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  Mpeg-i layer 3 - das mp3 dateiformat

MPEG-I Layer 3 – Das MP3 Dateiformat Aufbau und rechtliche Situation Spezialgebiet von Johannes Großruck   Inhaltsübersicht Allgemeine Einleitung in das Thema MP3 Entstehungsgeschichte des MP3-Formats Zur Bezeichnung „MP3“ Die drei Layer Aufbau der Datei Das Kompressionsverfahren Qualitätsverlust durch weitere Komprimierung Psychoakustik als Grundlage Rechtliche Situation Lösungen und Ideen für die Zukunft     Allgemeine Einleitung in das Thema MP3  Tag für Tag werden Millionen Megabytes an digitalisierter Musik, an komprimierten Audiosignalen durch die Datenleitungen dieser Welt gesendet. Ganz neu ist diese Idee der Komprimierung von Audiodaten nicht. Bereits seit über 20 Jahren wird an Kompressionsalgorithmen für Audiosignale gearbeitet. Der Idee lag der Wunsch zu Grunde, Musik über die Telefonleitung zu übertragen. Damit hat sich die Aufgabenstellung bis heute nicht deutlich verändert, neben der Speicherkapazität ist die Online-Übertragung immer noch einer der Gründe für Audiokompression. Mit dem Standardformat, in dem Audiodateien in der Regel am Computer vorliegen, ist dies nicht zu bewerkstelligen.

Dazu sollte man sich veranschaulichen, welche Datenrate für die Wiedergabe von Audiodateien erforderlich ist. Üblicherweise gelten für unkomprimierte Audiodateien auf einer Audio-CD folgende Eckwerte: eine Samplefrequenz von 44,1 KHz sowie eine Auflösung von 16 Bit sowie Stereo. Prinzipiell heißt dies nichts anderes, als das die Abtastung eines Signals 44.100 Mal pro Sekunde erfolgt, das Ergebnis jeder Messung einen 16-Bit-Wert ergibt und das Ganze mal zwei Kanäle (Stereo) passiert. Hieraus ergibt sich eine Bitrate von 1,4 MBit/Sekunde für ein Stereo-Audiosignal. Zum Vergleich: Bei MP3 genügt eine Datenrate von 128 KBit/s zur Übertragung von Musik in annähernd CD-Qualität.

Auch die Speicherkapazität ist nicht zu vernachlässigen: Auf einer Audio-CD kommen rund 10 MByte auf eine Minute Musik, MP3-Dateien in guter Qualität geben sich mit zirka einem Zehntel dessen zufrieden. Sprich: Mit MP3 lassen sich rund 10 Stunden Musik auf einer Daten-CD unterbringen. Um eine so hohe Kompressionsrate ohne signifikante Qualitätsverluste zu erreichen, ist eine komplexe Bearbeitung des Audiosignals erforderlich. Damit sind die wesentlichen Merkmale und Eigenschaften für die Verwendung des MP3-Formats gegeben, wie jedoch diese komplexe Bearbeitung und Veränderung des Audiosignals im Detail funktioniert, wird weiter unten im laufenden Text näher beschrieben.   Entstehungsgeschichte des MP3-Formats   Vor ca. 15 Jahren staunte man über die Fähigkeit der damaligen "Heimcomputer", Töne in unterschiedlichen Frequenzen und in verschiedenen Wellenformen (z.

B. Sägezahn, Rauschen, usw...) wiedergeben zu können. Mit dem Soundchip "SID 6581" (Sound Interface Device), der beispielsweise im Commodore C64 integriert war, war es möglich, 4 Stimmen gleichzeitig wiederzugeben.

"Damals" eine Faszination! Durch die stetige Weiterentwicklung von Hard- und Software auch im Bereich der digitalen Audioverarbeitung und durch den Erfolg der Einführung der Compact Disc, wurden jedoch schließlich auch aufwendigere Digitalisierungsverfahren möglich. Die maßgeblichen Entwickler des MP3 Kompressions-Algorithmus sitzen im Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen, Deutschland. Den dort ansässigen Forschern unter der Leitung von Karlheinz Brandenburg gelang es bereits 1987, den Grundstein für ein Kompressionsverfahren zu entwickeln, welches die gestellten Anforderungen (Speicherbedarf reduzieren ohne großen Qualitätsverlust) in einem hohen Ausmaß erfüllen sollte. Der MPEG-1 Layer 3 war zwar vorerst nur eins von vielen Verfahren, die im Zuge dieses Projekts entwickelt wurden, aber einmal ins Internet gestellt, verbreitete sich das Verfahren wie ein Virus.   Zur Bezeichnung „MP3“   Die Bezeichnung „MP3“ für diese populäre Gruppe der Dateiformate ist auf die ursprünglichen Standardbenennungen „MPEG-I Layer 3“ und teilweise auch „MPEG-II Layer 3“ zurückzuführen. Diese beiden Standards stammen aus der international gebräuchlichen Familie der „Moving Pictures Experts Group“ – eine Möglichkeit der komprimierten Digitalisierung von Audio- und Videosignalen, die heute hauptsächlich zur Online-Multimedia-Übertragung und beim digitalen Rundfunk und Fernsehen verwendet wird.

Man muss allerdings Unterscheidungen vornehmen, um Verwechslungen vorzubeugen. Die erste nötige Unterscheidung ist eine durch die stetige Weiterentwicklung des Kompressions-Algorithmus wesentliche Endnumerierung des Kürzels MPEG. Es gibt MPEG-I, MPEG-II und bald auch MPEG IV. MPEG-III war zuerst ein eigenständiges Projekt, die Technologie floß dann aber doch noch in die Verbesserungen an MPEG-II ein. MPEG-I brachte die erste Kodierung von Audio und Video. Während die Videokompression weitgehend im MPEG-II Format weiterentwickelt wurde, ist MPEG-I als Forschungsebene für die Audiokompression maßgebend.





MPEG-IV ist noch in der Entwicklungsphase, aber es soll Verbesserungen sowohl im Video- als auch im Audiobereich bringen. Es ist also die MPEG-I Technologie, die als Grundlage der MP3-Dateien anzusehen ist.   Die drei Layer   Eine weitere Unterscheidung ist bei der Bezeichnung des „Layers“ zu treffen. Die Forschungen an der MPEG-I Audiokompression werden in drei sogenannte Layer unterteilt, wobei MPEG-I Layer 1 die ältesten und MPEG-I Layer 3 die jüngsten Forschungsergebnisse präsentiert. Die Komplexität der Kodierung und Verringerung der Dateigröße bei gleichbleibender Qualität steigen von Layer 1 zu Layer 3. Mit Layer 1 kann eine Datenkompression von 1:4 erreicht werden, ohne einen qualitativen Verlust hinzunehmen.

Layer 2 erreicht dagegen schon eine Kompressionsrate von 1:6 bis 1:8 und Layer 3 sogar eine Kompression von 1:10 bis zu 1:12. MPEG-I Layer 2 und Layer 3 werden am Häufigsten verwendet und sind an den Dateiendungen .mp2 und .mp3 zu erkennen. Für alle drei Layer gilt, dass die Codierung stark asymmetrisch ist. Das bedeutet: der Aufwand ist beim MP3-Encoder (= das Programm zur Komprimierung und Umwandlung der Audiosignale) deutlich höher als beim MP3-Decoder (= das Programm zum Entpacken und Ablesen der komprimierten MP3-Dateien).

Da alle während des Kodierens errechneten Werte in der MP3-Datei abgespeichert werden, beschränkt sich die Arbeit des Decoders auf die Interpretation dieser Werte. Gemeinsam ist allen drei Layern die Unterstützung folgender Sampleraten: 32, 44,1 oder 48 kHz.   Aufbau der Datei Der Aufbau der MP3-Datei erfolgt in sogenannten „Frames“. Jeder Frame enthält eine feste Anzahl von Abtastwerten (Samples). Bei Level 3 sind dies 1152 Abtastwerte pro Frame (32 Subbänder x 36 Samples – siehe auch Kompressionsverfahren!). Ein Frame besteht aus einem Header, einem Prüfsummencheck, den eigentlichen Audiodaten sowie unter Umständen einem so genannten Bit-Reservoir.

Ein solches Reservoir entsteht, wenn sich die Samples innerhalb des Frames so komprimieren lassen, dass nicht die komplette theoretische Bit-Anzahl eines Frames benötigt wird.   Auf diese Reservoirs kann der Encoder zurückgreifen, wenn bei einem späteren Frame die vorhandenen Bits nicht ausreichen. Hierbei muss man zwei Begriffe unterscheiden: Framegröße und Framelänge. Die Framegröße wird durch die Anzahl der Samples bestimmt und ist innerhalb eines Layers konstant. Im Format Layer 1 sind dies stets 384 Samples pro Frame, bei Layer 2 und 3 kommen 1152 auf ein Frame. Die Länge des Frames kann sich jedoch bei Layer 3 durch das Wechseln der Bitrate oder das nicht aufgefüllte Bit-Reservoir unterscheiden.

Vor Layer 3 existierte die Möglichkeit eines Bit-Reservoirs nicht. Theoretisch ist auch eine zerstückelte MPEG-Sounddatei abspielbar. Dies gilt jedoch nicht für nach Layer 3 kodierte Dateien, da hier die Frames auf Grund des Bit-Reservoirs verschachtelt sind. Ebenfalls im Frame enthalten sind die vorher erwähnten Informationen bezüglich des Skalierungsfaktors und der Bit Allocation, um alle Samples wieder rekonstruieren zu können.   Interessant ist auch die Einführung der Frameheaders. Da ein herkömmlicher Dateiheader, wie er bei anderen Dateiformaten durchaus üblich ist, bei MP3-Dateien nicht existiert, enthält jeder einzelne Frame einen eigenen Header.

Die ersten 32-Bit des Frames werden davon belegt und zwar in folgender Reihung: Syncword (12 Bit) ID (1 Bit): Offiziell ist die ID-Signatur nur ein Bit groß, um die verwendete MPEG-Version zu kennzeichnen. In der Urfassung steht der Wert 1 für MPEG 1 und der Wert 0 für MPEG 2. Mit dem inoffiziellen Standard MPEG 2.5 reicht ein Bit als Kennung jedoch nicht mehr aus. Anwendungen, die diesen Standard bereits unterstützen, verwenden das zwölfte Bit des Syncwords als zusätzliche MPEG-ID. Ist dieses auf 0 gesetzt, steht dies für MPEG 2.

5. Standardmäßig sind alle Bits des Syncwords gesetzt.   Layer (2 Bit): Gibt an, nach welchem Layer die Codierung erfolgt ist.   error protection (1 Bit): Wenn das Error Protection Bit gesetzt ist, folgt nach dem Frameheader eine 16-Bit-Prüfsumme zur Feststellung von Datenverlust.   bitrate_index (4 Bit): Hier steht, in welcher Bitrate die Datei codiert wurde.   sampling_frequency (2 Bit): Hier wird die Sampling Rate in Hz festgelegt.

Richtet sich unter anderem nach der in der MPEG-ID festgelegten MPEG-Version.   padding_bit: Dieses Bit wird dazu benutzt, um die Bitraten exakt zu bestimmen. Ist es auf 0 gesetzt, ist das Frame nicht aufgefüllt.  private_bit (1 Bit): Steht zur freien Verfügung. Beispielsweise um in Applikationen ein bestimmtes Ereignis auszulösen.  mode (2 Bit): Hier erfolgt die Angabe über den Stereomodus.

Es wird unterschieden, ob die Datei Stereo, Joint Stereo, Zweikanal oder Mono codiert ist.  mode extension (2 Bit): Ist nur von Bedeutung, wenn bei der Kodierung der Joint-Stereo-Modus gewählt wurde. Während bei Layer 1 und 2 hier die Zuordnung der Frequenzbänder an den Joint-Stereo-Modus erfolgt, gilt für Layer-3-Dateien die Festlegung welcher Joint-Stereo-Modus zum Einsatz kommt (intensity stereo oder M/S-stereo). Beim Layer 3 bestimmt der Dekompressionsalgorithmus die Frequenzbänder.  copyright (1 Bit): Ist das Copyright-Bit gesetzt, ist die MP3-Datei urheberrechtlich geschützt. original/copy (1 Bit): Gibt an, ob es sich um ein Original oder eine Kopie handelt.

  emphasis (2 Bit): Hier wird die verwendete Rauschunterdrückung angegeben. Der Einsatz ist allerdings nicht sehr gebräuchlich.     Während also die ersten 32 Bit eines jeden Frames mit Informationen zur Datei an sich belegt sind, können am Ende der gesamten MP3-Datei 128 Byte im ID3-Tag Daten zum Musikstück im Allgemeinen aufgelistet werden – eine Art Inhaltsangabe ähnlich dem CD-Text bei Audio-CDs.   Länge (Byte) Beschreibung 3 TAG-Identifizierung, hier muss TAG stehen 30 Titel des Stückes 30 Interpret 30 CD-Titel 4 Erscheinungsjahr 30 Kommentar 1 Genre  Das „Genre“ ist ein nummerisches Feld. Es existiert eine Liste, in der bestimmte Nummern den Genres von Acid Punk bis Southern Rock zugeordnet sind. Mittlerweile wird außerhalb der MP3-Spezifikation der ID3-Tag von unabhängigen Interessensgruppen weiterentwickelt.



Da der ID3-Tag immer am Ende der MP3-Datei steht, ist es relativ einfach, ihn auszulesen beziehungsweise zu editieren. So werden zum Beispiel in neueren Varianten des ID3-Tags Bytes des Kommentarfelds geopfert, um die Original-Track-Nummerierung der CD ebenfalls speichern zu können. Inzwischen gibt es bereits zahlreiche Share- und Freewareprogramme, die sich der Bearbeitung des ID3-Tags annehmen. Beliebte Funktionen sind dabei die automatische Erzeugung des ID3-Tag aus Verzeichnis- und Dateinamen sowie umgekehrt das Benennen von Dateien auf Grund vorliegender ID3-Tag-Informationen.       Das Kompressionsverfahren   Zunächst muß man wissen, daß es sich beim MPEG-Audiocodieren nicht um ein Kompressionsverfahren im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine verlust- behaftete Codierung (Reduktion). Der Unterschied zwischen Kompression und Reduktion ist, dass bei einer Reduktion wie der des Mp3-Formates, eine Herstellung der Ausgangsdatei nicht mehr möglich ist, da Toninformationen komplett gelöscht werden.

Das heißt, der Informationsgehalt wird tatsächlich verringert und läßt sich bei der Decodierung nicht mehr exakt rekonstruieren. Im Gegensatz dazu bleiben bei der Codierung mittels Kompression die Informationen des Audiosignals erhalten und können beim Decodieren wieder vollständig hergestellt werden.   Der Kompressionsvorgang kann in mehrere Schritte eingeteilt werden:   Teilung des Audiosignals   Bei der MPEG-Audiokodierung wird zuerst das zu kodierende Audiosignal vom Zeit- in den Frequenzbereich überführt. Während dieses Vorgangs wird es zunächst in 32 Frequenzbänder (Subbands) unterteilt. Bis zum Layer 2 hatten alle 32 Subbänder die gleiche Größe von 625 Hz. Seit dem Layer 3 sind die Subbänder an die Eigenschaften des menschlichen Gehörs angepasst.

Hierfür sorgt ein sogenannter polyphaser Filter, sprich es geschieht eine gleichzeitige Verminderung und Filterung der Abtastwerte. Jedes Subband repräsentiert dabei einen bestimmten Ausschnitt des Frequenzspektrums. Das in Bänder zerlegte Audiosignal bietet dem Algorithmus deutlich mehr Angriffsfläche, als das uniforme Audiosignal. Der MP3-Encoder knöpft sich jedes Subband einzeln vor und untersucht es gemäß dem Psychoakustischen Modell (siehe Psychoakustik weiter unten) auf verzichtbare Frequenzen. In einem ersten Schritt fallen die Subbänder weg, deren Pegel unterhalb dieser Verdeckungsfunktion liegt. Jedes Subband erfährt nun eine Abtastung, deren Resultat 16-Bit-große Samples sind.

Bei der Teilung dieser Samples in kleine Teilbereiche entsteht der nächste Ansatzpunkt zur Datenreduktion. Jedes Sample besteht zwar aus 16 Bit, jedoch sind nicht unbedingt alle 16 nötig, um den Pegel darzustellen. So können beispielsweise die führenden Nullen eines 16-Bit-Samples entfallen. Ergibt sich bei einem Sample der Wert 0000011101010101, so stutzt der Algorithmus das Ergebnis auf 11101010101. Um aus diesen reduzierten Angaben wieder die originalen 16 Bit rekonstruieren zu können, benötigt der Decoder zwei Angaben: den Skalierungsfaktor sowie die Bit Allocation. Der Skalierungsfaktor gibt an, an welcher Stelle die verbliebenen Bits des Samples sich im ursprünglichen Zustand befunden haben.

Die Bit Allocation enthält die Information, wie viele Bits im Sample verblieben sind, da man ja nicht mehr mit einer festen Zahl von 16 Bit rechnen kann. Würde man nun diese Informationen für jedes Sample einzeln ablegen, wäre nicht viel gewonnen. Daher teilen sich je zwölf Samples diese Werte.   Kompression Layer III   Bereits Layer 1 und 2 unterteilten in Subbänder, Layer 3 geht jedoch einen Schritt weiter. Da es nämlich bei der in Schritt 1 erwähnten Aufteilung in Zeit- und Frequenzbereich zu einer Überlappung der 32 Subbänder kommen kann, wodurch ein Ton einer festen Frequenz zwei Bänder beeinflussen kann (man spricht hier vom sogenannten "Aliasing"-Effekt), erfolgt beim Layer 3 eine modifizierte diskrete Cosinus-Transformation, die sich um die Zeit-/Frequenztransformation kümmert. Geht es um die Bearbeitung von Sound, lassen sich grundsätzlich zwei Perspektiven unterscheiden.

Entweder das Audiosignal wird als eine Serie von Samples betrachtet, die einem analogen Signal entsprechen. Oder die Unterscheidung erfolgt nicht über die Zeit, sondern über die Frequenzen. Je nach Art der gewünschten Manipulation eignet sich die eine oder andere Perspektive besser. Das Mischen von Signalen oder das Erhöhen der Amplitude geschieht leichter in einer zeitorientierten Basis. Frequenzmanipulationen fallen naturgemäß bei der nach Frequenzen aufgeschlüsselten Sichtweise leichter. Um die Daten von einer in die andere Perspektive zu konvertieren, bedient man sich einer speziellen Transformation.

Um ein Optimum zwischen Zeit- und Frequenzunterscheidung zu erreichen, bildet Layer 3 zwei verschiedene Blocklängen: eine lange mit 36 Samples und eine kurze mit zwölf Samples. In der Praxis heißt dies: Bei den die niedrigen Frequenzen kommen lange Blöcke zum Einsatz. Die langen Blöcke würden jedoch bei höheren Frequenzen keine ausreichende Auflösung erlauben, hier finden die kurzen Blöcke Verwendung. Im so genannten Mixed Block Mode kommen für die beiden Frequenzbänder mit den niedrigsten Frequenzen lange Blöcke zum Einsatz. Für die 30 verbliebenen Frequenzbänder sind die kurzen Blöcke an der Reihe. Damit erlaubt dieser Modus eine bessere Frequenauflösung bei den niedrigen Frequenzen, ohne eine Tribut an die Abtastrate bei den hohen Frequenzen zu zahlen.




  Kodierung mittels Huffmann-Verfahren   Als letzter Schritt der Komprimierung erfolgt beim Layer III eine Huffman-Kodierung. Dieser Algorithmus kommt beispielsweise auch bei Packprogrammen wie ZIP zum Einsatz. Bei Huffman ist die Häufigkeit bestimmter Werte entscheidend. Häufig auftauchende Werte erhalten eine kurze Bitfolge, selten auftretende Werte hingegen eine Lange. Daher ermittelt der Algorithmus zunächst die Verteilung der Werte innerhalb der zu komprimierenden Daten. Um einen sogenannten Huffman-Baum zu ermitteln, beginnt man mit den beiden seltensten Werten.

Ihnen wird eine "0" beziehungsweise eine "1" zugewiesen. Es erfolgt eine Zusammenfassung der beiden Werte, in der Reihenfolge sind sie nun durch die Summe ihrer Häufigkeit repräsentiert. Das gleiche geschieht mit den nächsten beiden seltensten Werten. Dieser Vorgang ist beendet, wenn nur noch ein Wert übrig ist. Das Ergebnis dieser Vorgehensweise ist eine Baumstruktur. Anhand dieser Struktur erfolgt die Kodierung.

Jede Verzweigung nach links erhält eine 0, jede Rechtsverzweigung ist durch eine "1" gekennzeichnet. In unserem kleinen Beispiel wäre der weniger häufige Wert 4 durch die Bitfolge 010 repräsentiert. Der häufigste Wert 6 bekommt dagegen eine schlichte 1 zugeordnet. Vor der Huffman-Kodierung steht die Anordnung der Subbänder. Die Frequenz gibt die Reihenfolge der Bänder vor. Die Subbänder mit niedrigeren Frequenzen enthalten üblicherweise deutlich mehr Werte, als diejenigen der hohen Frequenzen, wo in der Regel 0 oder Werte in der Nähe von 0 erscheinen.

Der Encoder unterteilt die Subbänder in drei Bereiche. Jeder Bereich erhält einen eigenen Huffman-Baum, um den optimalen Kompressionsfaktor zu erreichen. Zunächst klammert der Encoder die Frequenzbänder mit den hohen Frequenzen aus, eine Kodierung ist hier nicht notwendig, da sich ihre Größe aus denen der anderen zwei Regionen ableiten lässt. Die zweite Region enthält Frequenzbänder, in denen die Werte von -1 bis 1 häufig auftauchen. Der dritte Bereich enthält alle verbleibenden Werte und wird ein weiteres Mal in drei Regionen unterteilt, von denen jede einen eigenen Huffman-Baum zugewiesen bekommt. Welcher Huffman-Baum zum Einsatz kommt, wird innerhalb der MP3-Datei abgelegt.

      Qualitätsverlust durch weitere Komprimierung   Nachdem also die eigentliche Kompression abgeschlossen ist und ein Maximum an möglicher Tonqualität erreicht wurde, kann man durch andere herkömmliche Komprimierungs- und Speicherverfahren zwar den Speicherplatzbedarf der Datei noch erheblich verringern, dies erfolgt jedoch auf Kosten der Qualität des Audiostücks:   Klangqualität Modus Bitrate Kompressionsrate Telefon mono 8 KBit/s 96:1 besser als KW-Radio mono 16 KBit/s 48:1 besser als MW-Radio mono 32 KBit/s 24:1 ähnlich UKW-Radio stereo 56 bis 64 KBit/s 26 bis 24:1 annähernd CD stereo 96 KBit/s 16:1 CD-Qualität stereo 112 bis 128 KBit/s 14 bis 12:1     Psychoakustik als Grundlage   Der Kernpunkt bei MP3 ist das oben erwähnte Kompressionsverfahren, das überflüssige Informationen herausfiltert. Überflüssige Informationen filtern bedeutet bei MPEG-Audio, diejenigen Daten zu reduzieren, die das menschliche Gehör nicht, oder kaum wahrnimmt. Die Grundlage dafür bildet die Psychoakustik. Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit der Wahrnehmung des Schalls durch das menschliche Ohr, und ist der Schlüssel zur MP3-Technologie. Man kann zum Beispiel einen Discobesuch zur Erklärung des Phänomens hernehmen: Aus riesigen Boxen dröhnt Musik. Für das Gehör bedeutet das Schwerstarbeit, da Schallpegel von 110 db und mehr erreicht werden.

Auf Grund der extremen Lautstärke, ist es nahezu unmöglich, sich zu unterhalten, es sei denn man schreit sich geradezu an. In der Akustik spricht man dabei von Maskierung. Um die Maskierung aufzuheben, muss der Sprachschallpegel so weit angehoben werden, dass das Störsignal (in diesem Falle laute Musik) ihn nicht mehr verdeckt. Dieser Effekt der Maskierung wird auch beim MP3-Kodieren angewandt. Zudem greift man auf die zeitliche und die frequenzmäßige Überdeckung der Tonsignale zurück: Bei der frequenzmäßigen Verdeckung werden Frequenzen, die durch Überlagerung vom Ohr nicht mehr wahrgenommen werden können, einfach weggelassen. Bei der zeitlichen Verdeckung nutzt man eine zweite Eigenschaft des Gehörs: Nach einem Schallereignis braucht das Ohr einen kurzen Moment, um wieder die volle Empfindlichkeit aufzubauen.

Man kann in dieser Zeit die leisen Töne, welche sich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle befinden, getrost weglassen. Übrig bleibt ein Audiofile, welches fast 12 mal weniger (digitalen) Speicherplatz benötigt und subjektiv kaum anders klingt als das Original...   In der folgenden Grafik ist verdeutlicht, welche akustische Bereiche unser Gehör wahrnehmen kann, und welche Bereiche über unser Hörvermögen hinausgehen:     Rechtliche Situation   Da ja die Herstellung von MP3-Dateien - wie gerade beschrieben - auch für jeden Computer-Laien leicht durchführbar ist, ist in weiterer Folge das Angebot an Downloadmöglichkeiten von MP3-Liedern im Internet gigantisch groß! Da stellt sich natürlich die Frage, wie man persönlich diesen riesigen virtuellen Plattenladen nutzen kann. Hier spaltet sich die Internet-Gemeinde in zwei große Lager: In eine, die sich ganz legaler Methoden bedient; und in eine, deren Praktiken ,,nicht ganz so legal" sind.

Der legale Weg, um an Musik aus dem Internet zu kommen ist, dass man auf Seiten oder Portal noch unbekannter Musiker zugreift und die dort bereitgestellten Musikdateien nützt. Dieser Vorgang ist für beide Seiten gewinnbringend, da der User in der Lage ist nach seinem Geschmack neue Musik zu hören und kennenzulernen und der Künstler seine Werke einem riesigen Publikum näherbringen kann und so seine Lieder vermarktet. Meist veröffentlichen solche Künstler ihre Werke auf schon bekannten MP3-Portalen. Einer der bekanntesten österreichischer Anbieter ist ,,Lion.cc". Auf diesem Server haben unbekannte Musiker die Chance, ihre ,,Meisterwerke" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.



Aufgrund der weiten Verbreitung der Populärmusik gibt sich aber der Großteil der Internet-User mit dem Angebot an MP3-Liedern von unbekannten Musikern nicht zufrieden - weitaus begehrter sind vielmehr die Hits von bekannten Interpreten. Um an diese Hits zu gelangen, gibt es eine nahezu Millionenschar an Webseiten, die Downloads von solchen Liedern ermöglichen. Ein zweiter Weg ist das Nützen von sogenannten File-Sharing-Programmen wie dem bekannten Anbieter Napster, wo man sich als Benützer registrieren muss und durch ein zu installierendes Programm Zugriff auf gespeicherte Musikstücke auf den Heimcomputern anderer registrierter User bekommt. Die Idee hinter derartigen Systemen ist, dass nicht der Besitzer einer Webseite Dateien zur Verfügung stellt, sondern dass ein Datentausch zwischen den einzelnen Usern über ein Programm erfolgt und so der Anbieter der Software bestehende Urheberrechte umgehen kann, da er keine Verantwortung für die Aktivitäten seiner angemeldeten Benützer übernehmen braucht. Allgemein gilt: Voraussetzung für die Strafbarkeit ist Vorsatz. Das heißt, der Nutzer weiß, dass das Internet-Angebot illegal ist.

Der Nutzer kann sich auch nicht darauf berufen, er sei irrtümlich davon ausgegangen, dass es sich um ein legales MP3-Angebot handelt. Denn nach herrschendem Recht reicht auch sogenannter bedingter Vorsatz aus. Der liegt vor, wenn der Nutzer jedenfalls damit rechnet, dass er rechtswidrig handelt. Wer etwa von privaten Homepages MP3-Files herunterlädt, wird in der Regel davon ausgehen müssen, dass die Verbreitung dieser Musikstücke nicht legal ist. Das gilt auch für alle anderen Internet-Angebote, die ganz offensichtlich keine offiziellen Angebote der Plattenindustrie sind - vor allem wenn aktuelle Chart-Hits kostenlos abrufbar sind. Jedoch nicht nur der Nutzer illegaler MP3-Files, sondern auch deren Anbieter macht sich teilweise strafbar.

Denn wer Links auf einzelne Dateien setzt und damit zeigt, dass er gerade auch die einzelne Datei über seine Website zum Abruf zur Verfügung stellen möchte, haftet für deren Inhalt und macht sich damit ebenso strafbar wie der Anbieter der Ursprungsdatei. Die diesbezügliche Rechtslage ist also klar: Illegale MP3-Files anzubieten und zu nutzen ist strafbar. In Amerika gibt es hierzu den "No Electronic Theft Act", das Gesetz gegen elektronischen Diebstahl. Und auch die EU diskutiert - wohl noch länger - über einheitliche Regelungen zum europa- und weltweiten Schutz des Urheberrechts. Allerdings: Praxis und Recht klaffen weit auseinander. Selbst wenn sich jeder, der zweifelhafte MP3-Angebote nutzt, strafbar macht, wird eine Rechtsverfolgung kaum durchsetzbar sein.

Wie soll man auch alle Internet-Nutzer daraufhin überwachen, ob sie illegale Webangebote nutzen? Aufspüren lassen sich nur illegale MP3-Angebote. Hier zeigt sich die Musikwirtschaft erfinderisch, die eine MP3-Fahndungsgruppe gegründet hat. Spezielle Suchmaschinen durchpflügen das Netz und reinigen es von unerlaubten MP3-Files. Aber selbst wenn die Plattenindustrie ihre Bemühungen verstärkt, das Internet piratensicher zu machen - findige Internet-Insider werden sicher immer Schlupflöcher finden. Doch nicht alles was das MP3-Format betrifft ist grundsätzlich illegal oder verboten: Wer Musikstücke - auch im MP3-Format - zu privaten Zwecken auf seine Festplatte oder eine CD-ROM kopiert, handelt laut Urheberrechtsgesetz rechtmäßig. Aber Vorsicht: Das gilt nur dann, wenn das MP3-File, das der Nutzer kopieren will, mit der Genehmigung des Urhebers zur Verfügung gestellt wird.

Wer also ein MP3-File eines illegalen Angebots zu privaten Zwecken auf seine Festplatte überträgt, handelt nicht mehr im legalen Bereich. Auch ist es rechtmäßig Sicherungskopien von legal erworbenen Tonträgern und digitalen Musikstücken zu erstellen.   Lösungen und Ideen für die Zukunft   Um die Ausbreitung von illegalen bzw. urheberrechtlich geschützten Musikstücken im Internet einzudämmen, überlegen sowohl die Musikindustrie, als auch Softwareentwickler, neue Lösungswege für die zukünftige Nutzung der Musik im Internet. Dabei ist es interessant zu beobachten, dass es zweierlei Gruppen von Musikproduzenten/Interpreten gibt: Namhafte Künstler (z.B.

Jon Bon Jovi), die ihre neuen Musikstücke MP3s im Internet kostenlos als Kaufanreize anbieten, und Künstler, die mit allen rechtlichen Mitteln gegen eine Verbreitung ihrer Werke vorgehen. Die Musikindustrie arbeitet emsig an der Durchsetzung „sicherer“ Musikformate, die kopier geschützt sind und einen „digitalen Stempel“ (sog. Watermarks und andere Sicherheitsstandards) des Urhebers enthalten sollen. Auch diskutiert wird über die mögliche Einführung einer zusätzlichen Abgabe für Geräte, die eine digitale Tonaufzeichnung ermöglichen können (CD-Brenner, Festplatten, andere Speichermedien...

) Es gibt also vielerlei Möglichkeiten für die Musikindustrie, der Lage Herr zu werden. Wenn man aber bedenkt, dass bereits vor der Digitalisierung der Musik hart um die Urheberrechte gekämpft wurde (z.B. sollte Sony´s Walkman bei seiner Einführung vor ungefähr 20 Jahren verboten werden, da er private Tonaufnahmen ermöglichte), kann man damit rechnen, dass in naher Zukunft noch kein Ende dieses Kampfes zu erwarten ist.  

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