926 trug ebenfalls zur politischen Beruhigung bei.

Im weiteren Sinne veranschaulicht der Begriff den wirtschaftlichen Aufschwung der weltweiten Konjunktur, er bezeichnet aber auch die Blütezeit der deutschen Kultur und Wissenschaft. Trotz dieser eigentlich guten Voraussetzung konnte die konjukturelle Lage politisch nicht genutzt werden, das Misstrauen zur Weimarer Republik blieb in weiten Teilen der Bevölkerung vorhanden. Beendet wurden die "Goldenen Zwanziger" von der Weltwirtschaftskrise 1929, ausgehend von den USA. Inflation Inflation (von lat.: "das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen") ist der Zustand einer Volkswirtschaft, in dem der allgemeine Preisstand steigt, also Waren und Dienstleistungen gemessen in den jeweiligen Geldeinheiten teurer werden. Anders ausgedrückt bedeutet Inflation eine Steigerung des Preisindex oder die Schwächung der Kaufkraft einer Währung.

Ursprünglich bezog sich der Begriff lediglich auf eine Ausweitung der Geldmenge, was bei mangelndem Wirtschaftswachstum zu einer Geldentwertung führen kann. Konsolidierung---> Konsolidation Konsolidation ( von lat. consolidare "festmachen, sichern") ist in der Wirtschaft, die Umwandlung einer kurzfristigen in eine langfristige Schuld.  

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