- der Ostteil der deutschen Mittelgebirgsschwelle, das Erzgebirge, hat eine Länge von 130 km über eine Breite von 35 km
- Erzgebirges besitzt eine lange geologische Geschichte
- Karbon (vor 350 bis 250 Millionen Jahre) entstand durch eine intensive Faltung der älteren Gesteine ein mächtiges Faltengebirge, das varistische Gebirge
- in das Gebiet drang aus dem Erdinneren Magma ein und erstarrte zu Granit, was gleichzeitig im Zusammenhang zur Bildung von Erzlagerstätten steht
- in mehreren Jahrmillionen (von Perm bis Tertiär) wurde das varistische Gebirge weitgehend abgetragen
- übrig blieben Gebirgsrümpfe und ein flachwelliges Gebiet
- im späteren Tertiär (vor 65 bis 30 Millionen Jahren) entstand durch den Nordtrift der nordamerikanischen Platte ein starker seitlicher Druck, der dieses Gebiet zerbrechen ließ
- heutige Erzgebirge wurde als Scholle herausgehoben
- da die Hebungstendenz im Süden kräftiger war als im Norden entstand eine Pultscholle mit einem sanften Nord-Süd-Anstieg und einem steilen Südabfall (Egergraben )
- später ergoss sich dünnflüssige Lava als Ergebnis des Vulkanismus in den Hauptströmungsgebieten über das Gebiet
- Flusstäler wurden mit Lava ausgefüllt
- mit der Abkühlung der Lava wurde sie zu Basalt
- im Laufe der Zeit setzte Erosion ein
- die Hochflächen wurden stark abgetragen, die Täler allerdings nur geringfügig, da Basalt ein sehr witterungsbeständiges Gestein ist
- dieser Vorgang wird als Reliefumkehr bezeichnet, da aus Tälern Berge und aus Bergen Täler wurden
- bei der Betrachtung der Struktur der mittleren und oberen Lagen des Erzgebirges sowie seiner Kammlagen fallen zwei Typen von Bergen auf: zum einen sind es widerstandsfähige Kuppen methamorphen Gesteins (Gneis, Schiefer), die über die Kammhochfläche hinausragen, wie zum Beispiel Fichtelberg und Keilberg
- zum anderen findet man Basaltberge, die die Reste einer ehemaligen Lavadecke darstellen, zum Beispiel Pöhlberg und Bärenstein
- diese Basaltberge besitzen häufig die Form von Tafelbergen