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  Erschließung der kurzgeschichte "das holz für morgen" von wolfgang borchert

Gliederung 1. Inhalt 1.1. Arbeitshypothese 1.2. Zusammenfassung/Handlungsverlauf 1.

3. Aufbau (Anfang/Ort/Zeit/Personen/Höhe-bzw. Wendepunkt/Schluß) 2. Erzählerische Mittel und Sprache 2.1. Erzählstrategie: Wechsel des - Erzählverhaltens - des Standorts - der Perspektive - der Darbietungsweisen 2.

2. Stil - Satzbau - Rhetorische Figuren 2.3. Das Leitmotiv Holz 2.3.1.

Das Holz des Geländers 2.3.2. Das Holz für die Wäsche 3. Aussage Ausführung  In der Kurzgeschichte "Das Holz für morgen" zeigt Wolfgang Borchert, daß auch in scheinbar ausweglosen Situationen Selbstmord keine Lösungsmöglichkeit darstellt. Ein junger Mann will sich das Leben nehmen.

Nachdem er die Gründe dafür dargelegt und sich für die Todesart entschieden hat, macht er sich auf seinen letzten Weg, den Dachboden. Auf der Treppe wird er durch einen hellen Strich im Geländer an eine Begebenheit seiner Kindheit erinnert, einen jugendlichen Unfug: Mit einer Feile hatte er eine tiefe Rille in das Holz des Handlaufs geritzt. Da er als Übeltäter nie entlarvt wurde, mußte die Hausgemeinschaft den Schaden mit der nächsten Miete bezahlen. Er versucht, diese Schuld zu begleichen, indem er das ganze Geld, das er in der Tasche hat, der Hauswirtin vermacht. Noch auf der Treppe nach oben hört er ein Gespräch mit: Seine Mutter spricht davon, wie dringend sie Holz zur Wäsche brauche. Ihm wird bewußt, daß er die Aufgabe übernommen hatte, Holz zu holen.

Er ändert seinen Entschluß sich umzubringen und macht sich daran, den Auftrag auszuführen. Mit den ersten beiden Sätzen der Kurzgeschichte zeigt sich schon eines ihrer Merkmale: der offene Anfang. Die Hauptperson schließt die Etagentür hinter sich und der Leser erfährt ohne Vorwarnung von deren Absicht, sich das Leben zu nehmen. Ansonsten bleibt die zentrale Figur beinahe in der Anonymität; im Verlaufe der Geschichte läßt sich nur schließen, daß es sich um einen jüngeren Mann handelt, der längere Zeit von zu Hause weg war ("...

und daß der Junge wieder da ist." Z.101), vermutlich im Krieg ("..daß die anderen es nicht schießen hörten, wenn er es hörte." Z.

13). Zeit und Ort sind sehr eng begrenzt. Die Haupthandlung spielt innerhalb weniger Minuten und wird nur durch eine Rückblende unterbrochen, die elf Jahre in die Vergangenheit weist. Beide, Haupthandlung und Rückblende, laufen im Haus der Hauptfigur ab, genauer im Treppenhaus. Die äußere Handlung ist sparsam, fast apathisch, und verrät keine Anzeichen von Unruhe: "Als er die Etagentür leise hinter sich zugezogen hatte ..

. und ging langsam nach oben" (Z.34). Bewegung und Geschwindigkeit kommen nur in der Rückschau in die Kinderzeit (Z.55 "..

. da bin ich in vollem Tempo die Treppen runtergesaust ...") und am Schluß ("Und er sprang die letzten Stufen mit großen Sätzen abwärts." Z.

119) zum Ausdruck. Unterbrochen wird die Trägheit bestenfalls noch im Gespräch der Familie, das den Wendepunkt einleitet, einen Wendepunkt, den der Leser regelrecht sieht: Die Bewegung treppauf zum Dachboden, also zum Tod wendet sich, nach einem kurzen Halt für die Dauer des Zuhörens, zur Bewegung treppab, zur Wohnung, zum Leben. Vom Erzählverhalten her gesehen gliedert Borchert die Kurzgeschichte in drei Abschnitte: der 1. Teil wird durch neutrales Erzählverhalten bestimmt. Dennoch werden aus einem sehr nahen Erzählerstandort die Gründe für die Selbstmordabsicht dargestellt. Der Leser muß schon ab der dritten Zeile eine Spirale der Begründungen mitdenken.

Zuerst die allgemeine Begründung "Das Leben, das er nicht verstand und in dem er nicht verstanden wurde." (Z.3), gefolgt von der Erklärung "Er wurde nicht von denen verstanden, die er liebte." (Z.4), abgeschlossen von der Unerträglichkeit dieses Zustands: "Und gerade das hielt er nicht aus, dieses Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte." Als ob dies für einen Selbstmord nicht ausreichen würde, schiebt der Erzähler weitere Gründe nach.

Er nimmt dabei perspektivisch durchwegs die Innensicht ein. Ebenso geht er bei den Überlegungen zu Art und Ort des Suizids vor. Gewissermaßen in einer Diskussion mit dem Leser entscheidet sich die Hauptperson nach reiflicher Abwägung für das Erhängen auf dem Dachboden. Da entfernt sich der Erzählschwerpunkt ganz kurz, um einen objektiv richtigen Entschluß zu erhärten: "...

, man ginge auf den Boden. Da war man allein." (Z.29). In der Außensicht wird das weitere Geschehen erzählt, der Weg dorthin und die Entdeckung des Strichs im Geländer. Mit der Erinnerung an den kindlichen Unfug wechselt Borchert abrupt vom neutralen ins personale Erzählverhalten ("Das hab ich ja ganz vergessen.

" Z.50). Er behält die Außensicht bei, nimmt den Vorgang der Beschädigung, die Auseinandersetzung mit der Hauswirtin, die Lösung des Problems und die Reparatur des Treppengeländers wie mit einer Filmkamera auf. Ironische Züge nimmt der eingeblendete Jungenstreich ein, wenn mit dem eingeforderten Geld weit mehr als der eigentliche Schaden beglichen wird: "Für dieses Geld wurde dann gleich das ganze Treppenhaus mit Linoleum ausgelegt." Z.73).





Mit dem Versuch, diese alte Schuld zu begleichen, kehrt der Autor wieder zum neutralen Erzählverhalten zurück. Er bleibt aber mit dem folgenden inneren Monolog, in dem die Hauptfigur ihre Selbstmordabsicht ein letztes Mal bekräftigt, perspektivisch in der Innensicht und ent-fernt sich auch beim belauschten Gespräch zwischen den Familienmitgliedern nicht. Nochmals wechselt danach der Schriftsteller für einen Moment ins personale Erzählverhalten, bevor er den Leser in den letzten beiden kurzen Abschnitten trotz neutralen Erzählens mit dem bekehrten Selbstmordkandidaten die Treppe hinunterspringen läßt. Sehr geschickt stimmt Borchert in dieser Kurzgeschichte Erzählverhalten, Erzählerstandort, Perspektive und Darbietungsweise so aufeinander ab, daß der Leser immer sehr nahe am Geschehen bleibt, zum Miterleben, Mitdenken und Mithandeln gezwungen wird. Er kann sich von der zentralen Figur nicht lösen, sondern identifiziert sich mit ihr über weite Strecken. Borchert schreibt in "Das Holz für morgen" in einer nüchternen, schmucklosen Sprache, die dem Leser vertraut ist, weil er sie im alltäglichen Umgang verwendet.

Schon in den ersten beiden Sätzen zeigt sich dies in der Anapher "Er machte ..." (Z.1). Mit einer Anadiplose nimmt er den Faden auf, um eine Reihe von Gründen für den geplanten Selbstmord aufzuführen.

In Anaphern führt er diese Gründe fort: "Das war, daß ..." (Z.9 ff). Die gleichartigen Satzstrukturen und Wiederholungen häufig als Epiphern eingesetzt (" .

.., die er liebte") - erwecken den Eindruck, daß keine andere Möglichkeit mehr besteht. Zwar wird mit diesen stilistischen Mitteln eindringlich darauf hingewiesen, daß die Hauptfigur ihre Familie liebt und auch von ihr geliebt wird, aber noch stärker wird damit die Ausweglosigkeit der Situation betont. Der hypotaktische Satzbau, in dem die Hauptsätze mit finalen Nebensätzen und Relativsätzen verschachtelt sind, weist darauf hin, wie kompliziert und vielschichtig die Selbstmordgedanken sind: "Das war, daß er sah, daß seine Mutter, die er liebte, älter wurde und daß er das sah." (Z.

10). Die geplante Selbsttötung ist kein von der momentanen Stimmung ausgelöster spontaner "Ausraster", sondern in allen Einzelheiten begründet, wiederholt zusammengefaßt in der Erklärung "... das hielt er nicht aus, dieses Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte." (Z.

5, Z.15, Z. 92). Interessant (und gleichzeitig typisch für die experimentelle Sprache der Trümmerliteratur) ist in diesem Zusammenhang die Neuschöpfung des substantivisch gebrauchten Verbs "Aneinandervorbeisein". Der Leser muß sich diesen Zustand gedanklich erarbeiten und kommt zu dem Schluß, daß die zentrale Person der Erzählung ihrer Familie entfremdet wurde. Sie besitzt eine andere Lebenserfahrung, denkt über Dinge nach, die ihrem Umfeld fremd sind.

Deshalb fühlt sie sich unverstanden, nicht dazugehörig. Polysyndetisch setzt der Schriftsteller ein Symbol ein, das die ganze Verzweiflung unterstreicht: "... das so groß wurde, daß es alles überwuchs und das sich nicht wegschieben lassen wollte." (Z.

7) Auch die Überlegungen zum Modus des Suizids nehmen einen breiten Raum ein. Wiederholt wird die Grundbedingung genannt: "Leise", "unauffällig", "ohne viel Aufhebens" (Z.1, Z.30, Z.40). Manche Tötungsarten werden in Parallelismen ("Zum Erschießen hatte er nichts und Vergiften war ihm zu unsicher", Z.

22), auch in Verbindung mit Anaphern, ausgeschlossen ("Und sich ertränken, das fand er zu pathetisch, und sich aus dem Fenster stürzen, das fand er zu aufgeregt." Z.27). Diese Stilmittel erzeugen den Eindruck einer kühlen, distanzierten, wis-senschaftlichen Auseinandersetzung, die keine Zweifel zuläßt. Ebenso verfährt Borchert beim Entschluß zum Erhängen auf dem Dachboden: Alle Voraussetzungen sind optimal erfüllt, eindringlichst argumentiert durch vier kurze Sätze, die aufeinanderfolgend mit der Anapherreihe "Da war ..



." (Z.29) beginnen. Abgeschlossen, quasi als Paukenschlag der Argumentation, wird eine Ellipse eingesetzt: "Und der Wäschekorb mit der Leine" (Z.32) Zum Abschluß der Überlegungen wird das Glasdach des Bodens beschrieben: "..

.von ganz feinem Maschendraht wie von Spinngewebe durchzogen ..." (Z.36).

Der Vergleich weist wohl auf die Gedankenwelt der Hauptperson hin. Sie hat sich in einem klebrigen Netz gefangen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Beobachtender wird die Sprache in dem Abschnitt, der die Erinnerung an die Beschädigung des Treppengeländers weckt. Farbtöne werden beschrieben. Sie geben wohl, zusammen mit der wiederholten Berührung des weißen Striches (" ..

. mit dem Finger darüber, dreimal, viermal." Z.43), den Ausschlag, daß längst Vergessenes ins Gedächtnis zurückgerufen wird. In einfacher, fast kindli-cher Sprache - Ellipsen wie "Mit der kleinen Feile, die Karlheinz gehörte" (Z.54) und "Und der nebenan.

" (Z.62) deuten darauf hin - wird das Vergehen und seine Folgen erzählt. Beides wird aus der Vergangenheit hervorgeholt mit einem Wechsel der Erzählzeit ins Perfekt, der vollendeten Gegenwart. Die Hyperbel des "stark demolierten Treppenhauses" und die dreimalige Wiederholung "Dabei war ich es" (Z.53, Z.67), die zweimal durch Anadiplosen, einmal davon zusätzlich durch eine Ellipse, verstärkt wird (".

..ich es. Ich mit der kleinen spitzen Feile." Z.68, "Und ich, ich war es" Z.

78) las-sen eindringlichst schwere Schuldgefühle erkennen. Zwar betont die Hauptperson immer wie-der, sie habe das Erlebnis ganz oder beinahe vergessen; sie versucht aber, die Schuld zu begleichen. Wiederholt und in epanaleptischer Form ("Er vergaß, daß es schon elf Jahre her war, das vergaß er." Z.87) wird darauf hingewiesen, daß alle im Haus sich an den Vorfall nicht mehr erinnern könnten. Die Stilmittel des ersten Teils der Geschichte, in dem die Selbstmordentscheidung erörtert wird, wendet Borchert auch an, wenn es darum geht, die Argumentation umzudrehen, sich für das Leben zu entscheiden.

So finden sich im Gespräch zwischen der Mutter und dem Mädchen (ab Z.95) Anaphern ("Sag ihr, ..."), Wiederholungen ("extra", "der Junge", "Holz holen", "Seifenpulver vergißt"). Der hypotaktische Satzbau (v.

a. die häufig mit "daß" eingeleiteten Nebensätze) und die Ellipsen ("Für uns. Für morgen zum Waschen.") lassen einerseits in ihrer Kargheit eine gewisse Sprachlosigkeit erkennen, an der die Hauptperson fast gescheitert wäre. Andererseits suggerieren ihr die eingesetzten Stilmittel stereotyp, daß sie wichtig ist und gebraucht wird, und seien die Gründe oberflächlich gesehen noch so banal und alltäglich. Die damit erzielte Eindringlichkeit führt schließlich zur Umkehr der Entscheidung.

Der letzte Ausschlag dafür wird in einem Oxymoron dargestellt: "Man hörte das Geräusch, das die Stille machte." (Z.111). Der mögliche Selbstmörder hat in dem Augenblick der Stille Zeit nachzudenken. Im Widerspruch, der in der Unmöglichkeit dieses Satzes liegt, erkennt er auch den Widersinn seines Entschlusses. In einem inneren Monolog spricht er sich autosuggestiv dreimal seine Aufgabe vor: "Ich muß das Holz holen.

" (Z.114ff) Zwei Ellipsen erfassen seine Verantwortung für Familie und Zukunft: "Für uns. Für morgen." Im letzten Abschnitt nimmt Borchert ein Symbol aus dem ersten Teil der Kurzgeschichte wieder auf, den "blassen Himmel" (Z.121, vorher Z.37).




Es stellt meines Erachtens das Jenseits dar. Jetzt entfernt sich seine Hauptperson aus der Todeszone. Sie erkennt, daß sie sich nicht klammheimlich aus dem Leben schleichen kann, sondern die o.g. Verantwortung über den Tag hinausreicht. Ein Symbol, das für Licht, Energie und Leben steht, und wiederum zwei Ellipsen am Ende der Kurzgeschichte zeigen dies: "Hier unten aber mußten die Lampen brennen.

Jeden Tag. Alle Tage." Ab dem Mittelteil zieht sich das Leitmotiv Holz durch die Kurzgeschichte. Zum einen als Holz des Treppengeländers, zum andern für die Befeuerung des Waschkessels. Holz ist etwas Lebendes und steht somit für mich in beiden Formen als Sinnbild für das Leben. Das Holz des Treppengeländers läßt sich als das Leben der Hauptperson deuten.

Es weist eine "tiefe Rille" auf, die glattgehobelt und zugekittet wurde. Eine Narbe, die man erkennen kann, bleibt zurück. Die Person, von der erzählt wird, hat ihrem Leben selbst die Wunde zugefügt; am schlimmsten dann, wenn es schwierig wurde, wenn ihr drohte, aus der Bahn geworfen zu werden: "In den Kurven habe ich besonders stark gedrückt, um zu bremsen." (Z.57) Aus Borcherts Biographie läßt sich schließen, daß die "Kurven" Nationalsozialismus, Krieg, Gefangenschaft und Nachkriegselend die eigentlichen Verursacher der Verletzung sind. Als leidenschaftlicher Pazifist muß er unter dem Tod, den Verwundungen (seiner eigenen eingeschlossen), der Zerstörung und der Not sehr gelitten haben.

Sicher ist, daß er sich daran schuldig fühlt: "Und ich, ich war es." (Z.78) Schuldig vielleicht deshalb, weil er als Kriegsteilnehmer - sicher unfreiwillig - an all dem Unglück mitwirkte. Die ganze Hausgemeinschaft muß für den Schaden zahlen. Das könnte im geschichtlichen Zusammenhang als das kollektive Leid eines Volkes gesehen werden, das ein einzelner (Hitler?) angerichtet hat. Borchert betont aber schon 1947, als er die Kurzgeschichte schrieb, daß die Beschädigung, die Ursachen des Leids, bereits in Vergessenheit gerieten: "Und er vergaß ganz, daß sich keiner mehr erinnern würde.

" (Z.86) Das Holz, das zum Waschen benötigt wird, bedeutet Leben im Sinne von Überleben. In den Notzeiten nach dem 2. Weltkrieg war Holz zum Heizen, Kochen und Waschen vor allem in den Großstädten eine solche Mangelware, daß ganze Parks und Stadtwälder in den Öfen der notleidenden Bevölkerung verbrannt wurden. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Auftrag, Holz zu holen, durchaus eine lebenswichtige Aufgabe. Die Hauptperson sieht das ebenso.

Das Holz wird damit ihr Lebensretter. Meiner Meinung nach will Wolfgang Borchert mit dieser Kurzgeschichte ausdrücken, daß Selbstmordideen egoistisch sind. Allein die Verantwortung anderen gegenüber ist Grund genug, sie zu vertreiben. Keine Verletzung kann so tief sein, um die Gedanken an die Mitmenschen, von denen man geliebt und gebraucht wird, zu überdecken. Depressive Stimmungen lassen sich mit dem Blick auf morgen, mit der Überzeugung, daß es weitergehen muß, überwinden. Schuld, so deute ich den Autor, wird weder dadurch getilgt, daß man sie verdrängt, noch daß man aus dem Leben verschwindet.

Schuldgefühle lassen sich nur verringern, indem man mithilft, schlechte Zeiten zu überbrücken und die Zukunft lebenswert zu gestalten.

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