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  Literarische erörterung der kurzgeschichte "nachts schlafen die ratten doch"

Die Kurzgeschichte "Nachts schlafen die Ratten doch" von Wolfgang Borchert handelt von einem Jungen der während des Zweiten Weltkriegs alleine vor dem durch eine Bombe zertrümmertem Haus seiner Eltern auf seinen toten Bruder aufpassen will, damit ihn die Ratten in der Nacht nicht fressen und von einem älteren Mann der ihm durch eine Notlüge versucht zu helfen. Unter einer Notlüge oder. einer Lüge im Allgemeinen versteht man, dass jemand die Unwahrheit spricht, obwohl es ihm nicht erlaubt ist, zu seinem eigenen Vorteil oder dem Zweck anderen zu helfen und ihnen die Wahrheit, die eventuell schmerzhaft sein könnte, zu verschweigen. Der neunjährige Jürgen versteckt sich während des Zweiten Weltkriegs in den Trümmern des zerbombten Elternhauses damit ihn die Soldaten, die in den Ruinen nach Überlebenden suchen, nicht finden. Jedoch macht er dort die Bekanntschaft mit einem älteren Mann, der auf ihn aufmerksam geworden ist, ein Gespräch anfängt und ihn fragt ob er dort schlafe. Doch auch als Jürgen dem Mann erklärt, dass er nur aufpasse, hackt dieser nach um den Grund seiner Wache zu erfahren.

Schließlich erzählt der Alte ihm von seinen 27 Kaninchen und will gehen doch da erwähnt Jürgen schnell dass er wegen den Ratten dort Wache stehe, weil er Angst um seinen toten, in den Trümmern verschütteten Bruder habe und aufpassen wolle, dass ihn die Ratten nicht fräßen. Daraufhin erzählt ihm der Mann dass sein Lehrer, der ihm das erzählt hatte, Unrecht habe, da die Ratten nachts schlafen. Übermannt von der plötzlichen Müdigkeit versichert er nur noch bis zum Einbruch der Dunkelheit in den Trümmern auf die Rückkehr des alten Mannes zu warten der ihn dann mit dem versprochenen Kaninchen nach Hause begleiten will. Doch ist die Notlüge des Mannes überhaupt gerechtfertigt oder hätte er das Problem besser anders lösen sollen? Im Folgenden werde ich die verschiedenen Aspekte, die für oder gegen die vorhandene Unwahrheit sprechen, erörtern. Zunächst lassen sich einige Gründe finden, die zeigen, dass der Mann hätte nicht die Unwahrheit sprechen sollen. Erstens entsteht durch die Lüge ein falsches Bildnis der Bezugsperson da die Glaubwürdigkeit des Lehrers in den Schatten gestellt ( vgl.

Z. 69) wird und wenn der Junge beispielsweise herausfinden sollte das der Mann ihm nicht die Wahrheit erzählt hat, wäre er sicher noch weitaus mehr enttäuscht als er eh schon ist. Es ist niemals gut einem jungen leichtgläubigen Menschen solch eine Unwahrheit zu erzählen da dieser daraus falsche Schlüsse ziehen könnte. Dazu kommt, dass Jürgen den Tod seines Bruders besser alleine und auf seine eigene Weise verarbeiten sollte, da wenn er älter wird die Gewissheit kommen wird, dass Ratten nachts eben nicht schlafen und ihn dann eventuell Schuldgefühle plagen könnten die er nicht gehabt hätte, wenn er auf seine eigene Weise damit fertig geworden wäre. Außerdem kann nur er für sich entscheiden wie er den Tod seines kleinen Bruders handhaben möchte und andere Personen zu dem bis zu dem Zeitpunkt noch fremde sollten darauf eigentlich keinen Einfluss nehmen. Er alleine hat die Möglichkeit sich entweder damit auseinander zu setzen oder das Vorgefallene zu verdrängen.

Der Mann jedoch riskiert das er von seiner Lüge später Schäden mit sich tragen könnte. Im Unterschied dazu gibt es auch einige nennenswerte Gründe warum die Lüge des alten Mannes durchaus gerechtfertigt oder sogar gut für Jürgen gewesen ist. Zu aller erst hat der Mann Recht dass der Jürgen angelogen hat, da der Junge bereits einen hohen Mangel an Schlaf hatte, weil er bereits seit Sonnabend ( Z. 42) Wache hält und seitdem nicht mehr geschlafen hatte. Außerdem hatte er auch schon lange nichts Richtiges mehr zu sich genommen, sondern nur ein altes Brot und Tabakrauch ( Z. 44).

All das kann zu einer verschlechterten Gesundheit des Jungen führen, da Nahrung und Schlaf gerade in seinem Alter von großer Bedeutung sind und ein Mangel starke Defizite hervorrufen könnte. Zudem stellt der Mann fest, das Jürgen mit seinen neun Jahren noch nicht voll entscheidungsfähig ist und ihm besser geholfen werden sollte. Dem Jungen könnten dort außen auch andere Dinge wiederfahren da es Krieg war und der Mann wollte ihn nur davor schützen. Jürgen ist noch zu jung um solch schwerwiegende Entscheidungen selbst zu treffen, da er auch von der Situation speziell beeinflusst ist, deshalb hat der Mann diese Bürde für ihn übernommen und ihn durch seine Lüge von den Trümmern weggelockt. Außerdem ist folgender Gesichtspunkt zu betrachten, dass der Alte ihm über den Tod seines Bruders hinweg helfen wollte, da er die Ereignisse die sich dort abgespielt haben so eventuell besser verarbeiten kann. Er verspricht ihm auch ein Kaninchen um ihn auf andere Gedanken zu bringen.

Zudem weiß der Mann, dass Jürgen seinem Bruder keinesfalls mehr helfen konnte da dieser eh bereits tot war und wollte ihn von der Unglücksstelle wegbringen. Der Anblick solchen Grauens könnte den Jungen für sein Leben lang verstören da er alt genug ist um die Situation und das was geschehen ist zu begreifen aber noch zu jung um sie so einzuschätzen das er keinen Schaden mit sich nimmt. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Lüge des Mannes gerechtfertigt ist, da er meiner Meinung nach Jürgen mehr geholfen als geschadet hat. Jedoch sollte er ihm keine Versprechungen machen um ihn von dem Tod abzulenken, weil Jürgen früher oder später eh hinter die Lüge kommen wird und sich im nachhinein nicht mehr so über das Kaninchen freuen kann wie zuvor. Allerdings muss man den Wert der Lüge auch anders betrachten als heute, da die Geschichte im Krieg spielt und dort eventuell grauenvolle Bilder vor den Augen des jungen laufen würden, wenn er in den Trümmern gewartet hätte. In der heutigen Zeit hätte ein Junge sicherlich nicht mehr so viel Mut gehabt sich vor ein Haus zu legen unter dem sein Bruder begraben liegt und man kann sich das schwerlich vorstellen da Jugendliche in dieser Zeit noch nie einen Krieg miterlebt haben.





Der Mann hätte auch andere Maßnahmen ergreifen können, wie zum Beispiel zu versuchen dem Jungen den Sachverhalt verständlich zu machen. Jedoch war es meiner Meinung nach richtig, dass er den Jungen nicht alleine gelassen hat, da ihm viel schlimmere Dinge hätten zustoßen können. Abschleißend ist zu sagen, dass die Notlüge durchaus nachvollziehbar ist jedoch auch durch schlaueres Vorgehen ersetzt hätte werden können.

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