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  Michael kohlhaas von heinrich v. kleist

Inhaltsverzeichnis (Seite 1) Biographie des Autors: Heinrich von Kleist: Seite 2 Informationen über das Werk: Seite 3 Inhalt des Werks: Michael Kohlhaas: Seite 4 Charakterisierung der Personen: Seite 5 Historischer Hintergrund: Seite 6 Deutung: Seite 7 Literaturverzeichnis: Seite 8 Heinrich von Kleist Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777, als ältester Sohn aus zweiter Ehe seines Vaters, in Frankfurt/Oder geboren. Da die Familie Kleist zu den groß, hochgeschätzten preußischen Offiziersfamilien zählt schlug auch Heinrich von Kleist, im Alter von 15 Jahren eine Offizierslaufbahn ein. 1793 nahm er am Rheinfeldzug gegen das französische Revolutionsheer teil. 1799 verließ er die Armee, studierte drei Semester in Frankfurt (Oder) und verlobte sich 1800 mit Wilhelmine von Zenge. Kleist lebte zunächst in Berlin, wo er das Drama Die Familie Ghonorez entwarf.

Durch die "Kantkrise" wendet sich Kleist endgültig zur Literatur. Kleist reist nach Paris und anschließend in die Schweiz, wo er 1802 ein Leben als einfacher Bauer plant. In Weimar traf er noch im selben Jahr Goethe und Schiller. 1803 hatte Heinrich von Kleist eine schwere Schaffenskrise und vernichtete einige Manuskripte. In dieser Krise hatte er auch erste Selbstmordgedanken. 1804 trat Kleist wieder in preußische Dienste und arbeitete in Berlin und Königsberg.

Als er nach dem Sieg Napoleons als angeblicher Spion verhaftet wurde, bewegte sich Kleist nach seiner Freilassung im Kreise der Dresdener Romantiker (Ludwig Tieck), und vollendete das Lustspiel Der zerbrochene Krug (1808), sowie das Volksschauspiel Das Käthchen von Heilbronn (1808). Doch die französische Zensur machte eine Aufführung der Werke unmöglich. Daraufhin versuchte sich Kleist als Journalist und Herausgeber von Zeitschriften wie zum Beispiel die Kunstzeitschrift "Phöbus". Am 21. November 1811 erschoss Heinrich von Kleist die krebskranke Henriette Vogel, die er ein Jahr zuvor kennen gelernt hatte, und anschließend sich selbst am Berliner Wannsee (Klein-Machnow).     Seine Werke:   * "Die Familie Schroffenstein" (1803) * "Amphitryon" (1807) * "Penthesilea" (1808) * "Der zerbrochene Krug" (1808) * "Robert Guiskard, Herzog der Nordmänner" (1808) * "Das Käthchen von Heilbronn" oder "Die Feuerprobe" (1808) * "Die Hermannsschlacht" (1808) * "Katechismus der Deutschen" (1809) * "Über das Marionettentheater" (1810) * Die Erzählungen: "Das Erdbeben in Chili",  "Die Marquise von O.

", "Michael Kohlhaas", "Die Verlobung in San Domingo" und "Das Bettelweib von Locarno" * "Prinz Friedrich von Homburg" (1811)   Informationen über das Werk Ort: Kohlhaasenbrück1 (Brandenburg), Sachsen Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts Milieu: bürgerliches Milieu Gattungsform: Novelle   Weitere Merkmale: · Auktoriale Erzählhaltung2 · Hypotaktischer Satzbau3 · Aneinanderreihung von Verbformen4 · Häufigkeit der direkten Rede · Verknüpfung von direkter und indirekter Rede · Berichtform5 · Chronikstil6   1 Ort am Griebnitzsee, zwischen Berlin und Potsdam 2 Ein "allwissender" Erzähler dirigiert das Geschehen. 3 Verschachteltes Satzgefüge mit vielen Nebensätzen, die häufig durch Bindewörter verknüpft    sind. ("Spezialität" Kleists!) 4 Bewirkt ein dynamisches Erzählen. 5 Genaue Angabe von Ort, Zeit, und Namen. 6 Sprache imitiert den Ton einer alten Chronik durch altertümliche Rechtsbegriffe, Wörter    und Redewendungen.

  Inhalt des Werks Michael Kohlhaas, ein Roßhändler, lebt an den Ufern der Havel. Auf seinem Weg, einige seiner  Pferden ins Sächsische zu bringen, stößt er bei einer Burg auf sächsischem Gebiet auf einen Schlagbaum. Der Schloßvogt teilt ihm mit, dass die Pferde nur mit landesherrlicher Erlaubnis und gegen Zahlung einer Gebühr passieren dürften. Nachdem auch noch der Junker Wenzel von Tronka, der Schloßherr selbst, eingeschaltet worden ist, lässt Kohlhaas als Pfand zwei Rappen zurück und zu deren Pflege auch einen zuverlässigen Knecht. In Dresden erkennt Kohlhaas, dass die Forderung des Junkers reine Willkür ist. Als er bei seiner Rückkunft seine Rappen in Empfang nehmen will, sind diese in einem elenden Zustand.

Gleichzeitig erfährt Kohlhaas, dass sein Knecht mißhandelt und davongejagt wurde. Er läßt die Pferde zurück und erhebt in Dresden Klage bei Gericht. Nach Monaten erfährt er, dass die Klage abgewiesen wurde, weil Verwandte des Junkers hohe Ämter am sächsischen Hofe haben. Auch eine Ansuchen beim Landesherrn, dem Kurfürsten von Brandenburg, bleibt erfolglos. Bei der Übergabe der Bittschrift, die durch Kohlhaas' Frau Lisbeth erfolgt, wird diese von der Schloßwache, ungewollt getötet. Kohlhaas verkauft nun alle seine Besitztümer, bewaffnet seine Knechte und brennt Tronkas Burg nieder.

Tronka selbst gelingt die Flucht nach Wittenberg. Kohlhaas, dessen Schar zu einer immer größeren anwächst, zündet die Stadt mehrmals an und schlägt alle, die ihm in die Quere kommen. Der mit 500 Mann heranziehende Prinz Friedrich von Meißen wird von Kohlhaas bei Mühlberg überfallen und zurückgeschlagen. Da erreicht den Roßhändler im Schloß von Lützen eine Mahnung Martin Luthers, den Kohlhaas sehr verehrt. Sofort macht er sich in Verkleidung zu Luther auf, und dieser verspricht ihm, sich beim Kurfürsten für ihn einzusetzen. Kohlhaas erhält das Versprechen freien Geleits nach Dresden und gerichtliche Verhandlung seiner Angelegenheit.





Sofort löst Kohlhaas seine Schar auf und begibt sich nach Dresden, wo auch der Junker Wenzel von Tronka eingetroffen ist. Die Nachforschungen nach den verschwundenen zwei Rappen haben zum Ergebnis, daß ein Abdecker aus Döbbeln sie nach Dresden bringt, wo schließlich der Kämmerer Kunz von Tronka auf der Straße mit ihm unterhandelt. Der hinzugerufene Michael Kohlhaas bejaht die Frage, ob die Rappen sein Eigentum seien. Als der Kämmerer die Tiere erhandelt und sie in Kohlhaas' Haus führen lassen will, ergreift die Volksmenge gegen den Junker Tronka Partei, und die beiden Rappen müssen in die Obhut des Dresdner Abdeckers gegeben werden. Eine neue Verwicklung für Kohlhaas entsteht dadurch, dass Nagelschmidt, ein Mitglied von Kohlhaas' ehemaliger Bande, mit allerlei zwielichtigem Gesindel Raubzüge an der böhmischen Grenze unternimmt. Als Kohlhaas für acht Tage in seine brandenburgische Heimat reisen will,verweigert man ihm die Pässe und bewacht ihn in seinem Hause wie einen Gefangenen.

Zu allem Unglück wird in der Nähe von Dresden ein Knecht Nagelschmidts mit einem Brief an Kohlhaas aufgegriffen, in dem diesem die Führung des Räuberhaufens angetragen wird. Man läßt den Knecht den Brief abgeben, Kohlhaas beantwortet ihn zustimmend. Darauf wird er in Ketten gelegt und zum Tode verurteilt. Doch der Kurfürst von Brandenburg reklamiert Kohlhaas als seinen Untertan, und dieser wird ausgeliefert. Der Versuch des Kurfürsten, die beim Kaiser gegen Kohlhaas eingereichte Klage wegen Landfriedensbruch wieder zurückzunehmen, scheitert. So wird der Roßhändler zum Tode durch das Schwert verurteilt.

Kohlhaas wird nach der Kapsel, die er um den Hals trägt, gefragt. Da erzählt er von der Zigeunerin, die den sächsischen und brandenburgschen Kurfürsten die Zukunft vorausgesagt hat. In der Kapsel befindet sich ein Zettel, der wichtige Nachrichten für den Kurfürsten von Sachsen enthält. Alle Versuche, den Zettel in seine Macht zu bringen, scheitern kläglich. Bevor Kohlhaas gehängt werden soll, liest er den Zettel und isst ihn auf. Der Kurfürst von Sachsen fällt sofort in Ohnmacht.

Kohlhaas hat noch die Genugtuung, alle seine Forderungen an Wenzel von Tronka erfüllt zu sehen: Der Junker wird mit zwei Jahren Gefängnis bestraft, die Rappen Kohlhaas' wurden dick gefüttert, und er hat Schadenersatz erhalten. So lässt sich Kohlhaas widerstandslos enthaupten. Der Kurfürst von Brandenburg erweist ihm noch eine letzte Ehre, indem er seine Söhne zu Rittern schlägt und sie auf seine Pagenschule schickt.   Charakterisierung der Hauptpersonen Michael Kohlhaas: Er ist ein angesehener Mann und guter Staatsbürger. Als ihm Unrecht getan wird, scheitert er bei seinen Versuchen, für sein Recht zu kämpfen. Der Tod seiner Frau führt schließlich zu seiner Entscheidung, nicht weiter auf juristische Mittel zurückzugreifen, sondern mit seinen Knechten in den Krieg gegen den Junker Wenzel von Tronka zieht.

Wenzel von Tronka: Er ist ein junger Adeliger und trägt die Schuld an der Zugrunderichtung von Kohlhaas' Pferden. Sein rettender Anker vor einer Gerichtsverhandlung sind seine Verwandten in hohen Positionen, doch letztendlich kommt er an seiner Strafe nicht vorbei. Kurfürst von Brandenburg: Er versucht Michael Kohlhaas zu helfen, reicht aber die Bittschrift an den falschen Beamten weiter. Das bemerkt der Kurfürst am Ende auch und versucht dann seinen Fehler wieder gut zu machen, indem er das Leben von Kohlhaas retten will. Kurfürst von Sachsen: Er wird von seinen Vertrauten Hinz und Kunz von Tronka beeinflusst, da er sich auch am Ende wieder an einen von ihnen wendet um an den Inhalt der Wahrsagung zu kommen. Martin Luther: Luther wirft Kohlhaas vor, ein ungerechter Mann zu sein.

Er kann ihn dann auch überreden seine Klage noch einmal vorzubringen und garantiert ihm freies Geleit nach Dresden.Doch Luther weigert sich, dem Pferdehändler die Beichte abzunehmen, denn Kohlhaas ist nicht bereit, seinem Feind zu verzeihen. Die Zigeunerin: Die Zigeunerin hilft Kohlhaas, indem sie ihm den Zettel mit der Wahrsagung gibt und ihm sagt, was der Kurfürst von Sachsen nach der Hinrichtung tun will. Sie erinnert Kohlhaas an seine verstorbene Frau und sie unterschreibt die Nachricht, die sie ihm zukommen lässt, auch mit ihrem Namen.   Historischer Hintergrund Kleists Erzählung basiert auf der "Märckischen Chronik" von 1731 und behandelt das Schicksal eines gewissen Hans Kohlhaase und dessen Konflikte mit der Gerichtsbarkeit. Aus entstandenem Unrecht, da ihm seine Pferde entwendet wurden, kämpfte Kohlhaase um Gerechtigkeit gegen einen Edelmann und das Land Sachsen.

Er verlor seinen Kampf und auch er wurde zum Tode verurteilt.   Deutung (ist mir leider abhanden gekommen, werde ich bei Bedarf aktualisieren!)   Literaturverzeichnis Verwendete Literatur: 1.       Heinrich von Kleist, Michael Kohlhaas. -  Stuttgart: Philipp Reclam jun. GmbH & Co 1993. 2.

       Reiner Poppe, Erläuterungen zu Heinrich von Kleist: Erzählungen und Aufsätze. - Hollfeld: C. Bange Verlag 1997   Internetseiten: 1.       www.kleist.org 2.

       www.sewanee.edu  

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